Mieter zum Ablesen zwingen oder Schätzung akzeptieren ?

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von Looop, 28.04.2016.

  1. Looop

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    Hi !
    Nehmen wir an ein Mieter weigert sich, aus nicht erfindlichen Gründen, dass bei Ihm die elektronischen Heizkostenverteiler abgelesen werden. Er öffnet einfach die Türen nicht, auch beim Alternativtermin.
    Das geht schon seit einigen Jahren so.
    Er wird demnach vom Ablesedienst geschätzt.
    Nach Heizkostenverordnung ist die Schätzung in dem Fall ja ok.
    Die Extrakosten wg. Schätzung nach Gebühren des Ablesedienstes gehen auf sein Konto die dann auch gezahlt werden.

    Meine Frage:
    Soll ich da irgendwelche Maßnahmen ergreifen um die Ablesung zu erzwingen ?
    Ich habe die Vermutung die Schätzung ist unterhalb des echten Verbrauchs und geht somit zu Kosten der anderen Mieter.
    Ich würde aber gern irgendwie mal einen echten Wert haben.
    Die Ablesung wird im Hauseingang angekündigt.

    Würdet ihr eine Ablesung erzwingen oder dem Mieter das durchgehen lassen und muss ich mich mit der Schätzung zufrieden geben ?

    danke euch.
    looop
     
  2. AdMan

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  3. GSR600

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    Wenn das immer wieder passiert setzen wir den Zugang zur Ablesung gerichtlich durch.
     
  4. Looop

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    Muss ich hier bereits bei der Ankündigung des Termins was beachten.
    Vermutlich wird nur die Ankündigung über einen Zettl im Hauseingang vor Gericht nichts nützen.
    Auf welche Begründung wird dann die Duldung auf Zugang gestützt ?
    Ist das für mich ein Risiko oder ist die Sachlage soweit eindeutig ?
    Ja es passiert immer wieder. Bisher hat man es immer durchgehen lassen.
     
  5. GSR600

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  6. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Deine Vermutung kann durchaus berechtigt sein. Der heizt sich auf Kosten der Allgemeinheit den Ar...auf.
    Oder es befindet sich etwas in der Wohnung was auf keinen Fall gesichtet werden darf, z.B. Drogenanbau oder verbotene Tiere...

    Bei uns werden seit einiger Zeit die Mieter per Post noch extra informiert. Zettel im Hauseingang sowieso.

    Na also, warum nicht weiterhin...
     
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  7. Pharao

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    Hi Looop,

    das war zwar nicht deine Frage, aber schon mal über elk. Heizmessgeräte nachgedacht die per Funk gehen :? Ansonsten sehe ich hier auch nur die Möglichkeit über Gericht, wenn der Mieter ständig grundlos nicht mitmacht.


     
  8. Looop

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    @GSR600: Danke für den Link. Da steht jedoch auch beschrieben dass eine Gerichtliche Duldung sehr lange dauert und eine einstweilige Verfügung vermutlich mangels Dringlichkeit nicht durchgeht. (Die Werte werden ja 1 Jahr gespeichert)
    Welchen Weg geht ihr da immer und wie lange dauert dann das aus deiner Erfahrung aus der Praxis ?

    Ich will dem Mieter sofort nachdem er den zweiten kostenlosen Termin nicht wahrnimmt klarmachen, dass er den Termin selbst ausmachen muss bis Tag x und dann gehts ab zum Anwalt....

    @Pharao: Ja hab ich schonmal nachgedacht. Das gehe ich die nächsten 2-3 Jahr an. Ich möchte dann zeitgleich auch bei anderen Ablesefirmen um Angebote bemühen.
     
  9. #8 BHShuber, 29.04.2016
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    Hallo,

    ja würde ich und wenn es sein muss im meinem Beisein, denn findige Mieter nutzen das um dann die Heizkostenabrechnung anzufechten, weil man gelesen hat, dass wenn keine Ablesung möglich war, der Mieter pauschal 15% der Heizkosten in Abzug bringen kann.

    Das wird erfolgreich verhindert, wenn man zum Ablesetermin gleich mal einen Termin zur Besichtigung der Mietsache vereinbart und den Ableser gleich mitbringt oder selber abliest!

    Gruß
    BHShuber
     
  10. #9 chapi2305, 29.04.2016
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    Praxisbeispiel aus eigener Erfahrung: Man kann mit dem Abrechner telefonieren, nachdem die Ableser versucht haben in die vergebens in die Wohnung zu gelangen. Die mehrmalige Anfahrt zahlt der Mieter schonmal. Es könnte ja sein, dass man dem Abrechner sagt, er solle den verbrauchten Wert doch höher schätzen ;). Spätestens, wenn der Mieter dann seine Nachzahlung sieht wird er sich melden. Klar ist rechtlich natürlich "etwas" diskutabel. Aber sollte der Mieter etwas in der Wohnung illegales verbergen, wird sich das schon geben.. ;) Und trotzdem versuchen vom Recht Gebrauch machen die Wohnung zu betreten mit entsprechender Ankündigung usw.
     
  11. #10 BHShuber, 29.04.2016
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    Hallo,

    das ist ja gar niedlichst.

    Man sollte sich, wenn man Ansprüche an den Mieter stellt oder dessen Ansprüche abwehrt, nicht selber angreifbar machen, wann das mal in den Köpfen so manchen Vermieters angekommen ist, wird die Welt ein wenig entspannter.

    Gruß
    BHSHuber
     
  12. GSR600

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    Bei uns ist es so, dass ich inzwischen wenn ich den Hinweis bekomme bei wem nicht abgelesen werden konnte den Hausmeister mit der Ablesung beauftrage, wenn das auch nicht klappt dann gehen wir den Weg über das Gericht, dass dauert natürlich etwas aber die Mieter bei denen wir das mal gemacht haben sind inzwischen immer bei der Ablesung da, weil so ein Gerichtsverfahren ja auch Kosten verursacht.
     
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  13. Looop

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    Hi !

    https://www.haufe.de/immobilien/ver...eter-nicht-da-ist_idesk_PI9865_HI3051541.html
    Falls bei o.g. Fall die Ankündigung der Termine vom Vermieter nicht nachgewiesen werden kann, und der Mieter dann die Termine verstreichen hat lassen, bleibt man dann als Vermieter auf den kompletten Heizkosten hocken ?

    Looop
     
  14. Berny

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    Hmm..., kamen da nicht aus der betroffenen Wohnung verdächtige süssliche Gerüche...?:011sonst:
     
  15. Nanne

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    Ja, das gibt es, aus der Wohnung süssliche Gerüche, die ich der Polizei meldete. Der Mieter war seit längerer Zeit nicht mehr zu sehen, die Miete wurde auch nicht mehr gezahlt. Der süssliche Geruch aus der Wohnung ließ nichts gutes befürchten. Die Wohnung wurde von Amts wegen geöffnet - und es waren überall in der Wohnung Kochtöpfe mit verdorbenen Speiseresten. (Kein Toter)

    Der Mieter war übrigens derjenige, den die Polizei aufgegriffen hatte....

    Wollte damit nur erwähnen, dass "süssliche Gerüche" aus der Wohnung kein schlechter Hinweis ist, Berny.
     
  16. #15 BHShuber, 12.05.2016
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    Hallo,

    na ja komplett auch nicht, wenn aufgrund der Nichtablesung nach Gradtagszahlen abgerechnet wurde berechtigt das den Mieter lediglich 15% Pauschal in Abzug zu bringen.

    Andere Einwände des Mieters die komplette Heizkostenabrechnung in Abrede zu stellen, muss er im Einzelnen begründet widersprechen und den Nachweis hierfür erbringen.

    Grúß
    BHShuber
     
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  17. #16 Papabär, 12.05.2016
    Zuletzt bearbeitet: 12.05.2016
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    Wer findet den Fehler?


    Im Übrigen halte ich es für Quatsch, dass der Mieter die HK um 15% kürzen dürfte, wenn er selber (nachweislich!!) die zuvor vereinbarte Ablesung verweigert. Artikel 13 GG ist in meinen Augen ein ausreichend zwingender Grund gem. §9a (1) HeizKVO. Die Schwierigkeit für den Vermieter dürfte lediglich die Sache mit der Nachweisführung sein ... aber wenn´s einfach wär, könnt´s ja jeder machen, gell? :15:


    EDIT: Es ist übrigens beileibe nicht so, dass der Abrechner lediglich die von ihm selber abgelesenen Werte verwenden dürfte (wird halt gerne behauptet um Ableseaufträge zu generieren). Selbstverständlich darf ich als Vermieter ebenfalls ablesen und meinen Kunden (also hier das Abrechnungsunternehmen) mit der Verwendung dieser Werte beauftragen.
     
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  18. Jobo45

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    Der Mieter der die Ablesung verweigert nicht, aber wie sieht es mit den anderen Mietern aus, wenn sie von der Tatsache, dass eine oder mehrere Wohnungen geschätzt wurden, erfahren?
     
  19. Berny

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    Bei bzw. von mir erfährt kein Mieter etwas über andere.
     
  20. Jobo45

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    Das machen solche Helden schon manchmal selber!
     
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  21. #20 Papabär, 12.05.2016
    Papabär

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    Soweit die Schätzung zulässig war, dürfte das nicht zu beanstanden sein.

    Ich persönlich bevorzuge in solchen Fällen übrigens eine Schätzung durch den Abrechner (auch wenn mancheiner dafür extra Gebühren verlangt). Für die meisten Mieter ist alles was der Vermieter macht grundsätzlich und immer falsch ... die Abrechnungsdienste scheinen da irgendwie über jeden Zweifel erhaben zu sein.
     
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