Mieterhöhung nach Beenden von Wärmecontracting

Diskutiere Mieterhöhung nach Beenden von Wärmecontracting im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Ich möchte in meinem Mehrfamilienhaus das "Wärmecontracting" beenden, weil der Versorger unverschämt hohe Entgelte nimmt. Ich müsste die...

  1. hage

    hage Neuer Benutzer

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    Ich möchte in meinem Mehrfamilienhaus das "Wärmecontracting" beenden, weil der Versorger unverschämt hohe Entgelte nimmt. Ich müsste die Heizungsanlage zurückkaufen. Meine Frage nun: Kann aufgrund dieser Investition und der künftigen Instandhaltung der Heizungsanlage eine Mieterhöhung vorgenommen werden?
     
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  3. Andres

    Andres
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    Nein. So sehr die Maßnahme im Interesse deiner Mieter ist: Hier findet erkennbar keine Modernisierung statt (technisch ändert sich ja gar nichts) und Erhaltung ist prinzipiell auch kein Grund für Mieterhöhungen. Die Wartung der Heizung gehört für dich zu den Betriebskosten, aber der Rest bleibt bei dir hängen.
     
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  4. hage

    hage Neuer Benutzer

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    ... eine Modernisierung findet sicher nicht statt, aber der Betrieb und die Instandhaltung der Heizungsanlage wird nun von mir übernommen. Ich stelle meinen Mietern also künftig zusätzliche Leistungen zur Verfügung und kann daher nicht nachvollziehen, warum das nicht vergütet werden soll.
     
  5. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Dann mach doch eine Firma auf kaufe die Heizungsanlage und mach mit Dir einen Wärmeliefervertrag in der bisherigen Höhe, ob sich das für Dich rechnet, steuerlich gesehen, sei dahingestellt.
    Betrachte den Vorgang mal von der Mieterseite. Deine Mieter haben eine Wohnung mit Heizung gemietet. Die Kosten für das Wärmecontracting wurde den Mietern in Rechnung gestellt. Was ändert sich für den Mieter? Die Heizung bleibt die Gleiche, also rein technisch gesehen, nichts. Gut es wird für den Mieter günstiger das ist der Vorteil bei der Umstellung.
    Deine Seite:
    Für Dich ändert sich aber doch etwas, Du musst Dich nun um die Heizung kümmern, zahlst alle Reparaturen und musst Dich selber um die Wartung kümmern usw. deshalb die Frage warum umstellen?
     
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  6. #5 ehrenwertes Haus, 22.06.2018
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Du hast deine Mieter doch auch bisher an den Instandhaltungs- und Betriebskosten beteiligt, oder war das gratis im Contracting?

    Instandhaltungs- und Betriebskosten, keine Reparaturen, kannst du über die Nebenkostenabrechnung auf die Mieter umlegen, wenn das im Mietvertrag vereinbart wurde. Eine Anpassung der NK-Vorauszahlung wäre möglich.

    Eine Mieterhöhung mit dieser Begründung nicht.
    Die zusätzliche Leistung von dir, welchen Mehrwert hat das für die Mieter?
    Den Mieter ist egal, wer die Heizung umsorgt, sie muss nur funktionieren.
     
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  7. Andres

    Andres
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    Der eigentliche Skandal ist, dass es über Wärmecontracting überhaupt möglich ist, diese Leistungen in die Betriebskostenabrechnung zu schummeln, obwohl sie nach ihrer Art für jeden erkennbar überhaupt keine Betriebskosten sind. Du stellst nun lediglich den Zustand her, der der Regelfall sein sollte.

    Ob du das nachvollziehen kannst (oder ich), ist ziemlich egal. So ist die Rechtslage.
     
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  8. hage

    hage Neuer Benutzer

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    ... dem Mieter sollte es insofern nicht egal sein, ob ich die Heizung betreibe oder ein Energieversorger, denn nach meinen Berechnungen und den Informationen, die ich von meinen Mietern zu den aktuellen Energiepreisen erhalten habe, werden die Heizenergiekosten bei einem Betrieb durch mich nur noch 10-15% dessen Betragen, was der aktuelle Versorger ihnen berechnet. Ich könnte alles so weiterlaufen lassen wie bisher, finde die Preise des Versorgers aber extrem zu hoch und werde durch die Übernahme des Heizungsbetriebs eine erhebliche Kostenreduzierung für die Mieter herbeiführen. Insofern ist die Frage sicher gerechtfertigt, warum ich die Kostenersparnis voll an meine Mieter weitergebe, die dafür notwendigen Investitionen aber allein tragen sollte.
     
  9. Bovary

    Bovary Erfahrener Benutzer

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    Du kannst doch mit Deinen Mietern reden. Wenn Sie einverstanden sind, kannst Du eine Mieterhöhung vereinbaren. Aber gerichtlich durchsetzen kannst Du sie eben nicht, weil die Anforderungen des BGB eben nicht erfüllt sind. Aber dem Grundsatz nach gilt immer noch Vertragsfreiheit.
     
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  10. Olbi

    Olbi Erfahrener Benutzer

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    Das ist der Denkfehler.
    In so einem Fall ist alles, was keine Modernisierung ist, mit der Mietzahlung abgegolten.
     
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  11. Berny

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    hage,
    zeige Deine Kalkulation mal einem Fachanwalt und sehe zu, wenn er sie Dir um die Ohren haut...
     
  12. #11 Benni.G, 23.06.2018
    Benni.G

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    Also das kann ich mir ja kaum vorstellen.
    Was verlangt der Versorger denn je kWh?
     
  13. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    --------> check24.
     
  14. Pitty

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    Warum willst Du das umstellen, wenn sich die Mieter daran schon gewöhnt haben?

    Warum willst Du jetzt Reparaturen zahlen wenn die Mieter sich mit der Zahlung der Heizungsmiete schon abgefunden haben?
     
  15. hage

    hage Neuer Benutzer

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    Ich glaube, dass ich die Situation noch nicht klar genug beschrieben habe: Ich selbst als Vermieter habe keinen Vertrag mit einem Versorger, alle Mieter (insgesamt 6 in dem MFH) haben eigene Verträge mit dem Versorger. Nach Rücksprache mit meinen Mietern zahlen diese monatlich zwischen 120€ und 150€ für Heizung und warmes Wasser (ohne die Kosten des verbrauchten Wassers). Entsprechend der von mir abgelesenen Zählerstände für Erdgas verbrauchen die 6 im Haus wohnenden Parteien ca 25000 kw Erdgas und die könnte ich sicher für 1500€ im Jahr bekommen.
    Die Annahme, dass ich die Wohnung mit Heizung vermietet habe, stimmt meines Erachtens aus so nicht, denn in den Mietverträgen ist klar geregelt, das die Heizungsanlage Eigentum des Versorgers ist und jeder Mieter separat einen Vertrag mit der Versorger schließen muss.
    Wenn ich die Heizungsanlage nun übernehme, ist das für mich keine Renovierung sondern eine Erweiterung der vermieteten Sache.
     
  16. #15 immobiliensammler, 23.06.2018
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Wenn Du von abgelesenen Zählerständen schreibst: Bist Du sicher, dass Du 25.000 kwh meinst und nicht 25.000 m³. 25.000 kwh kommen mir für ein 6-Parteien-Haus nämlich relativ wenig vor, oder reden wir von kleinen Appartments?
     
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  17. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    Das könnte auch die vermutete Reduzierung auf 10 - 15 % der jetzigen Kosten erklären...
     
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  18. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Und was soll dieser Aktionismus???
     
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  19. hage

    hage Neuer Benutzer

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    @Berny: was genau hast Du denn nicht verstanden ??
     
  20. Duncan

    Duncan
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    Der Mieter hat eine warme Wohnung gemietet. Dafür zahlt er Summe X.
    Wem die Heizung gehört kann dem Mieter egal sein.
    Wenn du die Heizung jetzt übernimmst wird man darüber diskutieren können, ob du schlicht in die Verträge Mieter<->Wärmekontraktor einsteigst oder aber weil zwingendes Recht einfach nach der Betriebskostenverordnung abzurechnen hast. Ich tendiere zu letzterem ohne mich näher damit befasst zu haben.

    Eine Grundlage für eine Mieterhöhung in den laufenden Mietverhältnissen ist hier nirgendwo ersichtlich.
    Im Falle einer Neuvermietung dürfte die Konstellation: erzielbare Warmmiete zu höherem Anteil Kaltmiete weil geringere Nebenkosten interessant werden. Mehr aber auch nicht, wobei dies ein nicht uninteressanter Punkt sein kann.
     
  21. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    denke eher das ist je Wohnung und nicht alle 6 Wohnungen zusammen???
    25000 m3 Gas kann ich mir dann auch nicht vorstellen für 6 Wohnungen, wie von immobiliensammler vermutet.

    Im Schnitt hatte ich im 6 Fam. Haus 7000-8000 m3 Gasverbrauch, je nach Winter
    Also da stimmt ganz sicher etwas nicht mit den von Hage angegebenen Zahlen und dahinterstehenden Fakten!
     
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