Mieter verstorben - Nachlasspflegschaft, Vermieterpfandrecht - Ärger mit Nachlasspfl.

Diskutiere Mieter verstorben - Nachlasspflegschaft, Vermieterpfandrecht - Ärger mit Nachlasspfl. im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, mein Mieter ist im August 2014 verstorben. Kinder haben das Erbe ausgeschlagen. Habe die Whg. gegenüber den gesetzl. Erben...

  1. #1 Monimus, 05.11.2014
    Monimus

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    Hallo,

    mein Mieter ist im August 2014 verstorben.

    Kinder haben das Erbe ausgeschlagen. Habe die Whg. gegenüber den gesetzl. Erben fristgemäß zum 30.11.2014 gekündigt. Habe beim Nachlassgericht Vermieterpfandrecht angemeldet und Nachlasspflegschaft beantragt. Nachlasspfleger wurde eingesetzt.

    Meine Forderungen aus den Vorjahren betragen über 8000 €. Alleine in diesem Jahr sind die Zahlungen seit August offen, so das allein dadurch insgesamt 1580 € zusätzlich offen sind. Es gibt kein Mietkautionskonto (Wohnung in der Zwangsversteigerung erworben, sozusagen inklusive Mieter)

    In der Wohnung ist nicht viel verwertbares vorhanden (Mieter war in Privatinsolvenz) Verwertbar sind nur ein alter Flachbildfernseher, ein alter Computer und eine gebrauchte aber noch nicht so alte Waschmaschine.

    Besichtigung erfolgte mit Nachlassverwalter Nachlassverwalter fordert von mir den Verzicht auf das Vemieterpfandrecht. Ich soll diese 3 Sachen an ihn abtreten, danach könnte ich die Wohnung räumen - natürlich alles auf meine Kosten.

    Falls ich das nicht will, müsste ich eine öffentliche Versteigerung für die Pfandgegenstände veranlassen. Eine Firma, die Versteigerung dieser Art durchführt, habe ich angerufen, aber die würden sich nicht mit Dingen von so geringer Wert abgeben. Man sagte mir, das ich dafür wohl auch niemanden finden werde. Verfahren lohnt sich also erst bei größeren Nachlasswerten wie z B. Firmen.

    Auch wenn der Wert der Gegenstände nur gering ist, (wohl insgesamt ca. 300 - 500 €) ärgert mich diese "Erpressung" doch sehr und ich bin auch alles andere als reich, so das ich durchaus wenigstens diese Dinge verwerten wollte.

    Muss ich unbedingt, auch bei geringem Nachlasswert öffentlich versteigern?
    Kennt jemand ein Verfahren, in dem ich selber diese öffentliche Versteigerung rechtssicher durchführen kann? Oder ist das Pfandrecht eines Vermieters ein Witz, weil man es eh bei geringen Nachlasswerten nicht anwenden kann?

    Ich habe eine neue Mieterin, die gerne so schnell wie mgl. einziehen möchte, spätestens ab 01.12.2014. Deswegen will ich schnellstens räumen ohne Zwischenlagerung.

    Hat jemand schon mal ähnliches durch?
     
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  3. #2 Martens, 05.11.2014
    Martens

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    Mit Rechtspflegern kann man genüßlich streiten, wenn man viel Zeit hat. Gleiches gilt sicherlich für Nachlaßpfleger, Zwangsverwalter, Betreuer etc.

    In so einer Situation hat der Vermieter aber keine Zeit, jeder Monat ohne Miete bedeutet weiteren Verlust.

    Mein Rat: tue alles, um so schnell wie möglich in den Besitz der Wohnung zu kommen, nur so kannst Du Deine Verluste begrenzen.

    Christian Martens
     
  4. Andres

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    Es ist keine Erpressung (egal ob mit oder ohne Anführungszeichen), weil die Forderung rechtmäßig ist. Willst du die Dinge veräußern, darf der Eigentümer (bzw. in diesem Fall der Nachlassverwalter) eine öffentliche Versteigerung fordern.


    Das Pfandrecht des Vermieters ist kein Witz, wenn der Mieter noch lebt und sein Geraffel zurück will. Dass sich ein Toter dafür nur eingeschränkt interessiert ...

    Die Verwertung von Gebrauchtgegenständen als Sicherheit war schon immer ein Witz, egal ob öffentliche Versteigerung oder nicht.


    Ich kann mich nur dem Rat von Christian Martens anschließen: Alles tun, um das Verfahren zu beschleunigen. Ein Monat Leerstand ist für dich teurer als der Verkaufserlös.
     
Thema: Mieter verstorben - Nachlasspflegschaft, Vermieterpfandrecht - Ärger mit Nachlasspfl.
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