Mieter zahlt freiwillig mehr

Dieses Thema im Forum "Zahlungsmoral der Mieter/Vermieter" wurde erstellt von freshm, 22.02.2016.

  1. freshm

    freshm Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich bin Vermieter einer Eigentumswohnung (ETW) seit August 2012. Der damalige Mieter hat von 2008 bis August 2015 in der ETW gewohnt.

    Leider habe ich es verpasst die Betriebskostenabrechnung (BeKo) vom Jahr 2013 rechtzeitig abzuschicken. Laut Beko 2013 müsste der Mieter ca. 300 € nachzahlen.

    Im Jahr 2014 wurde die BeKo rechtzeitig abgeschickt mit einschreiben und Rücksendeschein. Der Mieter war schlau und hat den Brief nicht angenommen und von der Postfiliale abgeholt. Es wurde keine neuer BeKo dem Mieter zugesandt. Den abgestempelten Brief mit der BeKo 2014 habe ich immer noch bei mir ungeöffnet.

    Zudem hat der Mieter seit Mitte 2014 die Miete eigenständig erhöht mit ca. 40 €. Er zahlte also über ein Jahr mehr Miete.

    Nun ist der Mieter hier ausgezogen und möchte seine Mietkaution und die zu viel gezahlte Miete mit ca. 40€/mtl. wieder zurück.

    Zudem möchte er noch die BeKo-Abrechnungen 2013 und 2014, falls er noch Ansprüche aus den BeKo hat.

    Ich weiß nicht was nicht was ich tun soll, da dieses meine ersten ETW ist.

    Dass ich die Mietkaution zurückzahle ist selbstverständlich.

    Meine Ansprüche aus BeKo 2013 und 2014 sind nichtig. Hat der Mieter noch Ansprüche darauf?

    Die BeKo 2014 hatte ich dem Mieter rechtzeitig zukommen lassen, jedoch hat er ja die Tür für den Postboten 3 mal nicht aufgemacht und nicht von der Post abgeholt.

    Soll ich dem Mieter die mündlich vereinbarten zu viel gezahlten 40€/mtl. auch zurücküberweisen?
     
  2. AdMan

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  3. #2 anitari, 22.02.2016
    anitari

    anitari Erfahrener Benutzer

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    Er hat Anspruch auf die Abrechnungen und auf evtl. Guthaben, denn das verfristet im Gegensatz zu Deinen Nachforderungen nicht. Also komm in die Puschen. Sonnst könnte der Mieter sämtliche Vorauszahlungen für 2013 und 2014 zurückfordern.

    Die Kaution mußt Du erst erstatten wenn fest steht das Du keine Ansprüche mehr an den Mieter hast.

    Mein Rat, werde ganz schnell Mitglied bei Haus & Grund, da bekommst Du u. a. Hilfe rund um die Vermietung.
     
  4. Andres

    Andres
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    Was denn nun: eigenständig oder mündlich vereinbart?
     
  5. GSR600

    GSR600
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    Für die Zukunft, mach sowas per Einwurf/Einschreiben dann ist der Zugang durch protokollierten Einwurf des Postzustellers erfolgt. Oder wenn es geht wirf es persönlich ein oder über einen Boten.
     
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  6. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    ...je nachdem, wenn es darauf ankommt, hat keiner was bekommen. Empfehlenswert immer durch Zeugen in den
    Briefkasten, mit allen Vorsichtsmassnahmen....
     
  7. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Ich würde noch Foto oder Videodokumentation empfehlen.
     
  8. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Ich werte Deinen Hinweis ironisch. Ich meine, der Zeuge sollte sich das Original des Schreibens ansehen, darauf dokumentieren, dass er davon Kenntnis hat und ein gleiches Schreiben in den Briefkasten des Adressaten geworfen hat. Damit wäre alles beweisbar belegt.
     
  9. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Und wenn der "Gegner" plötzlich einen Zeugen hervorzaubert, der genau das Gegenteil von dem, was dein Zeuge bezeugen kann, bezeugt? Oder dein Zeuge sich plötzlich doch nicht mehr so genau erinnern kann, ob und was in dem Schreiben stand und ob er sich das überhaupt richtig durchgelesen hat?

    Die Sache mit dem Zeugen, der das Schreiben liest und dann einwirft, ist gut, keine Frage. Aber ein universelles Allheilmittel ist das noch längst nicht. Selbst mit der Methode kann noch was schief gehen.
     
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  10. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Jetzt fantasierts aber. Nach Deiner Ansicht würde das heissen, der Zeuge vom Gegner kann beweisen, dass niemand einen Brief in den Briefkasten des Mieters geworfen hat. So was gibt es nicht in der Rechtsgeschichte. Da müßte der Gegen-Zeuge ja ständig am Briefkasten stehen

    dots, alles möglich, nur hat der Zeuge durch seine Unterschrift auf dem Originalschreiben bestätigt, dass er ein gleiches Schreiben in den Briefkasten des Empfängers geworfen hat.
    Der Zeuge kann natürlich sagen, sich nicht mehr erinnern zu können, was durchaus möglich wäre, nur wegleugnen dass er den Brief unterschrieben hat und eingeworfen, wird er nicht können.Da würde ein Richter aber schon fragen, warum er das Papier unterschrieben hat.

    Also Videodokumentation brauch es da nicht, denke ich.
     
  11. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Nein, müsste er nicht. Er müsste nur behaupten, den besagten Briefkasten, in den dein Zeuge das Kuvert eingeworfen hat, am Tag vorher abmontiert zu haben.
    Und schon steht wieder Aussage gegen Aussage.

    Und wen dann noch die Gegenseite vor dem Richter ein klein wenig überzeugender auftritt, ... Pech gehabt!
     
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  12. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Wäre die erste Frage, warum wurde der Briefkasten am Tag vorher abmontiert.
    Wäre tatsächlich kein Briefkasten vorhanden gewesen hätte ich meinen Zeugen gebeten den Brief unter der Türe des Empfängers einzuschieben etc.

    Wenn das alles so zuträfe, in der Tat ...Pech gehabt. Nun würde es auf den Richter ankommen, wer glauhaft ist, VM und Zeuge oder Gegenzeuge.
    Dots, durch Falschaussage wurden schon Menschen in's Kittchen geschickt. In dieser Briefkastensache würde ich aber meinen, das der Richter für den VM urteilt, denn warum sollte ein VM einen Zeugen so reinlegen wollen, wenn ganz offensichtlich kein Briefkasten vorhanden wäre. Es wäre vom VM Anstifung zur Falschaussage, für den Zeugen falsche Aussage womöglich unter Eid. Welcher Zeuge wäre so doof, dieses Spielchen mitzuspielen. Zugegeben, es ist im Leben nichts unmöglich.

    Wenn Du hier in jedem Beitrag auch alle Eventualitäten, die dafür und dagegen sprechen, schreiben möchtest/würdest, das gäbe lange Threads.
     
  13. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Ach anders bemerkt, Dein Mieter öffnet mit einem Zeugen Deinen Brief und in dem Briefumschlag ist ein leeres Blatt.
     
  14. #13 immobiliensammler, 23.02.2016
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Jetzt wirds albern - genau darum bezeugt der Zeuge ja, dass im eingeworfenen Umschlag der Brief mit dem Text lag! Im Normalfall unterschreibt der Zeuge auf einer Zweitschrift, dass ein inhaltsgleicher Brief in den Briefkasten geworfen wurde. Nichts anderes macht ja der Gerichtsvollzieher, der schickt dir nach der Zustellung auch eine Kopie des Schreibens verbunden mit dem Zustellnachweis
     
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  15. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Die Alternative wäre, die Eventualitäten zu ignorieren und Aussagen von sich zu geben, die meistens, aber nicht immer stimmen.
    Das wäre mir zuwider.

    Daher versuche ich oft, nichts pauschal auszudrücken, sondern zu relativieren.
     
  16. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Ja, albern, aber denkbar.
    Ursprünglich ging es um diese (fett geschriebene) Behauptung:
    Dem ist nämlich nicht IMMER so. Mit dem Verfahren ist man NICHT IMMER auf der sicheren Seite.
    Zum Beispiel in den genannten - für dich albernen - Fällen, de durchaus so vorkommen könnten. Ja, selten, aber sie können vorkommen.
     
  17. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Das wäre eine Behauptung die bei Gericht keinen Bestand hätte, weil mein Zeuge den Brief eigenhändig - ohne Briefumschlag- in den Briefkasten geworfen hat.
     
  18. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    So, und nicht anders.
     
  19. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Es gibt immer noch die Ausnahmen, aber alle hier aufzuklusern wäre albern.
     
  20. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Denk' doch mal nach, was Du da geschrieben hast...:050sonst:
     
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  21. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo freshm,
    grundsätzlich sollte man sowas per Einwurfeinschreiben verschicken. Den Umschlag kann man ja noch unter Zeugen verschliessen.
    Oder den Brief, auf dessen Kopie der Zeuge abgezeichnet hat, mit ihm zusammen in den BK des Empfängers einlegen.
     
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