Mieter verlangt Schadenersatz!!

Dieses Thema im Forum "Übergabe Ein- oder Auszug" wurde erstellt von Krawatte, 09.07.2010.

  1. #1 Krawatte, 09.07.2010
    Krawatte

    Krawatte Neuer Benutzer

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    Ein herzliches Hallo an alle Forumsteilnehmer.

    Ich bin schon seit langem Stiller leser des Forums doch nun muss ich mich auch an euch wenden und bitte um eure Hilfe in einem Fall der mir seit wir Vermieten (immerhin über 15 Jahre) noch nie so vorgekommen ist.

    Wir haben ein paar Häuschen und hatten bisher sehr wenig fluktuation was die Mieter angeht. Nun haben wir den Fall das unsere Mieterin (Junge Studentin) zum 31.05.2010 fristgerecht gekündigt hatte und uns darum bat wenn möglich schon früher aus dem Vertrag gehen zu dürfen. Wir entgegneten Ihr dass dies möglich ist sobald wir einen Nachmieter finden.

    Der Nachmieter ward gefunden (ein junges Pärchen -- der Mann arbeitet bei der sap und die Frau studiert noch) Sie waren uns sympathisch und wir haben Ihnen sogar die Tierhaltung ( Terrarien mit Eidechsen ) gestattet. Die neuen Mieter erklärten sich bereit schon am 16.05.2010 einzuziehen und die Vormieter war ja auch damit einverstanden.

    Am 02.05.2010 meldete sich unsere Mieterin und erklärte uns unter Tränen dass Sie sich von Ihrem Freund getrennt hat da er Sie betrogen hat und Sie jetzt wohl eine eigene Wohnung suchen wird. Als ich Sie vorsichtig auf unsere mündliche Absprache errinerte Fauchte Sie mich nun an dass Sie ja bis zum 31.05.2010 einen Vertrag hat. Nach langer Diskussion erklärte Sie sich bereit so schnell wie möglich auszuziehen und meinte es werde wohl ein paar Tage später werden.!

    ----------- So weit so gut -------

    Ich rief gleich am nächsten Tag das nette Pärchen an und erklärte Ihnen die Situation. Sie waren glücklicherweise bereit die Übergabe ein paar Tage später zu machen.

    ---------- nach einem Kurzurlaub bei Verwandten -------

    Am 16.05.2010 riefen uns die künftigen Mieter an und erkundigten sich wann Sie denn nun mit der Übergabe rechnen können. Erst am 20.05.2010 konnte ich unsere Mieterin erreichen !!!! Sie eröffnete mir sogleich dass Sie bis zum 31.05.2010 in der Wohnung bleiben würde!!!!! Es war mir nun sehr Peinlich bei den Nachmietern anrufen zu müssen um Ihnen diese Nachricht zu überbringen.

    Wie erwartet waren Sie nicht mehr so verständnisvoll und erwähnten dass es Ihnen nicht möglich sei so Kurzfristig den Privaten Umzug umzuorganisieren und Sie eventuell ein Umzugsunternehmen beauftragen müssen. Ich konnte Sie nochmals davon überzeugen dass dies niemandem von uns dient und ich mich nun nochmals mit unserer Mieterin in Verbindung setzen werde um Sie zu einem früheren Auszug zu überreden.

    Mir gelang es der Vormieterin am klar zu machen dass wir ja eine Mündliche Abmachung haben und wir ja bisher schon kulanterweise nicht darauf bestanden haben dass diese eingehalten wird. Wir einigten uns auf den 28.05.2010 als übergabe Termin,leider stand dies erst am 27.05.2010 fest da Sie wohl davor keinen Fahrer für den Umzugswagen fand.(Sie ist jetz auch zu Ihren Eltern gezogen hätte also auch durchaus früher ausziehen können, das die Nachmieter schon vorher rein dürfen wollte Sienicht zulassen, und ich konnte auch erst am 27.05.2010 den Nachmietern die Nachricht übermitteln)

    Am 29.05.2010 kamen nun endlich die Nachmieter und wir waren schon ganz glücklich diese Schwierige Situation in vielen Telefonaten und mit viel Herzblut gelöst zu haben.

    Als das Pärchen zur Übergabe der Wohnung mit einem Zeugen auftauchte war uns das schon leicht verdächtig, bei der Übergabe erwies sich dieses Gefühl als richtig.

    Sie namen alle Schäden in der Wohnung auf (zur Erklärung: es ist ein Haus Baujahr 1903 das bisher noch nicht Kernsaniert wurde, Laminat usw. wurden vom vorvormieter gelegt.)

    Alsich das Übergabeprotokoll las traf mich fast der Schlag!!! Die Wohnung wurde als verlebt, verbastelt usw. betitelt!!! Wieso wollen die dann einziehen? Es hies doch wie gesehen!! Auf jeden Fall wurde festgehalten dass keine Reparaturen zu leisten sind.... Aber!!: Das pärchen eröffnete mir dass Sie beim Anwalt waren (Obwohl ich klar gemacht hatte dass wir über alles reden können!!) und er hat Sie wohl aufgestachelt und nun verlangten Sie von uns die Kosten für das Kurzfristig gefundene Umzugsunternehmen!!!! eine Frechheit... Wir haben das Übergabeprotokoll mitgenommen und haben Sie gebeten die Wohnung zu verlassen!! Solche Mieter wollen wir uns nicht ins Haus setzen! Wir haben uns so sehr bemüht einen frühestmöglichen Termin für Sie rauszuschlagen und die sind hinter unserem Rücken zu Ihrem Anwalt um auf unsere Kosten den Umzug zu machen.

    ------- Letztes Kapitel? ---

    Am Abend des gleichen Tages rief das Pärchen an und fragte wie wir uns dass nun vorstellen würden, und dass Sie nun auf der Straße wären weil es fürIhre Wohnung einen Nachmieter gibt und ob wir uns nicht doch einigen könnten.

    Wir gaben uns einen Ruck und baten Ihnen einen Monat Mietfrei an. Sie nannten uns die Kosten von knapp 900€ für das Umzugsunternehmen und wollten sich melden falls Sie damit einverstanden sind.


    Erst am 01.06.2010 erhilten wir eine Brief vom Anwalt!!! Fristlose Kündigung und wir sollen das Umzugsunternehmen bezahlen.. einlagerung des Haustandes, neue Kleidung (da angeblich Anzüge eingelagert sind) Maklergebühren und noch Unterkunft für das Pärchen und Unterkunft der Tiere!!!! (Angeblich sind auch die Terrarien eingelagert)

    Bitte helft uns... wir sind doch im Recht oder? Bei diesem Übergabeprotokoll kann ich ja davon ausgehen dass Sie nie ernsthaft einziehen wollten!
    Die Rechnung der Anwältin für 2 Monate beträgt mehrere Tausend Euro!!!

    Wir sind nur verzweifelt und können schon lange nicht mehr schlafen wegen dieser Sache. Wir haben bisher nur einen Brief von einem befreundeten Anwalt schreiben lassen... er ist kein Mietrechtsprofi aber er hat erstmal allen vorwürfen widersprochen damit keine Frist abläuft. Müssen wir notfalls vor Gericht um Recht zu bekommen?

    Vieen Dank schonmal im Voraus für eure Hilfe.
     
  2. AdMan

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  3. #2 pragmatiker, 09.07.2010
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    letzlich wird es allein auf eines hinauslaufen: wer kann was beweisen ?

    was haben sie bereits schriftlich oder beweisbar zugegeben ?
    besteht überhaupt einigkeit darüber, das schon ein mietvertrag abgeschlossen wurde ?

    ihre beste taktik ist: bestreiten sie alles und dann liegt die beweislast auch für alles bei den "neumietern".

    dennoch haben sie sich sehr unprofessionell und dumm verhalten. mietverträge macht man grundsätzlich schriftlich, man hält den zustand der mietsache ebenso schritlich und mit fotos kurz vor oder spätestens mit abschluss des mietvertrages fest.
    dann kann es keinen streit darüber geben, was in welchem zustand vermietet wurde.

    sollte bereits ein mietvertrag unstreitig zustandegekommen sein, so kann ich nicht verstehen, warum sie ihre altmieterin nicht in die haftung nehmen.

    man kann keine wohnung weitervermieten, die nicht nachweislich zu einem bestimmten tag geküdigt wurde.
     
  4. #3 Thomas76, 09.07.2010
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    Scheinbar gibt es hier zwei Probleme, aufgrund derer irgendwelche vermeintlichen oder tatsächlichen Ansprüche geltend gemacht wurden : Zum einen das hin- und her bezüglich dem Einzugstermin und zum anderen das Theater wg. dem Übergabeprotokoll.

    Zum ersteren wird es, wie schon von praktiker geschrieben, darauf ankommen, wer welche Absprachen beweisen kann.Da das vermutlich kaum einer so wirklich glaubhaft können wird, wird man sich wohl auf das schriftlich fixierte beziehen müssen, sprich den normalen Mietbeginn und das normale Mietende.

    Zum zweiten (Übergabeprotokoll) liegt hier ganz klar ein Fehlverhalten des Vermieters vor : nur weil die neuen Mieter irgendwelche ominösen Übergabeprotokolle anfertigen und/oder irgendwie einen Anwalt für irgendwas beauftragen, hat der Vermieter noch lange nicht das Recht, die Leute aus dem vermieteten Haus zu werfen (ich gehe jetzt mal davon aus, das ein beidseitig unterzeichneter Mietvertrag bereits existiert, oder ?)

    Auch wenn mir als Vermieter das Vorgehen der neuen Mieter auch höchst unsympatisch vorkommen würde, kann ich zumindest in Bezug auf die Umzugskosten deren Ärger verstehen, erst werden Einzugstermine genannt und diese dann kurzfristig umgeworfen (auch wenn der Vermieter selber dafür nichts kann), da wollen sich die neuen Mieter schließlich auch absichern, zumal sie, wie sie selbst sagten, nun auf der Straße stehen.

    Und als Übergabeprotokoll können die Mieter alles mögliche anfertigen, man muß dies ja nicht unterschreiben und kann ggf. ein eigenes Protokoll anfertigen.Wo lag da das Problem ? Und warum sollten die neuen Mieter nicht ernsthaft an einem Einzug interessiert gewesen sein ? :?

    Von daher kann in die letztendliche Vorgehensweise der neuen Mieter schon verstehen und halte sie auch für gerechtfertigt.Die Kosten für den gegnerischen Anwalt würde ich allerdings nicht bezahlen.
     
  5. #4 nobrett, 09.07.2010
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    Mal wieder ein trauriges Beispiel dafür in welche Lagen man sich mit Entgegenkommen und gutem Willen manövrieren kann.

    Ich denke mal, wenn die Mieter nicht einziehen, sondern fristlos kündigen, dann haben sie auch kein Anrecht auf die Erstattung irgendwelcher dadurch entstehenden Schäden. Sie hätten das Haus ja bekommen können. Wenn sie das nicht wollen ist es ihr Problem.

    Wenn den neuen Mietern durch die missglückte Übergabe ein Schaden entstanden ist, dann geht das natürlich auf Eure Kappe.

    Ich denke weiterhin, das die Sache vor Gericht landen wird wenn die wirklich richtige Kosten, z.B. durch Einlagerung ihrer Sachen erzeugt haben.
     
  6. #5 Krawatte, 09.07.2010
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    Danke euch schonmal allen . Leider gibt es einen Vertrag mit den neuen Mietern zum 16.05.2010. Wir waren auch heute beim Anwalt. Er hat uns geraten zu versuchen eine außergerichtliche Einigung zu erreichen. Durch den Zeugen bei der Übergabe und meinen unüberlegten Aussagen habe ich wohl einen Grund zur Kündigung gegeben. Der Schadenersatz für die Umzugskosten ist laut Ihm zu 100% durchsetzbar und könnte natürlich vor Gericht noch höher ausfallen ... Ich habe wohl schuldhaft gehandelt als ich auf das wort der vormieterin vertraut habe -- sie ist nun leider auch nicht von mir belangbar da hier Aussage gegen Aussage steht. Wir werden nun versuchen Sie wenigstens so weit wie möglich zu drücken.

    Liebe Forumsmitglieder ich halte euch auf dem laufenden und wünsche keinem von euch eine ähnliche Situation.
     
  7. #6 Thomas76, 09.07.2010
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    Aber wie kann man denn auch so Wahnsinnig sein und auf mündliche Zusage hin einen Folgevertrag schon zum 16.05. abschließen ? Selbst wenn die noch-Mieterin zusagt, bis dahin draußen zu sein, so würde ich doch auf jeden Fall den Folgevertrag immer erst zum nächsten ersten abschließen.Sollte die Wohnung dann tatsächlich früher bezugsfertig sein, kann man das ganze doch immernoch kurzfristig unbürokratisch lösen :gehtnicht
     
  8. #7 lostcontrol, 09.07.2010
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    also ich hab sowas auch ab und an und mache dann entsprechend einen aufhebungsvertrag den ich mir unterschreiben lasse.
    wäre in diesem fall auch sinnvoll gewesen - dann wäre die altmieterin rechtzeitig zu ihren eltern gezogen, die neuen mieter hätten einziehen können mit regulärem mietvertrag ab monatsmitte (warum sollte man keine mietverträge ab monatsmitte machen thomas? ich hab da kein problem mit, jedenfalls nicht mit halben monaten, auf tage würd ich mich allerdings auch nicht einlassen).
     
  9. #8 Thomas76, 09.07.2010
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    Es geht nicht um irgendein Datum, es geht darum, einer vorzeitigen Beendigung lediglich auf Zuruf zuzustimmen bzw. nur mündlich abzumachen und mit diesem Datum dann einen Folgevertrag abzuschließen.Das ist der Wahnsinn daran.

    Ich mache Verkürzungen der Kündigungsfrist auch grundsätzlich nur schriftlich ab, und unterschreibe erst danach Folgeverträge.Allerdings dies normalerweise auch nur mit vollen Monaten, nicht das nachher irgendjemand kommt und über die Nebenkosten zu diskutieren anfängt.
     
  10. #9 lostcontrol, 09.07.2010
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    thomas - wir reden hier NICHT von verkürzungen der kündigungsfrist sondern von einer verfrühten beendigung des mietverhältnisses (siehe eingangsposting: WENN man einen nachmieter findet lässt man den mieter früher raus, sonst nicht, die kündigung muss da ja schon da sein, damit man sowas überhaupt diskutieren kann).
    rechtssicher geht das nur mit einem aufhebungsvertrag (benutz mal die sufu hier, wurde schon mehrfach diskutiert). alternative könnte höchstens das zulassen eines vorübergehenden untermietvertrags sein, darauf würde ich mich aber nach reiflicher überlegung nie und nimmer einlassen.

    ich mach das wie gesagt per aufhebungsvertrag und mache den neuen mietvertrag dann möglichst gleichzeitig (dann sitzen immerhin schon mal alle beteiligten zusammen am tisch, auch das ist 'ne gute sache).

    was gibt's da über die nebenkosten gross zu diskutieren was anders wäre als sonst?
    rechneste halt halbe monate ab, ist doch null problem.
    tageweise wärs mir schlicht und ergreifend zu nervig, obwohl ich auch das rechnerisch kein problem wäre.

    und warum sollte es da streit geben?
    wenn ein mieter früher ausziehen will, ist es ihm normalerweise recht, wenn er dann nicht bis zum eigentlichen ende des mietverhältnisses bezahlen muss.
    beim nachmieter ist's ja sowieso klar dass er zahlen muss.
    da gibt's nix zu diskutieren, ganz einfach.
     
  11. #10 Thomas76, 09.07.2010
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    Das meine ich ja.Erst mal kündigt der Mieter fristgerecht.Wenn sich ein geeigneter Nachmieter findet, wird der Endzeitpunkt des Mietverhältnisses schriftlich vorverlegt, dieses Dokument kann man dann Aufhebungsvertrag nennen oder sonstwie, ist aber Inhaltlich das gleiche, und letzlich in der Auswikung nichts anderes als eine verkürzung der Kündigungsfrist.

    Weil bei halben Monaten evtl. ein Mieter anfangen könnte, diesen auf Tage runter zu rechnen und dann zu dem Ergebniss kommen könnte, das er ja eigentlich fünf Euro zuviel zahlen soll, oder soetwas in der Richtung.

    Und da ich für sowas gar nicht erst Ansatzpunkte schaffen möchte, mache ich es immer Monatsgenau.Hat bisher immer bestens funktioniert, und war allen Beteiligten auch immer recht, weil folgemietverhältnisse ja in der Regel wiederum immer zum ersten eines Monat beginnen.
     
  12. #11 lostcontrol, 10.07.2010
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    nein thomas - das kann man nicht nennen wie man will, und die kündigungsfrist ist so oder so gesetzlich vorgegeben. aufheben kannst du das mietverhältnis nur durch einen aufhebungsvertrag.
    wir wollen hier doch wenigstens minimal bei den gesetzen bleiben, gelle?

    das problem hattest du sicher schon zig mal, oder warum spekulierst du da jetzt wild rum?
    sorry, aber fakt ist, dass dass eine abweichung vom standard (also der klassichen übergabe zum ersten des monats) meist dann zustande kommt, weil das mieterseits gewünscht ist. die meckern dann nicht, wenn du ihnen als vermieter soweit entgegen kommst, dass du dich auf eine abrechnung nach halben monaten einlässt.
    wie oft hattest du den fall schon thomas?
    ich hab das öfter mal (weil viele mieter lieber nur einen halben monat doppelt bezahlen als einen ganzen). und hatte noch nie ein problem.

    bei der gegebenen situation dass jemand früher auszieht und ein anderer früher rein will, obwohl die gesetzliche kündigunsfrist anders aussieht gibt es keinen grund ausser vermieterseitiger faulheit auf dem monatsersten zu bestehen.
    thomas - mir dünkt a) du bist selbst noch nicht allzu oft umggezogen und erkennst deshalb schon die vorteile davon nicht, wenn man in die andere wohnung schon früher reinkann, bevor man die alte räumen muss (abgesehen vom puren luxus des "erstmal die neue wohnung hübsch machen bevor ich da schlaf" gibt's ja da auch noch die problematik des renovieren-müssens) und b) du hast herzlich wenig erfahrung mit mieterwechseln.

    ich für meinen teil würde jederzeit einen monat doppelt miete zahlen, um in ruhe umziehen zu können. wenn ich die möglichkeit habe, nur einen halben monat doppelt zu zahlen, dann wär ich superglücklich, denn 14 tage reichen normalerweise für sowas. über nacht umziehen müssen ist schlicht und ergreifend RICHTIG stress.
    renovierungen dürfen dann definitiv nicht auch noch erforderlich sein - es sei denn man mietet 'ne wohnung oder ein haus in dem man dann noch 'n monat oder mehr "auf baustelle" leben kann.
     
  13. #12 Thomas76, 10.07.2010
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    Was ist mit einem Schrieb im Sinne von "Hiermit beenden Mieter und Vermieter das Mietverhältnis einvernehmlich zu Xten" ? Das dürfte wohl gültigkeit haben, und ob man da nun Aufhebungsvertrag drüber schreibt oder "Einvernehmliche verkürzung der Kündigungsfrist" oder sonstwas, dürfte an der Gültigkeit nichts ändern.

    Und ich mache das immer mit ganzen Monaten und hatte damit auch noch nie ein Problem.Das der eine ein paar Tage früher aus- und der andere ein paar Tage früher einzieht, kann man ja trotzdem machen.

    Mieterwechsel hatte ich schon genug und - ich wiederhole mich- mit der offiziellen Abrechnung mit ganzen Monaten trotzdem noch nie einer ein Problem.

    Es ist auch eher die Regel, das die Leute schon ein paar Tage früher irgendwo einziehen können und demenstprechend auch ein paar Tage früher ausziehen, was wiederum dem Nachmieter nützt, aber das alles nur innoffiziell.
    Offizielle Berechnungsgrundlage bleibt bei mir immer der ganze Monat (einzig die Zähler werden am tatsächlichen Tag des Auszuges abgelesen).
     
  14. #13 lostcontrol, 13.07.2010
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    es geht hier aber nun mal nicht um eine "verkürzung der kündigungsfrist" sondern um eine frühere auflösung des mietvertrags. was daran ist dir unklar?

    nein thomas, das ist eben NICHT die regel.
    es gibt genug leute die sich den einen monat doppelt zahlen sparen wollen.
    und dann KÖNNEN sie nun mal nicht schon "ein paar tage früher" in die neue wohnung, weil da ja noch jemand drin wohnt. und derjenige kann auch nicht "ein paar tage später" erst raus, weil der neue mieter dann schon mit sack und pack vor der türe steht.
    das mit der kulanz geht eben nur, wenn einer der beiden mieter irgendwo doppelt bezahlt oder ein paar tage im hotel unterkommt und seine sachen solange einlagert - darauf lässt sich aber niemand freiwillig ein, verständlicherweise, da gibt's dann immer wieder die schadensersatzklagen.
     
  15. #14 Thomas76, 13.07.2010
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    Die Frage ist eher, was dir daran unklar ist, das in der praxis auf's gleiche herauskommt ? Wenn Mieter und Vermieter einvernehmlich das Mietverhältnis zum Tag X beenden wollen, gibt es mehrer Möglichkeiten, wie man das schriftlich formuliert.Und da muß auch nicht zwingend "Aufhebungsvertrag" drüber stehen, wichtig ist der Inhalt.

    Lostcontrol, ich weiß, das bei dir das mal wieder alles ganz anders ist, aber bei mir war es bisher die Regel, das sowohl neu- als auch altmieter es auf wundersame Weise hinbekommen haben, jeweils schon ein paar Tage vorher ihre neue Bleibe zu beziehen, und zwar ohne diese paar Tage bezahlen zu müssen.
    Gründe dafür kann man sich genug ausmalen, z.b. wenn die vom Ex-Mieter nun zu beziehende Bude vorher leerstand oder renoviert wurde oder der Vormieter ebenfalls früher ausgezogen ist.
     
  16. #15 lostcontrol, 13.07.2010
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    es kommt in der praxis nicht aufs gleiche raus thomas.
    die kündigungsfrist ist gesetzlich festgelegt. die kannst du nicht verkürzen.
    gekündigt wird entsprechend 3 monate vorher.
    wenn der mieter dann NACH DEM ABSENDEN DER KÜNDIGUNG daherkommt und früher ausziehen will, dann geht's nicht um eine verkürzung der kündigungsfrist sondern darum, ihn früher aus dem mietverhältnis zu entlassen.
    mit der kündigungsfrist hat das nichts zu tun.

    thomas - ich weiss ja nicht wie du auf die idee kommst dass bei mir alles ganz anders wäre. das gegenteil ist der fall. bei uns läuft eigentlich (bis auf die geschichte mit der heizungsanlage, die nicht alle parteien im einen haus versorgt sondern nur einen teil) alles ganz normal, streng nach betriebskostenverordnung bzw. heizkostenverordnung (ausnahme: einliegerwohnung).
    DU bist doch der mit den sonderfällen, wie z.b. allgemeinstrom aus dem nachbarhaus etc.

    dass bei dir die mieter "auf wundersame weise" früher aus- bzw. später einziehen ist eine sache. aber damit kannst du nicht argumentieren, denn darauf kannst du dich ja keinesfalls verlassen, dass das immer so läuft. die gesetzgebung geht von anderen grundbedingungen aus, und im allgemeinen tut man gut daran, sich daran zu orientieren, wenn man ärger vermeiden möchte.
    du kannst doch nicht zu deinem neu-mieter sagen: "och, die vormieter ziehen bestimmt ohnehin früher aus, da können sie dann auch früher rein, kein problem" nur weil deine erfahrungen so sind, dass das meistens so läuft?

    tja - aber eben darauf kann man sich nun mal nicht verlassen.
    auch nicht darauf dass die renovierung rechtzeitig fertig ist usw.
    und die rechtliche grundlage sieht nun mal anders aus, egal wie das bei dir läuft...

    du wirst das sicher auch noch erleben, dass du die wohnungsübergabe mit dem ausziehenden mieter am einen tag abends um xxx uhr machen musst und die wohnungsübergabe mit dem einziehenden mieter am nächsten morgen in aller frühe, würde mich wundern wenn du der einzigste wärst, bei dem das wirklich NIE der fall ist.
    du hast halt einfach nicht so viel vergleich, sonst wär dir das längst mal untergekommen.
     
  17. #16 nobrett, 13.07.2010
    nobrett

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    Ah, Losti und Thomas fetzen sich mal wieder, das kann wieder einen langen Thread geben.... :lol :lol

    Ich mache das normalerweise so, dass ich die neuen mit den alten Mietern zusammenbringe und die das untereinander regeln lasse. Dann muss ich mich um nichts kümmern, mache den Vertrag zum Ersten und wenns schief geht kann keiner was von mir wollen.
     
  18. #17 lostcontrol, 13.07.2010
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    neeee nobrett - das ist mir jetzt zu blöde.
    wenn thomas nicht weiss was die kündigungsfrist ist, dann ist das sein problem bzw. das seiner mieter. ich halt mich schön brav an die gesetze (alles andere führt nur zu unnötigem stress, und darauf hab ich einfach keinen bock).

    das ist auch mit sicherheit das einfachste und effektivste.

    manchmal geht's aber leider nicht - z.b. dann, wenn du einfach nur noch froh bist dass der alte mieter ENDLICH auszieht (mietnomaden, wohnungszerstörer, nicht-zahler usw.). da gibt's ja schon so spezielles gesindel, bei dem man die kommunikation mit neuen mietern dann doch lieber unterbindet, soweit das möglich ist.

    ein anderes problem das ich da schon erlebt habe war das, dass somit eine vernünftige wohnungsübergabe (bzw. zwei) unmöglich gemacht wurden - da haben die das unter sich geregelt und zum offiziellen übergabetermin war die wohnung dann schon komplett umgeschustert, so dass es ein ding der unmöglichkeit war, die übergabe korrekt durchzuziehen.
     
  19. #18 Thomas76, 13.07.2010
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    Es ist ganz einfach :

    1.)Meine Altmieter erzählen mir, wie sie sich das mit auszug&übergabe zeitlich vorstellen.Meistens, wie ich schon erwähnte, kommt dabei rum, das man höchstwahrscheinlich schon ein paar Tage vorher ausziehen wird, weil man auch in die neue Bude ein paar Tage fürher einziehen kann.

    2.)Ich teile meinen Neumietern mit, das sie wahrscheinlich schon ein paar Tage früher in die Wohnung können, weil die altmieter (siehe oben) wahrscheinlich schon ein paar Tage früher ausziehen.Ich melde mich, sobald ich genaueres weiß.Definitiv versprochen wird hier erst mal gar nichts.

    3.)Sobald ich die Wohnung zurückerhalten habe, informiere ich die neumieter, das sie nun schon gerne einziehen können.

    Das ist eine einfache und unbürokratische Vorgehensweise, die bei mir in ca. 99% aller Mieterwechsel (und das waren schon einige) so problemfrei abgelaufen ist, von daher kann ich sicherlich behaupten, das das keine so ungewöhnliche Verfahrensweise ist, die gerade Privatvermieter mit überschaubarem Wohnungsbestand gerne nachahmen können.

    Das würde ich nun wiederum nicht machen.Da wäre mir zuviel Stresspotential vorhanden, wer weiß, was die sich untereinander alles zusammenspinnen und was für ominöse abmachungen die treffen, die bei einem späteren auszug der jetzigen Neumieter nur wieder zu Diskussionen führt : "Ja, aber ihre Vormieter haben uns damals gesagt, das wäre hier so und so..."

    Nee, Rücknahme&Übergabe nur über mich, ich weiß nämlich genau, was ich wem erzähle.
     
  20. #19 lostcontrol, 14.07.2010
    lostcontrol

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    thomas - wieviele mieterwechsel hattest du denn schon? an anderer stelle schreibst du ja, dass du nur ein einziges objekt zu vermieten hast (EFH), das mit der 40 jahre alten küche... finde ich seltsam, dass du da so 'ne hohe fluktuation hast, ehrlich gesagt.

    ist ja nett dass andere privatvermieter "mit überschaubarem wohnungsbestand" deine vorgehensweise "nachahmen" dürfen.
    ist ja auch schon seit ewigkeiten die praxis (und nichts was du erfunden hättest), schön dass du das jetzt legitimierst.
    aber rein empirisch gesehen gibt's nun mal auch die fälle, bei denen das eben nicht so läuft, und letztendlich gibt die gesetzliche grundlage eine solche "grauzone" bezüglich des mieterwechsels eigentlich nicht her. weshalb du als vermieter im normalfall (also wenn du nicht nur ein objekt hast sondern mehrere und evtl. auch häufiger mal mieterwechsel) eben auch mit diesen fällen konfrontiert bist.
    wird dir auch noch passieren, ganz sicher.
     
  21. #20 Thomas76, 14.07.2010
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    So an die zehn Mieterwechsel habe ich schon hinter mir, kann mir also schon eine gewisse Einschätzung erlauben.Aber natürlich kann ich nicht mit Großvermietern konkurrieren, die jedes Jahr dutzende Mieterwechsel haben.

    Wenn das so gang und gäbe ist (was ich übrigens auch vermuten würde), warum machst du dann so ein Theater darum ? Du meintest doch, man müsse das alles vertraglich ganz korrekt machen ? Und jetzt ist auf einmal wieder die laxe Methode der Standard ?

    Das mag durchaus sein, aber dann wird eben im Zweifelsfall ganz klar nach der gesetzlichen Linie vorgegangen, von mir aus dann auch mit Wohnungsübergabe um 0:00 Uhr, wenn der Vormieter das so möchte.Dann wird sich der Nachmieter eben darauf einstellen müssen.
     
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