Mieter kündigt - will dann Kündigung wegen angebl. Mobbing zurückziehen

Diskutiere Mieter kündigt - will dann Kündigung wegen angebl. Mobbing zurückziehen im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, ich hätte auch nur zwei kleine Fragen und bedanke mich jetzt schon für hilfreiche Antworten: Mal angenommen der Fall tritt in einem...

  1. Lintzy

    Lintzy Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich hätte auch nur zwei kleine Fragen und bedanke mich jetzt schon für hilfreiche Antworten:

    Mal angenommen der Fall tritt in einem Miethaus mit 6 Mietparteien ein.

    2. Etage
    Familie B - Familie A

    1. Etage
    Familie C - Familie D

    Parterre
    Familie E - Familie F


    Famile D, die in der mittleren Etage unter der Fam A wohnt, hat sich über längere Zeit öfters beim Vermieter wegen Ruhestörung der über ihr wohnenden Fam A beschwert, was kurzzeitig immer Verbesserung brachte. Familie D wohnt noch nicht sehr lange dort und der Vormieter hatte sich ebenfalls schon bei dem Vermieter über Fam. A beschwert.

    Fam. C, die neben Familie D wohnt, hat andere Probleme mit Fam. A: Vernachlässigung der häuslichen Ordnung, Störung durch absichtliches Stampfen im Treppenhaus, Knallen der Türen.

    Familie B, die neben Familie A wohnt, hört nichts, was nicht verwunderlich ist, da sich der Schall nur auf die darunter und darüber liegenden Whg überträgt. Und die Wohnzimmer und Schlafzimmer jeweils an den Außenwänden befinden.

    Familie F, die zwei Etagen unter Famile A wohnt, hat genau wie Familie A ein Kind und ist genau wie Familie A ausländischer Staatsbürger und redet zu Familie D so und zu Fam. A wieder anders.

    Familie E ist neun Monate des Jahres nicht in der Whg und bekommt eigentlich vom Geschehen nicht viel mit.

    So viel als Einleitung.

    Nun hat Familie A selbst gekündigt, will aber kurze Zeit später diese Kündigung rückgängig machen, der Vermieter will aufgrund der Beschwerden die Kündigung jedoch nicht zurücknehmen.

    Hätte Fam. A damit Erfolg nun auf Mobbing zu klagen? Angenommen Fam. A sammelt Unterschriften und Fam. B (die direkt neben Fam A wohnt) und Familie F die 2 Etagen unter Familie A wohnt, würden beide bestätigen, dass sie durch Fam. A nicht gestört würden?

    Müsste der Vermieter, der normalerweise nicht verpflichtet ist eine Kündigung seitens des Mieters zurückzunehmen, in solch einem Fall die Kündigungsrücknahme akzeptieren? Und falls nicht, was könnte er tun?
     
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  3. RMHV

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    Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung, die nicht zurück genommen werden kann. Würde der Vermieter eine "Rücknahme der Kündigung" akzeptieren, ist dies der Neuabschluss eines Vertrags. Zum Abschluss eines Vertrags ist aber Vermieter aber grundsätzlich nicht verpflichtet.

    Wenn der Mieter die Mietsache nicht fristgerecht zurück gibt, wird der Vermieter wird auf Räumung klagen müssen. Dieses Verfahren wird nach einer Mieterkündigung mit allergrößter Wahrscheinlichkeit zum Selbstläufer. Der Mieter wird sich also nur noch zusätzlich eine Kostenbelastung in beträchtlicher Höhe einhandeln.
     
  4. Lintzy

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    Fam A behauptet nun, der Mieterbund und Rechtsanwalt hätten dazu geraten, es so hinzustellen, dass sie dem (angebl.) Mobbingdruck nicht stand gehalten hätten und sich vorschnell und psychisch angeknackst dazu entschlossen zu kündigen. Fam A hätte im Nachhinein von der Möglichkeit erfahren, wegen Mobbing etwas unternehmen zu können.

    Muss der Vermieter auch in solch einem Fall nicht damit rechnen, dass ein Gericht anders entscheidet und der Vermieter die Kündigung zurücknehmen muss?
     
  5. #4 Martens, 17.08.2007
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    moin,

    grundsätzlich muß man vor Gericht mit allem rechnen, insbesondere in der ersten Instanz.

    Wie rmhv schon schrieb, ist eine Kündigung eine Kündigung und der Mieter A müßte nachweisen, daß er dazu gezwungen würde - eine interessante Geschichte tut sich hier auf, zumindest dann interessant, wenn man nicht selbst betroffen ist. :wink

    Sollen die doch einmal die Rechtsgrundlage nennen, die ihnen die Rücknahme der Kündigung erlauben soll.

    Also, ich würde mich bockbeinig anstellen und auf der Räumung der Wohnung bestehen.

    Wir haben hier einen Mieter, der hat schon zweimal gekündigt und zweimal die Kündigung "zurückgezogen" - da haben wir dann, um dem Vermieter den Übergangsleerstand zu vermeiden, bisher immer zugestimmt, und so wohnt der Mieter bis heute dort. Wie gesagt, da wurden sich beide Seiten anschließend einig, das müssen sie jedoch nicht.

    hoffe geholfen zu haben,
    Christian Martens
     
  6. RMHV

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    Dem ist ohne Einschränkung zuzustimmen...
    Völlig unvorstellbar scheint mir auch, dass irgendwelche Handlungen Dritter einen Anspruch gegen den Vermieter begründen könnten. Um einen Anspruch gegen den Vermieter auch nur ansatzweise zu begründen, hätte irgendwelcher rechtswidriger Druck schon vom Vermieter ausgehen müssen.
     
  7. #6 Martens, 18.08.2007
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    moin,

    nun ja, man könnte ja konstruieren, daß der Mieter die Kündigung zu einem Zeitpunkt verfaßt hat, als er durch den psychischen Druck nicht voll geschäftsfähig oder nicht zurechnungsfähig war... :top

    Ne ne, das wird sicherlich nichts, die Mieter kommen aus der Kündigung nicht wieder heraus.

    Mobbing, Psychoterror o.ä. sind schlimme Sachen, aber ich habe ja schon große Schwierigkeiten, den ursächlichen Zusammenhang zwischen diesem und beispielsweise meinen Migräneanfällen zu beweisen. Um so schwieriger wird es dann, wenn der Mobbende mir beim Schreiben der Kündigung die Hand geführt haben soll. :crazy

    hoffe geholfen zu haben,
    Christian Martens
     
  8. Lintzy

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    Und es gibt sicher keine vergleichbaren Fälle, in denen ein Gericht einen Vermieter dazu verurteilte, das Zurückziehen der Kündigung anzunehmen? Ich denke dabei an andere Härtefälle: Fam A. wird plötzlich pflegebedürftig, arbeitslos oder ähnliches?
     
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