Mieter kündigt - was ist mit dem Garten

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von Laithy, 29.09.2015.

  1. Laithy

    Laithy Benutzer

    Dabei seit:
    05.02.2007
    Beiträge:
    77
    Zustimmungen:
    14
    Moin moin ans Forum..

    Ich habe Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus vermietet.
    Im Mietvertrag räume ich Gartennutzung mit ein. Die Mieter, um die es hier geht, haben dazu ein Gartenhäuschen vom Vormieter mit übernommen.
    Ziemlich kurz nach dem Einzug haben sie dann nahezu sämtliche Sträucher, Büsche und Anpflanzungen entfernt und sich selbst ein Blumenbeet angelegt. Zum Teil waren das jahrzehnte alte Wachholder (mind. 60 Jahre alt) und andere Ziersträucher beträchtlicher Größe (3-4m Höhe), die als Sichtschutz zum Nachbarn dienten.
    Da ich rund 300km weit weg wohne, habe ich das erst entdeckt als es zu spät war und mitgeteilt das ich mich nicht dafür begeistern kann und zukünftig gefragt werden will.
    Nach nur einem halben Jahr ziehen diese Mieter aus.
    Was ist mit dem nun mittlerweile völlig verwahrlostem Garten?
    Kann ich eine Wiederherstellung des Ursprungszustands verlangen oder welche Möglichkeiten habe ich?
    Sonst bin ich ja ganz firm in Mietangelegenheiten, aber hier weiß ich wirklich nicht...

    Danke schon mal an die gesammelte Schwarmintelligenz!

    Gruß

    Laithy
     
  2. AdMan

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    6.706
    Zustimmungen:
    1.246
    Wenn das deine Worte waren, ist das für mich eine nachträgliche Gestattung. Völlig unabhängig von der Frage, was die Mieter eigentlich dürf(t)en, sind alle damit erfolgten Änderungen gegessen.


    Was steht im Vertrag an Pflichten im Zusammenhang mit der Gartenpflege? Anschlussfrage: Gartenmitbenutzung oder -alleinbenutzung?

    Wie macht sich die Verwahrlosung genau bemerkbar?
     
  4. Laithy

    Laithy Benutzer

    Dabei seit:
    05.02.2007
    Beiträge:
    77
    Zustimmungen:
    14
    Moin Andres,
    im Mietvertrag steht Gartenmitnutzung.
    Die Gartenpflege übernimmt immer die jeweilige Mieter, der das Stück auch nutzt.
    Es handelt sich um ein Gesamtgrundstück das mehrere Mietparteien nutzen.
    Eben dieses Stück wurde allerdings 25 Jahre von den Vormietern gepflegt und die Hütte auch von diesen direkt gegen Abstandszahlung übernommen. Das lässt sich sehr genau eingrenzen.
    Ich habe nach dem Eingriff in den Garten deutlich zu verstehen gegeben, das ich damit nicht einverstanden bin, habe lediglich auf sofortigen Rückbau verzichtet.
    Der Rasen wird nicht mehr gemäht, die Blumenbeete sind aktuell eher eine Brennnesselplantage etc.
    Fallobst von dem Apfelbaum schimmelt auf dem Rasen, die Gartenhütte sieht aus wie eine Müllablade.

    Gruß

    Laithy
     
  5. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    20.01.2015
    Beiträge:
    1.249
    Zustimmungen:
    305
    Ort:
    Berlin
    Wenn im MV festgelegt ist das der Mieter für die Gartenpflege zuständig ist, hat er diesen auch zu pflegen. In der Nutzungszeit kann er eigentlich den Garten so nutzen wie er das will, und wenn er aus Rasen eine Wüste macht kann er das tun. Nur zurückgeben bei Auszug, muß er einen Rasen und keine Wüste.
    Dazu sollte man schlauerweise bei Übergabe/Einzug den Zustand festhalten, genau so wie in der Wohnung eben auch.
     
  6. Nero

    Nero Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    13.06.2014
    Beiträge:
    2.618
    Zustimmungen:
    135
    Wieso? Der Begriff Pflege ist doch relativ eindeutig. Verwahrlost auch.
    Wer nutzt, der soll auch pflegen - Primitivste Regelung - - Rasen mähen, Unkraut rupfen...etc.
    Wann und wie wer was macht, ist mir egal.
    Entscheidend ist das Ergebnis. In meinem MV steht: Eine gepflegte Optik ist aufrecht zu erhalten.
    (Rückschnitte/Frisierschnitte sind allerdeings außen vor). Lass ich auf eigene Kosten machen.

    Der Zug ist doch hier wohl abgefahren.
    Das ist der Nachteil, wenn man nicht räumlich präsent sein kann und manche Tendenz schon im Vorfeld oder im Vorbeifahren sieht oder die Gegenseite ungeachtet dessen auf Vereinbarungen pfeift. .
     
  7. Nero

    Nero Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    13.06.2014
    Beiträge:
    2.618
    Zustimmungen:
    135
    Du bist kulanter/toleranter als ich. Ich finde es übrigens gut, wenn man ein dickes Fell hat - Ich habe es leider nicht.

    Die Betonung liegt für mich bei diesem Thema nicht auf Eingangs- und Endzustand (wie bei einer nicht einsichtbaren Wohnung) - sondern auf dem von außen recht unangenehm und für alle sichtbar daherkommenden Proll-Zustand. Das fällt für mich unter Fremdschämen.

    Wie gesagt - ich meine, der Versuch noch etwas ändern zu wolllen, ist ein vergebliches Hinterherlaufen.
    Entweder mache ich es selbst oder ich lasse es machen - ich denke, ich ziehe auf jeden Fall den Kürzeren. Versuchen kann man es ja - wenn es eindeutig MV-mäßig vereinbart war.

    Selbst wenn, stricke ich mir lieber einen Schal für meinen recht dicken Hals, vergesse das Ganze und überlege mir künftige Alternativen.
     
  8. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.02.2014
    Beiträge:
    4.318
    Zustimmungen:
    731
    Diesen Fehler habe ich auch einmal gemacht, mit dem gleichen Resultat wie von Dir beschrieben. Die Pflege ist abhängig von der Vereinbarung im Mietvertrag
     
  9. Nero

    Nero Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    13.06.2014
    Beiträge:
    2.618
    Zustimmungen:
    135
    Laithy - Tut mir leid - das mit dem Kahlschlag habe ich überlesen.

    Aber andererseits - und das meine ich ernst - weißt Du,welche Kosten auf dich zukommen, wenn man großwüchsige Sträucher - und Baumformationen entfernen lassen möchte/muss?

    Es gibt auch andere Formen des pflegeleichten Sichtschutzes. Also was bleibt noch als wirkliches Problem?
     
  10. Duncan

    Duncan
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    19.01.2014
    Beiträge:
    4.371
    Zustimmungen:
    1.410
    Ort:
    Mark Brandenburg
    Das man besagte Sträucher gar nicht entfernen lassen wollte, sondern es vielmehr um den angerichteten Schaden geht, der im Sinne der Wiederherstellung des Zustandes bei Vermietung durchaus 4-5stellige Beträge annehmen kann. Und noch vielmehr wie man ähnliches zukünftig unterbunden bekommt.
     
  11. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.02.2014
    Beiträge:
    4.318
    Zustimmungen:
    731
    Das ist auch meine Empfehlung. Sollte der Mieter nun tatsächlich den Garten wieder aufforsten müssen, wären das erhebliche Kosten. Welche Ausreden/Argumente dagegen vorgebracht werden wirst Du bald wissen.
     
  12. #11 Nero, 29.09.2015
    Zuletzt bearbeitet: 29.09.2015
    Nero

    Nero Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    13.06.2014
    Beiträge:
    2.618
    Zustimmungen:
    135
    Ja Nanne - dann sage mir mal bitte , wie das gehen soll.
    2 Mietparteien wird die Nutzung eines jeweils sehr großen Gartengrundstücks gewährt/mitvermietet.

    Bedingung/Vereinbarung ist, dass sie es zu pflegen haben und zwar so, wie ich es verlange (nur Mähen) d. h./ bzw. nur das, was für ihre eigene Nutzung auch Voraussetzung ist.
    Wer grillt denn schon im Urwald oder spielt darin mit seinen Kindern im kniehohen Gras Fußball. Geht ja gar nicht - Ätsch.

    Ist keine Falle! Ich würde gerne erfahren, wie du das handhabst -
    Vielleicht ist ja auch das Eine mit dem Anderen nicht vergleichbar und es geht lediglich nur darum, wie man allgemein am Besten "fährt".

    Ich habe selbst genug mit meinem Gemäuer zu tun - und ich sehe es grundsätzlich nicht ein - was ich aber sehr wohl tue - mal gelegentlich spontan in die anderen Kartoffeln zu springen, wenn ich den Anblick nicht mehr ertrage.

    Was ich aber nicht recht einsehe und auch bei Gelegenheit immer mal dem Verursacher mitteile.
    Wenn der Wink nicht verstanden wird, ist wieder alles gut - bis aufs Nächste - Ja mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

    Ich finde, wenn "sie " wirklich noch normal ticken, halten sie sich an Vereinbarungen und sehen zu, dass die von ihnen allein gewünschte Nutzungsfläche in Eigeninitiave für sie auch nutzbar bleibt.
     
  13. #12 Nero, 29.09.2015
    Zuletzt bearbeitet: 29.09.2015
    Nero

    Nero Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    13.06.2014
    Beiträge:
    2.618
    Zustimmungen:
    135
    Duncan:Ich habe dich verstanden, aber ich teile deine Meinung nicht.
    Habe doch geschrieben, der VM kann froh sein, dass er nicht - aus welchen Gründen auch immer abholzen muss. Apropos - bitte keine Gülle!
    Da gab es doch vor Kurzem das Thema mit dem unliebsamen Tannenbaum - ich finde es nicht mehr..

    Großmeister Christian - bitte entschuldige! ich erzähle schon wieder eine Geschichte aus dem Saarland.

    Zwei Nachbarn streiten seit langem um eine große , grenzseitige Tanne.
    Der eine hat den Hals voll und bestellt - ohne dass es der Eigentümer weiß - den Baumfäller.
    Gesagt, getan - nur fällt die große Tanne auf das Dach des unberechtigten Auftraggebers.

    Riesentumult: Feuerwehr, Polizei....
    Ja und dann hat der unglückliche Auftraggeber auch noch die Beamten als Sau, A-loch - Schwein bezeichnet.

    Glaube, nicht nur deshalb ist es für ihn dumm gelaufen.
    Ich finde das witzig, auch wenn ich damit alleine stehen sollte. Grüße.. Und jetzt guck ich mir dir die Bayern an.
     
  14. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    6.706
    Zustimmungen:
    1.246
    Ist das die vertragliche Vereinbarung? Wonach bestimmt sich, wer der "jeweilige Mieter" ist? Gibt es denn irgendwelche näheren Bestimmungen, was im Rahmen dieser Pflege zu tun ist?

    Ich frage das deshalb, weil ich herausfinden möchte, ob der Mieter überhaupt wirksam zur Gartenpflege verpflichtet wurde.


    Was soll eigentlich mit der Hütte passieren?


    Naja, das sind ja keine unlösbaren Probleme, weil im Gegensatz zur Bepflanzung relativ einfach zu korrigieren. Bei Rückgabe der Mietsache dokumentierst du die Mängel und forderst den Mieter zur Beseitigung auf. (Sinnvollerweise machst du das natürlich schon früher, nur besteht der Anspruch erst bei Rückgabe.) Vorher sollte geklärt sein, worauf denn nun genau Anspruch besteht.


    Daher - nicht gerade zum ersten Mal - die Frage: Was steht im Vertrag?
     
Thema:

Mieter kündigt - was ist mit dem Garten

Die Seite wird geladen...

Mieter kündigt - was ist mit dem Garten - Ähnliche Themen

  1. Mieter von Gewerberaum nicht auffindbar / Kündigung

    Mieter von Gewerberaum nicht auffindbar / Kündigung: Hallo, wir haben schon seit geraumer Zeit mit einem Mieter Probleme wegen unregeläßigen Mietzahlungen, Beleidigung, Sachbeschädigung, Androhung...
  2. Mieter nervt/droht

    Mieter nervt/droht: Hallo, ich habe ja eine Mieterin die mit ihrem Nachbarn Probleme hat. Der Nachbar ist zum Glück nicht mein Mieter. Besagter Nachbar ließ mir über...
  3. Temporärer Mieter aus dem (EU) Ausland - was beachten?

    Temporärer Mieter aus dem (EU) Ausland - was beachten?: Hallo, ich bin leider und früher als erhofft Eigentümer einer Immobilie geworden. Leider habe ich bisher keinen "seriösen" Mieter für die frei...
  4. Verjährungsfristen für vom Mieter verursachte Schäden?

    Verjährungsfristen für vom Mieter verursachte Schäden?: Angenommen beim Auszug des Mieters werden Schäden in der Wohnung festgestellt und auch im Übergabeprotokoll festgehalten. Wie lang nach dem...
  5. Mieter schließt Haustür ab.

    Mieter schließt Haustür ab.: In einem Miethaus schließen die Mieter einer Wohnung ständig die Haustür ab, sodass andere Mieter immer zur Haustür laufen müssen, wenn Besuch...