Mieter setzt durch Duschen halbes Haus Unter Wasser

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  1. #1 Peter Schmitz, 28.12.2017
    Peter Schmitz

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    Hallo,

    ein Mieter hat durch konsequentes Duschen ohne Vorhang sein Badezimmer unter Wasser gesetzt. Das Wasser stand zeitweise so hoch, dass es über die Fußleiste in die Decken und Wänder gelaufen ist (Boden ist gefliest, Wände nicht).
    Er stellt sich auf den Standtpunkt, das Vorhandensein von Fliesen impliziere dass er auch Wasser drüberlaufen lassen kann.

    Wer trägt die Schuld?

    Danke

    Mfg
     
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  3. #2 Papabär, 28.12.2017
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    Der Abfluss ...
     
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  4. #3 Peter Schmitz, 28.12.2017
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    Das Wasser, was in der Dusche gelandet ist, ist auch abgeflossen.
     
  5. #4 ehrenwertes Haus, 28.12.2017
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    Die Schuld woran?
     
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  6. Berny

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    Woran? Bitte eine nachvollziehbare Fragestellung.
     
  7. #6 BHShuber, 29.12.2017
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    Hallo,

    in dem Wissen dass der Mieter hier so agiert, trägt der Vermieter die Schuld, denn da der Mieter offensichtlich uneinsichtig ist, könnte der Vermieter das verhindern, in dem er eine Duschwand einbauen lässt oder einen geeigneten Spritzschutz!

    Gruß
    BHShuber
     
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  8. #7 Ich-bin-es, 29.12.2017
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    Da habe ich aber große Zweifel, dass das in den Verantwortungsbereich des Vermieters fällt. Die Ursache würde nur dann im Ablauf liegen, wenn es auf dem Fußboden einen Bodenablauf gäbe. Mir scheint das eher ein nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch einer Sache. Der geflieste Boden erlaubt Wassertropfen, aber solange dort kein Bodenablauf ist, darf man ihn nicht komplett unter Wasser setzen. Wie soll das Wasser da wieder rauskommen? Etwas unter der Tür durchlaufen?

    Entweder der Fragesteller hat hier masslos übertrieben oder es gehört in den Verantwortungsbereich des Mieters.

    Grüße
    Ich-bin-es
     
  9. Berny

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    Wodurch und wohin? Merke: Gib' uns bloss nicht zuviele Infos...:048sonst:
     
  10. #9 Papabär, 29.12.2017
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    Nuja, man könnte unterstellen, dass die Duschtasse einen funktionierenden Abfluss hat, welcher in die Kanalisation mündet.

    Ich Rate mal: Der Mieter reinigt die Fliesen mit dem Wasser aus dem Brauskopf der Dusche. Das ist recht effizient, ich mache das zuweilen selber ... allerdings besteht mein Badezimmer quasi aus einer Terrazzomulde mit Bodenabfluss. Beim TE scheint es nicht so zu sein.

    Ich sehe hier zwei (sich ergänzende) Ansätze: A) Einen Fliesen-/Bodenleger mit der Prüfung und ggf. Beseitigung von Schwachstellen in der Bodenkonstruktion zu beauftragen, und B) den Mieter ruhig, sachlich und nachweisbar über den korrekten Umgang aufklären.
    Es wird vermutlich nur helfen, wenn beide Maßnahmen parallel umgesetzt werden (der Einsatz des Handwerkers beim Mieter hat da immer auch einen psychologischen Effekt). Lediglich den Mieter zu beschuldigen führt in aller Regel zu einer sofortigen Blockade. Und selbst wenn man da nach einem 6-monatigen Schnellverfahren Recht bekäme, dürfte die Bausubstanz in der Zwischenzeit massiv zu leiden haben.
     
  11. #10 Peter Schmitz, 29.12.2017
    Peter Schmitz

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    Hallo,

    um es nochmal auf den Punkt zu bringen:

    - Duschtasse mit funktionierendem Abfluss.
    - Boden vor der Dusche ist Fliesen auf Holzboden, hat keinen Abfluss.
    - Mieter hat die Dusche ohne Vorhang benutzt so dass massiv Wasser nach draußen gespritzt ist, so viel dass sich auf dem Fliesenboden eine Lache gebildet hat.
    - Dass er noch anderweitig direkt auf die Fliesen gespritzt hat, z. B. weil er die Duschtasse als Badewanne benutzt hat die dann übergelaufen ist, kann ich nicht ausschließen.
    - Wasser stand zeitweise so hoch dass es über die Fußleisten des Fliesenbodens und ins Mauerwerk/Decke geflossen ist.

    Das alles haben wir erst gemerkt, als der Mieter kürzlich ausgezogen ist. Wir wollen die Kaution einbehalten um wenigstens einen Teil der Sanierungskosten ( 5000 € ) abzufedern. Deswegen möchte ich schonmal klären ob das gerechtfertigt ist.
     
  12. Andres

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    Aus meiner Sicht ist das gerechtfertigt, aber ich weiß auch, was man von Fliesenfugen bei "Überflutung" (nicht) erwarten darf. Ob ein Richter - sofern der Sachverhalt einem solchen jemals bekannt wird - dieses Wissen vom Durchschnittsmieter auch verlangen wird, mag ich nicht beurteilen.

    Solche Späße sind eine der vielen Gründe, warum ich möglichst mit Duschkabine vermiete.
     
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  13. #12 Papabär, 29.12.2017
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    Der fragt ohnehin erst mal nach, ob der Nachbesserungsversuch des Mieters erfolglos war. Und meistens scheitert´s denn schon daran.

    "Nachbesserungswas?
     
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  14. #13 ehrenwertes Haus, 29.12.2017
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    Hat dein Ex-Mieter eine Haftpflichtversicherung?
    Evt. kann man den Schaden darüber abwickeln.

    War der entstandene Schaden denn für deinen Mieter erkennbar?
    Gibt es Wasserränder an den Wänden? Wenn ja, wie hoch, eine Linie oder mehrere?
    Wenn ja, kann ich mir vorstellen, dass du auch vor Gericht gute Chancen hast den Schaden vom Mieter ersetzt zu bekommen.
    Ohne Meldung einer solchen auch für Laien erkennbaren Veränderung an den Wänden, kann man das als Pflichtverletzung seitens des Mieters sehen.

    Ich vermute, dass ein Richter unter vertragsgemäßem Gebrauch einer Dusche nicht versteht, dass damit auch das Bad fluten eingeschlossen ist ohne Pfützen zu beseitigen. Nur etwas Spritzwasser schadet den Wänden (außer Optik) ja nicht, wenn das zwischendurch immer wieder abtrocknen darf.
    Ob der Schaden wirklich durch stehende Nässe, so wie du vermutest, verursacht wurde, wird nur ein Gutachter wirklich beantworten können.

    Die Kaution einbehalten ist nach meinem Empfinden in diesen Fall gerechtfertigt.
     
  15. #14 Sieg38923, 29.12.2017
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    Stand das Wasser wirklich bis über die Fußleisten oder hat es die Wand nur aufgesogen?
     
  16. #15 Peter Schmitz, 29.12.2017
    Peter Schmitz

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    Wie hoch das Wasser stand ist im Nachhinein nicht mehr erkennbar. Aufgefallen ist uns das nur weil in der Wohnung darunter der Schimmel schon an der Decke war (Bewohner hat nicht gemeldet weil mentalitätsmäßig nahe Messi).
     
  17. #16 Papabär, 29.12.2017
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    Das heißt doch aber, dass die Ursache auch an ganz anderer Stelle liegen kann, oder?

    So wie ich das sehe, steht der Einbehalt der Kaution auf tönernen Füßen (auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass er für den Schaden verantwortlich ist, recht hoch ist). Zumindest falls der Mieter dagegen vorgeht und einen RA einschaltet.
     
  18. #17 ehrenwertes Haus, 29.12.2017
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    Damit ändert sich meine erste Einschätzung grundlegend, sowohl in Richtung Kaution einbehalten als auch Ursachenvermutung.

    Wenn in der Wohnung deines Ex-Mieter selbst nichts sichtbar ist, glaube ich nicht, dass du einen Nachweis für Mieterverschulden führen kannst.


    Ich vermute dann auch eine andere Ursache für feuchte Wände und die Schimmelbildung in der Wohnung darunter.

    Schau doch mal, ob der Abfluß an der Dusche eine Zentrierschraube hat oder ob die fehlt oder der Abfluß irgendwie "verrutscht" aussieht.
    Ist es unter der Duschwanne feucht oder sogar nass? Wurde das alles schon geprüft?
    Eine fehlende Zentrierschraube oder verrutscher Abfluß wären Hinweise auf Mieterverschulden, sofern du belegen kannst, dass das bei Wohnungsübergabe an den Mieters alles i.O. war.

    Falls die Ursache für den Schimmel undichte Leitungen sind, wäre das ein Fall für deine Gebäudeversicherung, sofern du Leitungswasser mit eingeschlossen hast.


    Du sagst Holzboden im Bad mit Fliesen darüber.
    Ich vermute daher Altbau mit sand- oder lehmgefüllten Decken.
    Ein solcher Deckenaufbau kann erst mal Unmengen Wasser aufnehmen, bis es dann irgendwo sichtbar wird. Meistens sieht man das dann wirklich zuerst in der darunter liegenden Wohnung.
    Sollte ich damit richtig liegen, dann unbedingt eine Fachfirma mit der Trocknung beauftragen und dabei darauf achten, dass nicht nur die Feuchtigkeit in der Deckenfüllung gemessen wird, sondern auch an bzw. in den Tragbalken. Nicht dass die hölzernen Tragbalken unbemerkt vor sich hin modern.
     
  19. #18 Peter Schmitz, 29.12.2017
    Zuletzt bearbeitet: 29.12.2017
    Peter Schmitz

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    Hallo,

    er gibt offen zu, dass er das Wasser auf dem Boden hat stehen lassen. Er ist nur der Meinung, bei einem gefliesten Boden dürfe er das. Er leugnet auch nicht, dass das Wasser über die Leiste gelaufen ist und dass das die Ursache für die Schäden ist. Und ja, in seiner Wohnung ist auch was sichtbar im Raum nebenan ( nur halt nicht so stark wie in der Wohnung darunter ). Außerdem sind die Holzbohlen unter den Fliesen und die Fußleisten teilweise verschimmelt. Der Sachverständige hat auch keinen Zweifel, dass eben diese Benutzung des Bades daran Schuld ist.

    Es geht im Prinzip nur darum ob die Argumentation des Mieters er könnte bei Fliesen grundsätzlich von Wasserdichtheit ausgehen reicht.
     
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  21. Duncan

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  22. Duncan

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    Fliesen alleine sind nie(!) wasserdicht. Das kommt erst durch spezielle Lasuren/Beschichtungen und Anstriche/Dichtschichten unterhalb der Fliesen. Die Fliesen z.B. in Schwimmbecken sind auch nicht wasserdicht, die sind nur mechanischer Schutz für die Dichtschicht(en).
     
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