Mieter weigert sich auszuziehen

Diskutiere Mieter weigert sich auszuziehen im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Guten Abend allerseits, ich bin Besitzer einer 3 1/2 Zimmer Wohnung, die nun seit mehr als 6 Jahren vermietet ist. Nun habe ich dem Mieter...

  1. #1 Fausto Galvan, 29.09.2014
    Fausto Galvan

    Fausto Galvan Gast

    Guten Abend allerseits,

    ich bin Besitzer einer 3 1/2 Zimmer Wohnung, die nun seit mehr als 6 Jahren vermietet ist. Nun habe ich dem Mieter Ende Juli auf Eigenbedarf geküdigt, da eines meiner Kinder gern in diese Wohnung ziehen möchte.

    Die Kündigung hatte ich leider, da ich mich schlecht informiert hatte und im Mietvertrag eine Kündigungsfrist von 3 Monaten vereinbart war, auf Ende Oktober ausgestellt. Da ich mehrere Kinder habe, 4 Stück von denen 2 Interesse an der Wohnung hätten und zum Zeitpunkt der Kündigung noch nicht fest stand welches Kind die Wohnung denn nun haben will, habe ich in der Kündigung nur Sohn oder Tochter geschrieben.

    Nun zu meinen ersten Fragen: Ist die Kündigung somit schon mal nicht rechtens, da falsche Kündigungfrist? Und wenn ich diese dann neu formuliere, muss dann konkret geschrieben sein, dass mein Sohn die Wohnung will? Oder reicht Sohn oder Tochter, da feststeht, dass einer von beiden dieses zu 100 % nimmt?

    In einem Gespräch mit dem Mieter habe ich Erfahren, dass er nicht vor hat in naher Zukunft auszuziehen. Korrekte Kündigung hin oder her. Er behauptet er würde nix finden, sei schon so lange hier und würde sich wohl fühlen...

    Was kann ich dagegen tun? Ich gehe fest davon aus, auch weil er bei seiner Aussage dreckig gegrinst hat, dass er auch dann im April, nach einer neuen korrekten Kündigung, nicht ausziehen wird. Ist eine Räumungsklage dann der letzte Ausweg? Wie ist hier die Aussicht auf Erfolg und wie lange dauert sowas?

    Vielen Dank im Vorraus

    Fausto
     
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  3. Andres

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    Davon würde ich ausgehen. Es gibt zwar keine ausdrückliche Vorschrift dazu, aber im Allgemeinen wird angenommen, dass der Empfänger einer Kündigung in der Lage sein muss, das sich daraus ergebende Vertragsende zu ermitteln. Während also der Verweis auf die allgemeinen gesetzlichen Regelungen ausreichen kann, macht die Nennung eines falschen Datums meiner Meinung nach die Kündigung unwirksam.


    Ähnlich wie bei der Kündigungsfrist hat der Mieter ein Anrecht darauf, die Gründe der Kündigung so genau zu erfahren, dass er diese ggf. nachprüfen kann. Wie das funktionieren soll, wenn noch nicht einmal klar ist, wer in die Wohnung einziehen wird, kann ich mir nicht vorstellen. Auch hier nehme ich die Unwirksamkeit der Kündigung an.


    Dann sollte man die Kündigung jetzt von einem Anwalt formulieren lassen. Das ist erstens eine klare Ansage an den Mieter und zweitens wäre es doch wirklich ärgerlich, wenn die neue Kündigung auch unwirksam wäre.


    Wenn man sich mit dem Mieter nicht einigen kann und er nicht freiwillig auszieht: Ja.


    Das hängt von der Qualität der Kündigung ab. Daher auch mein Rat zu einem Anwalt.


    Sehr unterschiedlich. Kaum mal unter 6 Monate bis zur Räumung, gelegentlich auch 15-18 Monate, selten mehr.
     
  4. #3 Glaskügelchen, 30.09.2014
    Glaskügelchen

    Glaskügelchen Gast

    Bei einer Eigenbedarfskündigung geht es nicht darum, dass man jemand hat, der eine sowieso freiwerdende Wohnung nimmt, sondern darum, dass jemand einen Bedarf an der Wohnung hat.
     
  5. galaxy

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    Hallo Fausto,

    ich würde dir raten, erstmal innerhalb der Familie zu klären, wer denn nun in diese Wohnung einziehen will.

    Dann solltest du die Kündigung von einem Anwalt wasserdicht formulieren lassen.

    Wenn der Mieter dann trotzdem nicht auszieht bleibt nur die Räumungsklage.

    Vielleicht zielt der Mieter mit seiner Weigerungshaltung auch darauf ab, noch eine "Auszugsbeihilfe" auszuhandeln.

    Ein vernünftiger Mieter wird bei einer ordnungsgemäßen Eigenbedarfskündigung einsehen, dass er den Auszug nicht verhindern, sondern nur verzögern kann.

    Eine Alternative wäre eventuell noch ein Mietaufhebungsvertrag mit Abfindungszahlung, um den Auszug zu beschleunigen.
     
  6. #5 Toffer2105, 30.09.2014
    Toffer2105

    Toffer2105 Benutzer

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    this. Ich glaube, du kannst hier die Wohnung höchstens "freikaufen".

    Deine Kündigung, wie schon gesagt, ist so erstmal unwirksam, denn die Begründung reicht nicht aus. Die falsche Kündigungsfrist hätte nicht geschadet.

    Aber der Wunsch alleine, dass deine Tochter oder Sohn in die Wohnung möchten, reicht alleine nicht aus. Es müssen schon nachvollziehbare Gründe angegeben werden, die auch stimmen. Bspw. deine Kinder sind arbeitslos geworden, deinen Kindern wurde die Wohnung gekündigt, sie sind erkrankt, Geburt von Kindern usw. Es muss klar werden, wieso ausgerechnet diese Wohnung.
     
  7. #6 _Der_Hesse_, 30.09.2014
    _Der_Hesse_

    _Der_Hesse_ Gast

    Wie bitte? Die Tatsache, daß sie auch irgendow anders (fremde Mietswohnung / weiter bei Mama) wohnen könnten reicht aus, einen Eigenbedarf abzuschmettern? Dann reicht wohl die Tatsache, daß igendwo in der Stadt noch ein trockenes Plätzchen uter 'ner Brücke frei ist auch aus?
     
  8. #7 Toffer2105, 30.09.2014
    Toffer2105

    Toffer2105 Benutzer

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    Der Eigenbedarf muss begründet sein.
     
  9. #8 Fausto Galvan, 30.09.2014
    Fausto Galvan

    Fausto Galvan Gast

    Guten Tag zusammen,

    nochmal vielen Dank für die hilfreichen Antworten. Hätte ich doch nur schon bevor ich die Kündigung raus geschickt habe nachgefragt. Ich werde auf jeden Fall heute noch einen Anwalt konsultieren um mit ihm zusammen eine ordentliche Kündigung zu formulieren. Auch werde ich den Mieter nochmal ansprechen. Eventuell ist er in der Tat auf Abfindungszahlung aus.

    Gruß

    Fausto
     
  10. #9 einhorn, 30.09.2014
    einhorn

    einhorn Gast

    begründe den Eigenbedarf:

    ....da ich dir Wohnung für eines meiner Kinder brauche.....

    Einhorn
     
  11. Andres

    Andres
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    Das ist nicht ausreichend.
     
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