Mieter kann wegen Arbeitslosigkeit nicht zahlen

Dieses Thema im Forum "Zahlungsmoral der Mieter/Vermieter" wurde erstellt von Triple-J, 28.05.2013.

  1. #1 Triple-J, 28.05.2013
    Triple-J

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    Hallo,

    einer meiner Mieter (seit 01.11.12) hat bisher die Miete für Mai nicht bezahlt.

    Wir hatten bereits vor gut 2 Wochen telefoniert, wo er mir erklärte, dass er Anfang April arbeitslos geworden sei und nun versuche, das Ganze mit dem Amt wegen Arbeitslosengeld / Hartz IV zu klären. Er meinte aber, dass man ihn dort noch um 2 Wochen hingehalten habe, wegen eines konkreten Termins etc.

    Ich konnte ihn jetzt eben telefonisch nicht erreichen, versuche es ggfls. morgen nochmal. Schriftlich habe ich ihm bisher noch nichts dazu mitgeteilt.

    Ich persönlich habe keinerlei Erfahrung, wie lange das Amt braucht, um das Ganze entsprechend zu prüfen und die Mietzahlung zu übernehmen. Unterstellt, dass er mir bezüglich der Arbeitslosigkeit die Wahrheit sagt.

    Wie würdet Ihr in dem Fall vorgehen?
    Btw: Die 2. Hälfte der Kaution fehlt mir bis heute... :039sonst:

    Triple-J
     
  2. AdMan

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  3. kathi

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    Wenn er nicht gerade fristlos gekündigt wurde, hat er spätestens Anfang April gewusst, dass er Ende April keinen Job mehr hat. So lange brauchen die Ämter glaub ich nicht.
    Ich ganz persönlich würde mich ein bisschen von seinem Verhalten leiten lassen. Hat er dich angerufen und dir von sich aus erklärt, dass er leider arbeitslos geworden ist oder musstest du ihn anrufen? Höchstwahrscheinlich letzteres.
    Die fehlende zweite Kautionsrate (1 Monatsmiete nehme ich an) war vermutlich im Dezember fällig. Hast du die schonmal angemahnt?
    Wenn nicht, würde ich sowohl die fehlende Kautionsrate, wie auch die fehlende Miete dringend schriftlich abmahnen und wenn dann nichts kommt, dem Mieter nächste Woche fristlos und fristgerecht kündigen.
     
  4. #3 Triple-J, 28.05.2013
    Triple-J

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    ... Ja, ich habe ihn zuerst angerufen. Das war vor gut 2 Wochen an einem Samstag. Da erzählte er es mir dann. Er meinte, dass er am Montag, also 2 Tage später, irgendein erstes Gespräch mit dem Amt hätte und sich dann direkt nochmal melden würde. Das hat er am gleichen Tag dann auch gemacht, aber eben mit der Aussage, dass sich in den kommenden 2 Wochen da nichts tun würde und er sich dann eben nochmal melden würde, was bisher aber nicht mehr geschehen ist (also die 2 Wochen sind seit gestern erst rum, wenn man ganz genau ist).

    Es wurden drei Monatsmieten Kaution vereinbart, welche er zur Hälfte vor Einzug geleistet hat. Es fehlen also noch 1,5 KM Kaution.
    Es gab im Dezember / Januar schon einmal Mietrückstände, weswegen ich diese im Januar zusammen mit der restlichen Kaution angemahnt hatte. Die restliche Kaution habe ich zwar weiterhin nicht, aber zuletzt bezahlte er zumindest die Miete, weswegen ich da den Ball erstmal flach gehalten hatte.

    Vielleicht warte ich nochmal 2 Tage ab, ob er sich meldet...
     
  5. kathi

    kathi Gesperrt

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    Im November 12 eingezogen, im Dezember schon die ersten Mietrückstände, zweite Kautionsrate kommt nicht (ok 3 Raten hätte er per Gesetz), im Januar nochmal Rückstand. Wenn er die Miete absehbar nicht zahlen kann, wartet er bis der Vermieter sich meldet.
    Gib ihm ruhig noch ein bisschen Zeit. Ist ja dein Geld............
     
  6. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi Triple-J,

    also was mich hier auch etwas stört und was jedem Mieter auch übel nehme, wenn`s ein Problem gibt auf Mieterseite, dann erwarte ich vom Mieter das ER freiwillig und unaufgefordert das Gespräch mit mir sucht. Dann wird sich in der Regel auch immer eine Lösung finden lassen.

    Wo ich wirklich sehr wenig Verständnis habe, ist wenn der Mieter einfach nicht zahlt, aber es auch nicht für nötig hält dem Vermieter vorab darauf mal anzusprechen. Was ist den das für ein asoziales Verhalten? Aber egal.

    Wie schnell das Amt ist, hängt sehr oft davon ab, wie schnell der Kunde seine Unterlagen dem Amt vorlegt. Entschieden werden kann ja erst, wenn alle nötigen Unterlagen zusammen sind und oft scheitert es daran, warum sich was in die länge zieht.

    Was ich hier aber mal wieder nicht verstehe: normalerweise bekommt man sein Gehalt am Monatsende. D.h., wenn der Mieter Ende April Arbeitslos geworden ist, dann hätte er die Miete Mai locker eigentlich noch zahlen können. Und i.d.R. braucht das Amt auch keinen Monat zum bearbeiten, sodass eigentlich hier garkein Rückstand wegen Jobverlust entstehen sollte.
     
  7. #6 Papabär, 29.05.2013
    Papabär

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    Na, dass ist aber sowas von unterschiedlich ...

    Wenn der Mieter jetzt arbeitslos wurde, dann fallt er - sofern er die Anwartschaft erfüllt - erst einmal in ALG I. Soweit der Mieter hier also meint, Leistungen seitens des Jobcenters zu bekommen, wird dies vermutlich nur aufstockend sein ... was wiederum bedeutet, dass das Jobcenter erst mit der Bearbeitung anfängt, wenn das AA mit der Bewilligung durch ist.

    Zwar geht letzteres im Regelfall recht zügig - bis dann aber bei einem Erstantrag alles in trockenen Tüchern ist (Pharao hatte die fehlenden Unterlagen ja bereits erwähnt) sind 6 Wochen keine Seltenheit ... in Einzelfällen sogar mehr.

    In einem Extremfall habe ich von Jobcenter kürzlich gerade 8 Monatsmieten nachgezahlt bekommen. (Um Kommentaren vorzubeugen: Ich ziehe die Räumungsklage erst zurück, wenn auch die RA- und Gerichtskosten erstattet wurden).

    Soo lange solltest Du natürlich in keinem Fall die Füße still halten. Ich mache mein Vorgehen in solchen Fällen - neben dem bereits genannten Mieterverhalten - auch immer von der jeweiligen Vermietungssituation abhängig: In Häusern mit traditionell hohem Leerstandsanteil versuche ich natürlich deutlich länger, den Mieter zu halten.

    Lass Dir vom Mieter eine Bestätigung über die eingereichten Anträge zeigen und weise ihn darauf hin, dass er sich nach Ablauf von 4 Wochen einen Vorschuss beim Jobcenter holen kann. Noch besser ist´s, wenn Du Dir gleich eine Abtretungserklärung unterschreiben lässt. Außerdem versuche ich auch oft, mich mit den Mietern darauf zu einigen, dass sie für die Dauer der Antragsbearbeitung zumindest die BKVZ bezahlen ... so zahlt der Vermieter wenigsten nicht noch drauf.

    Wenn die Wohnung gem. der örtlichen KdU-Richtlinien ohnehin nicht angemessen für den Mieter ist, dann macht es natürlich wenig Sinn, den Mieter noch irgendwie zu halten ... hier solltest Du bei der nächsten Gelegenheit dann eine fristlose Kündigung aussprechen.
     
  8. #7 Pharao, 29.05.2013
    Zuletzt bearbeitet: 29.05.2013
    Pharao

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    Hi Papabär,

    das ist ja alles schön und gut, aber trotzdem erklärt das nicht, warum der Mieter es nicht für nötig hält seinen Vermieter mal vorab zu Informieren, das eben möglicherweise nächsten Monat er keine Miete oder den Teil der Kaution nicht zahlen kann, weil ..... blablabla .....

    Desweiteren sollte man auch nicht vergessen, das das Mietverhältnis hier noch nicht wirklich lange existiert und für diesen kurzen Zeitraum gab es dafür aber schon einige Probleme, sodass man hier auch zum Schluß kommen kann: "So einen Mieter will man nicht, egal wie die Vermietbarkeit vor Ort aussieht".

    Ich würde hier also wenig Rücksicht auf den Mieter legen, wenn man diesem Mieter andauernt so hinterher laufen muss, sondern hier zählt m.E. nur: entweder du besorgst dir irgendwie das Geld und zwar "zz" (wie du das machst, ist mir völlig egal) oder du bekommst eben die Kündigung. Sollte es für die Kündigung nicht reichen, dann wäre die Überlegung das ganze an ein Inkasso-Büro abzutreten und das würde ich dem Mieter auch so mitteilen, da er es ja anders nicht versteht.

    Ähm ? Einen Vorschuß kann der Mieter bzw Kunde auch viel früher schon beantragen und bekommen, nur ist das eben ein "kann geleistet werden". Ab 4 Wochen ist das dann ein "muss geleistet werden", wenn der Kunde das beantragt.
     
  9. #8 Papabär, 29.05.2013
    Papabär

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    Habe ich berücksichtigt indem ich
    schrieb. Eine weitere Veranlassung, Deine - bzw. kathi´s Aussage hierzu zu kommentieren, habe ich nicht gesehen ... wir vertreten da ja grundsätzlich die gleiche Meinung.


    Man KANN zu jedem Schluss kommen. Aber wenn man feststellt, dass die anteiligen Nebenkosten für den Leerstand die Nettokaltmieten übersteigen - d.h. der Vermieter nicht nur keine Einnahmen hat sondern (auch ohne irgendwelchen Instandhaltungen) bei einem Objekt sogar noch drauf zahlt, dann kann man auch mal die eigene Toleranzgrenze überdenken. Muss man natürlich nicht.


    Letzteres ist hier ja noch garnicht sicher. Es soll ja auch Menschen geben, die ihre Rechte bzw. Pflichten ggü. dem Jobcenter nicht kennen bzw. nicht verstehen ... und selber drucken kann er sich das Geld ja auch nicht.

    Über Inkassobüros habe ich bislang noch kein gutes Feedback erhalten - die einzigen, die davon schwärmen sind Inkassobüros. Ausreichend eigene Erfahrungen habe ich damit jedoch nicht.


    Na, siehste ... die Aussage ist sogar noch genauer als die meinige.

    Da der Mieter Anfang April arbeitslos geworden ist, dürfte die "Kann-Bestimmung" - zumindest bei rechtzeitiger Antragstellung - hier aber nicht mehr relevant sein.
     
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