Mieterhöhung mit Vergleichsmieten - unterschiedliche Wohnflächenberechnungsansätze

Dieses Thema im Forum "Mieterhöhung" wurde erstellt von Kitzblitz, 08.01.2010.

  1. #1 Kitzblitz, 08.01.2010
    Kitzblitz

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    Hallo in die Runde,

    ich möchte eine Mieterhöhung mit Vergleichsmieten begründen. Dazu habe ich zwischenzeitig die Mietdaten für 3 Vergleichswohnungen aus dem gleichen Gebäude vorliegen. Ich hole mal etwas weiter aus, weil ich zu meinem "Problem" hier im Forum noch nichts finden konnte. Das Thema "Vergleichswohnung" wird m.E. hier nur sehr oberflächlich behandelt - doch wie konkret die Vergleichbarkeit herzustellen ist, bleibt irgendwie in der Grauzone.

    Ausgangslage mit 3 Vergleichswohnungen (im gleichen Haus, und sogar in fast gleicher Ebene (halbgeschossig versetzt).

    Whg 1: Identisch (spiegelgleich) mit unserer Wohnung. Diese Wohnung ist mit 68,00 qm Wohnfläche vermietet - im Mietvertrag unserer Wohnung stehen tatsächlich 58,91 qm. Die Ursache für die unterschiedlichen Wohnflächen liegt in der Bewertung der Dachterrassen beider Wohnung - bei unserer Wohnung geht diese mit 25% ein, bei der Vergleichswohnung mit 50%.

    Whg 2: In Größe und Aufteilung (Galerie statt Maisonette) nicht identisch mit unserer Wohnung. Im Mietvertrag stehen 55 qm (Galerie wurde nicht berücksichtigt). Unter Berücksichtung der anrechenbaren Galerie (zwischen 1m und 2m Raumhöhe mit 50%) und Dachterrasse mit 25 % ergeben sich 58,86 qm - also mehr Fläche als im Mietvertrag steht).

    Whg 3: Fast spiegelgleich mit Whg 2, allerdings durch noch größere Dachterrasse (mit 25% der Grundfläche in Wohnfläche berücksichtigt) beträgt die Wohnfläche 60,02 qm. Vermietet ist diese Wohnung mit 69 qm.

    Nun zu meiner Fragestellung in die Runde:

    Darf ich eine Vergleichbarkeit der Wohnungen zu meiner so herstellen, indem ich die faktisch erhobene Miete auf die für alle 3 Wohnungen nach gleichen Grundsätzen ermittelte Wohnfläche (Dachterrassen gehen mit 25 % ein) umlege, um mir so einen Mietzins für jede Vergleichswohnung berechne, den ich dann meinem Mieterhöhungsverlangen gegenüberstelle ?
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 08.01.2010
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    du willst also auf den reinen quadratmeterpreis abheben?
    weiss nicht ob das so sinnvoll ist - die ausstattung spielt ja auch 'ne rolle.
    dass die exakt gleiche wohnung (quadratmetermässig gleich mein ich jetzt) einmal mit parkettböden, marmorbad und luxus-EBK ausgestattet sein kann und's andere mal mit PVC-böden, einfachst-bad und ohne EBK solltest du in jedem falle mit berücksichtigen - es dürfte klar sein, dass letztere deutlich billiger vermietet wird als erstere.
    in qualifizierten mietspiegeln wird ja auch immer sehr stark auf die ausstattung abgehoben, das solltest du meiner ansicht nach nicht unterschlagen.
     
  4. #3 Kitzblitz, 08.01.2010
    Kitzblitz

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    Sorry, hatte ich vergessen zu erwähnen.

    Die Wohnungen liegen nicht nur im gleichen Gebäude, sondern haben selbstverständlich auch fast gleichen Ausstattungsstandard. Fast deshalb, weil unsere und die spiegelgleiche Wohnung zusätzlich viel mehr Fenster, ein zusätzliches Gäste-WC und Panoramaaussicht aus allen Zimmern haben. Die anderen beiden haben etwas eingeschränke Sicht, d.h. Panorama nur von den Dachterrassen.

    Bei Vergleichswohnungen denke ich mal geht es nur über den Mietzins EUR/qm. Wie will man sonst unterschiedlich große Wohnungen miteinander vergleichen. Selbst wenn man mit dem Mietspiegel arbeitet, kommt man um die Rückrechnung auf den Mietzins nicht herum.

    Meine Frage zielt hier tatsächlich nur auf die Zulässigkeit der Vergleichbarmachung der Wohnflächenberechnung ab, indem für alle Vergleichswohnungen die gleichen Grundsätze für die Wohnflächenberechnung angesetzt werden wie sie für dei Wohnung gelten, bei der die Miete erhöht werden soll.
     
  5. #4 lostcontrol, 08.01.2010
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    ist für mich nicht "selbstverständlich".
    wir haben in ein-und-demselben haus sehr unterschiedliche ausstattungen. klar, da altbau - hat sich mit der zeit halt so ergeben (zeit = über mehrere mietergenerationen weg).
    im neubau mag das anders sein, aber auch nie allzu lange. allein das mit der EBK... und bei eigentümergemeinschaften vermutlich schon von anfang an, wer sich 'ne eigentumswohnung im rohbau kauft, wird vermutlich auch schon von anfang an einfluss auf die ausstattung haben, der eine wird mehr reinstecken, der andere weniger.

    also als mieter würd mich da vor allem interessieren, wieviele der quadratmeter betriebskostenabrechnungsmässig (vor allem natürlich heizkostenmässig) 'ne rolle spielen.

    insofern bin ich schon mit dir einig, dass echte vergleiche letztendlich auch auf einem einheitlichen system der wohnflächenberechnung basieren sollten. aber das allein isses halt nich.

    und ich persönlich würde immer wohl eher für die "gut ausgestattete" wohnung mehr zahlen wollen pro qm als für die "schlecht ausgestattete".
     
  6. #5 Kitzblitz, 09.01.2010
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    @ Lostcontrol: Bitte nur bei meiner Fragestellung bleiben - alles andere lenkt nur vom eigentlichen Thema ab.

    @ All: Tun wir einfach mal so als wären alle Wohnungen exakt gleich groß (angenommen alle 60 qm, berechnet wie bei unserer Wohnung), gleich ausgestattet und gleich gelegen, alle ohne Einbauküche (praktisch wie geklont). Bei allen lassen wir die vorhandene Garage einfach mal aus der Betrachtung, wäre aber auch bei allen gleich).

    Mein Problem liegt darin, dass in den Mietverträgen zu den 3 Vergleichswohnungen offenbar andere Ansätze für die Wohnflächenberechnung getroffen worden sind als bei unserer Wohnung.

    Unsere Wohnung: Wohnflächenberechnung unter Berücksichtigung der Dachterrasse mit 25 %

    Vergleichswohnung 01: lt. Mietvertrag 70 qm groß, Miete 500 EUR
    Vergleichswohnung 02: lt. Mietvertrag 65 qm groß, Miete 480 EUR
    Vergleichswohnung 03: lt. Mietvertrag 55 qm groß, Miete 420 EUR

    Unterhalten sich die 3 Vergleichsmieter miteinander über Ihre Mieten käme folgendes dabei heraus:

    Vergleichsmieter 01: Netto-Kaltmiete in Höhe von 7,14 EUR/qm
    Vergleichsmieter 02: Netto-Kaltmiete in Höhe von 7,38 EUR/qm
    Vergleichsmieter 03: Netto-Kaltmiete in Höhe von 7,63 EUR/qm

    Vergleichsmieter 03 wäre sauer, obwohl er die geringste Miete zahlt, weil er sich von seinem Vermieter übervorteilt sieht - die Wohnflächenberechnung für seine Wohnung kennt er nicht, daher weiß er auch nicht, dass alle Wohnung exakt gleich groß sind.

    Legt man nun bei allen Wohnungen den gleichen Maßstab für die Wohnflächenberechnung nach DIN mit 25% Dachterrassenanteil an würden sich folgende Mietzinse ergeben:

    Vergleichswohnung 01: Netto-Kaltmiete in Höhe von 8,33 EUR/qm
    Vergleichswohnung 02: Netto-Kaltmiete in Höhe von 8,00 EUR/qm
    Vergleichswohnung 03: Netto-Kaltmiete in Höhe von 7,00 EUR/qm

    Ein vollkommen anderes Bild also.

    Jetzt nochmal meine Frage:

    Wenn ich eine Mieterhöhung mit Vergleichswohnungen begründen möchte, darf bzw. muss ich die Mieten für alle Wohnunge auf die nach gleichen Grundsätzen ermittelte Wohnfläche umlegen, um einen haltbaren Vergleichsmietzins zu haben ?
     
  7. #6 lostcontrol, 09.01.2010
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    kitzblitz - wenn du dir das erst so "schönrechnen" musst, bist du vermutlich mit dem mietspiegel besser beraten, denn genau dafür ist der da.
     
  8. #7 Kitzblitz, 09.01.2010
    Kitzblitz

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    Schönrechnen muss ich jetzt noch nichts - der Mietzins für unsere Wohnung ist nach 20%iger Erhöhung noch weit vom niedrigsten Vergleichsmietzins entfernt. Erst in drei weiteren Jahren kämen wir in den Bereich, wo man genauer rechnen müsste.

    Mir geht es hier eher um eine Grundsatzfrage - also rein akademisch - die aber für andere durchaus von Bedeutung sein kann. Wer Bekannte oder Nachbarn nach Vergleichsmieten fragt bekommt i.d.R. Angaben zur absoluten Kaltmiete, zur Wohnfläche lt. Mietvertrag und vielleicht noch ein paar Angaben zur Wohnungsausstattung. Die Lage kann man selbst einordnen.

    Wenn hier Äpfel mit Birnen verglichen werden, liefert man den Mietervereinen gleich mal - vollkommen unnötig - etwas Angriffsprofil, das zur Zurückweisung eines Mieterhöhungsverlangen führen, womit sich die Durchsetzung einer durchaus berechtigten Mieterhöhung unnötigerweise verzögert. Das muss m.E. nicht sein.

    Vielleicht bin ich auch zu spitzfindig oder der Resturlaub ist zu lang. :pc
    Nur wenn ich mich mit einem Thema beschäftige, möchte ich das erschöpfend tun. Dabei sollen alle Forennutzer für ähnlich gelagerte Situationen einen Nutzen draus ziehen können.
     
  9. RMHV

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    Die Grundsatzfrage wird sein, was mit den Vergleichswohnungen belegt werden soll. Die Antwort wird sein müssen: die ortsübliche Vergleichsmiete. Vergleichsmiete wird nach § 558 Abs. 2 BGB aus den üblichen Entgelten, die - neben weiteren Bedingungen - in den letzten vier Jahren vereinbart wurden. Unterstellt man, dass für eine größere Wohnfläche in der Regel auch ein höherer Betrag vereinbart wird, wird bei der Rückrechnung der absuluten Miete auf eine Miete pro m² diese Rechnung, auch wenn es nicht zum erwünschten Ergebnis führt, mit dem vereinbarten Betrag und der vereinbarten Fläche erfolgen müssen.
     
  10. #9 Kitzblitz, 09.01.2010
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    ... mmmhhhh .... :gehtnicht ... :wand:

    Welche der beiden Möglichkeiten ist denn nun wirklich die richtige ?

    a) Vergleichsmietzins ermittelt aus Wohnfläche lt. Mietvertrag (bildet jeder Vermieter nach bestem Wissen und Gewissen - oder lässt sie sogar weg)

    b) Vergleichsmietzins ermittelt aus Wohnfläche, die nach genau den gleichen Kriterien ermittelt wurde wie bei der Wohnung zu der die Miete erhöht werden soll.

    Wenn ich deine Ausführungen richtig verstanden habe, favorisierst du die Möglichkeit "a".

    Ich favorisiere Möglichkeit "b", weil hier einer der beiden Hauptparamater für die Mietzinsbilddung - die Wohnflächenermittlung - für den Vergleich gleich gemacht wird.


    Jetzt beim Schreiben fällt mir gerade auf: Was wäre denn, wenn in einem Mietvertrag überhaupt keine Wohnfläche benannt ist (empfehlt ihr hier ja auch ständig) ? - Dann müsste ich, wenn ich diese Wohnung als Vergleichswohnung heranziehen wollte, die Wohnfläche selbst ausrechnen - und dazu muss ich die gleichen Grundsätze anwenden, wie bei der Wohnflächenberechnung für meine Wohnung. Damit wäre also "b" der einzig gangbare Weg, denn sonst käme ich gar nicht auf einen Mietzins.


    In meinem konkreten Fall gibt es nur diese 3 Vergleichswohnungen - andere Häuser mit Mietwohnungen um die 60 qm gibt es nicht in dieser Gegend (nur Privathäuser, und im gleichen Haus nur noch deutlich größere Wohnungen, sowie 2 Häuser mit selbstgenutzten ETW's). Ich habe also keine Alternativen, wenn ich mit Vergleichswohnungen argumentieren möchte.

    Die vom Architekten erstellten Wohnflächenberechnungen aller Wohnungen liegen mir vor und geprüft habe ich sie auch schon.

    Andere Meinungen ?
     
  11. #10 lostcontrol, 09.01.2010
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    also ich zumindest errechne die kaltmiete eigentlich nicht nach quadratmetern.

    DU sagst, dass das einer der beiden hauptparameter sei.
    ich glaube, dass dinge wie gesamtfinanzierung, investitions- und modernisierungskosten, energiepass etc. weiter vorne stehen.

    bei mir steht in keinem mietvertrag die quadratmeterzahl drin. aber in vielen liegt ein grundriss bei.

    man kann die kaltmiete wie gesagt auch aufgrund anderer kriterien als der quadratmeterzahl kalkulieren. natürlich wird eine grössere wohnung vermutlich immer etwas teurer sein als eine kleinere, aber grundsätzlich kann man das nicht annehmen.

    meinst du mit "privathäusern" einfamilienhäuser, die von den eigentümern bewohnt werden oder häuser, die im ganzen jemand gehören, in denen aber wohnungen vermietet sind? warum sollten die nicht als vergleich herhalten können?

    fein, dann haste ja deine quadratmeter-vergleichsdaten (wie auch immer du da dran gekommen bist). aber du weisst halt nichts über die ausstattung, den sanierungsbedarf usw.

    ich denke immernoch du solltest dich nicht so an die quadratmeter klammern.
    hast du als vergleichswohnungen nur eigentumswohnungen hergenommen? das wäre natürlich ein fataler fehler...
     
  12. #11 Kitzblitz, 10.01.2010
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    @lostcontrol: Ich möchte dir nicht zu nahe treten, trotzdem möchte ich deine Beiträge nicht unkommentiert lassen, weil ich tatsächlich ein Interresse an der Beantwortung meiner Fragestellung habe.

    Liest du eigentlich auch das, was andere schreiben wirklich durch ? - Ständig bringst du für die Fragestellung nicht relevante Aspekte ein, die nur dazu führen, dass die eigentliche Fragestellung untergeht.

    Letzter Versuch.

    Es geht um eine Mieterhöhung - nicht um eine Neuvermietung. Wie du nun deine Kaltmiete "errechnest" ist in diesem Thread nicht zielführend.

    Schau ein paar Beiträge höher nach. Idealisierte Situation, bei der alle Wohnungen exakt gleich sind. Glauben verbinde ich mit Kirche.


    Was in deinen Mietverträgen steht, ist hier nicht relevant. Ohne Rückrechnung auf den Mietzins (EUR/qm) kann man keine Vergleiche mit anderen Wohnungen durchführen, wenn diese nicht gleich groß sind.


    ... :wand:


    Unsere Wohnung liegt in allerbester Wohnlage unseres Ortes - umgeben von großzügigen Einfamlienhäusern - teilweise Villenanwesen - da vermietet keiner. Das Grundstück auf dem das Gebäude steht, kann schon mit extremer Hanglage bezeichnet werden - aus Baukostengründen (Hangsicherung und Gründungsmaßnahmen) steht dort auch kein Einfamilienhaus.


    ... siehe weiter oben - um die Frage ungestört klären zu können, sollte angenommen werden, dass alle Wohnungen exakt gleich sind.

    Es ist keine Kunst an Wohnflächenberechnungen zu kommen. Ich hatte diese vorm Kauf angefordert und erhalten. Zufällig waren auch die Berechnungen der anderen drei Wohnungen auf den Kopien. Die Fertigstellung des Gebäudes war in 1996. Über den Architekten kommt man übrigens auch an solche Unterlagen.

    Wenn es dich beruhigt - die Wohnungen sind in ihren Ausstattungen und im Sanierungsbedarf (nicht gegeben) sehr gut vergleichbar. Eine der Wohnungen habe ich als mögliches Kaufobjekt selbst gesehen, den Zustand der beiden anderen Wohnungen haben mir die beiden Eigentümer ziemlich gut beschrieben. An der Vergleichbarkeit ist nichts auszusetzen. Von der Ausstattung her ist unsere und die spiegelgleiche Wohnung um ein Gäste-WC, deutlich mehr Fenster (mit Panoramablick auf die Schwäbische Alb aus allen Zimmern) und im Schnitt (Dachterrassen sind nicht ganz so groß) sogar besser. Ein Mietzinsvergleich mit Wohnungen mit etwas schlechterer Ausstattung dürfte nicht unzulässig sein.


    Hast du schon einmal eine Mieterhöhung mit Vergleichswohnungen durchgeführt ? - Nach dem was du hier schreibst, kann ich mir das nicht vorstellen. Ein verifzierbarer Vergleich ist nur über den Mietzins (EUR/qm) möglich.

    Warum es falsch sein soll, dass die Vergleichswohnungen nur ETW's sind, musst du jetzt bitte nicht begründen. Es sind alles vermietete Eigentumswohnungen. Nur das zählt, denn hier geht es um Vergleichswohnungen, die ich zur Begründung einer Mieterhöhung heranziehen möchte.


    @ All: Falls doch noch jemand etwas zum eigentlichen Thema beitragen kann - hier nochmals meine Fragestellung:

    Welche der beiden Möglichkeiten ist die richtige ?

    a) Vergleichsmietzins ermittelt aus Wohnfläche lt. Mietvertrag (bildet jeder Vermieter nach bestem Wissen und Gewissen - oder lässt sie sogar weg)

    b) Vergleichsmietzins ermittelt aus Wohnfläche, die nach genau den gleichen Kriterien ermittelt wurde wie bei der Wohnung, zu der die Miete erhöht werden soll.
     
  13. #12 lostcontrol, 10.01.2010
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    kitzblitz, das hier:

    klingt halt so als sei das grundsätzlich so - ist es aber nicht.
    und da ja auch ich den newbies helfen will, wollte ich das nicht so stehen lassen.

    das mit der "idealisierten situation" ist aber genau das, was ich kritisiere.
    das hat ja dann mit einem direkten vergleich nichts mehr zu tun, wenn du deine vergleichswohnungen idealisierst. ich glaube nicht dass du damit durchkommen wirst.

    du kannst die quadratmeter auch aus dem betriebskostenverteiler herauslesen (üblicherweise wird da ja so einiges nach quadratmetern umgelegt), auch wenn die quadratmeterzahl nicht im mietvertrag steht.

    klar, wenn sich die wohnungen im gleichen gebäude befinden.
    aber wie kommt man da ran, wenn sie sich in anderen gebäuden befinden?

    doch, habe ich.
    allerdings habe ich dafür nicht wohnungen im gleichen gebäude hergenommen und die daten so übernommen, wie ich sie bekommen habe und nicht "idealisiert".
    es gab keinerlei beanstandungen.

    bezüglich deiner "idealisierung":
    du schreibst ja dass die balkone/terrassen unterschiedlich berechnet würden.
    dazu gibt's ja auch vorgaben ( überdacht / nicht überdacht usw. ) - hast du die in deine "idealisierung" eingerechnet?
     
  14. #13 Kitzblitz, 10.01.2010
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    @lostcontrol:

    :wand: ... :wand: ... :wand: ... :wand: ... :wand: ... :wand: ...

    Nimm es mir bitte nicht persönlich - aber langsam treibst du mich noch in den Wahnsinn. Lies doch einfach einmal was ich geschrieben habe ... interpretiere nichts rein und schreib' nichts, wenn du nichts konkretes zum Thema schreiben kannst - bitte nur für diesen meinen Thread.

    Falls du es nicht mitbekommen hast. Ich habe meine Fragestellung längst vom konkreten Fall gelöst und die Randbedingungen so gestaltet, dass es nur noch um die mich wirklich interressierende Fragestellung gehen sollte. Ich habe das gemacht, weil die Fragestellung sonst anscheinend zu komplex wird und Antworten in alle möglichen Richtungen zulässt, die nichts mit der eigentlichen Fragestellung zu tun haben - genau das will ich mit dem idealisierten Modell vermeiden.

    Wir befassen uns hier also mit einem rein theoretischen Modellfall, anhand dessen ich mein Problem hier im Forum zur Diskussion stellen möchte.

    :b2t

    @ All: Falls doch noch jemand etwas zum eigentlichen Thema beitragen kann - hier nochmals meine Fragestellung:


    Welche der beiden Möglichkeiten ist die richtige ?

    a) Vergleichsmietzins ermittelt aus Wohnfläche lt. Mietvertrag (bildet jeder Vermieter nach bestem Wissen und Gewissen - oder lässt sie sogar weg)

    b) Vergleichsmietzins ermittelt aus Wohnfläche, die nach genau den gleichen Kriterien ermittelt wurde wie bei der Wohnung, zu der die Miete erhöht werden soll.
     
  15. #14 Bastelbub, 10.01.2010
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    sorry das mich einmische. interessiere mich auch dafür, weil neuvermietung und neue kaltmiete muss man ja sorgfältig berechnen, damit man nicht draufzahlt. habe selbst schon die erfahrung gemacht, dass mieterhöhung bei efh evtl. ganz schwer durchzukommen ist wenn man keine richtigen vergleichshäuser hat auch wenn der mietspiegel sogar die efh mit einbeziehen würde.

    das hier kapier ich überhaupt nicht:


    ??? :?
     
  16. #15 Kitzblitz, 10.01.2010
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    @Bastelbub:

    Hier nochmals die idealisierte Ausgangssituation.

    Die Vorgehensweise des Vergleiches dürfte rein von der Logik nur den von mir favorisierten Weg zulassen. In der Praxis wird das offenbar - wahrscheinlich aus Unkenntnis - anders gehandhabt.
     
  17. #16 lostcontrol, 10.01.2010
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    kitzblitz - sobald du die vergleichswohnungen "idealisierst" isses halt vorbei mit dem "vergleich" - darauf will ich raus, und ich glaube das willst du einfach nicht verstehen.
    dann kannst du doch gleich theoretische wohnungen nehmen!
     
  18. #17 Kitzblitz, 10.01.2010
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    @lostcontrol:

    :gehtnicht ... :)?

    Kannst oder willst du das nicht begreifen ?

    Die idealisierten Wohnungen dienen ausschließlich der Diskussion hier.

    Dass ich das - hoffentlich noch erzielbare Ergebnis - in der Praxis dann auf die reale Situation übertragen muss, ist wohl selbstverständlich.
     
  19. #18 pragmatiker, 10.01.2010
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    ich würde dazu tendieren, die tatsächliche wohnugsgröße, ermittelt nach wohnflächenverodnung- zugrundzulegen. die erzielten mieten der wohnungen dann durch die tatsächlichen qm teilen und bingo. was im mietvertrag als fläche steht, ist völlig egal, es kann nur auf die tatsächliche fläche ankommen, denn sonst könnten die urteile (mietminderung bei abweichung der angegebenen fläche zur wirklichen) nicht so ergehen.

    und was losti so tw. beiträgt ist wirklich oft zum haare raufen. manchmal scheint sie es echt nicht zu verstehen, was gefragt ist. masse ist nicht immer klasse, auch wenn ihr eifer beeindruckend ist.
     
  20. #19 Michael_62, 11.01.2010
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    Die Fragestellung des Threaderöffners ist nicht zielführend, da hier zwei Dinge vermischt werden, und dies zu dem Missverständnis führt.

    Grundlegend ist die Vergleichswohnung und deren vertragsgemäße Grösse der Vergleichsmasstab.
    Eine Umrechnung aus verschiedenen Grössen- oder Raumklassen findet nicht statt.
    Dies reicht zur Begründung des Verlangens aus.

    Wenn die Wohnflächenangabe im Vertrag fehlerhaft ist, kann der fehlerhafte Vertrag nicht Grundlage sein. Dies ist aber im Innenverhältnis der Vertragspartner zu klären, und anschliessend kann dann die Wohnung als Vergleichswohnung benutzt werden.

    Die Nutzung einer Wohnung von der bekannt ist, dass deren Mietfläche unzulässig berechnet wurde, wird das Mieterhöhungsverlangen wohl immer anfechtbar machen. Bei Nachweis der Kenntnis kämen sogar weitergehende Probleme hinzu.

    :bier
     
  21. #20 Kitzblitz, 11.01.2010
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    Seh' ich nicht so, die Fragestellung - wie zuletzt formuliert (der Mensch ist lernfähig und deshalb habe ich die Fragestellung modellhaft idealisiert) - ist eindeutig.


    Wo nimmst du dieses Wissen her (bitte Quelle angeben) ?


    Was soll das bitte bedeuten ?


    Ich gehe einmal davon aus, dass die Miteigentümer, deren Wohnungen & Mietverträge ich hier zur Darstellung der Vergleichswohnung nutzen wollte, die jeweils vertraglich vereinbarte Wohnfläche gegenüber Ihren Mietern nicht ändern können. Genauso wenig kann ich den vollen Spielraum für die Dachterrasse (geht bei mir mit 25% in die Wohnflächenberechnung zum Mietvertrag ein) in Höhe von 50 % ausnutzen, da ich hier mietvertraglich durch den übernommenen Mietvertrag gebunden bin. Die Voraussetzungen für die Ausschöpfung der 50 % sind gegeben, durch Teilüberdachung, Wasseranschluss, 2 Steckdosen, Panoramaaussicht auf die Schwäbische Alb und Südausrichtung.


    Die Wohnflächen der Nachbarwohnungen sind keineswegs unzulässig berechnet worden. Die lieben Miteigentümer haben nur mehr oder weniger den Spielraum für die Dachterrassen (25% bis 50% in die Wohnfläche eingehend) ausgenutzt. Es wurden lediglich unterschiedliche Anteile genommen bzw. bei einer Galerie hat der Miteigentümer die anrechenbare Fläche der Galerie komplett weggelassen und hat demzufolge sogar zu wenig Wohnfläche vereinbart.

    Dass es da Probleme geben könnte, sehe ich auch so.

    Wir werden hier vermutlich keinen Konsenz finden können.

    Trotzdem oder gerade deswegen würde ich mich freuen, wenn die Diskussion hier nun nicht einfach aufhört. Die Thematik finde ich immer noch interressant und klärenswert.


    Nun wieder zurück zu unserem realen "FALL":

    Wir haben soeben beschlossen, dass wir aus Datenschutzgründen unsere Mieterhöhung nicht mit Vergleichswohnungen begründen wollen. Wir möchten unserer Mieterin weder die Mieten ihrer direkten Nachbarn offenlegen, noch Unruhe in die Mieterschaft bringen, die sogar zur Verärgerung der Miteigentümer führen könnte.

    Ich hatte mich zuvor mit dem zuständigen Mieterverein in Verbindung gesetzt (ab 16:00 Uhr war die erste Sprechstunde in diesem Jahr) und einfach gefragt, ob die Anwendung des Mietspiegels des Nachbarortes zur Begründung eines Mieterhöhungsverlanges grundsätzlich nicht durch den Mieterverein beanstandet wird. Der Mietspiegel wird anerkannt - der ganze Kreis wendet diesen Mietspiegel an. Da es unsere erste vermietete ETW ist und wir auch das erste Mal die Miete erhöhen dürfen, hatten wir das nicht gewusst.

    @ lostcontrol: :Blumen
    Danke für deinen Hinweis im Parallelthread und entschuldige bitte vielmals, wenn ich dich zu hart angegangen haben sollte.
     
Thema: Mieterhöhung mit Vergleichsmieten - unterschiedliche Wohnflächenberechnungsansätze
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