Mieter spielt „Chef vom Ganzen“

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notwendiges Übel

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Nachdem einige Monate Ruhe im Haus war, hat der Mieter, der bislang die Gartenpflege übernommen hatte, das aus Altersgründen aufgegeben. Einige Monate habe ich die Außenanlagen gepflegt, war aber nicht unglücklich als einer der neuen Mieter das übernehmen wollte. (habe weitere Anfahrt)
Das ging auch einige Zeit gut.
Die Frau des Mieters hat mich jetzt angesprochen, die Haustür würde öfter offenstehen und das Offenhalten mit einer Schlaufe ginge gar nicht, die Tür sei bereits verzogen. Ein Keil sei besser. Ich fand die Argumentation §€%&, hatte keine Lust das auszudiskutieren, habe die Schlaufe entfernt und gut war‘s .....leider nicht.

Eine langjährige, sehr umgängliche Mieterin rief mich an und klagte ihr Leid.
Die Schlaufe war nur der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen gebracht hat......der gartenpflegende Mieter verhält sich den anderen Mietern seit dem unmöglich, schreit herum z.B. weil jemand EINMAL kurz (um etwas Größeres aufzuladen) vor seiner Garage parkt (er scheint Choleriker zu sein, sein Geschrei höre ich bei fast jedem Besuch am Haus), kontrolliert Müll (reißt die Tüten auf) und meint, den anderen Mietern sagen zu können was sie tun und lassen dürfen.
Eine Mieterin hatte Sperrmüll für wenige Tage im allgemeinen Teil des Kellers gelagert, wurde deshalb harsch zurechtgewiesen......während er im Wasch/Trockenkeller eine Ecke für seine Sachen nutzt. (zusätzlich zu seinem eigenen Keller, den ja jeder Mieter hat)
Außerdem habe er sich auf Eine Familie eingeschossen, die aus einem anderen Land komme wie er (er ist Deutscher, aber woanders geboren und aufgewachsen)
Er sei der Mann im Haus und er sei der Hausmeister und ich habe ihm gesagt daß er entscheiden solle wie es im Haus laufen solle.

Dem ist nicht so. Er sollte die Gartenpflege übernehmen und nichts anderes.



Bei meinem nächsten Besuch wird erstmal die Schlaufe wieder montiert und ein Schild angebracht daß die Tür geschlossen zu halten ist und zum Offenhalten die Schlaufe zu nutzen ist, da ein Keil die Schaniere fehlbelasten kann.
......und ich gehe im Waschkeller gucken(weil ich das Belegen durch den Mieter nicht selbst gesehen habe)......obwohl ich das Haus seit Corona nach Möglichkeit nicht betrete. (Wenn, dann mit Mundschutz)

Ich hätte gern Rat aus Eurem reichen Erfahrungsschatz 😎
 

teilhalt

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Häng ein Schreiben auf, in dem Du allgemein erläuterst mit was Du den "Chef-Mieter" beauftragt hast. Schreib noch extra drunter dass keine weitergehenden Befugnisse erteilt wurden. Damit hast Du Deinen Teil getan.

Ansonsten halte Dich raus aus dem Stress mit dem, wenn es Dich nicht direkt betrifft. Du wirst Dir keinen Gefallen tun, wenn Du Dich in Mieterstreitigkeiten einmischt...
 

ehrenwertes Haus

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Häng ein Schreiben auf, in dem Du allgemein erläuterst mit was Du den "Chef-Mieter" beauftragt hast. Schreib noch extra drunter dass keine weitergehenden Befugnisse erteilt wurden.
Besser als ein Aushang ist ein Rundschreiben an alle Mieter.
Ein Aushang muss nicht gelesen werden und kann ohne Schaukasten von jedem entfernt werden.

Den selbsternannten Hausmeister in seine Schranken verweisen, schadet auch nicht. Warum ihn nicht direkt darauf ansprechen (oder abmahnen)? Die Beschwerden im Haus über ihn häufen sich und er stört den Hausfrieden mit seinen Amtsanmaßungen.
 

Ich-bin-es

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Was genau ist vertraglich geregelt?

Wie Du vielleicht aus meinen eigenen Beiträgen gesehen hast, habe ich auch sehr damit zu kämpfen, dass eine Mietpartei sich mehr und mehr ausbreitet. Es gibt Mieter, wo man kleine Grenzüberschreitungen tolerieren kann. Die haben die Grundgesinnung, daß gewisse Regeln einfach selbstverständlcih sind. Bei anderen wiederum wird das als Einladung empfunden sich immer weiter auszubreiten.

In diesem Fall würde ich das Gespräch suchen, auch in die Schranken verweisen und ganz wichtig, schauen, was sich dann tut. Wird das akzeptiert? Verhalten geändert?

In meinem Fall, wo ich zu soft war, habe ich mich nun entschlossen, einen Anwalt aufzusuchen. Bei rechtzeitiger Klärung entstehen diese Kosten erst gar nicht. Und der Ärger wird immer größer, je später man handelt.
 

Nanne

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ch hätte gern Rat aus Eurem reichen Erfahrungsschatz
Mieter breiten sich, wenn irgend möglich, gerne in Haus und Garten aus; wer kennt es nicht. Ein gutes Wort zuviel und schon bist Du sein Kumpel, dem man alles anvertrauen und abverlangen kann. So meine Erfahrung. Dem kann man entgegenwirken mit "höf-
licher Distanz", in Bezug auf das Mietverhältnis nur schriftlich. Darauf hinweisen, dass
der VM bei evtl. Mängeln, Beschwerden nur dann tätig werden kann, wenn der Sachverhalt genau vorliegt. Meine Mieter halten sich daran, ich werde nicht mehr wegen jeder Kleinigkeit behelligt. Mein Ziel war ein respektvolles Miteinander, was mir durchaus gelungen ist, dabei provitieren auch die Mieter, denke ich.
 

notwendiges Übel

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Vielen Dank schon mal für Eure Tipps.
ja, es wird eine Mischung aus Mentalität des/der Mieter, die Distanz zu meinem Wohnort sein .....und ich deshalb nur 2-3 mal im Monat da bin und nach eigenem Gutdünken gehandelt wird.... „das sieht sie nicht“ und den anderen gegenüber „das hat sie so gesagt„ auch wenn es aus dem Zusammenhang gerissen ist(habe ihm gesagt daß er die Gartenpflege nach Gutdünken machen kann.....über Tätigkeiten und “Weisungsbefugnis“ am/im Haus war nie die Rede)....und aufgrund der Herkunft Frauen nicht zwingend ernstgenommen werden .....und ich vielleicht auch zu „nett“ bin.

Einmal drübergelesen und eine „tolle Mischung“ gesehen 🙈
 

Duncan

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Ich kann hier Nanne nur zustimmen. Freundlich, aber bestimmt und mit einer gewissen Distanz ist nicht verkehrt. Ich bin kein Freund von Arbeiten durch Mieter erledigen lassen, das gibt quasi immer Querelen, den einen ist es zu gut und teuer, dem anderen nicht gut genug, dann werden daraus noch vermeidliche Sonderrechte abgeleitet. Alles unnötige Bauchschmerzen. Alle 14-tage vorbeikommen langt vollkommen um zu gucken, ob der Hausmeisterdienst oder Gartenbauer oder wie der Dienstleister sich auch immer nennt seinen Auftrag entsprechend ausgeführt hat.
 

GSR600

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erledigt der Mieter die Gartenarbeiten denn unentgeltlich?
Was ist zu den Betriebskosten in den Mietverträgen vereinbart?
Hier würde ich dem Mieter mitteilen, dass er die Gartenarbeiten nicht mehr übernehmen muss und dann einen Gärtner damit beauftragen und die Kosten wenn es geht über die Nebenkostenabrechnung jährlich abrechnen.
 

notwendiges Übel

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vereinbart ist, daß der Mieter die Gartenarbeiten erledigt, Schnee räumt, fegt und die Mülltonnen schiebt.....und dafür einen festen Betrag im Monat bekommt.
In den Mietverträgen von Haus und Grund sind solche Kosten als abrechenbar eingetragen.
Als wir das besprochen haben, habe ich Ihm gesagt daß er die Gartenarbeiten nach Gutdünken erledigen kann - das scheint er als Freifahrtsschein zu nutzen sich als „Bestimmer über Haus und Garten„ 😉 zu fühlen.
Ich fand es sinnlos darüber zu reden wann Rasen/Beete etc. gepflegt werden. 🙄
Auf seinen Wunsch habe ich einen Laubsauger/Bläser angeschafft (die von mir bereitgestellte Kehrmaschine ist im Sommer prima, ist aber mit dem Laub der Straßenbäume hoffnungslos überfordert) den gewünschten Benzinmäher habe ich abgelehnt, zumal ein Elektromäher vorhanden war......und als die Schneemengen runterkämen „auf Kommando“ (besser gesagt Hinweis per Mail) daß ein Vernünftiger Schneeschieber aus Metall benötigt würde, kam der (und reichlich Streugut) 3 Tage später per DHL, weil dort vor Ort nichts mehr zu bekommen war.

Ihm sagen daß er das Ganze nicht mehr zu tun braucht habe ich auch überlegt, allerdings hätte Ich dann wieder das Problem mit den wöchentlichen Mülltonnen, den herbstlichen Laubmengen etc.
Entsprechende Dienstleister gibt es nicht vor Ort.
 

dots

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vereinbart ist, daß der Mieter die Gartenarbeiten erledigt, Schnee räumt, fegt und die Mülltonnen schiebt
Welche Gartenarbeiten? Die einen, die anderen, oder alle beide? Auch die Gartenarbeiten, welche - je nach Definition - gar keine Gartenarbeiten sind?
Reicht es, wenn er den Schnee von links nach rechts räumt - und am nächsten Tag den gleichen Schnee nach links zurück räumt? Immerhin hat er dann ja "Schnee geräumt". Wahrscheinlich aber nicht so, wie "man" das gerne hätte.
Wenn er jeden Tag eine Mültonne seiner Wahl (also die der Nachbarn, die seiner Oma, ...) 2 Minuten lang im Kreis schiebt, hat er seine Pflicht erfüllt, woll?
Entsprechende Dienstleister gibt es nicht vor Ort.
Soll'n wa wetten?
Oder bedeutet "entsprechend" sowas wie "auf keinen Fall teurer als bisher"?
 

ehrenwertes Haus

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.... habe ich Ihm gesagt daß er die Gartenarbeiten nach Gutdünken erledigen kann....
Hmm... das schließt auch eine völlige Neugestaltung des Gartens mit ein, großzügig ausgelegt.

Ich fand es sinnlos darüber zu reden wann Rasen/Beete etc. gepflegt werden. 🙄
Echt? Auch nicht wie oft, wenigstens so ungefähr?
Aus meiner Sicht macht es schon einen Unterschied, ob die Rasenpflege (wobei ich eher eine Wiese vermute als wirklich einen pflegeintensiven Rasen) 1x wöchentlich oder 1x

Ihm sagen daß er das Ganze nicht mehr zu tun braucht habe ich auch überlegt, allerdings hätte Ich dann wieder das Problem mit den wöchentlichen Mülltonnen, den herbstlichen Laubmengen etc.
Entsprechende Dienstleister gibt es nicht vor Ort.
Entsprechende Dienstleister findet man ganz sicher, nur nicht zwingend zu Schnäppchenpreisen. Vielleicht gibt es einen Hausmeisterdienst, der schon in der Nachbarschaft aktiv ist und deine Immo mit betreuen würde/könnte. Alternativ einen Minijobber einstellen und mit den Aufgaben betrauen.

Teilweise erledigen auch Gärtnereien/Landschaftsgärtner die von dir gewünschten Aufgaben, nicht nur Hausmeisterdienste.
 
Thema:

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