Mieter Insolvenz, NK-Guthaben weg?

Diskutiere Mieter Insolvenz, NK-Guthaben weg? im Mietvertrag über Wohnraum Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Hallo an Alle - Frage zu folgendem "rein theorethischen" Sachverhalt: angenommen ich hätte seit 5 Jahren meine 60qm-Wohnung an einen alleinsteh....

  1. Halong

    Halong Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    13.02.2017
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    Hallo an Alle - Frage zu folgendem "rein theorethischen" Sachverhalt:​
    angenommen ich hätte seit 5 Jahren meine 60qm-Wohnung an einen alleinsteh. Mieter vermietet.
    Mietzahlung fast immer pünktlich, obwohl seit 2 Jahren Arbeitslosengeld II.


    Am 1.2.17 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Mieters eröffnet.
    Der Insolvenzverwalter teilt mit, dass etwaige Guthaben aus Betriebskostenabrechnungen nicht an den Mieter zurück, sondern auf ein Anderkonto des Insolvenzverwalters überwiesen werden müssen.
    u.a.: "Personen, die Verpflichtungen gegenüber dem Schuldner haben,werden aufgefordert, nicht mehr an diesen,
    sondern an den Insolvenzverwalter zu leisten (§ 28 Abs. 3 InsO)"

    Die Hausverwaltung hat am 28.2.17 über das Jahr 2016 abgerechnet. NK-Guthaben 180 Euro.

    In den Vorjahren kam es vor, dass kleinere NK-Guthaben nicht sofort an den Mieter rückgezahlt wurden, sondern in Absprache mit ihm als Vorschuss für die nächste Abrechnung vermerkt blieben.

    Gäbe es in oben genanntem Beispiel eine legale Möglichkeit, das NK-Guthaben im Sinne des Mieters vor dem Zugriff des Insolvenzverwalters zu retten? - - - z.Bsp. Verwendung zur 'Erhöhung der Mietkaution' oder tatsächlich als Vorschuss für die Abrechnung 2017 oder irgend was Schlaues?

    Laut Infos aus dem Internet ist der Abrechnungs-Zeitraum der Nebenkosten (1.1. - 31.12.2016) entscheidend und nicht das Datum der Abrechnung durch die Hausverwaltung (28.2.2017).

    Welchen Rat könntet ihr mir dazu und natürlich insgesamt in dieser Sache geben?
    Herzlichen Dank schon mal im Voraus.
     
  2. Anzeige

  3. #2 BHShuber, 07.03.2017
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    12.12.2013
    Beiträge:
    4.282
    Zustimmungen:
    1.878
    Ort:
    München
    Hallo,

    als Vermieter würde ich mich zu keinerlei Handlungen hinreissen lassen, die dem Vermieter zum Nachteil gereichen könnten oder als rechtswidrige Handlung angesehen werden kann.

    Ich glaube auch nicht, dass jemand auch wenn das als theoretischer Sachverhalt deklarierter Threat gelten soll, hier öffentlich seine Meinung dazu äussern sollte.

    Einmal davon abgesehen, was oder welchen Beweggrund ein Vermieter hier für nötig hält, unter Umständen sich rechtswidrige Handlungen vorwerfen lassen zu wollen.

    Gruß
    BHSHuber
     
    Sweeney, anitari und GJH27 gefällt das.
  4. Halong

    Halong Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    13.02.2017
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    Vielleicht war das Ganze ein Missverständnis. - Die Frage zielte doch genau darauf ab, sich nicht rechtswidrig zu verhalten,
    weder aus Sicht des Vermieters, noch zum Nachteil des Mieters.

    Es wäre doch durchaus denkbar, dass es eine legale Möglichkeit gibt, das eigentliche NK-Guthaben des Mieters optimal und rechtlich einwandfrei einzusetzen - sollte das in diesem Beispiel definitiv ausgeschlossen sein, dann ist das eben so.

    Auszug aus einem anderen Beitrag, bezogen auf eine andere Frage:
    ... bis du dem Mieter die Abrechnung zustellst oder zustellen kannst, ist das Aufnahmeverfahren zur Insolvenz bereits abgeschlossen
    und wenn du schlau bist ... , verzögerst du das noch ein wenig, denn deine Forderung wird dann nicht Teil der Insolvenzmasse des Mieters ...
     
  5. #4 Sweeney, 07.03.2017
    Zuletzt bearbeitet: 07.03.2017
    Sweeney

    Sweeney Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    29.07.2014
    Beiträge:
    502
    Zustimmungen:
    715
    Ich sehe hier keine legale Möglichkeit. Auch die angesprochene Verzögerungstaktik erscheint sinnbefreit.

    Da der Mieter Leistungen gem. SGB II erhält, steht ihm das Guthaben der Abrechnung ohnehin nicht zu. Vielmehr wird das Jobcenter früher oder später eine Kopie der Abrechnung verlangen und erkennen, dass sich durch das entstandene Guthaben der Bedarf für die Unterkunft um den entsprechenden Betrag einmalig verringert.

    Dies kann zu folgendem Szenario führen:
    Der Vermieter überweist das Guthaben an den Insolvenzverwalter und gleichzeitig fordert das Jobcenter vom Mieter eine Rückerstattung der überzahlten Unterkunftskosten bzw. verrechnet dies direkt mit den Unterkunftskosten des darauf folgenden Monats.

    An dieser Stelle ist es ratsam, den Insolvenzverwalter auf vorbenannten Zusammenhang hinzuweisen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass das Jobcenter zukünftig die Miete direkt an den Vermieter überweist.

    Die Miete "soll an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte gezahlt werden, wenn die zweckentsprechende Verwendung durch die leistungsberechtigte Person nicht sichergestellt ist. Das ist insbesondere der Fall, wenn [...] konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die im Schuldnerverzeichnis eingetragene leistungsberechtigte Person die Mittel nicht zweckentsprechend verwendet." (vgl. § 22 Abs. 7 SGB II)
     
    Halong, anitari, sara und einer weiteren Person gefällt das.
  6. Halong

    Halong Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    13.02.2017
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    >> Da der Mieter Leistungen gem. SGB II erhält, steht ihm das Guthaben der Abrechnung ohnehin nicht zu. Vielmehr wird das Jobcenter früher oder später eine Kopie der Abrechnung verlangen und erkennen, dass sich durch das entstandene Guthaben der Bedarf für die Unterkunft um den entsprechenden Betrag einmalig verringert.
    Dies kann zu folgendem Szenario führen: Der Vermieter überweist das Guthaben an den Insolvenzverwalter und gleichzeitig fordert das Jobcenter vom Mieter eine Rückerstattung der überzahlten Unterkunftskosten bzw. verrechnet dies direkt mit den Unterkunftskosten des darauf folgenden Monats. <<


    Somit wäre das Guthaben ja niemals "eine Verpflichtung vom Vermieter gegenüber dem Schuldner" so dass der Vermieter das Guthaben völlig legal nicht an den Inso-Verwalter überweisen müsste?

    Vielmehr sollte der Vermieter das NK-Guthaben dann doch ordnungsgemäß direkt an das Jobcenter zurück zahlen - ist dann zwar auch weg, aber welches ist tatsächlich der korrekte Weg?
     
  7. #6 BHShuber, 07.03.2017
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    12.12.2013
    Beiträge:
    4.282
    Zustimmungen:
    1.878
    Ort:
    München
    Hallo,

    wie Sweeny schon erwähnt, scheint es keine, bzw. es gibt keine legale Möglichkeit, deshalb mein Hinweis auf die von mir genannten Handlungen die nicht ganz rechtmäßig wären.

    Selbstverständlich kann der Vermieter behaupten er wusste nicht was er tat, dass wiederum befreit ihn nicht von etwaigen Folgen für ihn.

    Gruß
    BHShuber
     
  8. #7 BHShuber, 07.03.2017
    Zuletzt bearbeitet: 07.03.2017
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    12.12.2013
    Beiträge:
    4.282
    Zustimmungen:
    1.878
    Ort:
    München
    Hallo,

    ein vergleich zwischen Äpfel und Birnen, denn es gibt einen wesentlichen Unterschied wenn ich als Vermieter nach Abrechnung der Betriebs- Neben- und Heizkostenvorauszahlungen eine Nachzahlung zu erwarten hätte und mit der Verzögerung der Abrechnung warte bis die Aufnahme in das Insolvenzverfahren abgeschlossen ist, hier würde dann die Forderung des Vermieters (sofern das zeitlich möglich wäre, da ist der springende Punkt) nicht in die Insolvenzmasse aufgenommen werden, da ja die Forderung noch nicht besteht. (Nachtrag des Gedankens, es ist zweifelhaft, ob dann diese Forderung vom Mieter eingeholt werden kann, denn ausser dem Pfändungsfreibetrag steht dem Mieter ja dann keinerlei weiteren finanzielle Mittel zur Verfügung).

    Ganz anders verhält es sich im Falle eines Guthabens! Der Schuldner verpflichtet sich im Verfahren der Insolvenz, bzw. möglicher Restschuldbefreiung jegliche finanzielle Mittel die über einen bestimmten Betrag hinausgehen zur Tilgung der Gläubiger zu nutzen.

    Gruß
    BHSHuber
     
    Halong gefällt das.
  9. #8 anitari, 07.03.2017
    anitari

    anitari Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    30.01.2007
    Beiträge:
    2.371
    Zustimmungen:
    1.036
    Ort:
    Glienicke ohne Agentenbrücke
    Egal ob ein Mieter ALGII bezieht oder nicht, das Guthaben steht ihm zu. Denn er ist Vertragspartner des Vermieters, nicht das Jobcenter. Mieter die ALGII beziehen müssen die Abrechnung dem JC vorlegen. Ein evtl. Guthaben wird dann als Einkommen angerechnet und mit der Regelleistung verrechnet.

    Der Vermieter in diesem Fall hat aber eine eindeutige amtliche (?) Anweisung an den Mieter keine Zahlungen zu leisten.

    Befolgt er dies nicht muß er mit Sicherheit mit Folgen rechnen. Dazu steht bestimmt auch was im Insolvenzgesetz.

    Stichwort Insolvenzverschleppung fällt mir dazu ein.
     
    Halong und BHShuber gefällt das.
  10. #9 immobiliensammler, 07.03.2017
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    17.09.2015
    Beiträge:
    4.806
    Zustimmungen:
    2.941
    Ort:
    bei Nürnberg
    Insolvenzverschleppung wohl nicht, das kann ja nur der Schuldner begehen, aber der Vermieter macht sich halt dem Insolvenzverwalter gegenüber schadensersatzpflichtig, und da der natürlich an jeder Klage mitverdient wird er mit Sicherheit auch Klage einreichen, insofern Zahlung an den Insolvenzverwalter und gut ist.
     
    BHShuber und anitari gefällt das.
  11. #10 anitari, 07.03.2017
    anitari

    anitari Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    30.01.2007
    Beiträge:
    2.371
    Zustimmungen:
    1.036
    Ort:
    Glienicke ohne Agentenbrücke
    Dann vielleicht
    Schuldnerbegünstigung § 283d StGB
     
    immobiliensammler und BHShuber gefällt das.
  12. #11 Goldhamster, 07.03.2017
    Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.01.2015
    Beiträge:
    1.331
    Zustimmungen:
    607

    Huhu,
    nur eben am Rande (wahrscheinlich überflüssig)

    Zu der Betriebskostenabrechnung der Verwaltung schon die Grundsteuer addiert?

    Goldhamster
     
  13. #12 Newbie15, 07.03.2017
    Newbie15

    Newbie15 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    27.04.2015
    Beiträge:
    634
    Zustimmungen:
    247
    Geht's bei "Erhöhung der Kaution", "Verrechnung mit zukünftigen Abrechnungen" usw. nicht weniger darum, Vorteile für den Mieter zu schaffen bzw. ihn zu begünstigen, als sich als Vermieter schon mal ein bisschen was vor dem Zugriff der anderen Gläubiger zu sichern? Und das dürfte sicherlich nicht legal machbar sein.
     
    anitari gefällt das.
  14. #13 anitari, 07.03.2017
    anitari

    anitari Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    30.01.2007
    Beiträge:
    2.371
    Zustimmungen:
    1.036
    Ort:
    Glienicke ohne Agentenbrücke
    Apropos Kaution, die dürfte wahrscheinlich auch "beschlagnahmt" sein. Heißt die dürfte dem Mieter, nach Abzug evtl. Ansprüche, nicht erstattet werden. Also nutzt eine Erhöhung nichts.
     
    BHShuber gefällt das.
  15. #14 BHShuber, 07.03.2017
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    12.12.2013
    Beiträge:
    4.282
    Zustimmungen:
    1.878
    Ort:
    München
    Hallo,

    genau so ist es, deshalb in dieser Sache jeglicher Vorschlag sinnfrei, aus der Warte des Vermieters.

    Gruß
    BHSHuber
     
    anitari gefällt das.
  16. #15 taxpert, 08.03.2017
    taxpert

    taxpert Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    02.05.2016
    Beiträge:
    832
    Zustimmungen:
    829
    Ort:
    Bayern
    Meine Zeit in der VollStr während der Ausbildung war zwar nur kurz, liegt lange zurück und das InsoRecht hat sich verändert, aber trotzdem ein paar Gedanken dazu! Aber es gibt keinerlei Garantie auf Richtigkeit!!!!

    Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass man hier kaum die "große Keule" StGB bemühen muss! Einerseits wegen des Betrages, andererseits wird ja nach legalen Möglichkeiten gefragt!

    Grundsätzlich "darf" man die 180 Euro zahlen, an wen man will! Dabei muss man sich aber bewusst sein, dass eine schuldbefreiende Wirkung der Zahlung ausschließlich bei Zahlung an den InsoVerwalter eintritt! Bei "Leistung" an den Schuldner/Mieter -sei es nun als "Vorauszahlung" oder "Kautionserhöhung"- kann der InsoVerwalter den Betrag weiterhin verlangen und einklagen. Die Einrede der Leistung an den Schuldner/Mieter geht ins Leere!

    Einzige Ausnahme wäre, wenn der Mieter im Zeitpunkt des Schreibens des InsoVerwalters noch Verbindlichkeiten gegenüber dem Vermieter hat, so dass Aufrechnung erklärt werden könnte!

    So sehr es verständlich ist, diese NK-Rückzahlung zur Absicherung eigener zukünftiger Forderungen zu sichern zu versuchen, wird man hier kaum an der Zahlung an den InsoVerwalter herum kommen!

    Man sollte sich vor Augen führen, dass im schlimmsten Fall die Summe nochmals an den InsoVerwalter gezahlt werden muss und man einen Schuldner in Inso hat, bei dem man diesen Betrag dann wegen ungerechtfertigter Bereicherung einklagen darf! Ist es das wert?

    taxpert
     
    Halong und immobiliensammler gefällt das.
  17. #16 anonym2, 08.03.2017
    anonym2

    anonym2 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    28.05.2016
    Beiträge:
    121
    Zustimmungen:
    92
    Hallo, Halong,
    Mir ist vollkommen schleierhaft, warum hier "im Sinne des Schuldners" statt "im Sinne der Gläubiger" gehandelt werden soll.
    Man darf ja nicht vergessen, dass irgendwo Gläubiger sitzen, die eine Leistung erbracht haben, für die dieser Mieter/Schuldner nicht bezahlt hat.

    Denke daran: beim nächsten Mal könntest du der Gläubiger sein - und musst zusehen, wie der Schuldner (relativ) gut versorgt (Miete wird bezhalt, Alg II, nach dem Insolvenzverfahren schuldenfrei usw.) durchs Leben geht, während Du keinen Cent mehr für deine erbrachte Leistung siehst.

    Fair geht anders...daher bin ich auch ein Gegner der jetzigen Form der Privatinsolvenz (da sie praktisch jedermann stellen kann, unabhängig von eigenem Verschulden). Ist der Mieter unverschuldet insolvent geworden - was natürlich manchmal auch möglich ist. Für diesen Personenkreis befürworte ich das Privatinsolvenzverfahren ausdrücklich.

    Viele Grüße,
    anonym2
     
    BHShuber und immobiliensammler gefällt das.
  18. #17 PHinske, 08.03.2017
    PHinske

    PHinske Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    18.06.2009
    Beiträge:
    547
    Zustimmungen:
    94
    180 Euro sind eigentlich nur peanuts.

    Ähnliche Gedanken, allerdings mit ein paar Millionen Euros mehr, muss sich vor ein paar Jahren der Herr Schlecker gemacht haben, der jetzt gerade vor dem Strafgericht steht.

    Unfassbar für mich, diese Versuche, für einen solch geringen Betrag die Gesetze umschiffen zu wollen.

    MfG PHinske
     
    dots, anitari und BHShuber gefällt das.
  19. #18 BHShuber, 08.03.2017
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    12.12.2013
    Beiträge:
    4.282
    Zustimmungen:
    1.878
    Ort:
    München
    Hallo,

    bedenke, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

    Gruß
    BHShuber
     
  20. Halong

    Halong Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    13.02.2017
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    § 38 InsO: Inso-Gläubiger werden aufgefordert, Inso-Forderungen März 2017 bei der Insolvenzverwaltg. anzumelden.
    Inso-Verwaltung teilt mit, dass etwaige Guthaben aus Betriebskostenabrechnungen nicht an den Mieter zurück,
    sondern an Insol-Verwaltung überwiesen werden müssen. >> jedoch ohne Nennung einer konkreten Frist<<

    Auf obiges Beispiel bezogen: die Hausverwaltung hat Febr. 2017 über die NK 2016 abgerechnet, Verbrauch abgelesen, Versicherungen usw.

    In den Vorjahren kam es vor, dass VM diese Abrechnung der Hausverwaltung,
    die zunächst lediglich Grundlage für die endgültige Abrechnung von VM an Mieter
    (Ergänzung Grundsteuer, NK-Vorauszahlungen des Mieters gegenüber tatsächlichen Kosten ...)
    bis kurz vor Jahresende in irgendeiner Schublade ablegte -- und -- die ergänzte,

    endgültige Abrechnung aus der dann letztendlich hervorging ob Nachzahlung oder Guthaben,
    erst kurz vor Ablauf von 12 Monaten nach Beendigung des eigentlichen Abrechnungszeitraums,
    jedoch immer noch fristgerecht dem Mieter zugestellt hat.

    Diese Frist bezieht sich meines Wissens (lediglich) darauf,
    dass der VM nach Ablauf keine NK-Forderungen mehr gegenüber dem Mieter geltend machen kann, also eine Art Verjährung?

    Ist der VM durch die Inso angehalten, sofort endgültig abzurechnen - oder- ist es legitim,
    die endgültige Abrechnung, z.B. innerh. 12 Mon. nach Beendigung des eigentlichen Abrechnungszeitraums 2016,
    also z.B. erst 15.12.2017, jedoch immer noch im gesetzlichen Rahmen, dem Mieter und dem Inso-Verw. zuzustellen?

    Evtl. mit dem Vorteil: wenn bis dahin Aufrechng.Gründe vom VM gegenüber Mieter entstehen,
    würde sich die Auszahlung entsprechend reduzieren?

    Falls keine Aufrechng.Gründe, könnte VM das NK-Guthaben immer noch im gesetzl. Rahmen an Inso-Verwaltung überweisen?


    Ist dieser Gedankengang falsch? :unsicher002:
    Bitte, es sollte doch erlaubt sein solche Dinge (im legalen Rahmen!!) zu erörtern - es geht absolut nicht darum, irgendwelche Gesetze zu umschiffen!



     
  21. #20 BHShuber, 16.03.2017
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    12.12.2013
    Beiträge:
    4.282
    Zustimmungen:
    1.878
    Ort:
    München
    Hallo,

    nein ist er nicht, alleine schon aus dem Grunde dass er das vielleicht auch gar nicht kann, weil ihm die dazu notwendigen Unterlagen nicht oder noch nicht vorliegen.

    Dies eben auch nur dann, wenn der Inso-Verwalter das auch fordert, das ist dessen Arbeit und nicht die des Vermieters.

    Natürlich ist das erlaubt, es gilt für den Vermieter sich so schadlos wie möglich zu halten und das setzt das Stillhalten voraus, bis ihm von einer rechtlichen Institution nicht anderweitig vorgaben gemacht werden, verhält sich der Vermieter so als würde die Insolvenz des Mieters nicht bestehen.

    Warum sollte man sich hier den Kopf für andere Leute zerbrechen deren Job es ist. Das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen, damit muss der Vermieter jetzt leben, jegliche Handlungen ausserhalb des rechtlichen Weges können für den Vermieter doch nur negativ sein, auch wenn das heißen würde, dass der Vermieter draufzahlen muss, ist dass das wirtschaftliche Risiko welches ein Vermieter mit jeder Vermietung eingeht.

    Wüssten wir immer alles von vornherein, gäbe es nur glückliche Vermieter.

    Gruß
    BHShuber
     
    Sweeney und Halong gefällt das.
Thema: Mieter Insolvenz, NK-Guthaben weg?
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. nebenkostenabrechnung guthaben insolvenzverfahren ALG II

    ,
  2. privatinsolvenz nk guthaben

    ,
  3. insolvenz jedes guthaben an verwalter

Die Seite wird geladen...

Mieter Insolvenz, NK-Guthaben weg? - Ähnliche Themen

  1. Miet-, Anwalts-, Gerichtsschulden

    Miet-, Anwalts-, Gerichtsschulden: Hallo liebe Forengemeinde, ich bin Vermieter und hatte die letzten 12 Monate einen Riesenärger mit meinen Mietern. Nach Einzug der beiden Mieter...
  2. NK Abrechnung nach Auszug aus der Wohnung

    NK Abrechnung nach Auszug aus der Wohnung: Hallo, der Vormieter meiner Wohnung ist im April 2019 ausgezogen. Die letzte Miete (März) hat er nicht bezahlt. Da er eine Kautionsversicherung...
  3. Stellplatz kündigen, Mieter zahlt, aber nicht erreichbar

    Stellplatz kündigen, Mieter zahlt, aber nicht erreichbar: Hallo Zusammen, ich habe meinen Stellplatz in Hamburg an jemanden in der Nachbarschaft ohne schriftlichen Vertrag vermietet, da ich zu dem...
  4. Trennung der Mieter, Änderung des Mietvertrags (möbliert/nicht möbliert -> Mietpreisbremse)

    Trennung der Mieter, Änderung des Mietvertrags (möbliert/nicht möbliert -> Mietpreisbremse): Hallo Forum! Folgender Sachverhalt: Eine Wohnung die sich in unserem Familienbesitz befindet ist derzeit an ein (ehemaliges) Paar vermietet,...
  5. Mieter zahlt nach Eigentümerwechsel keine Miete

    Mieter zahlt nach Eigentümerwechsel keine Miete: Hallo! Ich lese hier schon länger mit, dies ist nun mein erster Beitrag. Erstmal kurz den Hintergrund: Wir sind im März als Mieter in ein...
  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden