Mieter weigert sich,auszuziehen...

Dieses Thema im Forum "Räumungsklage" wurde erstellt von spumsel, 28.02.2008.

  1. #1 spumsel, 28.02.2008
    spumsel

    spumsel Neuer Benutzer

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    Hallo erstmal,folgendes Problem:
    Ein Mieterpaar mietet zum 01.01.08 eine Wohnung an,kündigt den Vertrag aber schon vor Einzug wieder,da dem paar gewisse Klauseln im MV im Nachhinein nicht recht gefallen haben.Vermieter bietet an,sich wegen des Problems noch einmal zusammen zu setzen.Das wird vom Mieterpaar nicht wahrgenommen.
    Das Paar zieht allerdings am 28.12.07 in die Wohnung ein.
    Vermieter schickt Anfang Februar die Kündigungsbestätigung zum 31.03.08,da das Paar eine fristlose Kündigung geschrieben hat und der Anwalt des VM keinen gewichtigen Grund nach BGB gefunden hatte,wurde die fristlose also lediglich in eine fristgerechte umgewandelt.
    VM erhielt daraufhin Mitte März einen Brief vom Mieterpaar,das sie die "Kündigung"(?)nicht akzeptieren und wohnen bleiben.
    Allerdings hat der VM erfahren,dass das Paar bei diversen Ämtern schon angegeben hat,ab dem 31.03.08 nicht mehr in dieser Wohnung zu wohnen.
    VM widersprach dem Fortsetzen des Mietverhältnisses nach dem 31.03.08 und bekam zu hören,dass das Paar die"weiteren Versuche des Mieters,es aus dem Haus zu mobben"(O-Ton) ignorieren würde und der VM gar nichts machen kann,es würden sich schon genügend Zeugen "finden"lassen,die bestätigen,der VM wäre für weiteres Wohnen lassen.
    Wenn das Paar am 31.03.08 nicht auszieht,was kann man tun?Räumungsklage ist verdammt teuer,und es würde den VM finanziell mehr als an seine Grenzen bringen(Privatvm mit kleiner Rente)
    Der VM hat gehört,das allein der GV 10.000 € kosten würde.Das würde dem VM finanziell das Genick brechen...
    Was kann man sonst noch tun,wenn das Paar nicht auszieht?
    Danke schonmal für die Hilfe!!! :wink
     
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  3. #2 Vermieterheini1, 28.02.2008
    Vermieterheini1

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    Hallo spumsel,

    die Kündigung kann der Mieter NICHT einseitig zurücknehmen.
    Das geht nur, wenn der Vermieter damit einverstanden ist.
    Die Frage ist, ob überhaupt eine wirksame und formaljuristisch rechtsgültige Kündigung seitens der Mieter vorliegt. Das muss der Vermieter beweisen.

    Ich meine, der Vermieter hat hier extrem dumm gehandelt.
    Ich als Vermieter hätte bei beweisbarer und rechtswirksamer fristloser Kündigung seitens der Mieter vor Mietbeginn die Wohnungs- und Schlüsselübergabe in jedem Fall verweigert.
    Wenn ein Mietverhältnis schon so anfängt, wie wird es wohl weitergehen?

    Hocken die Mieter einmal in der Wohnung drinn, so muss der Vermieter damit leben solange es den Mietern gefällt oder die Mieter auf seine Kosten herauszuklagen versuchen.
    Da eine (hoffentlich formaljuristisch rechtswirksame) Kündigung der Mieter vorliegt, gibt es eigentlich keine Gründe für das Gericht der Kündigungsklage nicht zu entsprechen, aber man weis man nie wie so was ausgeht.
    Die Frage ist hier LEIDER
    hat der Vermieter genug Nerven, Gesundheit, Zeit, Geld u.s.w. diese Mieter herauszuklagen
    oder
    hat der Vermieter genug Nerven, Gesundheit, Zeit, Geld u.s.w. diese Mieter so lange es den Mietern gefällt "auszuhalten" (im doppelten Wortsinne).
    Eine andere Auswahl gibt es nicht.

    Einen Kommentar zu dem was sich der "Privatvm mit kleiner Rente" beim "mal schnell ein bischen Vermieter spielen" gedacht hat, verkneife ich mir.
    Liest denn der "Privatvm mit kleiner Rente" keine Zeitungen und Illustierte, sieht kein Fernsehen?
     
  4. #3 Thomas123, 28.02.2008
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    Ich gehe mal davon aus, dass er die Miete kriegt, die im Mietvertrag steht....dann hat er Mieter, die er nicht mag, aber er kriegt wenigstens sein Geld....das wäre
    dann der ursprünglich gewollte Zustand....

    Wenn sie aber nix zahlen, sieht es mau aus. Dann geht nur das "volle" Programm.... Kündigung...Räumungstermin.....Zwangsräumung...

    Er kann ja dem Einwohnermeldeamt einen Hinweis geben, wer in seiner Wohnung ab wann wohnt.....das geht.

    :wink
     
  5. #4 Vermieterheini1, 28.02.2008
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    "hat er Mieter, die er nicht mag"
    Ob das wohl der "ursprünglich gewollte Zustand" ist?

    "Nix zahlen" werde diese Mieter vielleicht nicht, aber es gibt unendlich viele Möglichkeiten für Mieter sich beim Vermieter lustvoll ungestraft und ungestört zu "bedanken".
    Spätestens bei der ersten Betriebs- und Nebenkostenabrechnung könnte der Spaß losgehen. Vielleicht findet sich schon vorher ein Grund zur Mietminderung.

    Genau deshalb ist es für den Fragesteller die große Frage, ob er jetzt mit Hilfe des Gerichtes und des Gerichtsvollziehers seinen fatalen Fehler mit hohen Kosten und Risiko korrigieren soll, oder ob er noch abwarten soll.
    Der Fragesteller muss bedenken, dass er JETZT und NUR JETZT durch die Kündigung seitens der Mieter außergewöhnlich gute Karten hat!
     
  6. #5 Thomas123, 29.02.2008
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    Er wollte doch Miete?

    !

    ...und siehst du eine Möglichkeit, die sitzen doch schon in der Wohnung...was macht ein Vermieter, (kann er tun) wenn sie nicht freiwillig ausziehen?
    :wink
     
  7. #6 Vermieterheini1, 29.02.2008
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    hallo Thomas123,

    vielleicht eine etwas kurzsichtige Sichtweise?

    "Er wollte doch Miete"
    <= Richtig, Geld wollen alle!
    Aber ob auch alle die kleinen "Beigaben" die ein Vermieter so bekommen kann wollen?
    Ich fürchte (hoffentlich habe ich unrecht mit meinem Gefühl!), dass bei solchen Mietern nur Freude aufkommen wird.

    "Was kann ein Vermieter machen, wenn Mieter nicht freiwillig ausziehen?"
    <= Na was wohl?
    Entweder nix oder klagen.
    Und was kann der gleiche Vermieter machen, wenn die Mieter nicht zahlen?
     
  8. #7 Thomas123, 29.02.2008
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    Exakt erkannt!
    Die Mieter sitzen nun mal drinn....ich würd abwarten, ob sie Miete zahlen, vorläufig kann er nix machen...oder wie siehst du das??

    Grüße Thomas
     
  9. #8 spumsel, 01.03.2008
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    Irgendwie wurde hier etwas mißverstanden..
    der VM hat den Mietern nicht gekündigt,das haben sie selbst getan und laut Anwalt des VM haben die Mieter sich auch an ihre Kündigung zu halten.
    Es geht hier überhaupt nicht darum,dass der VM Miete bekommt oder nicht,sondern das das Mieterpaar sich an seine selbst verfasste Kündigung hält.
    Und der VM spielt hier nicht ein bißchen Vermieter,sondern hat seit 6 Jahren ein Mehrfamilienhaus,dessen 4 Parteien immer ordentlich vermietet waren und es nie Probleme gegeben hat.Bis jetzt...
    Der VM möchte nur wissen,wie teuer eine Räumungsklage in etwa für ihn wird und welche Möglichkeiten er hat.
     
  10. #9 Vermieterheini1, 01.03.2008
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    Hallo spumsel,

    ich habe dich von Anfang an richtig verstanden und auch so geantwortet!
    1. Ich hätte diese Mieter, die vor Mietbeginn unberechtigterweie fristlos gekündigt haben NICHT in die Wohnung gelassen.
    Was kann man bei solchen Muster-Mietern erwarten anderes erwalten als unendlichen Ärger.
    Diese Muster-Mieter in die Wohnung zu lassen war meiner Meinung nach der größte Fehler, den du machen konntest!
    Jetzt hast du den Salat und kannst nur versuchen deinen Fehler mit viel Geld wieder gutzumachen.
    Was andere als Räumungklage und Berliner Räumung kannst du jetzt nicht mehr machen.
    2. Ich habe dir geschrieben, dass du aufgrund der ungerechtigten fristlosen Kündigung durch die Mieter eine außergwöhnlich gute und EINMALIGE Möglichkeit hast die Räumungsklage durchzubringen.

    Was ist daran missszuverstehen?
     
  11. #10 Thomas123, 02.03.2008
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    :top..und bis der Vermieter die durch hat, zahlt er....wenn es zur Zwangsräumung kommt rechnet man pro Zimmer 1000 Teuronen....

    Tja, wie sagen die Chinesen: Der Kluge lernt durch die Fehler anderer, der Dumme durch seine eigenen.... :lol
    :wink
     
  12. #11 Vermieterheini1, 02.03.2008
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    Hallo Thomas123,

    noch nie was von der "Berliner Räumung" gehört?
    Eine "Berliner Räumung" kostet für die ganze Wohnung weniger als 500 Euro, da nur die Mieter geräumt werden. ALLE Sachen der Mieter bleiben drinn, da der Vermieter VORHER und gerichtsbeweisbar den Mietern, dem Gericht und dem Gerichtsvollzieher sein Vermieterpfandrecht an ALLEN Gegenständen in der Wohnung erklärt hat. Der Antrag und der Räumungsbeschluss des Gerichtes lauten entsprechend. Es obliegt laut einem Urteil nicht dem Gerichtsvollzieher zu prüfen/klären, welche Sachen nicht pfändbar sind. Der Gerichtsvollzieher hat lediglich die Mieter aus der Wohnung zu weisen (notfalls mit Hilfe der Polizei) und dem Vermieter die Wohnungsschlüssel zu übergeben - nichts weiter. Dafür kann der Gerichtsvollzieher nicht mehr als 400 Euro Vorschuss verlangen - auch dazu gibt es ein Urteil.
    Der Gerichtsvollzieher kann die "Berliner Räumung" nicht verweigern. Dazu und über die Höhe der Gebührenvorauszahlung gibt es ein Urteil.

    Als intelligenter Vermieter weis man natürlich, was sich hinter dem Schlagwort "Berliner Räumung" alles verbirgt und was man als Voraussetzung dafür tun muss.
    Fachanwälte wissen das "nicht so häufig" - schließlich verdienen die dann weniger.


    Die Räumung durch den Gerichtsvollzieher kostet - wenn man es richtig macht - relativ gesehen einen Kleinbetrag.
    Aber vorher must du auf Räumung klagen. Das kostet schon ein bischen mehr.
    Vermutlich wirst du bei der Vorbereitung und der Klage nicht ohne Rechtsanwalt auskommen und auch der kostet dich was.


    "habe 6 Jahren ein Mehrfamilienhaus mit 4 Parteien immer ordentlich vermietet"
    <= Das heist noch lange nicht, dass du die heutzutage erforderlichen Erfahrungen und das Wissen eines richtigen Vermieters hast.
    Du wirst halt immer solche anständigen und ehrlichen Mieter wie mich gehabt haben.
     
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