Mieterbund nervt wegen Heizkostenabrechnung

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von Vermida, 09.11.2013.

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  1. #1 Vermida, 09.11.2013
    Vermida

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    Unser Mieter und der Mieterbund nerven!!!!

    Unser Mieter ist im September 2012 eingezogen. Nachdem ihm die von uns kalkulierte Nebenkostenvorauszahlung zu hoch war und wir zugestimmt hatten, dass wir es erst einmal mit 20 Euro weniger pro Monat versuchen, kam es wie es kommen musste. Nachdem der Mieter zu Beginn der Heizkostenperiode eingezogen ist, werden 150 Euro Nachzahlung für 2012 fällig.

    Als wir die Abrechnung ausgehändigt haben, hat der Mieter sofort behauptet, die Abrechnung sei falsch, ohne überhaupt einen Blick darauf zu werfen. Ich habe gleich angeboten, mit ihm die Abrechnung durchzugehen, kein Interesse. Mieter wollte nur die Belege haben. Habe ich auch ausgehändigt, die Beträge stimmen natürlich mit den Abrechnungswerten überein.

    In der Abrechnung war eine Zahlungsfrist von 8 Wochen gesetzt. 6 Wochen nach Verstreichen der Mahnfrist habe ich nun eine Mahnung geschickt.

    Am übernächsten Tag kam ein Brief vom Mieter, in dem er eine korrigierte Abrechnung anfordert. In diesem Brief sind Teile einer Stellungnahme des Mieterbundes zitiert, das Schreiben des Mieterbundes lag nicht in Kopie bei.

    Die Stellungnahme des Mieterbundes war kaum verständlich, dieser hat aber im Wesentlichen kritisiert, dass wir bei der Heizkostenabrechnung für die Verbrauchskosten für die HKV wechselnde Faktoren angewendet hätten und wir einen Faktor von 390/1000 anwenden müssten.

    Gehts noch? Haben die sich dort jemals jemand mit dem Thema Heizkostenabrechnung befasst?

    Ich habe jetzt einen Brief an den Mieter verfasst, in dem ich erkläre, dass die angewendeten Faktoren korrekt sind, da es sich hier um die Bewertungsfaktoren für die Heizkörper handelt, die wir für die in seinem Nutzungszeitraum gemessenen Verbrauchseinheiten (Ablesewerte zum Einzugstermin und zum 31.12.2012) anwenden. Und dass der Gradtagszahlenfaktor der vom Mieterbund angefordert wird, doch nur dann erforderlich ist, wenn wir keine Zwischenablesung durchgeführt hätten, dann aber nicht nur auf den im seinem Nutzungszeitraum gemessenen Verbrauch, sondern bezogen auf den Gesamtjahresverbrauch für die Wohnung. (Die Anwendung des Gradtagszahlenfaktors sehe ich aber gar nicht ein, weil wir in diesem Jahr in der Wohnung auch Leerstand hatten und ich sonst seinen Verbrauch mitbezahle, ansonsten finde ich in der Verbrauchskostenabrechnung aber auch nichts zum Korrigieren)

    Hat jemand Tipps für mich wie ich mich verhalten soll? Mein Mieter will einfach nicht zahlen und wird hier immer wieder den Mieterbund anstacheln – kostet ihn ja auch nichts.... Wie werde ich den Mieterbund nur wieder los und krieg mein Geld?

    Ich habe für 2012 im Übrigen zum ersten Mal selbst die Heizkostenabrechnung gemacht, nachdem mich die Vorbereitung (Ablesung der Verbrauchswerte und Aufbereitung für das Abrechnungsunternehmen) auch eine Menge Zeit kostet und bis zur Abrechnung der Weg davon nicht mehr weit ist. Unseren Mietern habe ich für diese Eigenleistung bei der Abrechnung nichts in Rechnung gestellt....wir sind als Vermieter einfach zu nett.....

    Ich habe jetzt unserem neuen Mieter zumindest angekündigt, dass wir die nächste Abrechnung wieder an ein Abrechnungsunternehmen geben werden, wenn diese Diskussionen kein Ende finden. Ich habe angekündigt, dass wir dann die Techem nehmen werden, die mit am Teuersten ist, weil diese in Diskussionen mit dem Mieterbund immer noch den besten Stand hat und dass diese Abrechnung mehrere Hundert Euro kosten wird und wir diese Kosten selbstverständlich umlegen werden. Ich glaube aber nicht, dass es was nutzt....

    Wäre dankbar für Erfahrungen und Tipps....
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Den Mieterbund kannst du - sofern du das möchtest - einfach ignorieren. Du bist weder verpflichtet, mit denen zu kommunizieren, noch verspricht das einen großen Erfolg.

    Der nächste sinnvolle Schritt wäre die Beantragung eines gerichtlichen Mahnbescheids. Wenn der Mieter dem nicht widerspricht, kannst du vollstrecken lassen, andernfalls kommt es zur gerichtlichen Klärung.


    Um solchen Diskussionen vorzubeugen wäre eine Maßnahme von vielen, etwas klarer aufzutreten. Nach Übergabe der Abrechnung warte ich doch nicht 14 Wochen, bis ich dem Mieter mitteile, dass ich mein Geld wirklich haben will.


    Ein weiterer Punkt: Drohungen wirken nicht besonders souverän. Wer weiß, dass er im Recht ist, muss nicht drohen. Außerdem ist diese Aussage eine Steilvorlage für eine Argumentation in Richtung "Unwirtschaftlichkeit".
     
  4. #3 immodream, 09.11.2013
    immodream

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    Hallo Vermida,
    nach über 25 Jahren Vermietung kann ich dir nur raten, den Anwälten vom Mieterbund zu misstrauen.
    Ich habe das Gefühl, wer sonst im Leben als Rechtsanwalt nichts auf die Reihe bekommt, wird Anwalt vom Mieterbund.
    Lass dir nichts gefallen, mach dich weiterhin sachkundig, und lass dich auch vor Gericht nicht einschüchtern.
    Ich bedauere inzwischen alle Mieter, die sich vom Mieterbund vertreten lassen.
    Grüße
    Immodream
     
  5. Wubbu

    Wubbu Erfahrener Benutzer

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    Thread geschlossen, da es keine 2 identischen braucht.
     
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