Mieterhöhung bei Sozialhilfeempfänger

Diskutiere Mieterhöhung bei Sozialhilfeempfänger im Mieterhöhung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, Ich habe seit Juli ein Haus zur Vermietung. Ich habe der übernommenen Mieterin am 30.10.2020 eine Mieterhöhung geschickt. Sie wohnt seit...

  1. #1 Sunnyangel2000, 20.01.2021
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    Hallo,

    Ich habe seit Juli ein Haus zur Vermietung. Ich habe der übernommenen Mieterin am 30.10.2020 eine Mieterhöhung geschickt. Sie wohnt seit 6 Jahren dort. Die Miete wurde bisher nie angepasst. Die Anpassung sollte lediglich auf durch ortsüblichen Miete gemäß Grundstücksmarktbericht mit Berücksichtigung der Korrekturfaktoren für das Baujahr und der Ausstattung erfolgen. Die Mieterhöhung sollte zum 01.01.2021 stattfinden. Wir sprechen hier lediglich von 15 Euro pro Monat. Nun habe ich keine Zustimmung erhalten und die Mieterin darauf angesprochen. Sie teilte mir mit, dass sie die Unterlagen zum Sozialamt gebracht hat und die keine Zustimmung erteilt haben. Meines Wissens habe ich nun bis Ende März Zeit, die Klage einzureichen. Muss ich noch irgendwas beachten, weil das Sozialamt nicht zugestimmt hat? Wenn die Klage erfolgreich sein sollte, muss die Mieterin dann die Erhöhung selbst tragen und auch die Kosten der Klage, oder zahlt das Sozialamt die Kosten?
     
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  3. #2 ehrenwertes Haus, 20.01.2021
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    Wie erhöht man mit einen Grundstücksmarktbericht die Miete?

    Besser vor Klageeinreichung das Mieterhöhungsbegehren noch prüfen auf inhaltliche und formale Fehler.

    Ein Grundstücksmarktbericht ist für die Ermittlung von Immowerten interessant, nicht für Mieterhöhungen.

    Die Miete muss immer der Mieter tragen. Manche Mieter bekommen einen Zuschuß zur Miete, max. bis zur Höhe der ortsüblichen Kdu-Sätze.
     
  4. #3 immobiliensammler, 20.01.2021
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    Könnte mehrere Gründe haben, z.B. dass das Mieterhöhungsverlangen nach Meinung des Sachbearbeiters (wirklich beim Sozialamt - das ist nämlich nur für eine ganz eng begrenzte Bevölkerungsgruppe zuständig) unzulässig ist. Diesbezüglich hat @ehrenwertes Haus ja schon was geschrieben, oder auch dass die Wohnung nach der Mieterhöhung über den örtlichen KdU-Sätzen liegt und daher keine Kostenübernahme erfolgt.

    Das hat auf Dein Mieterhöhungsverlangen und das weitere Vorgehen keine Auswirkung, das Sozialamt ist nicht Dein Vertragspartner.

    Wenn die Mieterin dann in der Wohnung bleiben will muss sie den die KdU-Sätze überschreitenden Betrag von ihrem Regelsatz selbst bezahlen, auch die Kosten der Klage, die übernimmt das Sozialamt nicht.
     
  5. Andres

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    Um diese vorsichtige Nachfrage mal deutlicher zu formulieren: Ein Grundstücksmarktbericht beschäftigt sich mit der Entwicklung der Kaufpreise von Immobilien. Er ist zur Begründung einer Mieterhöhung völlig ungeeignet. Stützt sich die Begründung der ortsüblichen Vergleichsmiete nur darauf, ist das Erhöhungsverlangen unwirksam.


    Natürlich kann die Mieterin trotzdem Prozesskostenhilfe bzw. im Vorfeld der Klage Beratungshilfe beantragen, die unter solchen Umständen mit hoher Wahrscheinlichkeit gewährt würde ...
     
  6. #5 immobiliensammler, 20.01.2021
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    Richtig, wobei ich die Formulierung des TE "Wenn die Klage erfolgreich sein sollte ...... und auch die Kosten der Klage oder zahlt das Sozialamt die Kosten" so verstanden hatte dass der TE dann seine Prozesskosten von der Mieterin (das sicher (auf dem Papier)) oder dem Sozialamt (das sicher nicht) erstattet bekommt!
     
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