Mieter will hohen Ölpreis nicht bezahlen.

Dieses Thema im Forum "NK - Ankündigungen!" wurde erstellt von carmen1979, 19.11.2012.

  1. #1 carmen1979, 19.11.2012
    carmen1979

    carmen1979 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,
    ich habe von meinem verstorbenen Vater eine Wohnung in einem 2-Familienhaus geerbt. Die untere Wohnung ist verkauft und die obere Wohnung gehört mir. Ich lasse immer von der Firma Techem die jährliche NK-Abrechnung erstellen. Da meine finanzielle Lage derzeit eher schlecht als recht ist, konnten wir in der Vergangenheit keine größeren Mengen an Heizöl kaufen, sondern im vergangenen Abrechnungszeitraum 4 x zw. 400 Liter und 600 Liter. Bei Kleinmengen dieser Art ist jedoch der Preis pro Liter um rd. 0,05 € höher als beim Einkauf einer größeren Menge. Außerdem muss bei jedem Einkauf die sogenannte Gefahrgutumlage von rund 12,50 € bezahlt werden. Nun erhielt ich vom Mieterbund, den meine ausgezogene Mieterin, beauftragt hat, ein Schreiben, indem dieser genau diese Punkte reklamiert und von der Nachzahlung 6 % abzieht. Meine Frage ist nun, ist das rechtens, dass ich nicht die volle Nachzahlung der Nebenkosten erhalte? Vielen Dank schon mal für Antworten.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Der Dauergast, 19.11.2012
    Der Dauergast

    Der Dauergast Gast

    Hi,

    wie die rechtliche Lage genau aussieht, kann ich dir leider nicht beantworten :(

    Aber gibt es eine Vorschrift/Gesetz, das man immer "voll Tanken" muss als Vermieter ? Ich mein, keiner kann Hellsehen und es hätte ja auch seinen können das du zum Zeitpunkt der Betrankung, also wenn du voll getankt hättest, gerade den aller teuersten Zeitpunkt erwischt hättest.
     
  4. #3 Tobias F, 19.11.2012
    Tobias F

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    Sorry, aber es geht nicht darum den "idealen Zeitpunkt" zum Tanken zu finden, sondern darum unnötige Kosten zu vermeiden. Und ein Vermieter ist schon in der Pflicht genau dies zu tun.
     
  5. #4 MrBesserwisser, 19.11.2012
    MrBesserwisser

    MrBesserwisser Gast

    Schließe mich der Meinung von Tobias F an

    Der Vermieter muss zwar nicht immer das günstigste Angebot suchen, muss aber wirtschaftlich handeln. Wenn der Ölpreis durch eine wiederholt zu kleine Abnahmemenge in die höhe schießt dürfte das Wirtschaftlichkeitsgebot verletzt sein. Die finanzielle Lage des Vermieters ist hierbei nicht das Problem des Mieters.

    Der Abschlag von 6% den der Mieterverein hier vornimmt scheint mir auch recht human zu sein. (Ich persönlich hätte wahrscheinlich 6% Abschlag von den Heizkosten statt von der Nachzahlung gefordert.)
     
  6. #5 Pharao, 19.11.2012
    Zuletzt bearbeitet: 19.11.2012
    Pharao

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    Hi,

    zwei fragen mal in den Raum geworfen:

    Angenommen der Tank ist hier 2400 Liter groß bzw man hätte insgesamt für 2400 Liter getankt, statt 4 x 600 Liter. Dann sind 0,05€ zusätzlich für die "Kleinstmenge" auch nur 120€ + 50€ Gefahrgutumlage und nicht pauschal 6% der Nachzahlung oder von den Heizkosten des Mieters.

    Interessant wäre auch (sorry, weis ich nicht), ab wann zählt was als Kleinstmenge, also ab wann wird dieser Zuschlag fällig ?
     
  7. #6 carmen1979, 20.11.2012
    carmen1979

    carmen1979 Neuer Benutzer

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    vielen Dank für Eure Antworten. Wäre das Geld dagewesen, hätte ich auf vollgetankt :brille002:
     
  8. #7 Tobias F, 20.11.2012
    Tobias F

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    Das Du nicht das Geld hast um den Tank zu füllen ist aber nicht das Problem Deiner Mieter.
     
  9. Wubbu

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    Moment, gefüllt wurde der Öltank, nur eben nicht komplett. So wie ich das bislang verstanden hab, musste keiner frieren, da der Tank komplett leer war.
     
  10. Jobo45

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    Mit dem aktuellen Ölpreis mal durchgerechnet ergibt sich bei uns ein Unterschied von ca. 11 % bei 4 mal tanken und ein Unterschied von ca. 2% bei zweimal tanken. Wobei die Chance auf unterschiedliche Ölpreise und somit auch einen günstigeren zu ergattern, erhöht sich natürlich bei mehrmals Betankung.
    Die Gesamtmenge von 2400 Liter zu tanken ist nur möglich wenn der Tank leer gefahren wird, wobei das aus verschiedenen Gründen nicht sinnvoll ist.
    Was mir aber so durch den Kopf geht ist die Tatsache, dass der Einkauf des Öls ja auch finanziert werden muss, können diese Kosten auch mit abgerechnet werden? also nur die Differenz zwischen der geleisteten Vorauszahlung und der Ölkosten zum Zeitpunkt des Einkaufs. Denn dann sieht die Rechnung auch wieder anders aus und zwar auch wirtschaftlich gesehen.
     
  11. #10 Tobias F, 20.11.2012
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    Sorry, aber wer in einem jahr 4 x zw. 400 Liter und 600 tankt handelt nicht wirtschaftlich. Denn zum einen ist jeder Liter Öl bei dieser Kleinmenge teurer als üblich, und zum anderen fallen jedes mal zusätzliche Kosten in Höhe von 12,50 EUR an.
    Damit sehe ich klar das Gebot der Wirschaftlichkeit verletzt.


    Sollen Mieter künftig noch für die Dispo-Zisen der Vermieter aufkommen? Nur weil die eben ihr Geld vielleicht lieber in ein eigenes Haus, ein neues Auto, Schmuck, Urlaub o.ä. stecken?
    Wer will und soll dann kontrollieren ob das Geld da gewesen wäre, bzw. wo zu diesem Zeitpunkt der Betrag x für y weniger Zinsen zu bekommen gewesen wäre?
     
  12. #11 Pharao, 20.11.2012
    Zuletzt bearbeitet: 20.11.2012
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    Hi,

    ok, das der Mieter nichts für die finanzielle Lage des Vermieters kann, leuchtet mir ein. Auch das durch mehrfach Betankung Zusatzkosten entstehen können, ist klar.

    ABER, warum setzt man hier Pauschal was an, wenn man den eigentlichen Schaden (also diese Zusatzkosten) sich genau errechnen kann ?

    Natürlich wäre jetzt die Frage hier: fährt der Fragesteller mit der Pauschale besser oder wenn man es sich genau errechnen würde ? Oder ist die Pauschale grob auch der wirkliche Schaden ?

    Also wäre die Frage hier doch auch: wie groß ist der Tank und wenn man den nicht leer fahren will/darf/sollte, wegen Ölschlamm, ect, dann ist also 2 mal Tanken ggf. ja auch in Ordung. Oder wie darf man das jetzt verstehen ? Das würde aber den Schaden dann mindern.
     
  13. Berny

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    Finanzierungskosten (weil bspw. der VM klamm ist) wohl nicht, jedoch Maklerkosten, wenn der einen günstigeren Anbieter findet.
     
  14. Jobo45

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    Bisher hat leider noch keiner ein Urteil zitiert in dem eine Gericht die Wirtschaftlichkeit beschreibt bzw. welche "Bandbreite" eine solche Wirtschaftlichkeit von den Vermietern toleriert wird.

    Denn es gibt ja auch die Möglichkeit das Heizöl über eine "Heizöl Finanzierungen" zu erwerben. Hat den Vorteil, dass man kaufen kann wenn es günstig erscheint, und man auch den Preis der größere Abnahmemenge bekommt.
    Jedoch fallen da Finanzierungskosten an, können die auf den Mieter umgelegt werden ?
     
  15. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Wenn es unter dem Strich für den Mieter billiger ist, ja.
    Back to topic: Ein finanzieller Engpass des VM darf sich niemals negativ auf den Mieter auswirken, so einfach ist das.
     
  16. GSR600

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    Mal was anderes, leistet der Mieter denn Vorauszahlungen? Wenn ja, wo sind diese denn? Die sind doch unteranderem dafür da, damit z.B. das Öl bezahlt werden kann.
     
  17. Berny

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    Theorie und Praxis

    Theorie und Praxis...
    Solche Fragen stellen auch Richter und Theoretiker. Es ist ja möglich, dass @Carmen noch ganz andere Probleme hat...
    Ausserdem - denk' mal nach! - dürfte Volltanken deutlich teurer sein als die BK_Vorauszahlungen für einige Monate.
    Und Grundbesitzabgaben, Instandsetzungen, VersBeiträge etc. werden neuerdings auch nicht mehr vom Sozialamt übernommen... *gaga*
     
  18. GSR600

    GSR600
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    Ja Berny weiss ich auch, aber ich weiss doch das der Tank mal leer wird und muss doch eigentlich dafür sorgen, dass dann genug Geld da ist, oder seh ich das falsch?
     
  19. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Nee, das siehste schon richtig - nur, richtig wirtschaften ist ja manchmal nicht nur Vernunft-, sondern auch Glückssache oder umgekehrt...:smile031:
     
  20. Pharao

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    Hi,

    aber wenn eben das Geld gerade (aus was für Gründen auch immer) nicht da ist ? Der Fragesteller schreibt ja, das er zu Zeit bzw zu dem Zeitpunkt finanziell etwas knapp bei Kasse ist/war. "Warum, weswegen, wieso" ist ja erstmal egal.

    Das das nicht optimal ist, wird dem Fragesteller sicherlich bewusst sein, denn es können ja immer zu den planbaren Ausgaben auch unvorgesehene Dinge passieren und da ist ein kleines Polster sicherlich nie verkehrt. Aber nicht jeder Vermieter schwimmt halt im Geld ....
     
  21. Syker

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    Hallo zusammen,



    Das sehe ich auch so,
    wichtiger bei der beantwortung des ET
    ist m.E. ob dem M überhaupt ein finanzieller Schaden
    durch die mehrfache Betankung entstanden ist?

    Wenn ja wie hoch ist die Differenz
    und berechtigt diese zu einer Pauschalen Minderung um 6%?


    VG Syker
     
Thema: Mieter will hohen Ölpreis nicht bezahlen.
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