Mieter/in installiert Steckdose ohne Erlaubnis was tun?

Diskutiere Mieter/in installiert Steckdose ohne Erlaubnis was tun? im VF - Ankündigungen! Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Hey Leute, die Mieterin die mittlerweile raus ist, hat eine Steckdose in der Wohnung angebracht aber ohne unsere Erlaubnis. Ihr *Ehemann* ist...

  1. Muhi

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    Hey Leute,

    die Mieterin die mittlerweile raus ist, hat eine Steckdose in der Wohnung angebracht aber ohne unsere Erlaubnis.
    Ihr *Ehemann* ist Elektriker also gehe ich davon aus das er es angebracht hat, nun habe ich die Mieterin angeschrieben das diese Steckdose entfernt werden soll.
    Aber nach zwei Wochen habe ich immer noch keine Antwort erhalten wir haben ihr auch eine Frist von zwei Wochen gegeben.
    Nun weiß ich nicht wirklich was ich dagegen tun kann meine Anwältin hat nur gemeint ich solle die Mieterin darauf hinweisen.
    Falls ihr irgendwelche Tipps habt nehme ich sie gerne an, schon mal danke im voraus.
     
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  3. Andres

    Andres
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    Den Rückbau nachweisbar fordern (ich gehe davon aus, dass das hier einer der Fälle ist, in dem dem Mieter eigentlich gar nicht Gelegenheit zur Nachbesserung gegeben werden muss), nach Fristablauf selbst zurückbauen und die Kosten vom Mieter ersetzt verlangen bzw. mit der Kaution verrechnen.


    Das war der ganze Plan? Oder war diese Empfehlung gefolgt von "und dann sehen wir mal"?
     
  4. #3 RP63VWÜ, 04.08.2019
    RP63VWÜ

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    Ich würde zunächst mal prüfen, ob der Rückbau überhaupt notwendig ist.
    Schließlich wurde der Einbau von einem Elektriker, also offensichtlich fachgerecht, vorgenommen.
    Vielleicht ergibt die Installation ja einen Mehrwert der Wohnung?
    (wenn ich die elektrischen Verbraucher in meiner Wohnung in Relation zu vorhandenen SchuKo-Steckdosen setze …)
     
  5. Muhi

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    Ist leider eine Industrie Steckdose auf dem Putzt sieht auch nicht wirklich schön aus, werde es wahrscheinlich wie Andres es gesagt hat zurückbauen lassen.
    Zum glück hab ich Beweise das dies im nachhinein angebracht wurde.
    Danke für die schnellen Antworten!
     

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  6. dots

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    Von wem? Vom Mieter?
     
  7. #6 RP63VWÜ, 05.08.2019
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    Das ist nicht "auf Putz", sondern "auf Gipskarton-Platte" (mit Raufaser tapeziert).
    Ich würde dies innerhalb von 15 Minuten mittels Lochsäge in eine handelsübliche "unter-Putz"-Steckdose umwandeln und mich freuen, dass der Vormieter für die aufwändigere Verkabelung gesorgt hat.
     
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  8. #7 notwendiges Übel, 05.08.2019
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    Entweder wie RP63VWÜ geschrieben hat.....oder Sicherung raus, Kabel durchkneifen, ggf isolieren und in die Öffnung zurückschieben, Steckdose abschrauben und mit einem Klecks Farbe Rauhfaserschnipsel aufs Loch und überstreichen.
    Dauert maximal solange wie diesen Beitrag zu schreiben ;-)
     
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  9. #8 RP63VWÜ, 05.08.2019
    RP63VWÜ

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    Wir sollten aber bedenken, @notwendiges Übel, dass die konsultierte Anwältin dann bei trockenem Brot und Wasser darben muss.
    Und erst einmal der beschäftigungslose Richter am Amtsgericht …
    Gibt es dafür eigentlich bereits ein höchstrichterliches Urteil?
     
  10. Ferdl

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    Ich habe auch einen "Elektriker" als Mieter, was der gebaut hat :033sonst:
    Mir scheint das du keine Ahnung von Elektrik hast?
    Daher währe nicht dumm , den Konstrukt von einem Elektriker, also so einen mit Konzession, überprüfen zu lassen. Da kannst du gleich nen E-Check machen lassen, dann hast du schriftlich das alles in Ordnung ist.
    Dann entscheiden was zu tun ist. Entweder so wie RP63VWÜ geschrieben hat Unterputzdose einbauen oder Rückbauen lassen.
    Die Kosten der Aktion könnte man versuchen dem Mieter überzuhelfen.
    Kabel abschneiden ist keine so gute Idee.
     
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  11. Andres

    Andres
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    Ah, jetzt kommen die Heimwerker. Davon abgesehen, dass nicht nach hemdsärmeligen Lösungen gefragt war, sondern nach der Durchsetzung eines erkennbar berechtigten Anspruchs:

    Sind wir denn überzeugt, dass wir dort überhaupt eine Steckdose haben wollen? Das Bohrloch unten darfst du dann auch noch spachteln.

    Sind wir überzeugt, dass der Anschluss fachgerecht erfolgt ist? Nicht den Bestandsschutz einer heute so nicht mehr zulässigen Anlage getötet hat?


    ... und sich freuen, dass nun ein spannungsführendes Kabel außerhalb einer Installationszone liegt. Wahlweise auch die Freude demjenigen überlassen, der das Osterei eines schönen Tages beim Versuch ein Regal an die Wand zu dübeln entdeckt? Geteilte Freude soll ja doppelte Freude sein.


    Insbesondere die Lage der Leitung wird dabei nicht überprüft. Der E-Check ist schließlich nicht dazu da, irgendwelche selbstgebastelten Installationen nachträglich zu überprüfen.


    Nun, die Kosten, diese Installation in einen gewünschten Zustand mit UP-Dose oder was auch immer zu überführen, sind vom Mieter sicher nicht zu tragen. Sofern man die Kosten ersetzt haben möchte, fällt dieser Lösungsweg also komplett aus. Er wäre ohnehin unwirtschaftlich oder glaubt hier jemand ernsthaft, dass wegen dieser einen zusätzlichen Steckdose jemand auch nur einen einzigen Cent mehr Miete zahlt?
     
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  12. #11 notwendiges Übel, 06.08.2019
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    Andres, wo Du Recht hast.....
    ....aber selbst wenn man den Mieter dazu bringt zurückzubauen.....wer sagt dann daß er die Leitung abklemmt und entfernt?

    Dann wäre es wirklich besser/sicherer die Elektrofirma seines Vertrauens zu bitten den Rückbau durchzuführen. (Wer auch immer das bezahlt) und bei der Gelegenheit auch ein Auge auf die restliche Elektrik werfen zu lassen.
     
  13. #12 ehrenwertes Haus, 06.08.2019
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    Was meinst du was bei einem E-Check geprüft wird?

    Das entfernen einer Leitung ist doch gar nicht erforderlich. Abklemmen reicht, wenn das an der richtigen Stelle (normalerweise im Verteilerkasten) erfolgt.
    Deine Abknipsmethode... die solltest du ganz schnell aus deinem Gedächnis streichen.


    Eine Garantie auf eine insgesamt normgerechte und sichere Elektrik hat man nur bei kompletter Neuverlegung vor jeder Vermietung.
    Und auch dabei können Fehler passieren. Dann hat man aber eine zeitlang noch Jemand der für sein Werk haftet.
     
  14. Ferdl

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    Was am Ende bleibt ist die Rechtliche Situation:
    Der Mieter darf die Steckdose nicht montieren.
    Der Mieter darf die Steckdose nicht demontieren.
    Weil er darf überhaupt nicht an der Elektrik rumbasteln.
    Also bleibt als rechtlich saubere Lösung nur die Überprüfung und vermutlich Demontage durch einen konzessionierten Elektriker.
    Vermutlich Demontage weil, wo soll der M. denn die Steckdose angeklemmt haben? Vermutlich an einer Steckdose im Nachbarraum...
    Eine weitere zu Überprüfende Frage könnte sein, was das für ein Wandaufbau ist.
    Ist das tatsächlich eine Trockenbauwand könnte da eine Dampfsperre montiert sein die dann auch nicht mehr Dicht wäre.
    Die Kosten für diese Arbeiten sind meiner Meinung vom Mieter zu tragen.
    selbst die Kosten für einen kompletten E-Check könnte man vermutlich dem Mieter überhelfen, weil wenn der an einer Stelle an der Elektrik gebastelt hat, wer weis wo der noch alles rumgebastelt hat.
     
  15. dots

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    Das Argument halte ich für nicht zielführend. Wenn es stimmen würde, könnte man bei jedem Mieterwechsel einen E-Check auf Kosten des Mieters machen lassen - der Mieter könnte ja was gebastelt haben.
    Und warum nur beim Mieterwechsel? Ab sofort wird der E-Check wöchentlich, ach - täglich auf Mieterkosten durchgeführt! Könnte ja sein, dass der Mieter in den letzten 24 Stunden ...
     
  16. #15 ehrenwertes Haus, 06.08.2019
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    Das kann man sogar auf Mieterkosten machen, wenn nachgewiesen werden kann, das der Mieter die Elektrik ohne Zustimmung des VM geändert hat.
    Das bedeutet aber auch vor Mietereinzug immer einen E-Check machen lassen.
     
  17. dots

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    Ja, wenn. Ich habe das bewusst allgemein (ohne "wenn") formuliert.
    Hier ging es aber darum, dass man den Check auf Mieterkosten macht, sobald man auch nur einen (unbegründeten?) Verdacht hat, dass der Mieter "was gebastelt" haben könnte.
    Du schreibst ja selber: ... auf Mieterkosten, wenn nachgewiesen ...

    Ab dem zweiten Mieterwechsel erübrigt sich das ja quasi: der Check nach Auszug des Mieters ist ja gleichzeitig der Check vor Einzug des nächsten Mieters.
     
  18. #17 ehrenwertes Haus, 06.08.2019
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    Ja wenn du das so sagst, wird das pauschal schon stimmen, oder?
     
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  19. Ferdl

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    In dem, in diesem Tröt dargelegten, Fall geht es nicht um einen begründeten oder unbegründeten Verdacht, sondern um eine Tatsachenfeststellung bei der Wohnungsrückgabe. Von daher nix mit pauschal und so. Wenn der Mieter an einer Stelle offensichtlich (im Sinne von offen Erkennbar, nämlich die Feuchtraumsteckdose im Wohnraum) gebastet halt, berechtigt dieses tun, meiner Meinung nach, die gesamte Elektrik auf Kosten des Mieters überprüfen zu lassen.
     
  20. dots

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    @Ferdl
    Es ging um dieses von dir verwendete Argument:
    Du wirst quasi nie (bei quasi keinem Mieter) wirklich ausschließen können, dass irgendwas (an der Elektrik) gebastelt wurde.
    Folglich kann man - laut deiner Aussage - jedem Mieter immer die Kosten überhelfen. Ist das wirklich so?
     
  21. Ferdl

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    Nö, hab ich auch nicht behauptet. Gerade dir sollte es möglich sein einen Satz vollständig zu lesen, zu verstehen und in seinem Kontext zu begreifen.
    Mein Satz bezieht sich eindeutig auf den Mieter des TE und nicht auf irgendeinen oder gar alle Mieter.
    Ja, immer dann wenn der Vermieter Ihm (dem Mieter) die Manipulation an der Elektrik nachweisen kann. Dies ist in dem vom TE beschriebenen Fall offensichtlich gegeben.

    Abgesehen von der Verdachts bezogenen Überprüfung könnte ein Vermieter gegebenenfalls einen E-Check auch als wiederkehrende Prüfung als Nebenkosten geltend machen.
     
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