Mieter renoviert auf eigene Kosten

Diskutiere Mieter renoviert auf eigene Kosten im Renovierung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Liebe Leute, ich bitte um eure Meinung zu dem folgenden Fall: Ich vermiete ein Dreiparteienhaus in einer Kleinstadt, Bj 1940, renoviert, aber eher...

  1. Claptrap

    Claptrap Neuer Benutzer

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    Liebe Leute, ich bitte um eure Meinung zu dem folgenden Fall:
    Ich vermiete ein Dreiparteienhaus in einer Kleinstadt, Bj 1940, renoviert, aber eher im unteren Qualitätssegment. In der unteren Wohnung (80qm) wohnt eine Familie, mit der ich seit nunmehr 9 Jahren ein gutes und stabiles Mietverhältnis pflege: immer ordentlich und sauber, pünktlich gezahlte Miete, nie Gemäkel an den Nebenkosten.
    Neulich sagte mir die Frau, dass sie eigentlich ausziehen wollten, aber aufgrund des Wohnungsmarktes keine Wohnung zu finden sei. Daher hätten sie jetzt beschlossen, in der Wohnung alt zu werden, würden aber gerne renovieren (Laminat neu verlegen, Wände tapezieren, neue Türen und eine Modernisierung des Bads), und zwar auf eigene Kosten. Die Frage war, ob ich mich an der Modernisierung des Bads beteiligen würde. Meine Bedingung war, dass die Arbeiten von einer Fachfirma gegen Rechnung und nach vorheriger Vorlage und Genehmigung eines Angebotes durchgeführt würden könnten. Die Kosten für das Bad schätzte sie auf ca. 4.500 Euro (zugegeben: es hatte es auch nötig).
    Letzte Woche rief sie mich an: Die Handwerker seien schon fast fertig, das Angebot habe sie mir mit der Post zugeschickt, und da ich nicht reagiert hätte, ist sie von Zustimmung ausgegangen. Fakt ist, dass ich das Schreiben nie bekommen und daher auch nie abgesegnet habe. Stattdessen erhalte ich jetzt eine Rechnung über knapp 6.000 Euro, weil wohl noch ein Heizkörper ausgetauscht wurde, der zwar hässlich war, aber noch funktionierte. Ansonsten sind alle Arbeiten fachmännisch durchgeführt worden und die Wohnung ist sichtbar aufgewertet worden. Bei einem Auszug der Mieter hätte ich sie eh renovieren müssen. Die Mieterin bezifferte ihre Investition mit ca. 6.000 Euro.
    Trotzdem: Ich fühle mich verar.... und bin irgendwie nicht bereit, die Rechnung in voller Höhe zu zahlen. Andererseits bin ich mit den Mietern immer gut gefahren.
    Ich bitte um Meinungen, wie verfahren werden könnte:
    a) Rechnung über das Bad zahlen, steuerlich geltend machen, ggf. Miete erhöhen (die auch in den letzten 8 Jahren nicht erhöht wurde)
    b) Nicht zahlen und in den Konflikt mit dem Mieter gehen, weil er Absprachen nicht eingehalten hat?
    c) Oder sehe ich das falsch, soll ich mich eher freuen, dass der Mieter mir eine kostenintensive Renovierung abgenommen hat?

    Vielen Dank im Voraus
     
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  3. set

    set Benutzer

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    Ich würde daher c bevorzugen, auch wenn scheinbar in der Kommunikation etwas schief gelaufen ist.
     
  4. Andres

    Andres
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    Würde ich auch tun.


    Schon aus Prinzip. Ich glaub', es hackt ...

    Mit welchen Ideen kommen die Mieter wohl in Zukunft an, wenn man diese Nummer hier mitspielt?


    Wenn man mit den Clowns nicht weiterhin irgendwie auskommen müsste, könnte man da glatt antworten: "Ja, ich beteilige mich mit 5 €. Das habe ich Ihnen letzte Woche geschrieben und da Sie nicht reagiert haben, gehe ich von Zustimmung aus."

    Die realistischere Antwort ist wohl eher der Hinweis auf die Rückbaupflicht bei Auszug ...
     
    SaMaa gefällt das.
  5. #4 ehrenwertes Haus, 13.05.2019 um 19:08 Uhr
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Schleunigst nachholen und turnusmäßig (Gesetzgeber hat die Spielregeln dafür festgelegt) wiederholen.

    Der ist gut... und sorgt garantiert erst mal für einen sehr interessanten Gesichtsausdruck :003sonst:
     
  6. Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Die Dreistigkeit, eine ausbleicbende Reaktion als Zustimmung zu werten ist schon heftig. Apropos ... haben die Mieter auf Deine bereits erfolgte Mieterhöhung eigentlich reagiert? Ist dann doch eine Zustimmung, nich´ar?

    Eine leichte Abwandlung von b) wäre wohl der Weg meiner Wahl. Natürlich rechne ich erst mal damit, dass der Mieter dann trotzdem alsbald auszieht und Aufwandsersatz gem. 539 (1) BGB verlangt. Deswegen kriegt er von mir JETZT erst recht keine Genehmigung, sondern vielmehr die Aufforderung zum Rückbau. Verweist man solche Mieter nicht zeitnah in ihre Schranken, wird das als Freibrief für umfassende Sanierungsmaßnahmen aufgefasst ... der Vermieter bezahlt´s ja.

    Und warum nur eine Rechnung? Wenn ich ein Bad sanieren lasse, habe ich für gewöhnlich mehrere Gewerke am Start ... also auch mehrere Rechnungen. Ist der Rechnungsaussteller etwa der Mieter selber? Oder war da so ein "Ich-kann-alles"-Heimwerker am Werk? Mit den Rechnungen der Fachfirmen könnte man sich im Zuge eines später zu erfolgenden Vergleiches auf eine Teilübernahme einzelner Positionen verständigen ... aber dann nur, wenn man die Ausführung selber auch so in Auftrag gegeben hätte.


    Und an dem vermutlich ein geeignetes Gerät zur Erfassung des Wärmeverbrauchs montiert war, oder?
     
  7. #6 ehrenwertes Haus, 13.05.2019 um 22:13 Uhr
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Jein. Viele Firmen biten Komplettsanierungen aus einer Hand an. Was diese Firmen dann nicht selbst erledigen können, wird an Subunternehmer (oft kostensteigernd) ausgelagert.

    Mir ist auch eine Alles-aus-1-Hand-Firma bei größeren Sanierungen lieber. Muss ich mich danach nicht mit zig Firmen rumschlagen, wenn irgendwas schief ging. Ist halt meine Bequemlichkeit...
     
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