Mieter verschwunden

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von frank25250, 26.01.2011.

  1. #1 frank25250, 26.01.2011
    frank25250

    frank25250 Neuer Benutzer

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    Hallo,
    ich habe eine Wohnung vermietet.
    Der Mieter hat bei mir erheblich Mietschulden.
    Jetzt ist er nicht mehr in der Wohnung - seit ca. 3 Monaten.
    Nicht mehr auffindbar.
    Im Einwohnermeldeamt bekomme ich keine Auskunft.
    Die Polizei kann mir auch nicht helfen.
    Die ganzen Sachen des Mieters sind noch in der Wohnung.
    Ich habe keine Schlüssel.
    meine Frage: wie kann ich den Mieter finden (habe sonst keine Anhaltspunkte - Eltern, Arbeitgeber usw...) ?
    wie kann ich kündigen ?
     
  2. AdMan

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  3. tokape

    tokape Erfahrener Benutzer

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    Du musst den Mieter gar nicht finden - fristlose Kündigung wegen Mietschulden, anschliessend Räumungsklage. Schau nur, dass er einen Briefkasten mit Namensschild hat. Ansonsten kann der Postbote nicht zustellen und die ganze Sache verzögert sich.
    Frag doch mal bei den Stadtwerken, ob sein Strom noch bezahlt wird! Manchmal, wenn ein Mitarbeiter dort gute Laune hat, kann er dir auch sagen, wohin die Abschlussrechnung geschickt worden ist.
    Beim Einwohner meldeamt bekommst du Auskunft auf Antrag. Bei uns kostet das 20,- Euro. Das klappt natürlich nur, wenn er bei dir gemeldet war. Dann wird man dir die Nachfolgeadresse miteilen können.
     
  4. #3 armeFrau, 26.01.2011
    armeFrau

    armeFrau Erfahrener Benutzer

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    Beim Einwohnermeldeamt bekommt man gegen Gebührenzahlung immer die neue Adresse mitgeteilt. (falls derjenige sich denn schon umgemeldet hat und nicht von Amts wegen nach unbekannt abgemeldet wurde-dann kommt man natürlich nicht weiter-).
    Einzige Ausnahme dessen ist eine gute Bekannte von mir, die Polizei Inspektor ist. Deren Adi darf nicht preisgegeben werden -aus welchen Gründen auch immer-.
     
  5. #4 frank25250, 26.01.2011
    frank25250

    frank25250 Neuer Benutzer

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    Danke für deine Hilfe.
    Wie würdest du das Kündigungsschreiben per Post zukommen lassen? per Einschreiben oder normaler Brief? (will nur sicher gehen das der Mieter dann auch nicht sagen kann das nicht erhalten hat). Hat diese Kündigung auch gültig wenn der Mieter sagt er habe seinen Briefkasten auch in den letzten Monaten nicht geleert da nicht da?
    2. Würde das auch gehen das ich das Kündigungsschreiben einem anderem Mieter im Haus zeige und dieses dann gemeinschaftlich in den Briefkasten werden (wäre dies auch rechtens - oder darf man dies jemand anderem nicht zeigen?)
     
  6. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo frank25250,

    "Wie würdest du das Kündigungsschreiben per Post zukommen lassen?"
    Nein, per Boten (also mit Zeugen in den Briefkasten einlegen), das reicht. Solltest "fristlos und hilfsweise gesetzlich zum nächstmöglichen Termin" kündigen.

    "Hat diese Kündigung auch gültig wenn der Mieter sagt er habe seinen Briefkasten auch in den letzten Monaten nicht geleert da nicht da?"
    Ist völlig unerheblich. Wenn der Brief in seinem BK ist oder unter der Wohnungstür durchgeschaben, gilt es als "dem Empfänger zugegangen".

    "darf man dies jemand anderem nicht zeigen?"
    Ich sehe da überhaupt kein Problem.
     
  7. #6 Christian, 27.01.2011
    Christian

    Christian Gesperrt

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    Natürlich darfst du das Schreiben anderen zeigen.
    Wenn der Mieter im Nachhinein behauptet, er habe den Brief zwar bekommen, aber im Umschlag war keine Kündigung, dann ist es gut, wenn dein "Zeuge" bezeugen kann, daß in dem Umschlag sehr wohl ein Kündigungsschreiben war. Dazu würde ich den Zeugen direkt vor der Tür nochmal das Schreiben lesen lassen, und dann den Briefumschlag verschließen und in den Briefkasten stecken oder unter der Tür durchschieben (oder persönlich übergeben, wenn denn zufällig jemand da ist).

    Der Mieter hat (wie alle anderen, egal ob M oder V oder sonstwas) die Pflicht, seine Post zu kontrollieren - selbst wenn man mal 2 Wochen im Urlaub ist, müsste man strenggenommen jemanden bitten, die Post zu öffnen und zu kontrollieren.

    Der Mieter hat also den schwarzen Peter, wenn er es nicht macht.

    Gruß,
    Christian
     
  8. #7 Klauspanther, 27.01.2011
    Klauspanther

    Klauspanther Benutzer

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    Nur noch zur Ergänzung. Einwurfeinschreiben ist auch gut. Nur nicht - auch wenn es oftmals gesagt wird - Einschreiben mit Rückschein, da hier die Gefahr besteht, dass es nicht angenommen wird und somit rechtlich nicht zugestellt ist.
     
  9. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    (Fast) richtig, Klaus!
    Noch eine korinthen.... Ergänzung: nicht zugestellt, sondern zugegangen.
    Zustellung betrifft Behördenschreiben nach dem Verwaltungsvollstreckungsgesetz.
     
  10. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Es gibt genau zwei Wege, um den Zugang einer Willenserklärung nachzuweisen:
    - Zustellung durch den Gerichtsvollzieher und
    - Zustellung durch einen Boten.

    Gerichtsvollziehr ist sehr sicher, hat aber einen entscheidenden Nachteile: der Termin der Zustellung ist für den Absender nicht vorhersehbar. Dazu kommt - für viele ein gigantisches Problem - dass selbstverständlich Gebühren anfallen.

    Wenn man sich bei einer Zustellung durch Boten nicht gerade einen Vollidioten als Boten ausgesucht hat, ist diese Art der Zustellung ebenfalls sehr sicher. Das Verfahren ist einfach. Der Bote erhält das Original und eine Kopie des Schreibens. Das Original er in den Briefkasten des Empfängers und macht auf der Kopie eine entsprechende Notiz mit dem Inhalt "gleichlautendes Schreiben zugestellt durch Einwurf in den Briefkasten/persönliche Übergabe/unter der Tür durchgeschoben/oder wie auch immer". Dazu Datum und Unterschrift.
    Wird irgendwann der Zugang bestritten, kann der Bote als Zeuge geladen werden. Warum der Absender daneben stehen sollte, ist nicht nachvollziehbar. Es ist im Gegenteil eher schädlich. Würde der Absender selbst im Beisein eines Zeugen einwerfen, hätte er das Schreiben selbst in der Hand und damit trotz Beobachtung durch den Zeugen noch eine Manipulationsmöglichkeit. Ob der Einwand ziehen würde, sei dahingestellt. Durch Verzicht auf sinnlose Aktivitäten könnte es diesen Einwand schon mal gar nicht geben.

    Mit dem Beleg für ein Einschreiben lässt sich allenfalls der Zugang eines Briefumschlags beweisen, keinesfalls aber der Inhalt einer Willenserklärung. Ob mit oder ohne Rückschein ist dabei völlig unerheblich.
    Die dagegen regelmäßig vorgebrachten Hilfsargumentationen sind bekannt und laufen alle darauf hinaus, dass bestenfalls die Absendung bewiesen wird, nicht aber der Zugang. Zwischen Absendung und Zugang liegt eine beträchtliche Zeit und die Sendung geht durch eine unkontrollierbare Anzahl von Händen.
     
Thema: Mieter verschwunden
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