Mieter verlangt Schadstoffuntersuchungen

Diskutiere Mieter verlangt Schadstoffuntersuchungen im Mietvertrag über Gewerberäume Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Hallo Forum, wir haben einen Atelier-Mieter, der neulich einen Schwächeanfall gehabt hat und kurz ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Da bei...

  1. #1 Klingone, 19.06.2017
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    Hallo Forum,

    wir haben einen Atelier-Mieter, der neulich einen Schwächeanfall gehabt hat und kurz ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Da bei seinem Einzug vor 2 Monaten ein Quecksilberröhrchen auf dem Boden zersprungen ist und das Material über den Boden gelaufen ist, glaubt er jetzt, dass die Dämpfe die Ursache sein könnten. Er hatte damals das Material beim Saubermachen aufgefangen. Wir haben das Material anschließend entsorgt und den Boden gesaugt.

    Er möchte jetzt, dass wir als Vermieter sowohl den Raum, als auch den Keller darunter und den Boden vor dem Atelier untersuchen lassen. Er hat bei sich selber Blutwerte im Labor untersuchen lassen, die zwar Quecksilber zeigen, aber wohl nicht über einem Grenzwert. Man kann den Schadstoff im Blut mit kostenpflichtigen Methoden erst mobilisieren, um ihn dann nochmal untersuchen zu lassen. Er möchte, dass wir auch das bezahlen.

    Aus dem Bauch heraus würden wir die Räume untersuchen lassen, aber nur dort, wo der Schadstoff gesehen wurde, nicht prophylaktisch andere Bereiche und auch nicht die körperlichen Untersuchungen bezahlen. Unabhängig von einem medizinischen Zusammenhang zu seinen Beschwerden.

    Ist das von unserer Seite ausreichend so?

    Danke für Eure Antworten.
     
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  3. #2 Tobias F, 19.06.2017
    Tobias F

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    Verstehe ich das richtig, dem Mieter ist bei seinem Einzug ein Quecksilberröhrchen (wie und woher auch immer) auf den Boden gefallen und zerbrochen?
     
  4. #3 Rucesse, 19.06.2017
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    Wenn er es hat fallen lassen (warum auch immer) dann hat er auch für die Folgen (in dem Fall seine gewünschten Untersuchungen) aufzukommen.
     
  5. Nanne

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    Sehe ich genau so.
     
  6. #5 Klingone, 19.06.2017
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    Es ist ein alter Bahnhof und dort hingen Geräte an der Wand. Der Mieter wollte, dass wir sie dran lassen als historisch. Und als er sie dann sauber machen wollte, kugelte das Quecksilber runter, wahrscheinlich lag ein Teil schon auf dem Gerät, eingestaubt, so dass es niemand vorher gesehen hat.
     
  7. Nanne

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    In der Annahme, der alte Bahnhof ist an den Mieter mitsamt den Geräten vermietet, hätte der VM auf die mit Quecksilber belasteten Geräte hinweisen müssen. Hier hat der VM seine Sorgfaltspflicht evtl. versäumt, könnte ich mir denken.
     
  8. dots

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    Nanne, bist du dir sicher?
    Mit welcher Begründung hätte der Vermieter dies tun müssen?
     
  9. #8 Stasy232, 06.07.2017
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    Der Vermieter ist für Gesund und Leben des Mieters in seinem Haus verantwortlich, deswegen glaube ich, dass der Mieter einfach seine Rechte besteht. So sehe ich diese Situation.


     
  10. #9 Tobias F, 06.07.2017
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    Wo steht das?
    Wo ist bewiesen das der Vermieter für das Quecksilber verantwortlich ist?
     
  11. Berny

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    Das siehst Du m.E. nicht richtig. - Deine Brille sitzt jedenfalls schief.:009sonst:
     
  12. Berny

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    Da denkst Du m.E. falsch. Der Mieter ist sicherlich kein naiver Erstklässler.
     
  13. AJ1900

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    Echt? ich hoffe nicht, sonst müsste ich ja jedem Mieter das Rauchen und den Schweinebraten mit Kruste untersagen?
    Also ich denke, das Recht jedes Mieters ist es sich erst mal um seine Gesundheit selber zu kümmern.
    Also ich kenne das bislang so, das wenn jemand was behauptet er das tunlichst auch selber beweisen sollte.
     
  14. Pitty

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    Wenn dem Mieter das Röhrchen runter gefallen ist sollte er es auch untersuchen lassen. Ich würde es mir schriftlich geben lassen, damit man ggf. Schadensersatz gegenüber dem Mieter geltend machen kann. Er zieht aus und hinterlässt eine verseuchte Wohnung.
     
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  15. #14 Andreas Rienke, 09.07.2017
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    Da gebe ich Pitty Recht, auf jeden fall schriftlich anfordern!
     
  16. Berny

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    Und wer bezahlt die Anforderung?
     
  17. #16 BHShuber, 10.07.2017
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    Hallo,

    ich sehe das so, hier ist der Vermieter durchaus in der Verantwortung für etwaige Belastung durch Quecksilber, dass in jedem Fall aus der mietvertraglichen Nebenpflicht des Vermieters gegenüber dem Mieter, dafür Sorge zu tragen, dass von der Mietsache keinerlei Gefahren für Laib und Leben sowie der Gesundheit des Mieters ausgeht.

    Da hier schon vor Anmietung wohl eine Belastung mit Quecksilber vorhanden war auch wenn man das nicht erkannt hat oder erst nachdem gereinigt wurde, liegt hier der schwarze Peter beim Vermieter, das ganze nennt man Fürsorgepflicht, dies gilt nicht nur für Wohnraummietverträge, gleichfalls auch für Gewerbemietverträge!

    Der Vermieter ist hier gut beraten, die Mietsache auf weitere Quecksilberbelastung untersuchen zu lassen, bevor Schadenersatzforderungen des Mieters die bisherige und künftige Mietrendite auffressen.

    Gruß
    BHShuber
     
  18. #17 AJ1900, 10.07.2017
    Zuletzt bearbeitet: 10.07.2017
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    Sei mir nicht böse, aber mit kommt die Vorgehensweise irgendwie komisch vor? Ich würde mal stark bezweifeln das ein normaler Vermieter überhaupt in der Lage ist, eine Wohnung sinnvoll auf Quecksilber zu untersuchen, wie hat man sich das genau vorzustellen, und wen soll man da mit was beauftragen?
    Davon abgesehen, bevor man mit so etwas anfängt, wäre doch wohl mal der erste Schritt, zu hinterfragen, was dem Mieter eigentlich konkret fehlt? Wenn dann nun irgendein Zusammenhang mit dem Quecksilber vom Arzt nachzuweisen ist, kann man sich ja überlegen was zu tun ist.
    Außerdem besteht die Problematik in solchen Fällen doch immer darin, das man vieleicht eine Belastung im Blut nachweisen kann (was hier ja wohl schon mal nicht der Fall ist), sondern darin nachzuweisen woher das nun konkret kommt?
     
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  19. #18 BHShuber, 11.07.2017
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    Hallo,

    ob nun der Vermieter davon wusste oder nicht ist unerheblich, der Vermieter hat sämtliche Gefahren die von der Mietsache ausgehen zu beseitigen und dafür Sorge zu tragen, dass auch künftig keine Gefahr von der Mietsache auszugehen hat.

    Insofern kann wenn der Mieter es ernst meint er auch eine Schadstoffuntersuchung durch den Vermieter verlangen, wie er das durchsetzt steht natürlich auf einem anderen Blatt und wie sich der Vermieter mittels Anforderung von Krankenprofilen und Untersuchungsergebnissen, was wahrlich schwer sein wir, dagegen wehrt steht auch einem ganz anderem Blatt.

    Mit persönlich wäre das Risiko zu hoch und ich würde in der Tat die Mietsache genauestens prüfen schon um Schadenersatzforderungen in nicht unerheblicher Höhe vermeiden zu können.

    Zudem stellt die bereits festgestellte Belastung durch Quecksilber ja bereits einen Mangel an der Mietsache dar, hier wäre der Mieter bereits berechtigt einen angemessenen Abzug vom Mietzins durchzusetzen, ob das auf Dauer dann billiger kommt als eine Untersuchung zu veranlassen möge jeder Vermieter für sich selber entscheiden.

    Gruß
    BHShuber
     
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    Habe ich was überlesen? Welche Belastung der Wohnung? Der Fragesteller schreibt doch eben das es offenbar keine Belastung über normal gibt?
    Bislang sind das doch alles nur Vermutungen. Wenn es der Mieter selber ernst nehmen würde, würde er wohl selber tätig werden, aber offenbar wird er nur tätig, wenn es andere bezahlen sollen. Schon mal ein Indiz wieviel Substanz in der Geschichte steckt, könnt man jedenfalls denken.
     
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  22. Berny

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    Die Mietminderungsphantasie mancher Mieter ist wohl offensichtlich kaum zu toppen...:009sonst:
     
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