Mieter will nicht ausziehen!

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von monika, 02.01.2008.

  1. monika

    monika Neuer Benutzer

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    Hallo,
    haben unseren Mietern fristgerecht (6 Monate Kündigungsfrist) zum 31.12.2007 wegen Eigenbedarfs gekündigt. Unsere Tochter (21Jahre) möchte einziehen. Wohnung befindet sich in einem Zweifamilienhaus. Eine Wohnung wird von uns selbst benutzt.
    Unsere Mieter (Fam. mit 3 Kindern) sind jedoch bis heute noch nicht ausgezogen. Angeblich finden Sie keine geeignete Wohnung.
    Was können wir tun ? Wüssen wir eine Nachfrist setzen oder ist es besser gleich einen Anwalt einzuschalten?
    Vielen Dank
     
  2. AdMan

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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Nur so am Rande: Die Mietwohnung ist in einem 2 Familienhaus, in dem ihr (als Vermieter) die eine Wohnung bewohnt????

    Ich würde mit denen reden, bevor man einen Anwalt einschaltet. Ihr seid in der besseren Position. (Sofern die Tochter als Einziehend in der Kü bezeichnet wurde und die Kinder nicht schulpflichtig sind.)

    Wenn du bisher ein gutes Verhältnis mit denen hattest, dann würde ioch denen eine suchen. Das sind so Situationen, in denen sich ein Makler lohnt...
     
  4. monika

    monika Neuer Benutzer

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    Vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Habe mich wohl etwas ungenau ausgdrückt. Das Zweifamilienwohnhaus haben wir vor eingien Jahren gebaut. Eine Wohung bewohnen wir selbst, die andere haben wir vermietet. (Familie mit 3 Kindern ca. 10,6 und 3 Jahre).

    Im Kündigungsschreiben haben wir als Kündigungsgrund Eigenbedarf unserer Tochter angegeben.

    Ich habe schon mehrere Gespräche mit den Mietern geführt. Am Anfang sah es ja auch so aus, als ob Sie nach einer neuen Wohnung suchen.
    Angeblich ist in unserem Ort keine vergleichbare Wohung zu finden. Da wir keine sehr hohe Miete verlangt haben, kann ich mir sehr gut vorstellen, das zu diesem Mietpreis keine 4 Zimmer-Wohung zu finden ist. Ich habe mich etwas erkundigt, es stehen in unserem Ort mehrere 4 Zimmer-Wohungen leer. Aber etweder verfügen dise über keine Zentralheizung oder aber es wird mehr Miete verlangt.
    Unsere Vermieter glauben, mit dem Verweis keine geeignete Wohnung zu finden, können Sie unbegrenzt in der Wohung bleiben.
    PS: Miete für den letzten Moante habe ich auch nicht erhalten.
     
  5. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Tja, das ist doof gelaufen. eine einfache unbegründete Kü wäre in diesem Fall wohl besser gewesen. (Das ist bei selbstbewohnten 2 Familienhäusern möglich)
    Nun nimmt das aber wohl große formen an. Wenn also wohnungen frei stehen, dann müssen sie die nehmen. eine moderate höhere Miete ist in kauf zu nehmen. (War da nicht mal was mit 10%??)

    Das soziale umfeld wird wohl auch nicht groß beeinträchtigt durch die Kü.
    Dann würde ich einen Anwalt einschalten, der die "rausklagt".
     
  6. monika

    monika Neuer Benutzer

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    Danke für die schnelle Antwort.
     
  7. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Der Mieter kann nach § 574 Abs. 1 BGB der Kündigung widersprechen und Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen, "wenn die Beendigung des Mietverhältnisses für den Mieter, seine Familie oder einen anderen Angehörigen seines Haushalts eine Härte bedeuten würde, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters nicht zu rechtfertigen ist".

    Der Mieter muss also zunächst eine Interessenabwägung durchführen (Der Ausgang ist natürlich vorgezeichnet, da schon die Belastung durch den Umzug grundsätzlich und immer vom Mieter als absolut unzumutbar angesehen wird und der Vermieter nach den Vorstellungen des Mieters niemals eine Wohnung überhaupt brauchen wird. :wink)
    Unabhängig von der Qualität der Interessenabwägung wird der Mieter den Widerspruch allerdings schriftlich erklären und auf Verlangen die Härtegründe auch benennen müssen. Der Widerspruch muss nach § 574b Abs. 2 BGB bis 2 Monate vor Beendigung des Mietverhältnisses erklärt werden, wenn der Vermieter den Mieter auf die Möglichkeit, Form und Frist rechtzeitig vor Ablauf der Frist hingewiesen hat.
    Was rechtzeitig ist, ist im Gesetz nicht geregelt. Unterstellt man eine Kündigungsfrist von 3 Monaten, wäre bei einem frühestmöglichen Hinweis mit der Kündigung ein Monat vor Fristablauf rechtzeitig.
    Fehlt der Hinweis, kann der Widerspruch noch im ersten Termin des Räumungsverfahrens erklärt werden.

    Nach § 574 Abs. 2 BGB liegt ein Härte vor, "wenn angemessener Ersatzwohnraum zu zumutbaren Bedingungen nicht beschafft werden kann". Man beachte aber, dass nicht jede Wunschvorstellugn des Mieters realisierbar sein muss. Angemessener Ersatzwohnraum bedeutet keineswegs, dass der Mieter nur eine Wohnung mit Wunschgrundriss akzeptieren müsste. Zumutbar sind alle üblichen Bedingungen, einschließlich einer Miete in Höhe der ortsüblichen Vergleichsmiete.

    Der Mieter wird seine vergeblichen Bemühungen auch ausführlich darlegen müssen. Die schlichte Behauptung, er habe nichts passendes gefunden, reicht keinesfalls aus.
    In einem Räumungsverfahren wird es sich als hilfreich erweisen, wenn der Vermieter seinerseits "angemessenen Ersatzwohnraum zu zumutbaren Bedingungen" nachweisen kann. Wenn dann auch noch die Bestätigung der jeweiligen Vermieter geliefert werden kann, dass er zum Abschluss eines Mietvertrags bereit gewesen wäre, dürfte sich die Ausrede des fehlenden Ersatzwohnraums erledigt haben.
     
  8. monika

    monika Neuer Benutzer

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    Die Kündigungsfrist ist seit 31.12.2007 abgelaufen. Einen Widerspruch haben wir bis heute noch nicht erhalten. Auf das Widerspruchsrecht wurde in der Kündigung ausdrücklich hingewiesen. (Vordruck der Kündigung habe ich aus dem Forum )
    Ausserdem war den Mietern schon bei Einzug bekannt, das unsere Tochter einmal in
    die Wohnung einziehen wird.
    Es kann doch nicht angehen, dass wir jahrelang für ein Haus sparen damit es unsere Tochter einmal besser hat und diese dann aber gezwungen ist, sich woanders eine Wohnung zu suchen.
     
  9. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Dann wäre innerhalb von 2 Wochen nach Beendigung des Mietverhältnisses noch der Widerspruch des Vermieters erforderlich gegen eine stillschweigende Verlängerung des Mietverhältnisses nach § 545 BGB. Anschließend dürften die Chancen bei einer Räumungsklage ganz gut sein.
     
  10. monika

    monika Neuer Benutzer

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    Danke für den Hinweis.
    Diese Frist hätte ich nicht gewußt und deshalb sicherlich versäumt.
     
  11. #10 Thomas123, 04.01.2008
    Thomas123

    Thomas123 Erfahrener Benutzer

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    In einem 2-Familienhaus, in dem der Vermieter selber drinn wohnt, ist eine Kündigung des Mieters auch ohne besonderen Grund jederzeit möglich...... deshalb würd eich nie in eine solche wohnung ziehen....:wink
     
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