Mieter stört Hausfrieden

Diskutiere Mieter stört Hausfrieden im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo zusammen, in meinem vermieteten 4 Parteienhaus wohnt seit ca. 25 Jahren ein Mann (ca. 60/65 Jahre alt), der immer mal wieder den...

  1. #1 zagg0815, 26.01.2021
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    zagg0815 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    in meinem vermieteten 4 Parteienhaus wohnt seit ca. 25 Jahren ein Mann (ca. 60/65 Jahre alt), der immer mal wieder den Hausfrieden stört, indem er (soweit mir bislang bekannt) einer bestimmten Partei (Mutter mit 18 jährigem Sohn) auflauert und sie ziemlich cholerisch zusammenbrüllt. Auslöser sind immer mal wieder vermeintliche Kleinigkeiten, zuletzt beispielsweise dass kein Schnee geräumt wurde. Anstelle das über mich zu kommunizieren oder auf vernünftige Art und Weise das Gespräch zu suchen, wird einfach rumgebrüllt. Höhepunkt war heute, dass der 18 jährige Sohn morgens geschippt hat, dabei beschimpft wurde und der Mann sich das ganze mit einem Glas Rotwein in der Hand angesehen hat. Die Mutter redet mittlerweile von Terror und vermeidet das Haus zu verlassen, wenn sie Gefahr läuft auf Ihn zu treffen. Ähnlich Situationen erlebt sie schon seit einigen Jahren, aber aktuell ist wohl ein neuer Höhepunkt erreicht. Ich werde morgen zum wiederholten Mal das Gespräch mit dem Mann suchen.

    Darüber hinaus würde ich gerne Wissen, wasfür Möglichkeiten ich als Vermieter habe, die Situation zu deeskalieren oder aber den Mann abzumahnen?

    Danke & viele Grüße!
     
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  3. Andres

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    Eher theoretische Möglichen außen vor gelassen: Damit eine Abmahnung oder gar Kündigung wegen der so oft zitierten "Störung des Hausfriedens" irgendeine Erfolgsaussicht haben kann, sollte es wenigstens zu Polizeieinsätzen gekommen sein, besser zu strafrechtlich relevantem Verhalten, Gewaltschutzanordnungen oder ähnlichem. Das ist der rote Faden, der sich durch sämtliche mir bekannten gerichtlichen Entscheidungen zieht, in denen eine Kündigung wegen einer Störung des Hausfriedens Bestand hatte. Umgekehrt formuliert: Mir ist keine einzige Entscheidung bekannt, in der man sich außerhalb der genannten Fälle "nicht mochte" und dann einer das Feld räumen musste.

    Sicher auch nicht hilfreich: Ob es angemessen ist, sich wegen des nicht ausgeführten Winterdiensts anzubrüllen, lasse ich mal dahingestellt. Ganz objektiv kann man aber feststellen, dass offensichtlich beide Seiten sich nicht ganz korrekt verhalten. Wie es tatsächlich ist, weiß ich nicht, aber wenn man auf dieser Basis die Gerichte bemühen würde, sehe ich eine sehr reale Gefahr, dass das in der Schublade "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich" landet.


    Warum? Hat das in der Vergangenheit in irgendeiner Form zu Erfolgen geführt? Spricht etwas dagegen, den offensichtlichen Geltungsdrang des Mieters nicht immer weiter zu füttern? Sowas hier ...

    Was glaubst du, wie lange der das macht, wenn es keine Reaktion darauf gibt?


    Wenn es dafür substanzielle Gründe gibt, soll sie damit zur Polizei gehen. Dann klappt es vielleicht auch mit der Kündigung.
     
  4. #3 ehrenwertes Haus, 26.01.2021
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    "Störung des Hausfiredens" ist schwer nachweisbar, wenn die betroffenen Hausbewohner nicht mitziehen.
    D. h. Protokolle führen und vor Gericht glaubwürdige Zeugen abgeben.

    In den meisten Fällen kneifen Hausbewohner jedoch aus Angst vor möglichen Repressalien seitens des Störers, gerade wenn sich die Störung als verbale Entgleisungen, übergriffigem Verhalten und Formen von "Amtsanmaßung" gegen nur eine andere Partei bewegt.

    Ich wünsche das Keinem, aber mit einer handfesten Prügelei hat man bessere Chancen einen Störer loszuwerden als einen der Psychospielchen praktiziert.
     
  5. #4 zagg0815, 27.01.2021
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    Vielen Dank für eure Ausführungen, werde mir insbesondere diesen zu Herzene nehmen und weitergeben:

    Des weiteren werde ich trotzdem mal anrufen und versuchen zu schlichten.

    Danke & viele Grüße!
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 27.01.2021
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    Du hast nichts verstanden.

    Aufgabe eines VM/Verwalters ist nicht Schlichten, wenn ein Mieter/Hausbewohner sich Rechte herausnimmt, die ihm nicht zustehen. Aufgabe ist in solchen Fällen diese Leute in ihre Schranken zu verweisen und das mit allen legalen dir zur Verfügung stehenden Mitteln durchzusetzten.

    Mit deiner Weichspüler-Blabla-Methode kommt nichts bei raus, außer das der Mieter weiterhin macht was er will. Hat doch bisher wunderbar für ihn funktioniert. Aber du scheinst dir gerne auf der Nase rumtanzen zu lassen, wenn dir außer dem Zitierten nichts einfällt.
     
  7. #6 zagg0815, 27.01.2021
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    Ok, klär mich auf, genau diese legalen Mittel suche ich. Wenn ich es richtig verstanden habe kann ich nicht abmahnen und auch nicht kündigen, geschweige denn damit drohen, solange es nicht zu Polizeieinsätzen oder strafrechtlichem Verhalten gekommen ist. Ich kann ihn jetzt natürlich auch anbrüllen, bezweifle aber, dass das hilft.
     
  8. #7 ehrenwertes Haus, 27.01.2021
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    Benutz doch mal die Suchefunktion. Gibt doch massenhaft Beiträge hier im Forum was man tun kann.

    Nur ohne Mitwirkung des "Opfers" und/oder anderer Hausbewohner, geht nix.
     
  9. #8 Katharmo, 27.01.2021
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    Für eine Abmahnung bzw. spätere Kündigung musst du alle Vorfälle, die mietrechtlich gegen den Mieter sprechen, genau benennen mit Datum und Uhrzeit.
    Mit pauschal "Sie machen immer Ärger" kommst du nicht weiter.
     
  10. #9 immodream, 27.01.2021
    Zuletzt bearbeitet: 27.01.2021
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    Hallo ,
    solche Problemfälle hatte ich in den letzten Jahren auch immer wieder.
    Da ist jedes Gespräch oder Schlichtungsversuch eigentlich vergeudete Zeit.
    Hier hilft legal nur ein tapferer oder / und durchsetzungsstarker Mieter ,der regelmäßig Protokoll über diese Störungen führt und auch die Kompetenz hat, das die anderen Mitmieter diese Aufzeichnungen mit unterschreiben.
    Je mehr Mieter unterschreiben, desto besser.
    Wenn dieser Protokollführer die Überzeugungskraft hat, das immer alle anderen Mieter die Protokolle , sollte dir als Vermieter auch egal sein, ob die anderen Parteien die Vorfälle wirklich so mitbekommen haben.
    Dann Abmahnungen schreiben, mit Kündigung drohen und dann auch zügig kündigen .
    Ein Kündigungsgrund ist der tätliche Angriff des Mieters auf den Vermieter .
    Da sollte man auch Zeugen dabei haben und aufpassen, das das nicht zum körperlichen Schaden des Vermieters ausfällt.
    Als 160 cm großer Vermieter gegen 190 cm Mieter der Bodybilder ist, würde ich den nicht provozieren.
    Sehr eindrucksvoll sind manchmal auch Hausbesuche .
    Dazu sollte man aber sehr eindrucksvoll Auftreten , eventuell mit mitgebrachten auch eindrucksvoll auftretenden Zeugen und diesen Hausbesuch nicht in der Öffentlichkeit durchführen .
    Alle legalen Wege können ein nervenzehrender und zeitraubender Weg sein, der sich oft über Jahren ziehen kann
    Viel Erfolg und vorher genau überlegen , welchen Weg mit welchen Konsequenzen man gehen will.
    Immodream
     
  11. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Was geht es dich an, wenn ein fremdes Kind einem anderen fremden Kind das Förmchen klaut?
    Glaubst du wirklich, du gewinnst irgendetwas, wenn du dich auf die Seite des einen oder des anderen Kindes schlägst? Oder dich gar dazwischen stellst?

    Hilfst du deinen Mietern auch, wenn sie z.B. Ehestress oder andere private Probleme haben?
    Um es mal ganz spitz zu formulieren: Die privaten Probleme (Angelegenheiten) deiner Mieter gehen dich (zunächst) nichts an.

    Man könnte die Situation natürlich nutzen, um einen Mieter, den man sowieso loswerden will, loszuwerden. Willst du das?
     
  12. #11 RP63VWÜ, 27.01.2021
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    RP63VWÜ Erfahrener Benutzer

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    Einerseits ja, @dots
    Andererseits schadet es häufig nicht, einem "beginnenden Tyrannen" kurz mal klar zu machen, wer an der Spitze der Nahrungskette steht.
    Und ja, natürlich:
    Auch Simba (aus "Der König der Löwen") musste erst das Brüllen üben, um nicht ausgelacht zu werden.
     
  13. #12 zagg0815, 29.01.2021
    zagg0815

    zagg0815 Neuer Benutzer

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    Sehe das genauso, dass ich mich in persönliche Belange nicht einmische. Allerdings kann ich auch nicht ignorieren, wenn sich ein Mieter an mich wendet. Habe also das Gespräch gesucht und mir damit beide Versionen angehört. Der Grund für die Eskalation ist wohl der Winterdienst. Kurzfristige Lösung ist, dass der eine Mieter sich aktiver in den Winterdienst einbringen muss, und der andere Mieter (Störer) seine Art hinterfragen muss, was vermutlich nicht passieren wird.

    Lösung für diesen Winter wird ein Winterdienstplan sein. Sollte das nicht funktionieren wird ein externer Winterdienst beauftragt.

    Um solch eine Situation langfristig zu lösen werde ich eure Tipps weitergeben.

    Danke!
     
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