Mieter lässt Hunde in Gemeinschaftsgarten koten

Dieses Thema im Forum "Hausordnung" wurde erstellt von Triple-J, 15.06.2013.

  1. #1 Triple-J, 15.06.2013
    Triple-J

    Triple-J Erfahrener Benutzer

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    Guten Abend,

    mal wieder ein Problem: Ich vermiete eine Wohnung in einer größeren Anlage (über 200 Wohnungen). Heute hat mir der Hausmeister mitgeteilt, dass mein Mieter regelmäßig mit einem Hund in den Gemeinschaftsgarten marschiert und den dort koten lässt, ohne es zu entfernen. Manchmal sei noch die Freundin des Mieters dabei, die ebenfalls einen Hund mit in den Garten nimmt. Auf Nachfrage bestätigte mir der Hausmeister, dass er dieses Treiben schon mehrfach selbst beobachtet habe. Er habe den Mieter auch schon hierauf angesprochen, dieser hätte aber bestritten, den Hund dort koten zu lassen.

    Hinzu kommt, dass mir bisher nicht bekannt war, dass der Mieter überhaupt einen Hund hat. Im Mietvertrag heißt es: "Die Haltung eines sonstigen Haustieres, insbesondere eines Hundes oder einer Katze, ist nur mit vorheriger Zustimmung des Vermieters zulässig. [...]"

    In der Hausordnung steht: "Tierhaltung ist nicht ausgeschlossen, sofern hierdurch keine Belästigungen und/oder Gefährdungen für die Miteigentümer entstehen. [...] Der Halter hat dafür Sorge zu tragen, dass der Hund seine Notdurft nicht auf den gemeinschaftlichen Wegen und Plätzen, auch nicht auf den Rasenflächen, verrichtet. Verunreinigungen sind vom Hundehalter unverzüglich zu entfernen."

    Ich werde meinem lieben Mieter nun also ein Schreiben zukommen lassen müssen.

    Mein erster Entwurf:

    Sehr geehrter Mieter,

    wie mir zugetragen wurde, sollen Sie und Ihre Lebensgefährtin des Öfteren den gemeinschaftlichen Garten aufsuchen, um Ihre beiden Hunde dort Ihr Geschäft verrichten zu lassen, ohne den Hundekot anschließend zu beseitigen.

    Ich stelle zunächst fest, dass Sie mir die Haltung eines Hundes zu keinem Zeitpunkt angezeigt haben und Ihnen hierzu somit auch keine Zustimmung meinerseits gemäß § 13 Abs. 2 des Mietvertrages vorliegt. Darüber hinaus verweise ich auf § 13 der Hausordnung, wonach der Halter eines Hundes dafür Sorge zu tragen hat, dass dieser seine Notdurft nicht auf den gemeinschaftlichen Wegen und Plätzen, auch nicht auf den Rasenflächen, verrichtet. Zudem sind Verunreinigungen vom Hundehalter unverzüglich zu entfernen.

    Sofern die mir zugetragenen Informationen zutreffen, muss ich Sie dazu auffordern, sich zukünftig an die vertraglichen Vereinbarungen und an die Hausordnung zu halten. In diesem Zusammenhang weise ich darauf hin, dass sowohl die nicht genehmigte Hundehaltung als auch das Hinterlassen von Hundekot im gemeinschaftlichen Garten einen Kündigungsgrund darstellen kann.

    Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Vermieter"


    Was meint Ihr dazu? Ich bin mir etwas unsicher wie böse/nicht böse ich schreiben soll, da ich es ja letztlich nicht selbst gesehen habe, sondern von den Berichten des Hausmeisters lebe.

    Ich bitte um Eure Meinungen / Verbesserungsvorschläge.
     
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  3. #2 Pharao, 16.06.2013
    Zuletzt bearbeitet: 16.06.2013
    Pharao

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    Hi Triple-J,

    also wenn der Hausmeister das sicher gesehen hat, dann würde ich den Anfang des Briefes evtl. anders schreiben. Zum Beispiel (jetzt auf die schnelle):

    "Sie und Ihre Lebensgefährtin wurden des Öfteren mit Ihren Hunden beobachtet im gemeinschaftlichen Garten, wie sie die Hinterlassenschaften ihrer Hunde nicht entfernten."

    Wie schon gesagt, entweder hat der Hausmeister das gehen oder nicht. Deswegen würde ich hier das auch anders schreiben, wie zB:

    "Ich muss ich Sie dazu dringend auffordern, ....."

    Also meinem Hausmeister vertraue ich voll, wenn er mir sagen würde, das er das schon des öftern mit eigenen Augen gesehen hätte.



    Achja, als Abschluss im Brief wäre evtl noch hilfreich, irgendwie was zu erwähnen, das die jetzige Erkenntnis das die Mieter Hunde besitzen ohne Einwilligung, das das keine "stillweigende Zustimmung" darstellt.
     
  4. #3 Papabär, 17.06.2013
    Papabär

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    Hallo Triple-J,

    ich frage mich bei solchen Aussagen immer wieder, wie man etwas denn sonst noch gesehen/gehört haben könnte, wenn nicht mit den eigenen Sinnesorganen.

    Als Hausmeister einer großen Wohnanlage sollte er eigentlich darauf getrimmt sein, jeden Sch*** (und das darf man hier durchaus wörtlich nehmen) mit Foto´s zu dokumentieren. Anderenfalls steht hier Aussage gegen Aussage ... und Du sitzt genau zwischen den Stühlen.

    Ich rühre in solchen Fällen keinen Finger mehr ohne entsprechende Nachweise (naja, ggf. bitte ich den WEG-Verwalter schriftlich, um eine entsprechende Nachweisführung).

    Auch hilfreich: Hund nicht angeleint bzw. ohne Steuermarke ... in unserer Wohnanlage hab´ ich mittlerweile einen guten Draht zum Ordnungsamt - die sind dankbare Abnehmer solcher (nachweisbarer) Informationen. Meist gehen die den Leuten dann derart auf ´n Zünder, dass das Interesse an der Hundehaltung schlagartig schwindet (und da die ihre Quellen ja auch nicht preisgeben dürfen, ist ausnahmsweise mal nicht der böse-böse Vermieter schuld).
     
  5. #4 Triple-J, 17.06.2013
    Triple-J

    Triple-J Erfahrener Benutzer

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    Hallo Papabär,

    Mir ging es darum, ob er es selbst beobachtet hat oder ob es sich nur um "Hören-Sagen" handelt, also Gemecker irgendeines Bewohners.

    Heißt das, Du würdest in meinem Fall jetzt gar nichts machen?
     
  6. #5 Papabär, 17.06.2013
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Naja, ... garnichts wäre sicherlich nicht der richtige Ausdruck - ich würde erst einmal Material sammeln. Und damit mir in der nächsten WEG-Versammlung nicht irgendein profilierender Miteigentümer an den Karren fährt, würde ich mich mit dem Hausmeister (aber eben via WEG-Verwalter - also ganz offiziell und nachweisbar) in Verbindung setzen und um entsprechende Nachweise - z.B. in Form von Fotos - bitten.

    Wegen der unerlaubten Hundehaltung würde ich 2-3 Wochen abwarten ... immerhin wäre es ja möglich, dass Deine Mieter den Hund nur vorübergehend in Pflege haben.

    Erst danach würde ich eine entsprechende Abmahnung schreiben - wobei ich das mit dem Hundekot auf dem Rasen nur erwähnen würde, wenn ich auch etwas Hieb- und Stichfestes in der Hand habe.


    Ich habe es in ähnlichen Fällen schon erlebt (besser gesagt, den Verhandlungsprotokollen entnommen), dass befragte Zeugen - und das schließt Hausmeister und profilierende Miteigentümer mit ein - sich plötzlich nicht mehr 100%ig sicher waren, eigentlich viel zu weit weg standen oder aber etwas gesehen haben, was sie von ihrer angeblichen Position aus nie hätten erkennen können.
     
Thema: Mieter lässt Hunde in Gemeinschaftsgarten koten
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