Mieter will 40.000,- ablöse

Dieses Thema im Forum "Übergabe Ein- oder Auszug" wurde erstellt von Vermieter123, 31.08.2007.

  1. #1 Vermieter123, 31.08.2007
    Vermieter123

    Vermieter123 Neuer Benutzer

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    Hallo liebes Forum,
    vielleicht könnt Ihr mir ja bei folgendem Problem weiterhelfen:

    Seit 2003 vermiete ich eine 4Zi Wohnung und nun ziehen meine Mieter zum Jahresende aus. Bei Einzug in die Wohnung fragte mich mein Mieter (damals war er noch selbst. Trockenbauer mit eigener Firma), ob er die Wohnung nach eigenen Wünschen umgestalten könne, sprich: er wollte statt dem Teppichboden Parkett haben und er wollte ein paar Wände umsetzen. Dies genehmigte ich ihm und zahlte ihm die Materialkosten für das Parkett i.H.v. 5000,-- Euro. Ansonsten sagte ich Ihm mündlich zu, dass er gerne die Wohnung nach seinen Wünschen umgestalten könne.

    Nun rief er mich an und erklärte mir telefonisch, daß er bei Auszug aus der Wohnung von mir ca. 40.000,-- Euro (!) Ablöse haben wolle, da er ja so viel in die Wohnung gesteckt habe. Völlig verdutzt sagte ich ihm, er solle mir erstmal eine komplette Aufstellung mit Belegen schicken, die seiner Meinung nach für diese Forderung relevant wäre und dann sehen wir weiter...

    Nun liegt hier vor mir ein Haufen kopierter Rechnungen (Dübel, Spanplatten, Wasserhähne, Schrauben, etc...) über 14.000,-- Euro sowie eine handschriftliche Aufstellung über die "Lohnkosten" die ja seine Firma damals "zum selbstkostenpreis" veranschlagt über 25.000,--.

    Nach meinem Rechtsempfinden bin ich ja gerne bereit, MATERIAL, welches in die Wohnung verbaut wurde (und auch deren Wert steigert) zum ZEITWERT auf meine Kappe zu nehmen aber was ist denn mit diesen (für mich ja auch nicht nachvollziehbaren) "Lohnkosten", schließlich hat er ja die Arbeit selbst erbracht ?

    Muss ich wirklich außerdem jeden einzelnen Dübel bezahlen, den er für seine Umbaumaßnahmen gekauft hat ?

    Vielleicht könnt Ihr mir ja weiterhelfen :help
     
  2. AdMan

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  3. RMHV

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    Da scheint jemand den Versuch zu machen, sich seinen gesamten gewerblichen Materialeinkauf noch einmal bezahlen zu lassen. :lol

    Ich sehe keinen Anspruch des Mieters auf irgendwelche Zahlungen. Der Mieter muss froh sein, wenn er den ursprünglichen Zustand nicht wiederherstellen muss.

    Ein Ersatz sonstiger Aufwendung nach § 539 Abs. 1 BGB wird ausscheiden, da es sich nicht um eine Geschäftsführung ohne Auftrag handelt. Da der Umbau ausschließlich nach den Wünschen und Vorstellungen des Mieters erfolgt ist, hat der Mieter hat nicht das Geschäft des Vermieters besorgt, sondern ausschließlich sein eigenes. Der Umbau war sein Privatvergnügen.
    Lassen wir im Moment mal offen, ob der Mieter zum Rückbau verpflichtet ist. Der Mieter hat nach § 539 Abs. 2 BGB ein Wegnahmerecht, muss dann allerdings den ursprünglichen Zustand wieder herstellen. Er kann also nicht einfach alles rausreißen und eine Trümmerlandschaft hinterlassen.
    Das Wegnahmerecht kann vom Vermieter nach § 552 Abs. 1 BGB durch eine angemessene Ausgleichszahlung abgewendet werden. Dies ist allerdings ein Recht des Vermieters. Der Mieter hat darauf keinen Anspruch.

    Über den Umbau gab es auch eine Vereinbarung über die Zahlung eines Teils der Materialkosten durch den Vermieter. Weitere Leistungen des Vermieters waren offenbar nicht vereinbart. Der Mieter kann nun nicht nach Ablauf der Mietzeit plötzlich eine Vergütung für Arbeitsleistung verlangen. Soweit Material vom Vermieter bezahlt wurde, dürfte auch das Wegnahmerecht des Mieters zumindest zweifelhaft sein.
     
  4. #3 Vermieter123, 01.09.2007
    Vermieter123

    Vermieter123 Neuer Benutzer

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    Herzlichen Dank für die Auskunft, das hilft mir schon ein ganzes Stück weiter...

    Generell würde mich aber mal interessieren, wie das mit den Lohnkosten bzw Arbeitsstunden ist, wenn man einem Mieter quasi "freie Hand" läst beim Umbauen der Wohnung. Kann man als Mieter sowas überhaupt jemals geltend machen ?
     
  5. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Im Grunde genommen ist es immer das gleiche... wer die Musik bestellt, wird auch bezahlen müssen.

    Kommt der Vermieter auf die Idee, den Umbau einer Wohnung in Auftrag zu geben, hat er den vereinbarten Preis für die Leistungen zu zahlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Auftrag nun an ein Unternehmen vergeben wurde oder an den - vielleicht zukünftigen - Mieter der Wohnung.

    Kommt der Mieter einer Wohnung auf die Idee, dass er etwas anderes haben möchte als er gemietet hat, wird er entweder umziehen oder - Genehmigung unterstellt - umbauen müssen. In diesem Fall ist der Umbau das Privatvergnügen des Mieters und er hat diese auch zu bezahlen.
     
  6. Dr.No

    Dr.No Erfahrener Benutzer

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    Der Mieter mag, das ja möglicherweise so darstellen.
    Aber auch dann dürften die Forderung verjährt sein.

    Ich sehe da auch keinen Anspruch des Mieters.
     
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