Mieter wollen renovieren/Zuschuss für Boden

Dieses Thema im Forum "Renovierung" wurde erstellt von kathi, 14.04.2010.

  1. kathi

    kathi Gesperrt

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    Hi,
    hätte da mal ein paar Fragen, vielleicht gehört das auch in eine andere Kategorie, dann bitte verschieben.
    Wir wurden heute von einem unserer Mieter angesprochen, dass sie gerne ihre Wohnung renovieren möchten und auch teilweise die Fußböden erneuern.
    Für die Fussböden (die von den Mietern zu Beginn der Mietzeit vor knapp 10 Jahren selber gelegt wurden), hätten die Mieter gerne von uns die Materialkosten bezahlt.
    Zu den jetztigen Böden ist zu sagen, dass die in nem Top-Zustand sind (sind Reinlichkeitsfanatiker), nur gefallen sie offensichtlich nicht mehr.
    Wir wären bereit die Materialkosten für einen neuen Boden zu finanzieren, wenn es denn eine gewisse Nachhaltigkeit hat und den Wohnwert verbessert, sprich: Parkett.
    Da natürlich die Verlegung von echtem Parkett sehr viel Arbeitsaufwand bedeutet, und eigentlich nur von Profis vorgenommen werden sollte, bleibt nur Fertigparkett.
    So wie ich das ergoogeln konnte, lässt sich das ähnlich leicht wie Laminat verlegen, kann mehrmals abgeschliffen werden etc.
    Hat jemand Erfahrung mit Fertigparkett, worauf muss man achten? Taugt der was?
    Würden gerne mit den Mietern, wenn es denn Fertigparkett werden soll, vertraglich irgendwie vereinbaren, dass wir den Boden nur zahlen, wenn auch fachmännisch verlegt wird. Problem dabei wäre wahrscheinlich, dass wir in finanzielle Vorleistung gehen müssten. Mieter haben idR nicht das Geld kurz mal 2000 vorzustrecken.
    Wie würdet ihr das regeln? Vielleicht auch ne Zimmer nach Zimmer Regelung?
    Sprich: Zimmer 1 kauft Mieter das Parkett, verlegt es, danach Beurteilung ob fachmännisch oder nicht, danach Zahlung. Oder wir zahlen das erste Zimmer und wenns nicht ok verlegt wurde, dann bekommt er eben kein weiteres Zimmer bezahlt. Ideen wie man das regeln könnte? Und natürlich Meinungen zum Fertigparkett.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Michael_62, 14.04.2010
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    Ihr könnt mich schlagen, aber an mein Eigentum werden Mieter nicht zum Arbeiten gelassen.

    Ich habe auch gerade so ein Angebot: Wir legen Parkett wenn wir zwei Monate mietfrei.....
    Finger weg.
    Wenn sie etwas neues wollen, obwohl das alte in Ordnung ist, ist das eine Verbesserung des Wohnwertes. Parkett gegen Laminat allemal.

    Dann gilt folgende Regelung:

    Vermieter macht das. Im Gegenzug wird Mieterhöhung und beiderseitiger Kündigungsausschluss bis Parkett abgezahlt vereinbart.

    Wenn du dich darauf einlassen möchtest kann ich dir gerne mal ein paar Renovierungsbilder von Fachleuten senden. An den Beseitigungskosten musst du erst mal wieder lange verdienen.

    Wenn Sie unbedingt selber Laminat legen wollen, dann nur gegen Stellung von Rückbausicherheit und Auflagen (Schallschutznachweis usw.)
    :wink
     
  4. #3 lostcontrol, 14.04.2010
    lostcontrol

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    lass dich da bloss nicht drauf ein.
    ich hab hier schon bilder gepostet von wegen "wenn mieter selbst was fachmännisch (hahahah) machen". wir haben jedes (aber wirklich JEDES) mal hinterher gehörig draufgezahlt (pfusch zu flicken ist deutlich teurer als gleich die profis zu zahlen). wird nie wieder passieren, dass wir uns auf sowas einlassen (ja ok, kleinreparaturen etc. - z.b. aktuell hammerit für ein balkongeländer bei einem langjährigen mieter von dem wir wissen dass er akurat arbeitet und wir ihm zutrauen können, dass wir nicht hinterher den kompletten balkon sanieren müssen).

    lass sie "ihren" boden verlegen auf eigene kosten - sie können's ja dann gerne dem nachmieter verkaufen. erklär ihnen dass der aktuelle boden auch einen zeitwert hat, den du ihnen in rechnung stellen könntest, wenn sie jetzt darauf verzichten wollen.

    parkett in einer mietwohnung? nicht mit uns. wobei ich natürlich dazu sagen sollte, dass wir keine luxusbuden vermieten, aber doch gehobenen standard.
    aber selbst wenn's um luxusbuden ginge - auch da käm mir kein parkett rein sondern dann eher naturstein. ich stamme aus einer holz-familie, ich weiss wieviel man da falsch machen kann, wenn man keine ahnung hat.
    parkett ist toll, wenn man richtig damit umgeht. mag sein dass deine aktuellen mieter ahnung davon haben, ist nur die frage ob die nachmieter ebenso ahnung haben.

    und von wegen mehrfach abschleifen bei fertigparkett: da solltest du unbedingt mal bei den profis nachfragen, die werden dir nämlich sagen dass die echtholz-schicht maximal ein bis zwei mal abschleifen verträgt - beim fertigparkett ist diese schicht nämlich ziemlich dünn, und wenn das abschleifen dann nicht vom profi gemacht wird biste ruckzuck auf dem trägermaterial, und dann kannste den ganzen boden komplett rausreissen.
    will heissen: entweder RICHTIGES parkett oder garnicht. dieser rotz den sie einem heute im baumarkt als "parkett" unterjubeln ist letztendlich nichts anderes als laminat mit einer furnierschicht.
    RICHTIGES parkett ist vollholz - früher mindestens 22mm stark, heute immernoch mindestens 8mm. wenn du schon mal irgendwelches holz geschliffen hast wirst du wissen dass mit "schwerem gerät" (und so sind schleifmaschinen nun mal) ruckzuck 2,3,4mm weg sind wenn du das gerät nicht im griff hast, und das hat man als hobby-heimwerker nicht, das ist nichts, was man beim ersten versuch perfekt hinkriegt.

    man kann heutzutage wohnungen auch ohne bodenbelag, ohne tapete an den wänden usw. vermieten - bei uns in bawü ist das zwar nicht üblich, aber z.b. in NRW scheint das der standard zu sein soweit ich hier in diesem forum richtig gelesen habe.

    anders gesagt (alter spruch): "wenn wer was will, dann soll er sich selbst drum kümmern" (gemeint ist natürlich nur das, was "ausser der reihe" läuft).
     
  5. kathi

    kathi Gesperrt

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    Versteh die Antwort ehrlich gesagt nicht ganz. Es geht ja nicht um Laminat, sondern um Fertigparkett.
    Jetzt liegt PVC, Laminat würden wir nicht bezuschussen, Fertigparkett aber evtl. schon. Ist übrigens ne Handwerkerfamilie, die können das.
     
  6. tokape

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    Ich versteh das auch nicht so ganz. Wenn es jetzt grössere Eingriffe in die Wohnung wären, würde ich auch nein sagen. So wird nur ein neuer Boden verlegt. Ist doch so ähnlich wie ein neuer Teppich. Solange der neue Boden schwimmend verlegt wird, sollte es doch keine Probleme geben. Wenn der nach dem Auszug des Mieters nicht passt, so what und raus damit. Hat doch z.Zt. eigentlich nur Vorteile. Ich würde nur schriftlich vereinbaren, dass es später keinerlei Aufrechnungen geben kann
     
  7. #6 Michael_62, 15.04.2010
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    Hallo Kati, Hallo Topkapi:

    Das Problem ist der Dickenunterschied der Böden und die darurch bedingten Arbeiten an Türen und Zargen, sowie den Übergängen zu den Fliesenbereichen.

    Das nächste Problem ist der Schallschutz. Wenn das ordentlich gemacht wird sind da an den Übergangsstellen ziemlich aufwendige Konstruktionen.

    Das nächste ist die Kombination Wischwasserschutz und Schallschutz an den Eckleisten, die Dicht sei muss aber den Längenausgleich des Holzes nicht beeinträchtigen darf.

    Das nächste ist die Verklebung untereinander im Verbund, sowie das Verlegemuster (ausser es soll der einfache wilde Verband sein), sowie die dafür notwendigen Spannwerkzeuge.

    Das nächste sind die Durchbrüche bei Heizkörpern und deren Schallschutz und Dehnungsbereich.

    In der Küche muss man entscheiden, ob man Schallschutz haben will, dann wird es aufwendig oder ob man darauf verzichtet.
    Im ersten Falle, kann das Parkett nicht durchgelegt werden, da ansonsten die Arbeitsplatte dis Schallbrücke gegenüber der Wand bildet.
    Oder man muss diese mit Kompriband entkoppeln.

    Es gibt da viel zu beachten, wenn man nicht pfuschen möchte. :wink

    Im Normalfall arbeiten Laien folgendermassen:
    Um die Türzargen herumlegen oder Zargen unten absägen, Türen kürzen. Leisten an Wand nageln, fertig.

    Wenn du das entfernst, hast du defekte Türen und Zargen, abgesehen davon, dass die Türen beim Kürzen meist beschädigt werden.

    Die korrekte Version, die Türen mit Zargen auf das höhere Nivaeu anzuheben ist den Meisten unbekannt oder zu aufwendig.
    Wenn du nun irgendwann mal Türen erneuern musst hast du den schwarzen Peter und musst alle in Sonderanfertigungsmassen machen lassen......
     
  8. #7 Thomas76, 15.04.2010
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    Kommt immer drauf an.Ich hatte mal eine Wohnung mit tlw. abgenutztem Teppichboden.Da hat auch ein Mieter selber Klicklaminat verlegt, war alles recht akkurat.

    Was aber die meisten hier bemängeln von wegen "wenn der Mieter das macht, ist es meist nicht vernünftig gemacht" : es kommt darauf an, worum es geht.In den meisten Fällen ist mittelmäßige Arbeit gar nicht so schlimm, weil die Folgemieter auch nicht besser arbeiten bzw. besseres erwarten.

    Früher habe ich mir auch immer Gedanken darüber gemacht, das die Buden möglichst Top-akkurat sind, gerade bei der Übergabe.Aber ich habe mittlerweile festgestellt, das die Folgemieter sowieso wieder so renovieren wie die Vormieter, also was soll's ?
     
  9. #8 lostcontrol, 15.04.2010
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    abgesehen von den problemen, die michael beschrieben hat, und die ich genauso auch kenne (türen etc.):

    guck dir das sogenannte "fertigparkett" mal genau an.
    wie gesagt: das ist im normalfall nichts anderes als ein bisschen furnier auf einer trägerschicht. unterscheidet sich von laminat also nur darin, dass anstatt bedrucktem papier bzw. folie furnier die obere schicht bildet.
    das als "parkett" zu bezeichnen ist eigentlich 'ne frechheit!

    du schreibst der boden sei noch top in schuss, würde den mietern nur nicht gefallen.
    sprich: der aktuelle boden hat einen geldwert! und du willst dem bereits ausgegebenen geld (das womöglich grad noch abgeschrieben wird) jetzt auch noch frisches hinterherwerfen? warum?
    klar kann man seinen mietern auch mal den einen oder anderen wunsch erfüllen, aber wenn du jedes mal, nur weil jemand der boden oder das bad oder die EBK nicht gefällt die entsprechenden änderungen vornimmst, dann wirst du dich schnell jenseits jeder wirtschaftlichkeit bewegen, selbst dann wenn du deinen kredit längst abgezahlt hast.

    parkettleger?
    sorry, aber jedes handwerk ist anders. ein malermeister muss nicht zwangsläufig auch vom parkettverlegen ahnung haben, und einen stukkateur würde ich nicht meine gasinstallationen machen lassen wollen.
    es ist mir ein rätsel warum so viele leute meinen ein handwerker könne alles - das ist definitiv nicht der fall.
     
  10. kathi

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    Die Mieter haben den alten Boden selber gezahlt und selber gelegt.
    Wir dachten halt, dass Fertigparkett eine gute Alternative darstellt, da auch lange haltbar und auch abschleifbar im Gegensatz zu Laminat.
    Bin jetzt sicher nicht der Profihandwerker, aber hab auch schon Laminat gelegt und es sieht nach x Jahren noch top aus. Fertigparkett ist ähnlich zu verlegen und sollte jemand, der das ständig macht, eigentlich ordentlich hinbekommen.
    Deshalb war die Idee auch, dass man das Zimmer um Zimmer macht. Ein Zimmer, dann Abnahme und Zahlung. Zweites Zimmer, dann Abnahme und Zahlung.

    @Michael: wie macht das ein Profi mit den Türen und Zargen? Weiss es wirklich nicht.
     
  11. #10 Michael_62, 15.04.2010
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    Ausbauen, Boden legen, neues Höhenniveau, Türen einbauen. Dann stimmen die 201.5 oder 211.5 wieder.
     
  12. #11 Thomas76, 15.04.2010
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    Es gibt solche und solche Gewerke.Rasenmähen z.b. wird ja auch (fast) jeder hinbekommen.Bei mir hat ein Mieter (Versicherungsheini am Schreibtisch, hat mit Sicherheit nicht oft einen Schraubenzieher in der Hand gehabt) mit ein paar Kumpels Klicklaminat in der gesamten Bude verlegt, sieht auch vernünftig aus.Natürlich gibt es an schwierigen Ecken kleine Unsauberkeiten wenn man mit der Lupe guckt, aber wen kümmert's ? Wie ich schon weiter oben schrieb, der nächste Mieter würde es auch nicht besser machen.

    Na, das halte ich aber auch für ein Gerücht.Auch ein Bodenleger-Profi (der in der Regel auch kein Experte für Türen ist) wird bei dem Tür-Problem entweder solange möglich U-Scheiben unter die Schaniere legen, oder die Tür unten kürzen.Was soll man auch sonst machen ?

    Also gerade Laminat/Parkett-Verlegung halte ich für Arbeiten, die man den Mieter ruhig machen lassen kann.Ein wenig handwerkliches Geschick reicht dafür in der Regel aus, und wenn alle Stricke reissen kann man das ganze später relativ einfach wieder entfernen.
     
  13. kathi

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    @ Michael
    ok das klingt mal nach richtig sauberer Arbeit. Wenn ich für MICH Parkett legen lasse, weiss ich jetzt immerhin wie ich den eventuellen Parkettleger hinsichtlich allerhöchster Qualität einzuschätzen habe. Bringt der die Geschichte mit den ausgebauten Türzargen nicht, dann ist es auch nicht höchste Qualität.
    Wir vermieten aber durchschnittliche Mietwohnungen. Derartige Feinstarbeit würde ich aber nur bei wirklich hochklassigen Immobilien sowohl als VM, wie auch als M fordern. Für durchschnittliche Wohnungen empfinde ich diesen Aufwand als etwas überzogen.
    @thomas
    im grossen und ganzen denk ich so ja auch, aber wollte halt andere Meinungen dazu hören.
    """"Na, das halte ich aber auch für ein Gerücht.Auch ein Bodenleger-Profi (der in der Regel auch kein Experte für Türen ist) wird bei dem Tür-Problem entweder solange möglich U-Scheiben unter die Schaniere legen, oder die Tür unten kürzen.Was soll man auch sonst machen ?""
    So wie Michael das schon gesagt hat, klingt das sehr stimmig. Türrahmen raus, Parkett rein, Türrahmen wieder rein. Niveau stimmt wieder. Wie gesagt, wahrscheinlich die perfekte Methode, aber mir persönlich für ne Durchschnittsmietwohnung einfach zu unwirtschaftlich.
     
  14. #13 Michael_62, 16.04.2010
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    Wirtschaftlich oder nicht mag mal dahingestellt sein.

    Das mit den U-Scheiben ist blanker Unsinn und vielleicht bei Laminat zu machen. Schwimmen zu verlegendes Parkett ist zwischen 12 und 24mm stark und die Differenz ist aus den Schanieren nicht zu überbrücken, da würde die Türe oben nicht mehr in den Dichtungsausschnitt eingreifen und könnte nicht mehr geschlossen werden.

    Es gibt eine DIN, die du für den oberen unteren Spalt bei Türen in Mietswohnungen einzuhalten hast: DIN 1801. (http://www.khries.de/tueren.htm)

    Irgendwann gerätst du mal an einen Experten als Mieter der das auch weiss und dann geht es wieder mit dem blöden Schriftverkehr los.

    Wenn du eine Tür ersetzen willst, dann ist immer die günstigste Variante die Normtür. Diese Höhe ist 198.5 oder 208.5 (musst aber selbst mal in die DIN schauen, ich zitiere hier aus dem Kopf).

    Das zugehörige Rohmass ist 201.5 oder 211.5 (jeweisl Mittelmasse, +/- Toleranz nach DIN).

    Wenn du davon abweichst kannst du bei jeder beschädigten Mietertür jemanden hinschicken aufmessen, Sondermass anfertigen lassen und einbauen. Jeder Messfehler geht zu deinen Lasten.

    Wenn du deine Immobilien nicht an einem Ort hast, wird das dann richtig lustig.

    Also halte ich es mit den Amis, die machen es nach dem KISS Prinzip: Keep It Simple + Stupid.
    Das schafft Ruhe.

    Und Thomas: Das Zargenausbauen ist schneller erledigt als die Fuckelei an den unteren Ecken.
    :wink
     
  15. #14 Thomas76, 16.04.2010
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    Extrem unwirtschaftlich.Weißt du, was es für einen Auffwand bedeutet, einen Türrahmen bei einer normalen, massiv gebauten Wohnung auszubauen ? Es ist ja nicht so, das man ein paar Schrauben löst und dann das Teil in der Hand hat.Die meisten (zumindest Metall-) Türrahmen sind unter Putz mit flachen Blechen an bzw. in der Wand verankert, und zwar auf jeder Seite mit zwei-drei von diesen Dingern.Darüber hinaus sind die beiden Seiten noch unter dem Estrich mit einer Querstrebe verbunden.Man kann sich ausmalen, was es bedeuten würde, den auszubauen, und das würde eigentlich kein normaler Mensch machen, nur weil ein anderer Boden verlegt wird.

    Richtig, darum schrieb ich ja, das dann einfach das Türblatt unten sauber abgesägt wird.Wenn man das vernünftig macht, stimmen auch alle Spaltmaße wieder.

    Da Mietertüren ja meistens von Mietern beschädigt werden, wäre das ja dann das Problem des Mieters.Kommt natprlich auch immer darauf an, wie viele Wohneinheiten man vermieetet, aber bei meinen zweien mußte ich in über zehn Jahren noch keine einzige Tür austauschen (würde ich aber wegen ein paar kleiner Kratzer ohnehin nicht tun).

    Hängt vom Rahmen ab, siehe oben.
     
  16. #15 Michael_62, 16.04.2010
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    Thomas die Standardrahmen in Mietwohnungen (Stahlzargen eventuell anders) sind ganz primitiv eingebaut:

    gesteckter Blendrahmen, Zarge mit Holz- / Kunststoffkeilen gegen Mauerwerk gerichtet, eingeschäumt.

    Bei CPL oder Furniertüren setzt kein Mensch Mauerwerksanker.

    Unter dem Estrich gibt es nix seitens der Zarge. Was soll denn da bitte hin.

    Ausbau: Blendrahmen ab, Elektrosägenschnitt, Zarge raus. Wenn da Anker waren, "jault" es halt mal kurz beim Sägen.

    Oben ist meisst genug PU Schaum um die 20mm zu korrigieren. Wenn nicht muss da halt ein Stück weg. Im Leichtbau einfach, bei Stürzen braucht man da etwas Spezialwerkzeug.

    Boden legen, Zarge mit Keilen setzen, einschäumen, fertig.

    Bei Stahlzargen kann das ggf anders sein.
    :wink
     
  17. #16 lostcontrol, 16.04.2010
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    ich würde mal behaupten wollen das hängt sehr stark vom alter der türen ab.
    dass sowas früher ganz anders gemacht wurde als heute, wird wohl niemand bestreiten wollen (falls doch, ich kann da gerne ein paar beispiele aus verschiedenen jahrzehnten zeigen).
    der grösste unterschied, der mir dazu einfällt ist, dass bei altbauten die türrahmen häufig tatsächlich in den "estrich" reinlaufen, das ist bei neubauten natürlich anders.
    unser bodenlege-profi hat in diesen fällen die zarten auf der entsprechenden höhe mit entsprechendem werkzeug eingesägt, um das laminat perfekt verlegen zu können.

    man sollte da also jetzt mal nichts verallgemeineren sondern erstmal schauen was denn im konkreten fall sache ist - bisher ist uns da ja weder baujahr noch türkonstruktion / türmaterial bekannt, insofern macht's wenig sinn darüber zu spekulieren was wirtschaftlich sinnvoll ist oder nicht, dazu müsste man erstmal die fakten kennen.
     
  18. #17 Michael_62, 16.04.2010
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    Hallo Lostcontrol.

    In Altbauten werden die unterschiedlichsten Renovierungsverfahren benutzt und es gilt beim Bauen im Bestand immer, dass man auf alles gefasst sein muss.
     
  19. #18 lostcontrol, 16.04.2010
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    klar - aber hilft das jetzt weiter?
    ich könnte jetzt natürlich auch 'ne menge erzählen von unseren diversen altbauten - ich gehöre ja zu denjenigen, die eigentlich nur mit altbau zu tun hat, aus verschiedenen jahrzehnten bzw. tatsächlich jahrhunderten. dass man da die unterschiedlichsten dinge vorfinden kann und immer wieder überraschungen erlebt ist irgendwie logisch.
    oft muss man auch individuelle lösungen für individuelle probleme finden, was ich ehrlich gesagt eigentlich ganz spannend finde (auch wenn's leider häufig deutlich teurer ist als bei neubauten).

    wir werden trotzdem (oder gerade drum) keine mieter mehr irgendwelche tiefergehenden renovierungen oder gar sanierungen vornehmen lassen - bei uns ging's eben immer schief und es war immer sehr, sehr teuer das hinterher wieder in ordnung zu bringen.
    teilweise sind bei uns eben auch historische details so vernichtet worden, die durchaus erhaltenswert gewesen wären, z.b. stuck an der decke und ähnliches, dann kommt zum ärger über den pfusch der mieter und die kosten, die man damit hat auch immer noch 'ne gewisse trauer hinzu.
    gerade das mit dem stuck fand ich persönlich jammerschade. und ich bin sicher dass ich nicht die einzige liebhaberin solcher details bin...
     
  20. #19 Michael_62, 16.04.2010
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    Ich kann zu dem Thema nur eine - leider sehr teure Buchreihe - empfehlen in der Bauingenieure die im allgemeinen verwendeten Konstruktionsverfahren der Häuser in den einzelnen Dekaden ab 1870 erläutern.

    Die Menschen früherer Zeiten haben nicht unlogisch gebaut, sondern nur teilweise anders. Die Konstruktionen sind sehr haltbar, wenn man Ihren Aufbau und Ihre notwendige Pflege kennt.

    Die Abänderung solcher Konstruktionen führt, wenn diese ohne Fachkenntnis durchgeführt wird, in viele Katastrophen.

    Wenn du substanzerhaltend sanieren willst (ohne Pfusch), kommst du ohne dieses Wissen und Fachberater nicht wirklich hin.

    http://www.amazon.de/Typische-Bauko...=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1271428135&sr=8-1
    :wink
     
  21. #20 lostcontrol, 16.04.2010
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    danke michael, das wird nicht nötig sein, ich bin da gewissermaßen selbst vom fach, hab 'ne ansehnliche bibliothek zum thema, eine diplomierte innenarchitektin als mutter (die sämtliche häuser natürlich auch in- und auswendig kennt da sie sie ja auch von jugend an betreut hat - das ist bei uns halt in frauenhand) und jede menge gute handwerker sowohl in der familie als auch an der hand.

    zudem sind wir im moment bezüglich sanierung bis auf mein privathaus eigentlich auf einem sehr guten stand, das letzte badezimmer von 1960 ist gerade "verschwunden" und auch ansonsten haben wir eigentlich alles gut in schuss.
    erfreulicherweise liegen bei uns ja (bis auf das haus aus dem mittelalter) eigentlich auch sämtliche bauunterlagen vor, was das angeht können wir uns wirklich glücklich schätzen dass schon unsere vorfahren da in sachen dokumentation recht ordentlich waren, von den meisten grösseren sanierungsmaßnahmen stauben tatsächlich noch entsprechende handwerkerrechnungen auf meinem dachboden rum und es gibt unmengen baustellenfotos auch aus früheren zeiten.
    ich glaube das ist das grösste problem das man hat, wenn man ein altes haus kauft - dass eben diese unterlagen häufig nicht mehr vorhanden sind.

    die erwähnte buchreihe kann ich aber ebenfalls empfehlen, obwohl ich mir nicht sicher bin ob das wirklich für laien tauglich ist. ein bisschen vorkenntnisse mitzubringen ist da hilfreich.
     
Thema: Mieter wollen renovieren/Zuschuss für Boden
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