Mieter zieht einfach aus....ABER

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von derdancer, 28.05.2007.

  1. #1 derdancer, 28.05.2007
    derdancer

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    Hallo Zusammen!

    Ich habe 700km von meinem WOhnort ein Haus mit 2 Mietwohnungen.

    Zur Geschichte: meine Mieter in der unteren Wohnung (ein Paar) hatten sich getrennt. Da der Mann -sagen wir- etwas nachlässig ist und wir etwas Sorge um die Wohnung hatte, haben wir eine schriftliche Kündigung ausgesprochen (natürlich ein interner Beweggrund, der in der Kündigung nicht formuliert war). Diese Kündigung wurde angenommen; bald bat der Mieter aber mündlich, dass er erstmal weiter wohnen bleiben darf, ohne dass dieser Zeitraum näher benannt wurde. Daraufhin wurde die Kündigung mündlich zurück genommen. Er blieb dann über den ursprünglichen Kündigungszeitpunkt in der Wohnung und hat bis zu diesem Zeitpunkt auch Miete gezahlt.

    Das alles geschah durch meine Mutter in Vollmacht.

    Nichtsdestotrotz ist der Mieter dann ohne Vorankündigung ausgezogen, so dass ich bis zur Neubelegung einen Mietverlust habe.

    Wie steht nun die Rechtslage?

    M.E. hätte der Mieter seinerseits regulär kündigen müssen und schuldet mir damit die Zahl (2) der Monatsmieten vom plötzlichen Auszug bis zur Frist der frühest möglichen Kündigung von seiner Seite. (Ich glaube wenn man es genau sieht, hätte ich auch gar keinen guten Grund für eine Kündigung gehabt, so dass diese ohnehin hinfällig war!?)

    (Unabhängig davon waren in der Wohnung einige Schäden, die aber aufgrund einer Weigerung vom Mieter nicht in einem Protokoll festgehalten wurden; das aber nur nebenzu).

    Persönliche Anschreiben an den Mieter wurden anfangs ignoriert (nicht angekommen, ....), inzwischen hat er den Fall seinerseits an einen Anwalt übergeben. Dieser hält soweit die Füsse still. Unser Angebot über ein Treffen in der Mitte -1 Monatsmiete- wurde abgelehnt.

    Oder bleibt der Knackpunkt die nur mündliche erfolgte Rücknahme der Kündigung. Wobei andererseits natürlich FÜR mich spricht, dass der Mieter wohnen blieb, ohne dass ich Massnahmen ergriffen habe. Also ein Indiz für die tatsächlich erfolgte Rücknahme der Kündigung. (Eine offene Nachzahlung aus der Nebenkostenabrechnung hat er z.B. bezahlt, ist also nicht ganz unkooperativ.)

    Der Streitwert ist jetzt nicht immens, die beiden Mieten sind aber dennoch ein herber Einschnitt in meine notwendigen Ratenzahlungen für den Kredit.

    Meinungen? Lohnt es, einen Anwalt einzuschalten, der einen netten Brief schreibt? EIne Vermieterrechtsschutz habe ich nicht.

    Ich weiß: Dreh- und Angelpunkt ist, dass solche Verträge immer schriftlich sein müssen.

    Guido
     
  2. AdMan

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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Kündigung nicht rechtens -> nicht relevant.
    Kün vom Mieter nicht eingegangen -> 3 Monatsmieten ab Auszug.

    alle mündl Absprachen sind nicht relevant.

    Schäden wurden nicht festgehalten -> Es gab dann offiziell keine!

    Ehrlich gesagt: Ich würde das unter "Lehrgeld" abhaken.
    So wie ich die Entscheidungen einschätze, ist der Mieter auf dem besseren Standpunkt und die Kü, die nicht rechtens war, macht das nicht besser.
    Der Richter wird sehr schnell merken, dass er einen "unwissenden" Vermieter vor sich hat und das ist kein gutes Zeichen.

    Meine empfehlung: wenn es dir das Geld wert ist, gehe zu Haus&Grund hole dir dein Geld. (Vielleicht auch wirklich nur eine Miete)
     
  4. #3 derdancer, 28.05.2007
    derdancer

    derdancer Neuer Benutzer

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    Hallo Capo!

    Danke für das schnelle Statement

    Soweit so klar; leider habe ich mich hier voll auf meine Mutter verlassen, die nebenan wohnt und Vorbesitzerin war.

    Klar, und darum hatte ich das auch nur nebenher zur Abrundung erwähnt. Zum Teil wurde der Schaden (Barcadi Cola Teppich), gesprunges Klo, auch von der Haftpflicht gezahlt. Den Rest verbuche ich unter Abnutzung.

    Auch wenn sich das oben vorerst gut anhört? Warum ist seine Position besser? Und ich denke bis zu einem Richter ist es weiter Weg. Ich möchte erstmal feststellen, mit welcher Vehemenz ich mich um den Anwalt kümmere.


    Wer/Was ist das?

    LG Guido
     
  5. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Haus&Grund ist die Vereinigung für Vermieter. Sozusagen der Gegenpol zum Mieterschutz. Den gibt es in jeder größeren Stadt.
    Hier kannst du eine Stelle in deinem Ort finden

    Es kostet zwar was, aber ich bin wohl nicht allein, wenn ich sage, dass der H&G sein Geld wert ist. (Mietverträgevorlagen, Beratung und noch viel mehr..)
     
  6. Dr.No

    Dr.No Erfahrener Benutzer

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    Hallo Capo,

    ich bin ganz anderer Meinung als Du.

    Das betrifft Haus und Grund, aber auch das Mietverhältnis.

    Egal was vorher zu Recht oder zu Unrecht gekündigt wurde, wenn das Mietverhältnis
    2 Wochen über den Kündigungstermin fortgesetzt wurde ist die Kündigung hinfällig.

    Es hätte erneut gekündigt werden müssen.

    Hier die gesetzliche Grundlage:


    "§ 545 BGB Stillschweigende Verlängerung des Mietverhältnisses

    Setzt der Mieter nach Ablauf der Mietzeit den Gebrauch der Mietsache fort, so verlängert sich das Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit, sofern nicht eine Vertragspartei ihren entgegenstehenden Willen innerhalb von zwei Wochen dem anderen Teil erklärt. Die Frist beginnt

    1. für den Mieter mit der Fortsetzung des Gebrauchs,
    2. für den Vermieter mit dem Zeitpunkt, in dem er von der Fortsetzung Kenntnis

    erhält."

    Es sei denn § 545 ist ausdrücklich im Mietvertrag ausgeschlossen worden.
     
  7. #6 derdancer, 02.06.2007
    derdancer

    derdancer Neuer Benutzer

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    Hallo Dr. No!

    Gut, dann gibt es noch einen freundlichen Brief von mir; ansonsten suche ich mir einen Anwalt meines Vertrauens


    Danke fürs Zuhören.

    Guido
     
  8. #7 Insolvenzprofi, 03.06.2007
    Insolvenzprofi

    Insolvenzprofi Erfahrener Benutzer

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    du kannst ihn nicht ausschließen, jedenfalls nicht so wie es oben erwähnt wurde, das führt zur nichtigkeit, da der mieter unangemessen benachteiligt ist, richtig wäre:

    "Der Vermieter kann aber auch noch innerhalb von 2 Wochen nach Kenntnisnahme der Gebrauchsfortsetzung widersprechen."
     
  9. Dr.No

    Dr.No Erfahrener Benutzer

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    Ich glaube Dir ist hier ein gravierender Fehler unterlaufen.
    Lies Dir noch einmal gründlich durch was Du geschrieben hast.
    Ich glaube, Du wolltest was anderes schreiben.
     
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