Mieter produziert/entsorgt weit überproportional Müll

Dieses Thema im Forum "Müllentsorgung" wurde erstellt von Niko, 31.10.2007.

  1. Niko

    Niko Benutzer

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    Noch eine sehr ärgerliche Geschichte mit meinem "Spezialmieter".

    Zu Beginn des Jahres habe ich das Tonnenvolumen der Restmülltonne von vorher 110l auf 60l verringern lassen. Zuvor war eine Person aus dem Dreiparteienhaus ausgezogen und nun sind noch ganze 2 Personen im Haus übrig, auf jeweils eine Wohnung verteilt.
    Die Stadt rechnet pro Person im Haus seit Beginn des Jahres mit 20l Restmüllvolumen im Durchschnitt (vorher 25l), was bedeutet, dass eigentlich sogar eine 40l-Tonne ausreichen würde. 60l ist aber die kleinste erhältliche Einheit.

    Ich habe die Mieter nicht über die geplante und dann zu Jahresbeginn durchgeführte Tonnenverkleinerung informiert. Ich bin davon ausgegangen, dass ich (als Vermieter) aus Wirtschaftlichkeitsgründen zu einer Volumenverkleinerung verpflichtet bin und habe daher über eine vorherige Information der Mieter nicht nachgedacht. Die alte 110l-Tonne wurde mit ursprünglich 4 Personen selten richtig voll gemacht und ein Jahr lang mit 3 Personen zu 2/3 bis 3/4.

    Nun steht der Mieter auf dem Standpunkt, er ALLEINE hat ein Recht, soviel Müll zu produzieren/entsorgen, wie er möchte. Dazu schmeisst er ganze Tüten (häufig mit größeren Behältern darin) in die Tonne ohne sie auszuleeren oder nachzudrücken, obendrein noch mehr als zuvor. Mindestens 3 seiner Tüten passen so (locker) nicht mehr hinein und daher landen sie neben der Tonne (3-4 Tage lang), bis zum Abholtermin einmal die Woche. Folge: Katzen, Vögel und demnächst auch Ratten freuen sich über "Extrafutter". Ich habe schon mehrfach nachträglich seinen Müll noch in die Tonne entsorgt, ohne dass der Deckel offenstand.
    Gelbe Tonne nicht vorhanden da keine Pflicht. Mülltrennung findet - abgesehen von Papier und Glas - nicht statt.

    Da er nicht der einzige Mieter ist, ist es quasi unmöglich, ihm den überproportionalen Müllentsorgungsbedarf gerichtsbeweisbar nachzuweisen.
    Als die andere Mieterin einmal 5 Tage weg war, hat er es geschafft, die Tonne alleine zu überfüllen mit dem Resultat noch einer "Extratüte" deneben. Aber eben nur 5 Tage Abwesenheit und keine 7.
    Er beharrt auf dem Standpunkt, die alte 110l Tonne wieder anzuschaffen oder wenigstens eine 80l Tonne und die Kosten - wie vorher - auf alle zu verteilen. Dagegen wehrt sich die andere Mieterin zu Recht, die sorgsam und umsichtig ist und verständlicherweise nicht für den Müll des anderen Mieters mitbezahlen will.

    Ich sehe in der Anschaffung einer gelben Tonne (Mindestgröße 120l) z. Zt. die einzige Lösung, da sie keine Zusatzkosten verursacht. Ein gerichtsverwertbarer Beweis der alleinigen überproportionalen Müllproduktion mit entsprechender anteiliger Kostenbeteiligung bei einer größeren Restmülltonne wäre mir natürlich lieber aber wie komme ich daran??? (Vorausgesetzt, die Mieterin ist nie 7 Tage oder länger abwesend)

    Niko
     
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  3. #2 onkelfossi, 31.10.2007
    onkelfossi

    onkelfossi Erfahrener Benutzer

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    Hallo!

    Grundsätzlich hat der Mieter recht. Du kannst ihm nicht vorschreiben wieviel Müll er produzieren darf oder soll. Auch eine Mülltrennung kannst du ihm nicht vorschreiben. jeder Mensch lebt individuell. Der eine lebt asketisch, der andere bastelt vielleicht viel und hat dadurch mehr Müll. Du bist als Vermieter für die ausreichend dimensionierte Tonnenausstattung verantwortlich.

    Möglichkeit 1: Du passt die eine Tonne an den Müllbedarf an. Normal sind ca. 20-30 Liter pro Person, allerdings bei Mülltrennung. Wird der Müll nicht getrennt und gelber Sack Kram, Papier, Altglas etc. über die Tonne entsorgt, reichen die 20-30 Liter natürlich nicht aus. Vergrößere die eine Tonne, so dass kein Müll daneben steht. Kosten durch alle.

    Möglichkeit 2: Hole für jede Wohnung eine Tonne. Sparsame Mieterin A kleine Tonne, Verschwender große Tonne. Dann bezahlt der Verschwender seine Tonne alleine und die andere Mieterin wird vor Mehrkosten geschützt. Je nach Versorger sind die Kosten bei Einzeltonnen wenn überhaupt nur geringfügig teurer, jedoch fördert dies die Müllvermeidung, da jeder seinen Müll bezahlt und sparen kann, wenn er Müll trennt.

    Dazu dann die gelbe Tonne. Die würde ich mir aber auch schenken, falls es bei dir gelbe Säcke gibt.

    Willste dir das mit dem Gericht antun? Die Wahrscheinlichkeit, dass du verlierst ist groß. Dann zahlst du die Kosten. Immerhin geht es hier um umlagefähige Betriebskosten. Wähle Möglichkeit 2 und das Thema ist erledigt. :zwinker Was meinste wie doof der Mieter guckt, wenn er nun eine größere Tonne für sich hat und die bezahlen muss. Nach paar Monaten kommt der an und fordert ne kleine Tonne. Ich wette...

    VG, fossi :wink
     
Thema: Mieter produziert/entsorgt weit überproportional Müll
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