Mieter verschwunden aber Miete wird gezahlt

Diskutiere Mieter verschwunden aber Miete wird gezahlt im Räumungsklage Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Folgendes: Ich habe vor ungefähr 38 Jahre (1977), als 19 jähriges Mädchen einen Mietvertrag unterschrieben mit meinem jetzigen ex-Mann für eine...

  1. #1 Isabella, 15.10.2014
    Isabella

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    Folgendes:

    Ich habe vor ungefähr 38 Jahre (1977), als 19 jähriges Mädchen einen Mietvertrag unterschrieben mit meinem jetzigen ex-Mann für eine Mietwohnung. Nach der Scheidung vor 26 Jahre (1988) ist vereinbart dass mein ex-Mann dort wohnen bleibt und das ich auf die Wohnung verzichte. Dies ist auch schriftlich festgelegt im Scheidungsvergelich und er hat damals zugesagt, dass er der Hausverwaltung diesbezüglich informieren würde. Ich selber bin seitdem anderswo gemeldet und habe seit über 20 Jahre keinen Kontakt mehr gehabt mit meinem ehemaligen Ehemann. Jetzt ist folgender Situation plötzlich eingetreten:

    Jetzt klagt der Hausbesitzer und Hausverwaltung auf Nichtnutzung von dieser Wohnung und will meinen ex-Mann dort angeblich kündigen. Es gibt offenbar ein Problem denn er ist nicht auffindbar und wird deshalb in dieser Sache vertreten durch einen Abwesenheits-Kuraktor. Hausverwaltung hat schon versucht mit einem Detektiv ihm zu finden aber dies war erflogslos. Miete wird aber ganz normal gezahlt. (Automatische Einzugsermächtigung?).

    Mein Problem ist, dass ich aufgeführt bin als Mitangeklagte, weil ich angeblich noch immer in diesem 38 Jahre alten Mietvertrag stehe. Offenbar hat meine ex-Mann sich damals bei der Scheidung nicht, trotz Zusage, mit der Hausverwaltung in Verbindung gesetzt. Leider habe ich damals nicht kontrolliert ob er dass auch tatsächlich geregelt hat, denn wahrscheinlich habe ich gedacht dass dieser Scheidungs-vergleich ausreichend war in dem er die Wohnung zugewiesen bekommt. Er hat ja auch später wieder geheiratet und hat mit einer anderen Frau dort gewohnt.

    Mir ist geraten mich außergerichtlich zu einigen aber die Kläger lassen sich auf nichts ein. Es sieht jetzt so aus das ich (weil er unauffindbar ist), aufkommen muss für die Kosten die bevorstehende Räumung, Anwaltskosten, Prozesskosten etc. Ich habe ja eine Vorladung bekommen. Was kann ich hier tun denn ich bin total verzweifelt?
     
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  3. #2 Raimond, 15.10.2014
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    Da bleibt eigentlich nur: Such dir einen sehr guten Anwalt.
    Vor Gericht scheint es ja sowieso zu landen, ohne Anwalt wäre das fahrlässig.

    Rai
     
  4. #3 Papabär, 15.10.2014
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    Hallo Isabella,

    die ganze Sache hört sich für mich schon mal merkwürdig an:
    "Nichtnutzung" ist kein Kündigungsgrund im Sinne des Gesetzes ... hast Du vom Gericht eine Abschrift der Klage erhalten, oder handelt es sich lediglich um eine (unqualifizierte) Mitteilung des Vermieters?

    Falls letzteres, würde ich dem Vermieter mal eine Kopie des Scheidungsurteils - nebst einem zarten Verweis auf §1568a BGB - zusenden.
    Obwohl ... vielleicht würde ich das doch noch nicht sofort machen, denn dann entginge mir ja womöglich das Schauspiel, wie der Vermieter versucht einen Mieter zur Benutzung der Mietsache zu zwingen.

    Solltest Du eine gegen Dich gerichtete Klageabschrift vom Gericht erhalten haben, empfehle ich Dir anwaltlichen Beistand (wobei ich hier vlt. eher zu einem Fachanwalt für Familienrecht tendieren würde).

    Da Du ohnehin nicht mehr in der Wohnung wohnst, wäre ein Räumungsantrag gegen Dich eine reine Formsache - muss Dich also nicht weiter beunruhigen. Sofern der Klage - aus hier nicht zu erkennenden Gründen stattgegeben wird, bestünde für Dich aber auch ein nicht unerhebliches Kostenrisiko.
     
  5. Pitty

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    Ich denke nicht, dass der Hausverwalter etwas machen kann, wenn regelmässig die Miete weiter gezahlt wird.
     
  6. #5 Papabär, 15.10.2014
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    Naja ... er kann einen bitterbösen Drohbrief schreiben (wobei er sich da eigentlich wegen Nötigung vorsehen sollte - ein schmaler Grat). Mehr als ein Testballon dürfte das dann aber nicht sein - aber labile Menschen lassen sich durch Vokabular wie "gerichtliche Ladung" oder intensive Verwendung von Fremdwörtern (meist lateinische) durchaus beeinflussen.


    Der "Kuraktor" stammt allerdings aus sorbischen Volkssagen ... und steht für ein (kein spezielles) Zauberbuch! Wenn der Vermieter schon auf solche Mittel zurückgreifen muss, scheint er zu ahnen, dass seine Begründung nicht sonderlich substantiell ist.
     
  7. #6 Glaskügelchen, 15.10.2014
    Zuletzt bearbeitet: 15.10.2014
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    Da ich den Begriff "Abwesenheits-Kurator" noch nie gehört habe, hab ich das mal gegoogelt. Kann es sein, dass die ganze Geschichte in Österreich spielt?
     
  8. #7 Isabella, 15.10.2014
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    Re

    "Nichtnutzung" ist kein Kündigungsgrund im Sinne des Gesetzes? Deutschland weiß ich nicht, aber in Österreich kann man wegen "Nichtnutzung" gekündigt werden, und ja ich habe vom Gericht eine Abschrift der Klage erhalten. Ich bin jetzt geladen zur "vorbereitenden Tagsatzung" was immer das auch bedeuten mag.

    Der Räumungsantrag ist eine reine Formsache? Verstehe nicht, ich wohne zwar da nicht, aber bin angeblich noch immer Hauptmieter mit meinem ex-Mann seit 1977.

    Vielen Dank!
     
  9. #8 Isabella, 15.10.2014
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    Re

    Stimmt, ist im Wien
     
  10. #9 Papabär, 15.10.2014
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    Ochnöö ... :sauer030:

    Gibt es sonst noch irgendwelche wichtigen Informationen, die Du uns vielleicht mal irgendwann mitteilen wolltest?

    Das Rapid Wien mal die deutsche Fußballmeisterschaft gewonnen hat, war ein einmaliger Ausrutscher. Nicht zuletzt verursacht durch einen kleinen Österreicher mit ´ner Zahlbürste unter der Nase.

    In Österreich ist die Rechtslage eine völlig andere ... da kann ich Dir auch nicht weiterhelfen (genau genommen endet mein Wissen oftmals bereits an der bayerischen Landesgrenze)

    Wende Dich am besten an einen Fachanwalt ... wenn Du Glück hast, gibt es in Österreich vlt. einen vergleichbaren § wie den von mir verlinkten.
     
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