Mieter tot, keine Erben, und Betreuer ist nicht mehr zuständig

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von rbolli, 30.11.2013.

  1. rbolli

    rbolli Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,
    ich habe vor zwei Jahre eine Eigentumswohnug gekauft.
    Die Wohnung wurde von einem Mieter mit Vormund(Betreuer) bewohnt, und die Miete habe ich direkt vom Sozialamt erhalten.
    Nun ist der Mieter verstorben und mir sind kleine Erben bekannt.
    Den Tod des Mieters habe ich lediglich durch ein Telefonat mit dem Sozialamt erfahen, da diese nun sofort die damals gezahlte Mietkaution zurückfordern.
    Den Wonungszustand kann ich jedoch nicht feststellen, da ich ich die Wohnug nicht betreten darf, da ja moch das Mietverhältniss besteht.
    Ausserdem ist die Nebenkostenabrechnug von 2012 von Sozialamt noch immer nicht bezahlt. Laut Auskunft der Sachbearbeiterin dürfe sie nach dem tot diese Nebenkostenabrechnung , und auch die von diesem Jahr nicht mehr begleichen.
    Ich habe beim Nachlassgericht erst einmal neinen Nachlassverwalter bestellt, damit ich einen ansprechpartner habe, an dem ich die Sonderkündigung adressieren kann, da ja kein Erbe bekannt ist.
    Der Betreuer ist auch nicht mehr zuständig, da die Betreuung mit dem Tag des Todes endet. Selbst wo die Wohnugsschlussel zur Wohnung sid ist mir unbekannt.
    ich denke, ich werde auf jede menge Kosten sitzenbleiben.
    Für die zukunft: kein Miter mehr ohne bekannte Erben.
    gruss Rainer
     
  2. AdMan

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  3. #2 Tobias F, 30.11.2013
    Tobias F

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    Auch wenn die Situation nicht schön ist, aber dass
    ist ja wohl der größte Unsinn.

    Zum einen geht es Dich als Vermieter einen Sch... an wer vielleicht was erbt, jeder Mensch kann sein Testament nach Unterzeichnung des Mietvertrages ändern, jeder Erbe kann evtl. vor dem Erblasser sterben, jeder Erbe kann sein Erbe ausschlagen, ...... .

    Am besten wäre also Du vermietest nicht mehr ;-)))
     
  4. Andres

    Andres
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    Und deine Frage wäre dann ... ?
     
  5. helaba

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    Vermutlich was er jetzt machen soll.
     
  6. helaba

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    Es müsste heißen: kein Mieter mehr ohne Ansprechpartner, idealerweise einen aus nahestehender
    Verwandtschaft. So handhabe ich das.
     
  7. Berny

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    Stand Letzterer auch im MV?
     
  8. ika

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    Bin mir nicht mehr ganz sicher, wie das damals ablief, aber in etwa so:

    Amtsgericht bestellt nen Rechtspfleger zum Nachlassverwalter, dieser wird dir mitteilen, dass keine Erben bekannt sind und du die Wohnung räumen darfst und Inventar & Kaution zwecks Kostendeckung verwerten darfst.

    Darüber hinausgehende Erlöse (haha) sind an ihn auszukehren, deine restlichen Forderungen kannst du ausbuchen.

    Dumm gelaufen :/
     
  9. rbolli

    rbolli Neuer Benutzer

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    Hallo Berny,

    meinst du den Betreuer ? ,
    der steht nicht im Mietvertrag.
    Ausserdehm endet das Betreuerverhältniss (Vormundschaft) mit dem Tag des Todes vom Betreuten. (also kein Ansprechpartner an dem ich die Kündigung zustellen kann).
    gruss Rainer
     
  10. rbolli

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    Hallo Ika,
    beim Nachlassgericht habe ich erst einmal einen Nachlassverwalter bestellt,
    jedoch bis heute noch keine Antwort erhalten.
    Mich intressiert natürlich wie lange so etwas ca dauert bis ich die Wohnung räumen kann.
    2, 3 Monate?
    Miete wird jedenfalls vom Sozialamt nicht mehr Bezahlt.
    Gruss Rainer
     
  11. rbolli

    rbolli Neuer Benutzer

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    ..einer aus nahestehender Verwandschaft..
    Schön, dann hätten wir ja einen gesetzlichen Erbfolger dem wir die Kündigung zusenden könnten, wenn er denn das Erbe nicht ausschlägt.
    gruss Rainer
     
  12. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Helaba sprach von einem Ansprechpartner, nicht von einem Erben.
     
  13. #12 Martens, 10.12.2013
    Martens

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    Ich habe solche ähnlichen Situationen mehrfach erlebt, der Nachlaßpfleger gibt die Mietsache nach kurzer Besichtigung kommentarlos aber formvollendet an den Vermieter zurück und der darf auf seine Kosten räumen und renovieren, den Mietausfall zahlt ihm selbstverständlich auch niemand.

    Gegenmaßnahmen sind keine bekannt.

    Wenn das Nachlaßgericht nicht aus den Strümpfen kommt, wöchentlich nachfragen, irgendwann nervt es den Rechtspfleger so sehr, daß die Akte nach oben auf den Stapel wandert.

    Wie ich schon mehrfach schrub, als vermietender Eigentümer ist man unternehmerisch tätig und trägt somit auch ein gewisses Risiko, daß etwas schiefgehen kann...
    sätz leif.

    Christian Martens
     
  14. Berny

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    Das eine oder andere Problem lässt sich evtl. mit einem kräftigen Türsteher "lösen"...: Neil Fullard - Britain's Got Talent 2010 - Semi-final 2 - YouTube
     
  15. rbolli

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    Hi das Beste kommt ja noch:

    1. Das Sozialamt bezahlt auch nicht mehr die entstandene Nebenkosten, die zur lebzeit der Mieters angefallen sind.
    2. Das Sozialamt will von mir als Vermieter die Mietkaution zurückerstattet haben,
    obwohl der Mietvertrag noch nicht einmal gekündigt ist, und ich die Wohnug noch nicht einmal besichtigen konnte.
    3. Wo die Wohnungsschlüssel abgeblieben sind kann mir auch kener eine auskunft geben. Der Betreuer ist ja nicht mehr zuständig, und selbst über den Bestattungort des Mieters kann mir keiner eine Auskunft geben.

    Gruss Rainer
     
  16. Andres

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    Auch wenn's hart klingt: Das Amt ist zur Absicherung deines Mieters da, nicht zur Absicherung deiner Forderungen. Entsprechend ist die Sozialhilfe eine Leistung an deinen Mieter, damit der irgendwo wohnen kann. Dieses Problem hat er jetzt nicht mehr und damit gibt es keinen Grund, weiter zu leisten.

    Gegen dieses Problem hättest du dich durch die Festsetzung einer angemessenen mtl. Vorauszahlung absichern müssen - oder du lebst mit dem Risiko.


    Fordern kann man viel. Ich würde die Forderung an den/die Erben verweisen (wer das ist, soll dann nicht dein Problem sein) und auch nur in diese Richtung eine Zahlung leisten, sollte nach Abwicklung des Mietverhältnisses überraschend doch noch ein Guthaben bestehen.


    Das sind beides auch recht nutzlose Informationen.
     
  17. helaba

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    Das ist normal. Die scheren sich einen Dreck um den Vermieter.

    Nix gibts. Wird alles schön einbehalten.

    Finde mal heraus (über den Betreuer), welches Bestattungsunternehmen hier tätig war. Evtl. haben die die Schlüssel. Wenn er in einem Krankenhaus verstorben ist, lohnt es sich dort nachzufragen, die heben sowas auf.
     
  18. #17 Martens, 11.12.2013
    Martens

    Martens
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    moin Rainer,

    wie schon geschrieben wurde, ist das Sozialamt / Jobcenter zur Unterstützung des Mieters da. Sobald der Unterstützungsgrund wegfällt (also auch bei Tod des Mieters) stellt man die Zahlungen ein, das ist korrekt.

    Die Mietsicherheit / Kaution ist für genau solche Fälle gedacht und sollte für die offenen Forderungen verwendet werden. Leider wird der vorhandene Betrag wohl nicht ausreichen.

    Ich würde die Wohnung öffnen, der Schlüsseldienst meines Vertrauens macht das kostengünstig und in 10 Minuten, da interessiert doch der Bestattungsort des ehemaligen Mieters eher weniger.

    Christian Martens
     
  19. rbolli

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    moin Martens,
    ist mir mittlerweile klar, dass ich vom Sozialamt keine Leistungen mehr zu erwaten habe.
    Die Mietkaution werde ich erst einmal einbehalten, schliesslich habe ich ja keinen Vertrag mit dem Sozialamt sondern mit meinem ehemaligen Mieter bzw deren Nachlassempfänger.
    Ist aber schon dreist vom Sozialamt sofort solche Forderungen zu stellen.
    In der Wohnung darf ich nicht alleine rein, das wäre Hausfriedensbruch und ausserdem könnte jemand behaupten, ich hätte Wertgegenstände entwendet.
    Der Betreuer ist ein Rechtsanwalt, und der hat mir klipp und klar gemach, dass er nach dem Tot nichts mehr damit zu tun hat. (iss auch so, leider).
    Klar der Bestattunsort bring mir nichts, aber ich finde es schon Traurig, dass ein Mensch stirbt, und keiner schert sich einen Dreck darum.
    gruss Rainer
     
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