Mieter zahlen keine Miete. Betriebskosten?

Dieses Thema im Forum "Zahlungsmoral der Mieter/Vermieter" wurde erstellt von Ina_nana, 04.10.2013.

  1. #1 Ina_nana, 04.10.2013
    Ina_nana

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    Hallo,
    ich habe mich eben grad hier angemeldet und versuche mal unser "Problem" kurz zu fassen.

    -> Haus mit 3 Mietparteien (600 km entfernt)
    -> Haus gehört Schwiegermutter, diese ist krank, mein Mann ist gesetzl. Betreuer seit Juni,
    -> Seit Juni können kümmern wir uns um das Haus
    -> Vor Ort stehen wir mit dem Haus&Grund-Verein (H&G) in Kontakt, die sich auch kümmern (im August gab es eine Ortsbegehung in der oberen Wohnung)

    Die Mietpartei oben und unten sind Mutter (M) und Tochter (T) - wohnen seit September 2012 bzw. Oktober dort.

    Bei T gabe es zum Einzug ein paar Mängel in der Wohnung, diese sollten beseitigt werden. Es wurde seitens der Eigentümerin ein Handwerker hingeschickt (ca. 12/12 oder 01/13), dieser wurde von T weggeschickt, mit dem Hinweis, sie hätte selbst jemanden. Die Eigentümerin erhielt eine Baustoffrechnung, war aber nicht bereit diese zu begleichen - da es so nicht abgesprochen war. Der Handwerker machte ca 1/3 der Arbeit und stellte die Rechnung an M. Diese beglich von den 3000 Euro nur 1300. Es ging um eine Dämmung des Dachbodens, der mit genutzt werden könnte. Laut Handwerker sind damit alle Kosten die er gemacht hat beglichen.

    -> M zahlte 01/13; 03/13; 05/13; 06/13; 07/13 und 08/13 keine Miete. (ca 3000 Euro Schulden)

    -> T zahlte 02/13; 04/13; 05/13; 06/13 (nur NK); 07/13; 08/13 und 09/13 (nur NK) keine Miete. (ca 3000 Euro Schulden)

    Eine Schufaauskunft von H&G ergab keine negativen Einträge.

    Im Juni war mein Mann vor Ort und hat seine Kontaktdaten hinterlassen und um Klärung gebeten. Keine Reaktion. Im Juli kam von T plötzlich eine Mail mit der Bitte um Beseitigung eines Wespennestes. Dies haben wir direkt veranlasst. Auf weitere Mails oder auch mal Anrufe reagierte sie nicht mehr. Inzwischen haben wir Mahnungen geschrieben. Daraufhin schrieb uns M einen Brief, sie hätte keine Arbeit und erhielt keine Unterstützung und würde die Mietschulden á 100 Euro monatlich in Raten zahlen. Wir antworteten, dass wir uns auf 100 Euro Raten nicht einlassen. Minimum 200 Euro. Darauf keine Reaktion, keine Mietzahlung usw.

    Zum 30.09. erhielten beide über H&G die fristlose Kündigung.
    T. schrieb zum 30.(!) einen Brief, sie könne die Wohnung nicht verlassen, da sie nichts neues findet und hinterlies ihre Handynummer bei H&G um eine Ratenvereinbarung zu besprechen. H&G hat die Sache nun an einen Anwalt übergeben.

    Was ich mich nun frage: Beide zahlen noch nicht einmal die Nebenkosten. Würde ich dem Stromanbieter kein Geld überweisen, würde er mir den Strom abdrehen. Als Vermieter habe ich dahingehend keine Chance?

    Mir kam zu Ohren, dass beide angeblich Sozialhilfe oder Wohngeld bekommen würden - Macht es Sinn sich dort zu melden?

    Ich habe das Gefühl, mit Räumungsklage usw. zieht sich das ganze ewig und mit nur einer Mieteinnahme im Monat sieht es insgesamt ganz schlecht aus (die Banken wollen nach wie vor Geld). Haben wir irgendwie anderen Möglichkeiten?

    Vielen Dank schon einmal
    Ina
     
  2. AdMan

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  3. #2 Papabär, 05.10.2013
    Papabär

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    Hallo Ina_nana, :wink5:
    Wurden die Mieter schriftlich darüber informiert?
    Ich meine, wenn bei mir jemand vor der Tür steht, mir seine Kontaktdaten gibt und lediglich erzählt, er sei jetzt mein Vermieter, dann würde ich das auch ignorieren.



    Also, weil der Rechnungsbetrag und die Mietschulden so schön passen, würde ich mal raten, dass die Mieterinnen diese gem. §536a (2) BGB aufgerechnet hat, was mir hier allerdings arg fehlerhaft erscheint.

    Zum Einen von der Höhe her (es wurden ja nur Bauleistungen i.H.v. 1.300,- € erbracht) - und zum Anderen, weil diese Verrechnung voraussetzt, das der Vermieter mit der Beseitigung des Mangels in Verzug war.
    Hier scheint jedoch eher ein Fall von Annahmeverzug vorzuliegen ... fragt sich nur, inwieweit
    zu belegen ist. (Zeugenaussage Eures Handwerkers mit vollständigem Namen, ladungsfähiger Anschrift und natürlich Datum & Uhrzeit des Reparaturversuchs schriftlich aufgenommen?)



    Hätt´ mich jetzt auch gewundert, wenn H&G einen negativen Schufaeintrag hätte. :50:



    :064sonst: Wer macht denn sowas?
    Frei nach dem Motto "was interessiert mich der Spatz in meiner Hand, wenn auf dem Dach ´ne Taube sitzt", gell? Ich meine, dass man ohne Arbeit nicht gerade in finanzieller Unabhängigkeit schwebt, sollte doch wohl keiner Erklärung bedürfen. Ich wäre froh gewesen, wenn die Mieterin mir eine 50,- €-Rate angeboten hätte - und das sogar freiwillig ... :kopfpatsch:



    Prima ... hat ja lange genug gedauert, bis mal jemand auf diese Idee gekommen ist. Gut, dass es H&G gibt.

    Wenn die Sache nun schon bei ´nem Anwalt ist, sollte dieser die legalen Möglichkeiten durchaus auszuschöpfen wissen. Was für eine Antwort erwartest Du also auf diese Frage? :?
     
  4. #3 Ina_nana, 05.10.2013
    Ina_nana

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    Hallo Papabär,

    zuerst einmal vielen Dank für deine Antwort, auch wenn ich den Sarkasmus nur bedingt nett finde. Ich hatte bisher noch nie ein Haus und mehr als viel lesen und mich schlau machen bzw. eben auch mal fragen kann ich nicht.

    - Den Mietern haben wir natürlich über den Zustand der Vermieterin bzw. des Wechselns informiert. Von T kam ja auch recht schnell die Bitte um Beseitigung eines Wespennestes, was wir ja auch direkt veranlasst haben. Daher gehe ich davon aus, sie hat es schon verstanden.

    - Von dem Handwerker, der von der Vermieterin hingeschickt wurde habe ich schriftlich, dass er von T wieder weggeschickt wurde. Außerdem von der Maklerin die Info, dass T ihr gesagt habe, der ursprüngliche Handwerker würde von sich aus das nicht machen wollen, da er angeblich von der Vermieterin nie Geld erhalten habe. Das stimmt nicht, haben wir von dem Handwerker auch schriftlich.
    (der neue Handwerker scheint aber ein Bekannter von T und M zu sein)

    - Bei der Schufaauskunft meinte ich natürlich die von T und M. Haus&Grund hat das nur für uns abgefragt.

    - Den Ratenzahlungsvorschlag so nicht anzunehmen war eine Empfehlung von H&G. So hätten die Vermieter mindestens 2,5 Jahre abbezahlen müssen. Vermutung von H&G, die Mieter zahlen einen Monat regulär und dann wird das Geld wieder ausbleiben.

    - Bei meiner Frage ging es eher um die Betriebskosten. Schließlich wirds ja nun auch kalt und die Mieter drehen mit Sicherheit auch schön die Heizung auf. Wobei ich mir nun wohl auch vorstellen kann, dass einem da die Hände gebunden sind.

    Dennoch, dankeschön.
     
  5. Andres

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    In der Hoffnung, dass du es mir nicht als Sarkasmus auslegst: Vergleichst du das mal bitte mit deiner aktuellen Situation? Erkennst du den Unterschied? Selbst wenn das so gekommen wäre, hättest du jetzt immerhin ... :brille002:

    Natürlich wäre es schön, das Geld sofort zu bekommen, aber jede noch so faule Ratenvereinbarung ist besser, als gar keine Zahlung! Es besteht ja immerhin - bei allem viel zu oft gerechtfertigten Pessimismus - eine Chance, dass die Vereinbarung eingehalten wird.

    Kategorisch ablehnen würde ich eine solche Vereinbarung nur, wenn ich mir sehr sicher bin, dass es pfändbares Vermögen und/oder Einkommen gibt.
     
  6. #5 trinchen, 06.10.2013
    trinchen

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    Ich verstehe nicht ganz, warum ihr Strom bezahlt. Normalerweise meldet doch der Mieter den Strom selber an... Wird der ihm abgestellt, sitzt er halt in ner dunklen Bude...

    Wie wird den die Wärme abgerechnet? Öl-oder Gaszentralheizung oder einzelne Therme, die die Mieter normalerweise auch selber anmelden müssen?

    Ich pers. würde (das ist kein rechtlicher Rat, das Risiko einer Falschhandlung müsst ihr selber tragen!) grundsätzlich alles an Kosten ,ausser Wasser, reduzieren bzw. aussetzen. Allgemeinstrom und Heizung ja, Individual nur gegen Kostenerstattung, sprich NK-Vorrauszahlung.
    Hat natürlich auch ein gewisses Risiko, aber das muss man abwägen.
     
  7. #6 Papabär, 07.10.2013
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Jetzt bin ich ein wenig verwirrt:
    Wo kommt jetzt die Maklerin her? ...

    ... Und und warum sollen die Vermieter Mietschulden abbezahlen?



    Ist m. E. auch nicht relevant, solange ein Reparaturversuch von den Mietern vereitelt wurde.



    Frag mal Euren Anwalt, ob er eine Auskunft aus dem Schuldnerregister ziehen kann (und ggf. auch was das kostet).
    Die Schufa ist ja eine eher freiwillige Schutzgemeinschaft ... es gibt also z.B. auch Banken, die da überhaupt nicht angeschlossen sind.
    Mit der Schuldnerregisterauskunft kommt man an Informationen über gerichtliche Mahnverfahren, Insolvenzen, EV-Abgaben usw. - das erscheint mir hier sinnvoller.



    Naja, da ist natürlich etwas dran ... aber den Schuldnern eine hohe Belastung aufzubürden, erhöht doch genau dieses Risiko eher noch.



    Ah okay, ... dieses Ziel habe ich der Eingangsfrage so nicht entnommen - mein Fehler.

    Ja, dieses Risiko besteht in der Tat ... und es kann schwer nach hinten los gehen, wenn man den Mietern einfach so die Medien abklemmt (das mit dem Strom habe ich auch nicht so recht verstanden).

    Bei einem beendeten Mietverhältnis kann dies aber durchaus zulässig sein --> hierzu ein Beitrag unseres users RMHV: Drück mich!
    Die notwendige technische Ausstattung wird natürlich vorausgesetzt (also, dass Du z.B. die Wasserversorgung wohnungsweise abstellen kannst ohne den 3. Mieter zu beeinträchtigen).
     
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