Mieter hat in Eigenregie neue Elektrik verlegt, will diese rausreißen wegen Auszug

Dieses Thema im Forum "VF - Ankündigungen!" wurde erstellt von BlueEagle, 08.09.2016.

  1. #1 BlueEagle, 08.09.2016
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    Guten Tag,
    unser Mieter hat in der Mietwohnung neue Leitungen gezogen und neue Steckdosen verlegt.
    Als Mietzusatz wurde extra notiert, das dies in Eigenregie passiert und der Vermieter die Kosten nicht übernimmt.
    Jetzt zieht der Mieter aus und will dafür Geld haben.

    Er setzt als Druckmittel das Herausreißen der Kabel ein.

    Meine alten Kabel bzw. meine alten Steckdosen, Schalter etc. hat er entsorgt. Seine Schalter will er mitnehmen oder bezahlt haben. Wenn ich diese nicht bezahle habe ich keine Schalter mehr in der Wohnung, da die alten weg sind :wie

    Er meinte er würde die Kabel abschneiden sodass man die neuen Steckdosen nicht benutzen kann:152::154:

    Kennt jemand die rechtliche Sachlage???
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Wie ist das genau formuliert?


    Das könnte (implizit) Bestandteil eurer Vereinbarung gewesen sein, aber vor einer Einschätzung würde ich doch gerne den Wortlaut kennen.


    Das nennt sich "Wegnahmerecht", geregelt in den §§ 539 und 552 BGB. Diese Forderung ist grundsätzlich berechtigt.


    Auch das könnte von eurer Vereinbarung durchaus abgedeckt sein.


    Ist der Mieter eigentlich eine für solche Arbeiten ausgebildete Fachkraft? Wie man das im privaten Bereich regelt, muss jeder selbst wissen, aber in einer Mietwohnung würde ich Elektroinstallationen durch Laien unbedingt vermeiden. Die Haftungsrisiken sind kaum noch überschaubar.
     
  4. sara

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    Das ist ein wenig dürftig...
    Es wäre interessant wie der genaue Wortlaut dieser Vereinbarung lautet?
    Sind die neuen Leitungen unter Putz oder auf Putz verlegt worden?
    Sind alle Räume betroffen?
    Waren die Elektroinstallation bzw. die Leitungen schon sehr alt?
    Wenn z.B. nur aus optischen Gründen neue Schalter und Steckdosen vom Mieter angebracht wurden, so könnte man bei Auszug die Herstellung des Urzustandes wieder verlangen.

    Normalerweise kann bei Einbauten aber auch eine Kostenübernahme gefordert werden, wenn diese verbleibt und damit übernommen wird.
    Wie viel will er denn dafür haben?
    --------------
    PS.: Sehe gerade, dass Andres schon geantwortet hat, lasse es aber trotzdem mal stehen.
     
  5. #4 BlueEagle, 08.09.2016
    BlueEagle

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    Die Mieter möchten auf eigenen Wunsch sowie auf eigene Verantwortung zusätzlich Leitungen (Steckdosen) legen. DIE Renovierungsarbeiten geschehen in Eigenabreit und werden nicht von der Vermieterin übernommen.


    Das wäre so der Zusatz
     
  6. #5 BlueEagle, 08.09.2016
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    Das Haus ist schon älter. Alles altbau. Die Leitungen sind unter Putz verlegt also die neuen.Vor Einzug wurden die Decken alles renoviert. Die haben alles aufgemacht wegen Leitungen legen.die haben die alten Schalter nicht mehr, und wir haben das nicht vereinbart. Wenn er seine mitnimmt, hat die Wohnung keine Schalter. Diese muss ich dann neu kaufen?
     
  7. #6 Sweeney, 08.09.2016
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    Die spannende Frage wird sein, ob der Vermieter in diesem Fall einen Rückbauanspruch auf den ursprünglichen Zustand hat.

    Die Verpflichtung des Pächters, bei Vertragsende das Pachtobjekt im Zustand wie bei Vertragsbeginn zurückzugeben, umfaßt die Beseitigung von Einrichtungen oder Aufbauten, mit denen er oder sein Rechtsvorgänger die Pachtsache während der Vertragszeit versehen hat, grundsätzlich auch dann, wenn dies mit Zustimmung des Verpächters geschehen ist.(vgl. OLG Köln · Urteil vom 15. Juni 1998 · Az. 19 U 259/97)

    Fraglich bleibt jedoch, warum die Leitungen und Steckdosen überhaupt erneurt wurden. Waren diese Maßnahmen notwendig, um die Mietsache in einen vertragsgemäßen Zustand zu versetzen? In diesem - und wenigen anderen Ausnahmefällen - besteht kein Anspruch auf Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands.

    Einerseits erkenne ich bislang bestenfalls eine Zustimmung über die baulichen Veränderungen, die jedoch nicht automatisch zum Rückbauverzicht führen. Andererseits waren die Maßnahmen entweder bereits am Anfang des Mietverhältnisses notwendig oder es ist zumindest von einer Wertsteigerung auszugehen. In diesen beiden Fällen könnte davon ausgegangen werden, dass der Vermieter auf eine Wiederherstellungspflicht verzichtete.
     
  8. #7 BlueEagle, 08.09.2016
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    Die Leitungen sind zwar alt gewesen aber die Wohnung war ich in einem Zustand das man unbedingt renovieren müsste. Es ging den Mietern darum, das sie mehr Steckdosen als Beispiel hBen. Die alten Häuser bzw. WOHNUNGEN haben nicht so viele pro Zimmer gehabt. Wir verstehen nicht, das der Mieter seine Sachen bezahlt haben will oder alles rauswirft wenn wir nicht was bezahlen. Der Zusatz ist klar definiert. In Eigenarbeit! Klar ist, die Wohnung wurde dadurch aufgewertet.
     
  9. #8 BlueEagle, 08.09.2016
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    Wenn sie die ganzen Kabel rausnimmt, haben die Nachmieter kein Strom??!!! Die Schalter etc haben nicht gefallen und wurden deswegen vllt ausgetauscht. Aber wie sollte der Rückbau funktionieren? Die alten Kabel hat der Mieter nicht aufgehoben. Es gab bereits viel Ärger beim Einzug. Deswegen ist das so ein schweres Angehen.... Aber danke schon mal für die Antworten:21:
     
  10. #9 BlueEagle, 08.09.2016
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    Vllt sollte ich noch dazu sagen, im Zusatz steht auch drin das die Mieter die Wohnung im gegenwärtigen Zustand übernehmen. Somit haben die ja die wenigen Steckdosen zu dem Zeitpunkt gesehen:gehtnicht
     
  11. #10 Sweeney, 08.09.2016
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    Zwei Fragen:

    1) Wurden die Arbeiten nachweislich fachmännisch ausgeführt? (s. dazu auch der Beitrag #2 von @Andres)
    2) Welchen Betrag ruft der Mieter auf und steht dieser im Verhältnis zu den geleisteten Veränderungen bzw. lässt sich dieser durch Aufschlag auf den Mietzins nach Neuvermietung rechtfertigen?

    Kritisch sehe ich vom allem die erste Frage. Sollte die Bude abfackeln, weil die Leitungen nicht ordentlich abgesichert sind, bist du als Vermieter in Erklärungsnot. Mit der Argumentation "Der Vormieter hat in Eigenregie ... " wirst Du im Zweifelsfall nicht weit kommen.
     
  12. #11 BlueEagle, 08.09.2016
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    Der Mieter ist im Elektroberuf unterwegs. Elektriker. Die wollen zwischen 500 und 1000 Euro haben. Aber wir haben gesagt die können Laminat unseretwegen rauswerfen. Eine elektrofirma kommt bei Auszug und wird duchmessen, ausserdem hat der Mieter den abnahmeschein angeblich in seinen unterlagen. Diesen wollen wir in Kopie haben
     
  13. #12 BlueEagle, 08.09.2016
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    Bei diesem Mieter geht's mittlerweile ums prinzip. Wir haben gesagt wozu in einer Mietwohnung so viel Aufwand und kosten? Extra wurde der Zusatz erstellt damit wir nicht so ein Theater haben... Und jetzt das:73:wir haben gesagt wir übernehmen keine Kosten und jetzt wollen die dafür was haben sonst räumen die uns die Bude aus??!! Das ist doch alles wahnsinn
     
  14. #13 Sweeney, 08.09.2016
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    Die emotionale Ebene ist nachvollziehbar, aber wenig zielführend.


    Also maximal 500 EUR bieten unter der Bedingung, dass Abnahmedokumente im Original ausgehändigt werden.

    Bei 20,00 EUR zusätzlichem Aufschlag auf den zukünftigen Mietzins hättest Du die Investition innerhalb von gut 2 Jahren wieder in der Tasche. Vor dem Hintergrund, dass die Leitungen ohnehin früher oder später hätten erneuert werden müssen, sollte dieses Angebot doch so schlecht nicht sein.
     
    phoenix11, Andres und Berny gefällt das.
  15. #14 BlueEagle, 08.09.2016
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    Vielen Dank für die Antworten und Infos. Wir werden sehen wie es weitergeht. Der Zusatz wurde nicht umsonst geschrieben und wir möchten die Wohnung in einem bewohnbaren Zustand zurück bekommen. Sicherlich würde man die Leitungen irgendwann erneuern aber zu unseren Konditionen bzw mit Firmen die wir beauftragen. Was wichtig ist, wir benötigen auf alle Fälle den Abnahmeschein, das ist dringend notwendig da habt ihr Recht. Was meint ihr, darf er die Sachen rausreißen oder würde da der Bestandschutz greifen?
     
  16. Berny

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    Ich meine, dass Bestandsschutz nicht greifen würde. Ich würde mich einigen, nerven- und geldeinsparend.
     
  17. #16 Pharao, 08.09.2016
    Zuletzt bearbeitet: 08.09.2016
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    Hi,

    und was lernst du hoffendlich daraus :? Sorry, aber so was kommt eben dabei raus, wenn man sich auf solche Deals mit manchen Mietern einlässt. Ich mein, du kannst hier ja schon froh sein, wenn der Mieter hier nicht irgendwie gepfuscht hat. Mal ganz abgesehen von versicherungstechnischen Fragen dazu.

    Ansonsten, was bedeutet "alt"? Ich mein, auf Stromleitungen ist i.d.R. ein Bestandsschutz drauf, solange man nichts daran verändert. Somit können Uralt Stromleitungen, die Uraltfarben aufweisen oder ggf. sogar noch mit Stoff umwickelt sind, durchaus auch noch zulässig sein. Das dies nicht mehr dem Stand der Technik entspricht, das muss man wohl nicht extra erwähnen.

    Und gerade wenn man das dann auch noch vermieten will, da sollte man schon aus reinem Eigeninteresse nicht am falschen Ende sparen. Ich mein, kaum ein Mieter macht sich da Gedanken, sondern stöpselt alles Mögliche an. Im besten Fall fliegt die Sicherung, im ungünstigsten Fall .... naja, Rauchmelder werden ja nun bald überall Pflicht sein... :91:

    Das war dem Mieter vor Anmietung ja sicherlich bewusst oder hat er keine Wohnungsbesichtigung gemacht? Sorry, aber gerade wenn das Haus auch noch ein Altbau ist, da muss der Mieter ggf. auch mit entsprechenden Einschränkungen rechnen.

    Naja, wenn`s um`s Geld geht bzw. der Mieter dadurch einen Vorteil hat, dann erinnern sich viele Mieter nicht mehr an was ausgemachtem, sondern dann zählt i.d.R. nur noch die rechtliche Lage dazu.

    Interessant wäre hier jetzt natürlich, wie das rechtlich genau mit eurer getroffenen Vereinbarung aussieht und ob es beim Mieter ggf. auch was zu holen gibt. Je nach dem kann man das sehr gelassen sehen oder man sollte sich evtl. doch mal Gedanken machen, was einem das Wert ist.



     
  18. #17 anonym2, 09.09.2016
    anonym2

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    Hallo BlueEagle,

    Ich würde das mal ganz pragmatisch so sehen: Es steht in der Vereinbarung etwas von "zusätzlichen" Leitungen/Steckdosen - nicht jedoch, dass "alte" Steckdosen/Leitungen entfernt werden und entsorgt werden dürfen.

    Daher würde ich dem Mieter folgendes mitteilen: Selbstverständlich kann er "seine" Steckdosen und Leitungen wieder ausbauen. Er muss dann jedoch natürlich den ursprünglichen Zustand der Wohnung/Wände wieder herstellen - also mit den alten Steckdosen usw. Dass er die alten Steckdosen entsorgt hat, fällt unter die Rubrik Diebstahl, da es ja nicht sein Eigentum war. Hier könntest du den Wert der alten Dosen einfordern oder mit der Ablöse (wenn ihr es doch so vereinbart) der neuen Dosen verrechnen. ( Macht zwar nicht viel Unterschied - es geht hier aber eben ums Prinzip).

    Gruß,
    anonym2

    Hinweis: nur meine unverbindliche Meinung - keine Rechtsberatung
     
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  19. #18 lostcontrol, 09.09.2016
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    Eigenarbeit bedeutet nicht dass automatisch auch die Materialkosten übernommen werden...

    Wie alt waren denn die Leitungen? Womöglich von vor 1960? Hat er ALLE Leitungen ausgetauscht oder nur neue dazugelegt?

    Wir haben bei unseren älteren Wohnungen regelmässig das Problem dass der Bestandsschutz verfällt, wenn etwas zusätzlich dazukommt.
    Gut möglich dass er garkeinen Abnahmeschein bekommen hat wenn das bei Euch auch so war. Entsprechend würde ich mir den auf jeden Fall geben lassen BEVOR ich überhaupt verhandle.

    Versicherungsrechtlich wär mir da Angst und Bange - das mit der "Eigenverantwortung" wird die Versicherung nicht durchgehen lassen wenn das Haus wegen eines Kabelbrands abfackelt (der - meines spärlichen Elektrowissens nach - gerade dann gerne entsteht wenn alte mit neuen Kabeln zusammengewurstelt werden).

    Aber wir lassen seit Jahren schon garnichts mehr die Mieter selbst machen, außer Tapezieren und Streichen. Es gab IMMER Probleme. Und fast immer mussten wir hinterher alles nochmal neu und FACHGERECHT machen lassen, haben also nichts gespart sondern sogar noch Geld draufgelegt.
     
  20. Andres

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    Grundsätzlich bin ich mit der Vorgehensweise von anonym2 einverstanden: Für die bestehende Installation könnte man den Rückbau fordern. Das gilt dann übrigens auch für die Rückstände der neuen Installation, sofern der Mieter seine Ankündigung wahr macht. Man kann ihn dann also direkt auffordern, dass er die neu verlegten Leitungen nicht nur abzuschneiden sondern vollständig zu entfernen hat. Sollte abschreckend genug sein ...

    Ich sehe dabei aber ein Problem: Was mache ich denn, wenn der Mieter die alte Installation tatsächlich wieder herstellt? Er scheint vom Fach zu sein, also ist es nicht völlig aus der Luft gegriffen, dass er z.B. von einer Modernisierung bei einem Kunden Schalter und Dosen aus genau der ursprünglich verbauten Serie (oder etwas, das dem so ähnlich sieht, dass der Unterschied nicht festzustellen ist) beschaffen kann. Wenn er die aber wieder einbaut, ist trotzdem noch der Bestandsschutz weg. Da der Vermieter aber den Umbauten zugestimmt hat (d.h. der Bestandsschutz wäre sowieso flöten gegangen), halte ich das für keinen zu ersetzenden Schaden.

    Fazit für mich: Den Rückbau kann man als Verhandlungsargument einsetzen. Da er letztendlich aber beiden Seiten weh tut, sollte man unbedingt eine Lösung anpeilen, wie sie Sweeney vorgeschlagen hat, also Abnahme und moderaten Kostenersatz. Dabei sollte man nicht vergessen, dass die Wohnung dadurch an Wert gewinnt und dass man für die nun ohnehin fällige Erneuerung (s.o.) sicher mehr als 500-1000 € in die Hand nehmen müsste.


    Nebenbei:
    Nein. Für einen Diebstahl fehlt der "Bruch fremden Gewahrsams". Ohne dieses Merkmal ist es höchstens noch Unterschlagung und auch das fällt flach, denn dafür ist eine "Zueignungsabsicht" erforderlich, die das Entsorgen nicht erkennen lässt. Bleibt eine Sachbeschädigung.

    Außerdem ist das Strafrecht und hilft damit im Moment nicht unmittelbar weiter. Die Drohung mit einer strafrechtlichen Verfolgung gleitet auch gerne mal in den Bereich der Nötigung ab, daher würde ich solche Argumentationen in der Verhandlung mit dem Mieter auch lieber vermeiden.
     
  21. Berny

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    Ich würde dem Mieter die Adresse der örtlichen Müllkippe geben zwecks Suche nach alten Installationsgegenständen...:006sonst:
     
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