Mieterhöhung/ Kappungsgrenze bei Eigentümer- und Mieterwechel?

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von onlinesteffen, 05.01.2014.

  1. #1 onlinesteffen, 05.01.2014
    onlinesteffen

    onlinesteffen Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ist die Erhöhung der Miete um mehr als +20%, der Kappungsgrenze gem. § 558 Abs.3 BGB zulässig, wenn der Eigentümer gewechselt hat und gleichzeitig auch neu Vermietet wird?

    Beispiel:
    Bis 31.12. war die Wohnung zu EUR 500 vom alten Eigentümer vermietet. Zum 31.12. hatten die Mieter gekündigt und ausgezogen und der Eigentümer hat das zum Anlass genommen, die Wohnung zu verkaufen.

    Ist in dem Fall die Kappungsgrenze trotzdem zu berücksichtigen?

    Danke und Gruß
    Steffen
     
  2. AdMan

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  3. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    Die Kappungsgrenze gilt nur für eine Mieterhöhung bei einem bereits bestehenden Mietvertrag, also wenn der Mieter gleichbleibt.

    Hier wird komplett neu vermietet, also ein neuer Mietvertrag geschlossen, da interessiert die Kappungsgrenze nicht.
     
  4. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi Onlinesteffen,

    immer wenn ein neuer Mietvertrag abgeschlossen wird, kannst du vorab die "Regeln/Bedingungen" ganz neu bestimmen, also u.a. auch den Mietpreis, ect.

    Sobald ein Mietvertrag bzw ein Mietverhältnis besteht, geht das mit dem abändern des Vertrages nicht mehr so leicht, schon garnicht einseitig. D.h. einseitig geht i.d.R. nur nach Gesetzeslage, wo ggf. dann auch solche Sachen wie Kappungsgrenzen eingehalten werden müssen, ect. Alles andere geht nur, wenn beide Vertragsparteien zustimmen würden, aber das dürfte selten sein, das ein Mieter freiwillig zustimmt das er mehr Miete zahlen soll, als gesetzlich möglich wäre.
     
  5. #4 Steppenhund, 07.01.2014
    Steppenhund

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    Ist doch auch logisch, gerade in den Städten sind die Imobilienpreise drastisch gestiegen.
    Wer vor 25 Jahrene eine Wohnung für 25.000 DM gekauft hat, wird eine andere Miete verlangen als jemand der sie gestern für 250.000 Euro gekauft hat.
     
  6. #5 Pharao, 07.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 07.01.2014
    Pharao

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    Hi,

    auch wenn du vorzeige Städte hernimmst zum Vergleich, auch da ist m.E. in 25 Jahren nicht so eine Wertseigerung gewesen - Also m.E. etwas übertriebenes Beispiel von den Zahlen her, zumal auch der Kaufpreis der Immobilie überhaupt nix über die mögliche Miethöhe vor Ort aussagt, also was man aktuell bekommen oder die man irgendwann mal verlangen könnte !

    Und warum sollte zB jemand der eine Eigentumswohnung vor 25 Jahren sehr günstig erworben hat, nicht mal im Laufe der Zeit die Miete anpassen (also entweder über Mieterhöhung `la MV oder bei neu Vermietung) ?

    Und klar, wer seine Immobilie abgezahlt hat und ggf. nicht auf die Mietzahlungen angewiesen ist, der kann ggf. auch super günstig vermieten. Aber warum sollte er das tun, denn letztendlich ist das doch eine Art Geldanlage und wer legt freiwillig sein Geld schon super schlecht an ?
     
  7. #6 Papabär, 07.01.2014
    Papabär

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    Es sei denn, es handelt sich um dieselbe Wohnung ...
     
  8. #7 Steppenhund, 08.01.2014
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    Es geht nicht darum das eine billig erworbene Wohnung günstiger vermietet werden kann, sondern darum das jemand der wesentlich mehr bezahlt hat in der Regel auch eine höhere Miete durchsetzen muss als ein Vorbesitzer der sie günstiger erworben hat, der von mir genannte Preis war absichtlich übertrieben um die Problematik zu dramatisieren und damit offensichtlich darzustellen.
     
  9. Pharao

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    Hi,

    auch auch das ist m.E. Käse. Der Kaufpeis steht nicht in dem Zusammenhang mit dem Mietzins der vor Ort überhaupt möglich ist ! Derjenige der eine Immobilie zu teuer erworben hat, wird einfach länger abzahlen müssen ....
     
  10. #9 Papabär, 08.01.2014
    Papabär

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    Klasse ... ihr habt beide Recht.

    Die mögliche Miethöhe steht natürlich zunächst in keinem Zusammenhang mit dem Kaufpreis.

    Allerdings beeinflusst der Kaufpreis (nebst weiteren Anschaffungskosten) natürlich schon die monatliche Belastung, d.h. der Erwerber einer teureren Wohnung hat (bei vergleichbarer Miethöhe) in der Regel einen niedrigeren Cash flow.
     
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