Mieter zahlt nur Teilbetragt. Berechtigt?

Dieses Thema im Forum "Zahlungsmoral der Mieter/Vermieter" wurde erstellt von Berliner42, 15.04.2013.

  1. #1 Berliner42, 15.04.2013
    Berliner42

    Berliner42 Neuer Benutzer

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    Hallo liebe Forumsteilnehmer,

    nachdem ich letztes Jahr hier schon Hilfe geholt habe und unsere Mieter schlussENDLICH ausgezogen sind, haben wir erneut ein Problem mit denen.

    Die bezahlen nicht die Nebenkostenabrechnung vollständig.

    Einen Teil der Summe behalten sie zurück mit dem Argument, wir würden ihnen aus der Nebenkostenabrechnung 2011 noch Geld schulden.
    Dabei ging es um einen defekten Wasserzähler, in den Wasser eingedrungen war, beschlug und nicht ablesbar war. Der Techem-Ableser konnte den tatsächlichen Verbrauch nicht feststellen und meldete uns den Zähler als defekt und teilte uns mit, dass für die Abrechnungsperiode 2011 das Warmwasser durch eine Schätzung abgerechnet würde. Das haben wir schriftlich von der Techem.

    Das hat die Techem auch so gemacht und uns flatterten unzählige Widersprüche gegen diese Schätzung ein. Sie würden diese Schätzung nicht akzeptieren und würden lieber den von Ihnen abgelesenen Wert des Gerätes eingesetzt bekommen.
    An diesen Zählerwert kamen unsere Mieter durch eigenmächtiges Lösen der Verplombung, ohne unser Wissen und Zustimmung.

    Dürfen die überhaupt die Verplombung öffnen? Ist das nicht im eigentlichen Sinne Sachbeschädigung? Inwieweit ist da Betrug möglich?

    Diese Handwerker hätten beim Austausch ebenfalls diesen Wert abgelesen und wir sollten doch bitte diesen als „korrekten“ Wert einsetzen.
    Die Firma, die den Austausch vorgenommen hat, hat uns allerdings nun auch schriftlich bestätigt, dass das Gerät defekt gewesen sei.
    Was ist denn nun die Aussage von unseren Mieter und diesen Handwerkern wert? Die haben einen Zählerwert eines defekten Gerätes abgelesen, oder?

    Uns wurde dieser Zähler allerdings nie vorgelegt, wir haben also weder den Defekt gesehen, noch diesen ominösen Zählerwert.
    Den Differenzbetrag zwischen der Schätzung und dem Zählerstand des kaputten Gerätes wollen sie nun erstattet bekommen.

    Und nicht nur das: sie wollen auch nicht die Hochrechnung, die mit dem neuen Zähler gemacht wurde für die Zeit zwischen der Entdeckung des Defekts und dem Austausch bezahlen, obwohl diese Mieter in einem ihrer Schreiben genau dieses Verfahren selber vorgeschlagen hatten.

    Außerdem sei ja eh die Eichung nicht mehr aktuell gewesen, behauptet sie. Das ist allerdings nicht mehr nachweisbar, da die Zähler noch von den Vorbesitzern eingebaut wurden und das Beweisstück von der Sanitärfirma vernichtet wurde. Man kann es nachlässig nennen, dass wir nicht genau wissen, bis wann genau der Zähler geeicht war, aber wir haben auch in der ganzen Mietzeit keine Rückmeldung unsere Mieter erhalten, weder zum Defekt des Gerätes noch zur Eichung, obwohl das Gerät in der Küche jederzeit einsehbar war.

    Selbst unser Anwalt hat mit denen telefoniert und noch mal ganz deutlich erklärt, dass unser Vorgehen absolut rechtens sei. Mit dem Erfolg, dass wir zwei Tage darauf erneut einen Widerspruch gegen diese Schätzung im Briefkasten hatten.
    Sie ist übrigens Grundschullehrerin!

    Die Kaution wurde im Mietvertrag als Bankmietbürgschaft angegeben. Wie sich allerdings bei einer Nachfrage bei der Bank herausgestellt hat, existiert diese gar nicht!!!! Da können wir also auch nicht an unser Geld rankommen :-(

    So, nun sind meine Fragen:

    Darf man eigentlich eine Nebenkostenabrechnung mit der nächsten verrechnen?
    Kommen die mit dieser Wasserzählergeschichte durch? Sie scheinen sich ja 150% im Recht zu sehen!
    Wie schätzt Ihr die rechtliche Lage generell ein? Was für Chancen haben wir, an unser Geld zu kommen und mit welchen Argumenten fordern wir das ein?
    Ist ein Mahnbescheid in Betracht zu ziehen?
    Sollte der von einem Anwalt des Haus- und Grundbesitzervereins ausgestellt werden und falls wir damit unser Recht bekommen, wer zahlt dann die Anwaltskosten?
    Oder sollten wir den erst mal selbst versenden?
     
  2. AdMan

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  3. #2 Pharao, 15.04.2013
    Zuletzt bearbeitet: 15.04.2013
    Pharao

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    Hi,

    ich würde da mal brav auf euren Anwalt hören und ggf. müsst ihr eben das Einklagen und dann darf sich das Gericht damit auseinander setzen, wer nun im Recht ist.

    Und bei Einzug gab es nichts schriftliches von der Bank als Bestätigung ? Kann ich mir fast nicht vorstellen.

    Wenn es jeder öffnen dürfte, dann bräuchte man es ja nicht vorab verplomben, oder ??? Ich mein, die Plombe hat ja den Sinn, das keiner da rumwerkelt der da nicht rumwerkeln darf. Wiki sagt dazu zB Zitat: "Das Entfernen von Plomben kann als Urkundenvernichtung strafbar sein ..... "

    Ich finde die Frage viel wichtiger, ist diese eine Abrechnung denn nun richtig oder falsch ? Ich mein, du schreibst was von geschätzt, zudem das dieser Wasserzähler ja auch noch defekt gewesen wäre, ect.

    Wenn die Abrechnung falsch ist, kann der Mieter natürlich eine neue "richtige" Abrechnung verlangen von dir. Hier wäre dann interessant, wann du die Abrechnung dem Mieter zukommen lassen hast und ob der Mieter innerhalb seiner Fristen diese dann auch beanstandet hat.

    Ansonsten hier mal was aus dem §556 BGB Abs3: "Über die Vorauszahlungen für Betriebskosten ist jährlich abzurechnen; dabei ist der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten. Die Abrechnung ist dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist ist die Geltendmachung einer Nachforderung durch den Vermieter ausgeschlossen, es sei denn, der Vermieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten. Der Vermieter ist zu Teilabrechnungen nicht verpflichtet. Einwendungen gegen die Abrechnung hat der Mieter dem Vermieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Zugang der Abrechnung mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist kann der Mieter Einwendungen nicht mehr geltend machen, es sei denn, der Mieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten"
     
  4. Berny

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    Hallo Berliner42,

    m.E. hast Du Dich viel zu wenig um das Vermietungsobjekt gekümmert.
    Es liegt an Dir, jetzt noch evtl. vorhandene Beweise zu erbringen.
    Ich würde die Anlage in Ordnung bringen und mit den Ex-Mietern einen Kompromiss suchen. Es wird Euch wohl nicht wirtschaftlich umbringen. Falls Ihr bereit seid bis zum (bitteren?) Ende durchzuhalten, Rechtsanwalt-, Gutachter- und Gerichtsgebühren zu riskieren...: Dann viel Glück!!

    "Ist ein Mahnbescheid in Betracht zu ziehen? Sollte der von einem Anwalt des Haus- und Grundbesitzervereins ausgestellt werden"
    - Nein, das machen Gerichte...

    "falls wir damit unser Recht bekommen, wer zahlt dann die Anwaltskosten?"
    - Na, wer wohl? Der Gewinner bestimmt nicht.
     
  5. #4 Berliner42, 15.04.2013
    Berliner42

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    Ja, die Fristen sind von beiden Seiten eingehalten worden.

    Die Schätzung kam zustande, da der Ableser wegen des Defekts den korrekten Wert nicht ermitteln konnte.
    Die Techem teilte uns den Defekt mit und benachrichtigte uns, dass wegen des fehlenden Wertes eine Schätzung auf Grund §9a der Heizkostenverordnung gemacht werden müsste. Diese Schätzung besteht aus dem Durchschnittswert der Vorjahre.
    In meinen Augen und vorallem auch in den Augen unseres Anwaltes vom Haus- und Grundbesitzervereins, ist die Abrechnung korrekt.
    Ein als defekt eingestuftes Merssgerät kann nicht für eine korrekte Abrechnung herangezogen werden, so sagte man uns.

    Das wollen aber diese Mieter nicht akzeptieren und möchten lieber den Wert, den sie nach Aufbrechen der Verplombung abgelesen haben, eingesetzt bekommen.
    Wie schon erwähnt, haben sie das eigenmächtig die Verplombung beschädigt und wir Vermieter haben diesen Zähler dann noch nicht mal als Beweisstück vorgelegt bekommen. Die können da nun viel behaupten!!!

    Sie schrieben uns, dass die Handwerker diesen Wert auch abgelesen und aufgeschrieben hätten.
    Auf der Rechnung dieses Betriebes aber wurde uns bestätigt, dass dieser Zähler tatsächlich kaputt war.

    Also haben wir die Situation, dass wir sagen, die Abrechnung sei korrekt und unsere Mieter behaupten das Gegenteil.

    Unser Anwalt meinte, wenn sich die Mieter doch im Recht sähen, könnten sie doch Rechtsmittel einlegen, was sie aber nicht gemacht haben.
     
  6. #5 Berliner42, 15.04.2013
    Berliner42

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    Berny, das Vermietungsobjekt ist das ebenfalls von uns bewohnte Zweifamilienhaus.

    Daher kümmern wir uns sehr wohl um dieses Objekt.

    Können denn unsere Mieter einfach verlangen den Zählerwert eines nachweislich defekten Gerätes in die Nebenkostenabrechnung einzubeziehen?
    Das käme mir reichlich merkwürdig vor!!
     
  7. Berny

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    Noch schlimmer...

    Berliner42:

    "Der Techem-Ableser konnte den tatsächlichen Verbrauch nicht feststellen und meldete uns den Zähler als defekt"
    - Das hat Euch anscheinend wohl nicht interessiert.

    "Berny, das Vermietungsobjekt ist das ebenfalls von uns bewohnte Zweifamilienhaus."
    - Noch schlimmer.

    "Daher kümmern wir uns sehr wohl um dieses Objekt."
    - ich bin jetzt mal höflich...

    "Können denn unsere Mieter einfach verlangen den Zählerwert eines nachweislich defekten Gerätes in die Nebenkostenabrechnung einzubeziehen?"
    - Grundsätzlich m.E. nicht.
    Aber, mal nachgedacht: Ein defekter Zähler dürfte wohl eigentlich nicht vorwärts zählen.
    Und hättet Ihr Euch wirklich um die Angelegenheit gekümmert, hättet Ihr zusammen mit den Mietern die Beweise sichern können.
    Ich bin jetzt mal 'raus, sonst verwarnt mich womöglich noch unser Moderator...
     
  8. #7 Berliner42, 15.04.2013
    Berliner42

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    Also hier kann doch nur ein Missverständnis vorliegen.

    Natürlich hat uns dieser kaputte Zähler interessiert. Dieser befand sich aber in der Küche der vermieteten Wohnung und somit hatten wir doch gar keinen Zugang zu diesem Zähler.
    Erst bei der Ablesung der techem bekamen wir überhaupt Kenntnis über den Defekt des Zählers. Wie also hätten wir denn vorher reagieren können?
    Und nachdem wir davon erfahren haben, wurde der Zähler von einer Fachfirma ersetzt. Den Termin hat diese mit unseren Mietern ausgemacht. Erst im Nachhinein erfuhren wir, dass der Austausch stattgefunden hat und wiederum vier Wochen danach, gab es diese Beanstandung mit dem Zählerwert.

    Da war der Zähler aber schon entsorgt.
     
  9. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    moment ! Die Abrechnung wurde doch beanstandet vom Mieter. Welche weiteren "Rechtsmittel" sollte denn nun der Mieter noch einlegen ?

    Ich mein, ihr wollt doch jetzt Geld vom Mieter noch haben, also müsst ihr auch ggf. dann das einklagen. Warum sollte der Mieter das tun ? Der will ja verrechnen, aber damit seit ihr ja nicht einverstanden.

    Besser wäre es natürlich gewesen, ihr hätte die Kaution jetzt noch. Denn dann hätte der Mieter seinem Geld hinterher laufen müssen und ggf. dich vor Gericht ziehn.
     
  10. #9 Berliner42, 16.04.2013
    Zuletzt bearbeitet: 16.04.2013
    Berliner42

    Berliner42 Neuer Benutzer

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    Ja, die NK-Rechnung 2011 wurde beanstandet, da es aber von unserer Seite eine Rückzahlung gab, meinte unser Anwalt, dass sie gegen uns Rechtsmittel einleiten müssten, wenn sie der Meinung wären, wir hätten Ihnen zu wenig Geld überwiesen.

    Nun haben sie aber den Betrag von 2011 mit der Nebenkostenabrechnung von 2012 verrechnet und da sie diesmal nachzahlen müssen, müssen wir nun dem Geld hinterherlaufen.

    Nochmal zusammengefasst:
    Dieser Wasserzähler (in der Wohnung der Mieter) wurde von der techem als defekt gemeldet. Die techem schrieb uns, dass sie im vorliegenden Fall einzig und allein mit einer Schätzung des Verbrauchs nach §9a der Heizkostenverordnung die Abrechnung erstellen könnte. Unser Anwalt bestätigte uns dieses Vorgehen als vollkommen rechtens.
    Unsere Mieter legte aber gegen diese Schätzung Widerspruch ein. Denn sie hätten bei dem Gerät die Plombe gelöst (eigenmächtig und ohne unsere Aufforderung, Billigung oder Wissen) und unter dem beschlagenen Display (das Gerät stand vollkommen unter Wasser, war also undicht) hätten sie ja einen Wert ablesen können. Diesen wollten sie also statt der Schätzung in die Abrechnung eingesetzt bekommen.

    Wir haben aber Zweifel an der Richtigkeit des Wertes, da er extrem niedrig war, bei gleichzeitiger Zunahme der Wassernutzer in der Wohnung. Die Leute von der techem, ebenso der Fachbetrieb, der den Austausch vornahm, sind der Meinung, dass die Verwertbarkeit dieses abgelesenen Wertes nur dann gegeben wäre, wenn das Gerät einer Funktionskontrolle unterzogen worden wäre.
    Bis wir aber überhaupt erst mal Kenntnis über diesen Ablesewert bekamen, bzw. bis dieser Widerspruch bei uns einging, war die Wasseruhr aber schon von der Fachfirma entsorgt worden.

    Also, beide Parteien sehen sich im Recht. Wie ist Eure Einschätzung?
     
  11. #10 Berny, 16.04.2013
    Zuletzt bearbeitet: 16.04.2013
    Berny

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    Ungeachtet dessen, dass Ihr Euch bzgl. Kümmerns um die Mietsache ungeschickt verhalten habt, bin ich der Meinung, dass den Mieter die Nachzahlungspflicht trifft, da er Beweismittel, die ausserdem nicht ihm gehörten (indireketer Diebstahl?) hat vernichten lassen.
     
  12. Syker

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    Hallo Berliner42


    Ohne jetzt die Wasseruhr genau zu kennen könnte ich mir vorstellen,
    dass nach öffnen und entfernen der "Abdeckung" ohne weiteres der Zählerstand manipuliert werden konnte.
    Des weiteren könnte mit entfernen der Plombe eine (ggf. versuchte) Urkundenfälschung vorliegen.

    Die HeizkostenV schreibt auch die von der T.... praktizierte Schätzung
    bei Geräteausfall vor.



    VG Syker
     
  13. Pitty

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    Wenn eine. Fachfirma den Wasserzählertausch tauscht, hat sie Euch den Zählerstand mitzuteilen. Bei einem defekten Zähler hätte ich ihn immer an den Eigentümer ausgehändigt.

    Rein rechtlich gesehen würde ich an Eurer Stelle die Betriebskosten 2012 einklagen. Wenn Sie mit einer Schätzung in 2011 nicht einverstanden sind müssten die Mieter dagegen Vorgehen.
     
  14. #13 Berliner42, 22.04.2013
    Zuletzt bearbeitet: 22.04.2013
    Berliner42

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    Vielen Dank für Eure Antworten!
    Damit ist mir schon ein wenig geholfen.

    Die Fachfirma hat letztens dazu Stellung genommen und da wurde mir erzählt, dass man den Zählerstand einfach so beim Ausbau hätte ablesen können, die Plombe wäre nicht von Ihnen entfernt worden und sie hätten natürlich den Zähler in der Wohnung der Mieter belassen.

    Das widerspricht aber deutlich den Schilderungen unserer Mieter. Diese schrieben, dass sich der Handwerker "extra die Arbeit gemacht hätte, den Zähler zu öffnen".
    Auch kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass die Firma die Wasseruhr im Haus gelassen hat, denn diese hätten unsere Mieter uns direkt unter die Nase gehalten und hätten nicht gemutmaßt, dass er ja vielleicht, eventuell gar nicht mehr geeicht gewesen wäre.

    Was ja auch ein dummes Argument ist, denn dann hätte erst recht nicht der Wert in eine Abrechnung fließen dürfen, was ja auch nicht geschehen ist...

    Mir drängt sich der Gedanke auf, dass die Firma da versucht, sich rauszureden... Letztes Jahr hat der Chef der Firma mir gesagt, sie hätten den Zähler entsorgt...
     
  15. Berny

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    Dann würde ich auch diese Firma von meiner Liste entsorgen.
    Habe ich auch schon mal mit einer Heizungsfirma gemacht.:verrueckt009:
     
  16. #15 sara, 23.04.2013
    Zuletzt bearbeitet: 23.04.2013
    sara

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    genau!
    Deshalb würde ich nach einer nochmaligen Aufforderung mit Begründung und Fristsetzung die ausstehende Summe schriftlich anfordern, darin auch gleich darauf darauf verweisen wenn die Forderung nach dieser Frist nicht gezahlt ist, dass du sie gerichtlich fordern wirst.

    Wenn dann immer noch nicht gezahlt wurde, würde ich einen Mahnbescheid erlassen.
    Dies geht ganz einfach auch online. Must dir nur das entsprechende Mahngericht für deinen Wohnort raussuchen, bzw. beim zuständigen Amtsgericht dir sagen lassen. Die Kosten sind sehr gering und werden aber gleich dem Schuldner mit in Rechnung gestellt. (Allerdings must du sie vorher bezahlen)
    Dafür brauchst du keinen Anwalt.

    mahngerichte.de - Mahnbescheid

    Entweder sie bezahlen, oder die ehemaligen Mieter müssen der Forderung widersprechen, dann geht das ganze zum Gericht.
    Wenn sie die Frist des Widerspruchs nicht einhalten, dann hast du einen "Titel" und kannst pfänden lassen.
     
  17. #16 Berliner42, 11.05.2013
    Berliner42

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    So, nun geht alles in die nächste Runde:

    wir haben denen einen Brief geschrieben mit allen Fakten und Zahlungsaufforderung der noch offenen Summe. Diesen Brief habe ich von unserer Anwältin vom Haus- und Grundbesitzerverein absegnen lassen.

    Was ist dann passiert? Nichts! Keine Überweisung, stattdessen ein Schreiben, das unfassbar unverschämt ist.
    Sie teilt uns darin mit, dass der Wert des Warmwasserzählers ja von ihr im April '12 abgelesen wurde, also würde sie für den Zeitraum 2011 (komplett) bis Mitte April 2012, also für 15,5 Monate und 4 Personen, nur diesen von Ihr abgelesenen Wert akezptieren. Dieser ist allerdings viel niedriger als jeder andere Wert, der für nur 3 Personen und 12 Monate abgerechnet wurde, bei gleichzeitig historisch hohem Kaltwasserverbrauch!!

    Rechnet man die Einheiten um in Person/Monat, dann haben sie dadurch einen Warmwasserverbrauch, der 44% niedriger wäre als der Durchschnitt der vorangegangenen 5 Jahre.

    Das kann doch nicht sein! Zumal ja der Zähler als defekt eingeschätzt wurde...!!!

    Verunsichert sind wir etwas durch die Aussagen unserer Anwältin, die meinte, dass Richter häufig sehr mieterfreundlich eingestellt seien und eventuell meinen könnten, dass der Wert des kaputten Warmwasserzählers, der ja von den Mietern und den Handwerkern als Zeugen (die ja aber auch nicht die Wahrheit gesagt haben, wie man in einem oben stehenden Posting nachlesen kann) angeblich abgelesen wurde, zu akzeptieren sei oder dass es dadurch eventuell maximal zu einem Vergleich kommen könnte.

    Stimmt das? Wie sind Eure Erfahrungen bei solchen Fällen und sollten wir es tatsächlich auf eine Klage hinauslaufen lassen? Okay, der erste Schritt wäre der Mahnbescheid! Dem wird sie aber widersprechen, was anderes kann ich mir bei der nicht vorstellen...

    Weiter stehen in dem Brief lauter erfundene Dinge, die sie uns anlasten wollen. Zum Beispiel, dass Ihre Heizkosten sowieso durch uns "extrem angestiegen seien", da wir angeblich in einem Kellerraum die Heizung "in ständigem Betrieb" gehabt hätten!
    Das ist eine glatte Lüge! Der Kellerraum ist ein Lagerraum für unsere Gartenmöbel und wird von uns genau zwei Mal im Jahr betreten. Dort war noch nie die Heizung an! Vorallem: woher wollen die Mieter das wissen? Der Raum gehörte nicht zu deren Mietsache und kann nur durch den Heizungskeller betreten werden, an dessen Tür ein großes Schild angebracht ist, dass Unbefugten den Zutritt verbietet.
    Selbst wenn sie mit ihrer Behauptung recht hätten, wäre das nicht Hausfriedensbruch?

    Weitere Unverschämtheiten wurde noch angeführt, aber wir werten das als reine Provokation, zumal diese Mieter selber teils keine Miete bezahlt haben, keine Kaution bezahlt haben, für das Ausräumen einer Garage 6 Monate gebraucht haben (beide damals arbeitslos) und es als unzumutbar angesehen haben, die Garage "derart kurzfristig" ausräumen zu müssen. Dann durfte man sich noch als arrogant beschimpfen lassen...!

    Ich befürchte fast, dass bei solchen Leuten kein Weg an einer Klage vorbeiführt.
    Die Tatsache, dass bei einem defekten Zähler automatisch die Heizkostenverordnung eine Schätzung vorschreibt, haben sie bisher beharrlich ignoriert...

    Also: klagen? Wegen 115 Euro? Wie schätzt Ihr unsere Erfolgsaussichten ein?
     
  18. #17 Pharao, 12.05.2013
    Zuletzt bearbeitet: 12.05.2013
    Pharao

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    Hi,

    also Richter wollen fast immer gerne einen Vergleich ausholen statt ein Urteil zu sprechen, allerdings geht das eben nur, wenn beide Parteien dem zustimmen während der Verhandlung.

    Ob das Sinnvoll ist oder wo man evtl selber besser weg kommt, ect das wird dir niemand vorab sicher sagen können, sondern das wird man erst feststellen, wenn ein Urteil gesprochen wurde. In der Regel ist ein Vergleich vor Gericht oft gleich zusetzen wie: beide haben letztlich verloren, denn oft teilt man sich dann die Gerichtskosten, Anwaltskosten zahlt jeder selber, ect. Und wenn man dann noch den (niedrigen) Streitwert sich teilt, dann haben beide Seiten eigentlich nix gewonnen ....

    Das wirst du wohl oder übel selber entscheiden müssen, ob es dir das Wert ist. Wie die Chancen aussehen sollte dir eigentlich dein Anwalt sagen können.

    Naja, dein Anwalt versucht deine Rechte zu vertreten und der evtl Gegenanwalt die seines Mandanten. Also nimm diese Schreiben nicht persönlich.
     
  19. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Wirklich nix. Kann ich bestätigen...:sauer016:
     
  20. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Gewinnen tun nur die Anwälte:113:

    Lass Sie ziehen und kümmere Dich um neue, vernünftige Mieter. Übrigens wollen Anwälte auch nur Vergleiche, weil sie da mehr verdienen, als ein richtiges Urteil, wo Sie 100 Prozent Recht bekommen.:150:
     
  21. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    ... welches ich bestätigen kann. Nie wieder einen Vergleich!
     
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