Mieter macht Stress - bitte um Meinungen!

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von jadore, 10.11.2013.

  1. #1 jadore, 10.11.2013
    Zuletzt bearbeitet: 10.11.2013
    jadore

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    Liebe Forumsgemeinde,

    ich wende mich nochmal an Euch, da wir schon langsam völlig verzweifeln.
    Wir haben seit August neue Mieter im Dachgeschoss. Die Dachgeschosswohnung wurde vorher komplett renoviert, inkl. neues Bad, Einbauküche, abgehängte Decken usw. Seit ca. Anfang September stand der Mieter jeden Tag bei uns auf der Matte und hat sich beklagt, dass seine Heizkörper in der Wohnung nicht warm werden. Wir haben ihm versucht zu erklären, dass unsere Heizungsanlage einen Temperaturfühler (hoffe Ihr versteht was ich meine) hat und gar nicht anspringt, wenn es draussen z.B. noch 18-22 Grad warm ist.
    Er kapiert das nicht. Er bestand darauf, dass wir ihm warm in der Wohnung machen (seine Aussage). Selbst unser Heizungsinstallateur war bei ihm und versuchte ihm das nahe zu bringen mit dem Aussentemperaturfühler. Nein, wir wollen ihn alle veräppeln, er will es warm in der Wohnung haben (ich frage mich, was er mit der Heizung will, wenn es draussen noch 20 Grad warm war).
    Daraufhin beschloss mein Mann, alle Heizungen bei ihm in der Wohnung auszutauschen und die Nischen zu dämmen, damit mit Sicherheit keine Wärme mehr entweicht. Gesagt getan, Ende Oktober wurden die Heizungen ausgetauscht; kaum waren die Monteure fertig, rannte er schon wieder zu uns und sagte, es kann wohl nicht war sein, sie frieren in der Wohnung und sitzen da mit dicken Jacken.

    Natürlich sind wir sofort zu ihm nach oben gegangen. Dadrin ist es warm wie in der Sauna, alle Heizkörper auf Maximum gedreht, Raumtemperatur gefühlte 24-26 Grad. Kann ich persönlich nicht als saukalt bezeichnen. Er uns seine Frau laufen mit T-Shirts und kurzen Sommerhosen rum, das Baby hat nur ein Kurzarmbody an. Also sieht für mich nicht wie eine dicke Winterjacke aus...

    Er hat wohl noch Problem damit, dass der Heizkörper im Wohnzimmer nur langsam warm wird (wie uns der Heizungsinstallateur erklärte, ist das die letzte Heizkörper im Kreis und daher braucht es etwas länger bis es richtig warm wird. Will unser Mieter natürlich nicht wahr haben, es muss sofort glühend heiss werden, alles andere interessiert ihn nicht).
    Dazu protestiert er gegen Nachtabsenkung. Früher hatten wir die Nachtabsenkung auf ca. 15 Grad gehabt und es hat sich niemand beschwert, jetzt sind wir mittlerweile bei 20 Grad in der Nacht und es ist immernoch für ihn zu kalt. Ich habe mal nachgeforscht, selbst auf der Seite der DMB steht, dass 18 Grad in der Nacht akzeptabel sind. Ich muss dazu erwähnen, sie schlafen nur mit Sommerdecken, dicke Winterdecken wären für ihn unakzeptabel, er zahle schliesslich für die Heizung. Die Heizungsanlage arbeitet permanent tags und nachts, da werden seine 50 Euro Heizkosten (gerechnet nach dem Vormieter) bei weitem nicht ausreichen. Anfang Oktober haben wir unseren Öltank voll gemacht. Von 4500 Liter sind jetzt schon 600 Liter verbraten. Von anderen Mietern gibt es keine Beanstandungen.

    Gestern hat er uns angedroht, dass er zum Rechtsanwalt geht und die Mietzahlungen komplett einstellen wird. Auf die Nachfrage, womit er das argumentiert - es muss endlich warm werden....(seine Aussage) *mein Kopf - Tischkante*
    Wie sollen wir uns jetzt verhalten? Wir fühlen uns irgendwie ausgeliefert, da unser Mieter absolut resistent zu sein scheint. Und das sieht schon nach einer versuchten Schickane aus, denn es ist wirklich nicht kalt in seiner Wohnung. Unsere Heizungsanlage funktioniert einwandfrei, Heizkörper sind neu, Nischen sind gedämmt, Entlüftung wurde ordnungsgemäß durchgeführt.

    Ich hoffe sehr auf Euer Rat und Hilfe.

    LG jadore
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Gefühle interessieren nicht, messen ist angesagt. Alles andere ist Quatsch.

    Wenn du auf die Einsichtsfähigkeit des Mieters setzt, reicht ein einfaches Thermometer. Dann kann der Mieter selbst sehen, dass alles passt. Andernfalls nimmst du einen oder mehrere geeignete(n) Datenlogger. Dann ist für dich über einen längeren Zeitraum feststellbar, wie warm es in der Wohnung tatsächlich ist.

    Wie warm es sein muss, hast du schon oberflächlich richtig beschrieben, vielleicht noch einmal die Quelle DMB zitieren. Vorab würde ich dann doch noch einmal kontrollieren, wie die Nachtabsenkung bei dir eingestellt ist.

    Er hat keinen Anspruch auf einen warmen Heizkörper, nur auf eine warme Wohnung.

    Auf die eine Art hat der Mieter natürlich recht: Ihn braucht nur das Ergebnis (warme Wohnung) zu interessieren, nicht irgendwelche technischen Erklärungen dazu. Damit kommen wir zu:

    Die Temperatur messen. Wenn alles passt, dem Mieter freundlich aber bestimmt mitteilen, dass kein Mangel besteht. Wenn er es noch wärmer haben will, muss er selbst z.B. mit Heizlüftern nachhelfen - auf seine eigenen Kosten.

    Solange es nicht zwingend erforderlich ist, würde ich mit dem Mieter keine technischen Fragen besprechen. Das führt zu nichts. Warum die Heizung bei 20 °C nicht angeht, ist für den Mieter irrelevant.
     
  4. Berny

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    Hallo jadore,

    meinem Vorredner schliesse ich mich an.
    Technische Argumente, zu denen der Mieter keinen Bezug hat oder haben will, kannste ihm gerne ersparen.
    Ich verstehe auch nicht, weshalb Du überhaupt eine Nachtabsenkung programmierst. Überleg' mal: Je mehr Absenkung, desto länger und verbrauchsintensiver später dann die Wiedererwärmung. Er kann doch selbst die Thermosten in seiner Wohnung bedienen, und die Heizkosten wird er ja wohl oder übel auch zahlen müssen.
    In unserer Privatwohnung und auch unserem Vermietobjakt betragen die Nachtabsenkungen lediglich 2°C.
    Schenke ihm doch Thermometer!:068sonst:
     
  5. #4 jadore, 10.11.2013
    Zuletzt bearbeitet: 10.11.2013
    jadore

    jadore Benutzer

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    Hier einmal der Link: Deutscher Mieterbund e.V.: heizung

    Die Messung werden wir wohl vornehmen und ich denke, ich lass den Mieter auch unterschreiben, wann und wieviel Grad gemessen worden sind. Nur mal zur Absicherung.

    :huepfend006::huepfend006::huepfend006:
    So wie ich den Mieter kenne, heisst das dann, wir hätten den Thermometer manipuliert und in Wirklichkeit sind es -25 Grad in der Wohnung.

    Tagsüber läuft die Heizung auf ca 23 Grad, Nachtabsenkung ist jetzt mittlerweile so wie bei dir - ca. 2-3 Grad Unterschied.
     
  6. Andres

    Andres
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    Ja, genau das habe ich verlinkt. Zugegeben, etwas versteckt ;)


    Lies bitte nochmal den Abschnitt aus meinem Beitrag zum Thema "Datenlogger". Das erreicht eine viel höhere Qualität (mehr Messpunkte, auch zu "ungewöhnlichen" Zeiten) und ist auch weniger aufwändig für dich.

    Wenn der Mieter deiner Messung nicht vertraut, kann er ja gerne selbst messen. Er ist sowieso in der Beweispflicht.

    Auch hier: Bitte genauer lesen. Es geht nicht nur um die Temperaturdifferenz, sondern um die Uhrzeiten.
     
  7. #6 sara, 10.11.2013
    Zuletzt bearbeitet: 10.11.2013
    sara

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    es kommt auch auf die Größe des Hauses an.
    In meinem Mietshaus haben wir die Heizungseinstellung am Gasbrenner auf 26° stehen.
    Bei den heutigen Niedertemperaturheizungen die in Abhängigkeit zur Außentemperatur den Vorlauf selbständig regeln, ist gerade in den Übergangszeiten, wenn draußen die Temperatur noch im zweistelligen Wert liegt, der Vorlauf dann bei ca. 45° - 50° ist. Da kann dann an den exponierten Heizkörpern die ankommende Wärme einfach zu wenig sein.

    Schau dir doch mal die Vorlauftemperaturen zu unterschiedlichen Zeiten an.

    Zumindest war es meinen Mietern (überwiegend über 70 Jahre) in den oberen Wohnungen bei Einstellungen von nur 24° an der Niedertemperatur - Heizung auch zu kalt.

    Diese Probleme sind bei Frosttemperaturen dann nicht vorhanden. Denn dann geht der Vorauf auf 70° +
     
  8. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    bedenke hier vielleicht auch noch, das manche Eltern etwas überempfindlich sind und es gerne wegen ihrem Kleinkind wärmer haben wollen in der Wohnung, als anderer Mietergruppen.
     
  9. #8 Fremdling, 10.11.2013
    Fremdling

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    Bei unserer witterungsgeführten automatischen Steuerung der Ölheizung haben wir 22°C für die Zeit von 05:00 - 23:00 Uhr und für die Restzeit die Nachtabsenkung mit 15°C eingestellt, was ja lediglich heißt, dass die Steuerung in Abhängigkeit von einigen einstellbaren und von ihr automatisch messbaren Parametern die Vorlauftemperatur so erzeugt, dass in allen Räumen tagsüber mind. 22°C erreicht werden können. Durch die Nachtabsenkung wird es in den Räumen folgerichtig deutlich kühler. Diese Absenkung setzt jedoch automatisch aus, falls es draußen Frost hat. Die Heizungsanlage läuft ganzjährig und ist lediglich in Sondersituationen (z.B. Tankvorgang, Wartungen, ...) kurzfristig ausgeschaltet. Mit diesen Einstellungen können wir (fast) alle Bewohner der 48 Wohnungen zufriedenstellen.

    Falls die Außentemperaturen mild sind, lassen sich auch Vorlauftemperaturen nahe 30°C ablesen, was zwar hinreichend sein kann, der Nutzer mit 37°C Körpertemperatur am Heizkörper aber nicht unbedingt als zufließende Wärme erfühlen kann. Gerade in 'Übergangszeiten' kann die Wohnung abhängig vom Lüftungsverhalten mit geringer Wassertemperatur im Umlauf dann nicht so flink wieder aufgeheizt werden; zumindestens wird es subjektiv so erlebt.

    Gerade ältere und/oder bewegungsärmere Bewohner irritieren vorstehende Erscheinungen und lassen sich in der Regel auch bei regelmäßiger Aufklärung nicht von ihrer gefühlten Unterversorgung mit Heizwärme abbringen, da sie als Prüfpunkt stets (!) einen fühlbar heißen Heizkörper erwarten.

    Ein ganz anderes Thema ist der hydraulische Abgleich. Ist der nämlich im Leitungsnetz (z.B. durch sukzessive Veränderungen an der Gesamtanlage, neue Heizkörper, etc.) und bei den Thermostatventilen nicht mehr korrekt eingestellt, kann es zur notorischen Wärme-Unterversorgung einzelner Heizkörper führen. Lediglich in diesen Fällen hätten Deine Mieter Chancen auf Besserung. Doch zum Hydraulischen Abgleich und einer probaten Scheinlösung (Heizkreispumpen stärker fördern lassen; führt ggf. zu Strömungsgeräuschen) kann Euch der Heizungsfachmann sicherlich Auskunft geben. Ansonsten hast Du ja bereits einen bunten Strauß von Antworten.

    Viel Glück!
     
  10. #9 Have_a_nice_day, 11.11.2013
    Have_a_nice_day

    Have_a_nice_day Neuer Benutzer

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    Aus Erfahrung kann ich nur berichten, daß ich in solchen Problemfällen mit einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen den Sachverhalt feststellen lasse.

    Die Kosten für den Sachverständigen "lohnen" sich doppelt: Zum einen wenn die Sache vor Gericht geht ist diese unabhängig dokumentiert - bei einem Heizungs- u. Sanitärbetrieb ist es mir schonmal passiert, daß das Gericht deren Parteilichkeit unterstellt (ist ja mein Handwerker und der denke "Umsatzorientiert") und zum anderen, sollte an der Anlage etwas defekt sein, so bezeichnet der Sachverständige das Problem - Grundlage für Ausschreibungen bzw. Kostenkontrolle der Handwerker.

    Als zweite Variante käme in Betracht die Grundleistung der Heizungsanlage "hoch zu setzen" - also eine höhere Grundtemperatur als derzeit ... Unterläuft die Sparbasichten der Außentemperatursteuerung ...

    Je nachem welche Thermosthatventile verbaut sind, lassen sich diese "im Kopf" justieren, soll heißen "größer drehen" ...

    Dann würde ich die Ventile auf eine bestimmte Stufe stellen und diese mit einer Siegelmarke justieren - wirkt auch immer wieder Wunder, daß wenn keine Manipulation möglich ist kontrolliert werden kann, was tatsächlich "passiert".

    Hier wäre aber allmählich auch eine Forderung nach einer Erhöhung der HK-Vorauzahlung fällig ...

    Wenn das alles nichts hilft ist die Absicht keine Miete mehr zu zahlen wohl "die Beste", dann kann man spätestens nach 2 / 3 Monaten die fristlose hilfweise die ordentliche Kündigung erklären ...
     
  11. jadore

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    Liebe Leute,

    wir haben diesmal irgendwie wieder ganz tollen "Fang" gemacht...Raumtemperaturmessung wurde vorgenommen, durch uns. Raumtermometer in deren Wohnung befestigt, jeden Tag abgelesen, Mieter unterschreiben lassen. Alles in mehr als grünen Bereich, aber die sind irgendwie absolut resistent. Ich hab schon Ausdruck der DMB-Quelle angefertigt, ihnen in die Hand gedrückt - hilft alles nicjt, die sind damit nicht einverstanden. Der Mieter hat uns angedroht, er kriege sein Willen eh durch.
    Und jetzt kommts - er hat meinen Mann angezeigt, er hätte ihn genötigt. Wir haben hier schon die Vorladung der Kripo, die allerdings schon an unseren Rechtsanwalt ging. Was sind das bitte für Erpressungsmethoden???
    Ausserdem verwahrlosen sie das komplette Treppenhaus, wischen die Treppe nicht mehr, trennen ihren Müll nicht, schmeissen z.B. gebrauchte Pampers in die Biotonne, stopfen alle Tonnen voll (es kommt so vor, als ob er Müll von all seinen zahlreichen Verwandten sammelt, um es in unseren Tonnen zu entsorgen). Reden hilft nicht. Mein Mann redet eh schon nicht mehr mit ihm, da er Angst hat, die Fassung zu verlieren, und ich werde so gut wie nicht beachtet. Ausserdem habe ich das Gefühl, dass die nächste Miete nicht kommen wird.
    Ich habe sogar den Vorvermieter ausfindig gemacht, bei dem hat sich das Gleiche abgespielt - dasselbe Heizungsgeschichte, Heizen teilweise bei geöffneten Fenstern, keine Mülltrennung und frech obendrauf.
    Haben wir jetzt irgendeine Chance zu kündigen?
     
  12. Olbi

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    Glückwunsch, sowas braucht keiner!

    Schon mal gut. Ich würde es jetzt auf mich zukommen lassen. Wer etwas fordert muss es beweisen. Am besten nur noch schriftlich kommunizieren. Wenn Ihr in die Wohnung geht / müsst dann nur mit einem Zeugen.

    verbale Kommunikation einstellen, alles nur noch schriftlich.

    starker Tobak

    Habt Ihr eine Hausordnung? Ist diese im Mietvertrag verankert? Falls ja, abmahmen und bei Wiederholung kündigen.
    Anwalt ist schon mal gut, nicht dass Ihr die wegen eines kleines Formfehlers noch länger in der Wohnung habt.

    Gefühle interessieren nicht.
    Fakten, Fakten, Fakten!

    Nein!

    Ab jetzt sollte der Schmusekurs vorbei sein! Alles nur noch schriftlich, bzw. unter Zeugen. Anwaltliche Beratung einholen.

    Kopf hoch!
     
  13. Berny

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    jadore:

    "er hat meinen Mann angezeigt, er hätte ihn genötigt. Wir haben hier schon die Vorladung der Kripo, die allerdings schon an unseren Rechtsanwalt ging. Was sind das bitte für Erpressungsmethoden???"
    - Dem würde ich gelassen entgegen sehen. Im Gegenzug würde ich Anzeige erstatten wegen des Verdachts der wissentlich falschen Verdächtigung. § 164 StGB Falsche Verdächtigung - dejure.org

    "Ausserdem verwahrlosen sie das komplette Treppenhaus, wischen die Treppe nicht mehr, trennen ihren Müll nicht, schmeissen z.B. gebrauchte Pampers in die Biotonne, stopfen alle Tonnen voll (es kommt so vor, als ob er Müll von all seinen zahlreichen Verwandten sammelt, um es in unseren Tonnen zu entsorgen). Reden hilft nicht."
    - Tipp: Schriftlich nachweislich abmahnen.
     
  14. jadore

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    Abmahnung bringe ich gleich zur Post, danke für diesen Tipp.
    Apropos Mülltrennung, ich meine mal gehört zu haben, dass man wegen falscher Mülltrennung auch eine Anzeige erstattet werden darf? Oder irre ich mich?

    Unser Anwalt hat Akteneinsicht beantragt, damit wir überhaupt erst wissen, was der Gute zu beanstanden hat.
     
  15. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Per Einwurfeinschreiben bitte.

    Eine Mitteilung an das Ordnungsamt genügt. Die befassen sich dann weiter mit dem Sünder. Du solltest jedoch in der Lage sein, Beweise zu liefern, bspw. Treffen mit einem Aussendienstmitarbeiter des OA..
     
  16. jadore

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    Das ist bei uns gar nicht so einfach. Ich habe den halben Vormittag am Telefon verbracht: ein Anruf beider Gemeinde hat absolut nichts gebracht, die Dame vom Ordnungsamt kann nichts für mich tun, es wäre keine Ordnungswidrigkeit, die geahndet werden kann (wortwörtlich), ich soll mich beim Entsorger melden. Gesagt getan, aber der Entsorger ist dafür natürlich nicht zuständig, wenn was falsches in der Tonne landet, müssen wir dann für die Entsorgung bezahlen, aber vorher kann selbstverständlich nichts getan werden. Danach wendete ich mich sogar ans Kreisordnungsamt, aber dort wurde ich vom netten Herrn fast ausgelacht. Sie wären für Jagd, Fischerei, Ausländerwesen, Parksünder, Rettungswagen und co. zuständig, aber doch nicht für Müll. Wir haben als Vermieter bitte selbst dafür Sorge zu tragen, dass der Hausmüll richtig getrennt wird.
    Soviel zum Ordnungsamt...Ich ärgere mich gerade schwarz, dass anscheinend keiner für irgendwas zuständig ist, aber die Sonderabholung haben wir dann natürlich zu zahlen.
     
  17. Berny

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    Ich hatte einmal mit dem Umweltschutzamt gesprochen, da ein Mieter sich weigerte, für die Müllabfuhr mitzuzahlen, da er (Änderungsschneiderei) seine (wenigen) Abfälle mit nach Hause nimmt, um sie dort zu entsorgen.
    Kommentar: "Belehren Sie ihn noch einmal. Wenn er nicht mitmacht, bekommt er ein OWi" (Ordnungswidrigkeitsverfahren). Er meinte immer noch, er bräuchte nicht. Dann bekam er es schriftlich letztmalig vom Amt und beteiligte sich dann.
     
  18. jadore

    jadore Benutzer

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    So etwas gubt es bei uns im Dorf leider nicht. Die Umweltschutzbeaftragte in der Gemeinde fühlt sich nicht für sowas zuständig, es wäre nicht ihr Aufgabengebiet.
    Abmahnung ging per Einschreiben raus. Als Reaktion darauf lagen heute Windeln in der Biomülltonne und dazu noch etliche CD's in der Altpapiertonne.
    Ich wage jetzt tatsächlich einen Anruf bei der Polizei, befürchte aber, dass ich dort gnadenlos ausgelacht werde :(
    Es ist schon eine richtige Schickane, die unser Mieter hier betreibt. Er lässt weiterhin vorsätzlich das Licht im Treppenhaus brennen, knallt mit den Türen was das Zeug hält zu jeder Tages- und Nachtszeit, lagert im Waschkeller seine muffigen Klamotten. Ich würde diese Klamotten ihm zu gerbe vor seiner Wohnungstür ablegen, koste es was es wolle (sogar eine Anzeige bei der Kripo :) ).
    Aber auf Dauer ist das kein Zustand :(
     
  19. kathi

    kathi Gesperrt

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    Diese Anzeige, von der du weiter oben schon geschrieben hast, wäre genau der Punkt an dem ich ansetzen würde. Denn wäre die ungerechtfertigt hätte dir dein Mieter damit einen astreinen Kündigungsgrund geliefert.
     
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