Mieter hat gekündigt und zahlt letzte Miete nicht

Diskutiere Mieter hat gekündigt und zahlt letzte Miete nicht im Zahlungsmoral der Mieter/Vermieter Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, ich bin neu hier und habe direkt ein konkretes Problem. Die Mieterin hat fristgerecht per 30.09. die Wohnung gekündigt. Am 04.09 habe ich...

catwomen1968

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Hallo,
ich bin neu hier und habe direkt ein konkretes Problem.
Die Mieterin hat fristgerecht per 30.09. die Wohnung gekündigt. Am 04.09 habe ich festgestellt, das die Miete inkl. NK nicht überweisen wurde und eine schriftliche Abmahnung (per Einschreiben) verschickt. Leider ist bis heute keine Zahlung erfolgt und ich wollte jetzt die nächste Mahnung schreiben. Aber ich kann ja nicht mit fristloser Kündigung drohen, da schon gekündigt ist. Kann ich die offene Miete von der Kaution einbehalten oder muss ich hier den Weg eines Mahnbescheides gehen. Was wäre rechtlich abgesichert und der unkomolzierteste Weg ???
(Mit der Mieterin sprechen geht leider nicht... läßt sich immer verleugnen oder geht nicht ran)

Vielen Dank für eine Antwort.
Gruß cat
 

Thomas76

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Original von catwomen1968
Kann ich die offene Miete von der Kaution einbehalten....
Natürlich, dafür ist die Kaution u.a. ja da.
Wenn es sich wirklich "nur" um die letzte ausstehende Miete handelt, von größeren Schäden in der Wohnung nicht auszugehen ist und die Mieterin auch tatsächlich zum 30.09. auszieht, würde ich da gar keine große Aktion starten.Den fehlenden Betrag dann einfach von der Kaution einbehalten und gut.
 

Vermieterheini1

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"zahlt Miete nicht"

<== Da gibt es doch nur eine einzige mögliche Antwort (wenn was zu holen ist) - die Urkundenklage!
 

Thomas76

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Original von Vermieterheini1
"zahlt Miete nicht"

<== Da gibt es doch nur eine einzige mögliche Antwort (wenn was zu holen ist) - die Urkundenklage!
Wozu die Mühe ? Betrag von der Kaution einbehalten und fertig.
 

RMHV

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Original von Thomas76
Wozu die Mühe ? Betrag von der Kaution einbehalten und fertig.

Man kann selbstverständlich die Sache durch Aufrechnung abhandeln. Man kann auch darauf warten, dass der Mieter im Haus mit seiner Cleverness protzt und der nächste Mieter - er ist schließlich noch cleverer - die letzten beiden Mieten nicht bezahlt...

Eine Klage wäre ein abschreckendes Beispiel für die übrigen Mieter.
Wenn sich herumspricht, dass man folgenlos die Zahlungen einstellen kann, wird das möglicherweise immer weitere Kreise ziehen.
Dieses Risiko wird aber jeder selbst einschätzen müssen.
 

Thomas76

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Original von RMHV
Original von Thomas76
Wozu die Mühe ? Betrag von der Kaution einbehalten und fertig.

Man kann selbstverständlich die Sache durch Aufrechnung abhandeln. Man kann auch darauf warten, dass der Mieter im Haus mit seiner Cleverness protzt und der nächste Mieter - er ist schließlich noch cleverer - die letzten beiden Mieten nicht bezahlt...

Eine Klage wäre ein abschreckendes Beispiel für die übrigen Mieter.
Wenn sich herumspricht, dass man folgenlos die Zahlungen einstellen kann, wird das möglicherweise immer weitere Kreise ziehen.
Dieses Risiko wird aber jeder selbst einschätzen müssen.
Es bleibt ja eben nicht folgenlos, die ausstehende Summe wird halt von der Kaution einbehalten.Also kein Gewinn für den Mieter, mit dem er protzen könnte.

Sollte sich dadurch dennoch ein anderer Mieter (mal vorausgesetz, es gibt noch weitere Mieter) dazu angespornt fühlen, die Miete nicht zu zahlen kann man dann immernoch klagen.

Aber solange die ausstehende Summe überschaubar ist, halte ich das schlichte einbehalten von der Kaution für den deutlich einfacheren Weg.Aber wer das möchte, kann sich natürlich auch das ganze Theater mit einer Klage antun.Ob die angeblich abschreckende Wirkung auf andere Mieter (denn das wäre, wenn überhaupt, ja der einzig sinnvolle Grund für eine Klage ) aber den Aufwand lohnt, wage ich zu bezweifeln.
 

Michael_62

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Ohne zusehr ins Detail geben zu wollen, teile ich hier RMHV´s Meinung.

Insbesondere da das Urteil in dem Falle problemlos absehbar ist (spätestens in zweiter Instanz).

Diese Art der Aufrechnung ist im Gesetz nämlich explizit untersagt.
 

Vermieterheini1

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Hallo Thomas76,

wer sagt denn, dass die Mietkaution für die Mietrückstände ausreicht?
Und was ist dann mit der Absicherung aller anderen Forderungen des Vermieters an seinen Ex-Mieter?
Schadenersatz?
Nicht ausgeführte Schönheitsreparaturen?
Nachzahlung(en) für die Betriebs- und Nebenkosten?
Räumungs- und Entmüllungskosten?
Entseuchungskosten?
und so weiter

Für den Zahlungsverzug des Noch-Mieters keine Verzugszinsen, Mahngebühren, Schadenersatz, usw.?

Die Erfahrung zeigt, dass wenn ein Mieter mit Zahlungsverzug anfängt noch Etliches nachkommt.
 

Thomas76

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Original von Michael_62
Diese Art der Aufrechnung ist im Gesetz nämlich explizit untersagt.
Das ist ein weit verbreiteter Irrtum.Während das Mietverhältniss noch läuft darf man das nicht, Stichwort Kaution abwohnen. Nach Beendigung des Mietverhältnisses ist die Kaution aber zum Ausgleich aller noch ausstehender Kosten heranzuziehen, also selbstverständlich auch für ausstehende Mietschulden.

Wer ganz sicher gehen will, kann ja trotzdem noch ein paar Mahnungen schicken um nicht den Eindruck aufkommen zu lassen, die Mietschulden würden einen nicht interessieren.

Original von Vermeiterheini1wer sagt denn, dass die Mietkaution für die Mietrückstände ausreicht?
Da es sich laut Aussage der Threaderstellerin nur um die letzte Miete handelt, und die Kaution in der Regel drei Monatskaltmieten beträgt, gehe ich da einfach mal von aus.Vermutlich wird selbst nach Abzug der ausstehenden Miete noch einiges von der Kaution übrig sein

Original von Vermeiterheini1Und was ist dann mit der Absicherung aller anderen Forderungen des Vermieters an seinen Ex-Mieter?
Schadenersatz?
Nicht ausgeführte Schönheitsreparaturen?
Nachzahlung(en) für die Betriebs- und Nebenkosten?
Räumungs- und Entmüllungskosten?
Entseuchungskosten?
und so weiter
Darauf ging ich in meinem ersten Beitrag schon ein.Man muß natürlich den Überblick haben und aufgrund der Umstände entscheiden, welchen Weg man bei Mietrückstand geht.Aber wenn man den Zustand der Wohnung kennt, die bisherigen Anbschlagszahlungen immer ausreichten und auch sonst alles glatt läuft, kann man die ausstehende Miete ruhig von der Kaution einbehalten.Zumal diese eine Miete nicht die gesamte Kaution auffressen wird.

Wenn man allerdings weiß, das es sich um einen absoluten Chaosmieter handelt, der schon öfter Aufgefallen ist, würde ich natürlich auch über den Weg der Klage gehen.Wenn allerdings nichts anderes erwähnt wird, gehe ich davon aus, das es sich um einen normalen Mieter handelt, der keine Ruine hinterläßt.

Original von Vermeiterheini1Die Erfahrung zeigt, dass wenn ein Mieter mit Zahlungsverzug anfängt noch Etliches nachkommt.
In einem Mietverhältniss, das noch auf unbestimmte zeit bestehen wird ist das vermutlich richtig.Aber hier zieht der Mieter in ca. zwei Wochen aus, was soll da noch an Schulden zusammenkommen, vorausgesetzt die Bude ist in einem ordentlichen Zustand ?
 

mOno

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Diese Art der Aufrechnung ist im Gesetz nämlich explizit untersagt.

Die Aufrechnung mit Mietrückständen nach MV-Beendigung ist nur im geförderten Wohnungbau unstatthaft ( § 9 Wohnungsbindungsgesetz ). Dort dürfen lediglich Kosten mit der Kaution verrechnet werden, die aus Beschädigung der Mietsache oder unterlassenen Schönheitsreparaturen resultieren.
 
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