Mieterhöhung nach Thermostatwechsel

Dieses Thema im Forum "Mieterhöhung" wurde erstellt von Januar84, 23.05.2013.

  1. #1 Januar84, 23.05.2013
    Januar84

    Januar84 Neuer Benutzer

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    Hallo Liebe Community,
    ich bin neu in diesem Forum, da wir seitens unseres Vermieters eine Mieterhöhung erhalten haben.
    Wir sind der Meinung, dass hier nicht alles rechtens ist und benötigen dringen Unterstützung.

    Anbei der Verlauf:

    Seitens des Vermieters wurde am 26.04.2013 schriftlich mitgeteilt, dass ein Thermostatwechsel (durch eine Installationsfirma) am 07.05.13 durchgeführt wird.

    Begründung: Der Einbau spart Heizöl und dadurch Heizkosten.

    Dass eine Mieterhöhung aufgrund der durchgefürten Maßnahmen folgen wird, ist in diesem Schreiben nicht erwähnt worden.

    Der Thermostatwechsel folgte am 07.05.13 (ca. 1 Stunde Arbeitszeit - 8 Thermostate inkl. Ventil)
    Alt Neu
    Foto.JPG Foto_2.JPG

    Am 14.05.13 habn wir ein weiteres Schreiben des Vermieters erhalten.
    Mit diesem Schreiben kündigt er eine monatliche Mieterhöung zum 01.06.2013 um 20,- Euro (Nettomiete) an.

    Begründung:
    Wie Ihnen bekannt ist, wurden am 07.05.2013 durch einen Fachbetrieb neue und effizientere Heizkörper Thermostate installiert. Diese Mapnahme kommt den Mietern durch Einsparung von Energie zugute.

    Eine Aufstellung der Installationskosten fehlt.

    Wie gehe ich nun am geschicktesten vor, ohne den Vermieter zu verärgern?
    Gegen eine Mieterhöhung habe ich grundlegend nichts, da die Thermostate auch eine Energieeinsparung bringen (laut Internet max. 15%).
    Aufs Jahr gesehen beläuft sich die Erhöhung aber auf 240,- Euro.

    Freue mich auf Rückmeldung
     
  2. AdMan

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  3. Pitty

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    Seit wann spart man Energie durch neue Thermostatventile?:verrueckt009:

    Klar, wenn sich die alten nicht mehr gut regulieren lassen, dann tritt mehr Energie aus. Aber dann muss das der Vermieter instandsetzen.- ohne Mieterhöhung.
     
  4. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo Januar84


    Halte ich persönlich zwar für Quatsch,
    wenn dem allerdings so wäre
    wäre auch eine Modernisierungsmieterhöhung nach §559 möglich.


    Damit ist m.E. die Mieterhöhung formal ungültig.


    Mal fiktiv hochgerechnet:
    8 Thermostate á 30 € = 240 €
    2 Arbeitsstunden inkl Fahrtkosten á 60 € = 120 €
    Installationskosten = 360 €
    davon 11% = 39,60 €
    ergibt eine monatliche Erhöhung von 3,30 €


    VG Syker
     
  5. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    wurde denn bei dem Austausch auch das eigentliche Ventil erneuert ? Leider sieht man das auf dem Bild nicht !
    Das Ventil ist der Teil der mit dem Anschlussrohr und der Heizung verbunden ist.
     
  6. #5 Januar84, 23.05.2013
    Januar84

    Januar84 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,
    vielen Dank für die bereits geschriebenen Antworten.
    Da ich beim Tausch selbst nicht in der Wohnung war (sondern meine Freundin) kann ich dazu nur wenig sagen!
    Meine Freundin hat sich mit dem Installateur unterhalten und der muss gesagt haben, dass auch das Ventil erneuert wird.

    Wie kann ich nun am geschicktesten Vorgehen?
    Unser Vermieter ist schon etwas älter und ist gleich immer auf 180 wenn man was gegen sein Vorgehensweise unternimmt.
    Er vermittelt einem immer das Gefühl, dass nur sein Handeln korrekt sei und alle anderen dümmer sind als er
     
  7. #6 lostcontrol, 23.05.2013
    lostcontrol

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    dem kann ich mich nur anschliessen!
    es waren ja vorher schon thermostatventile vorhanden - waren kaputt oder warum wurden die ausgetauscht?
    am prinzip der thermostatventile hat sich nichts geändert, es würde mich überraschen wenn es da tatsächlich neuerdings welche gäbe, die effizienter wären als die alten, was soll sich da denn verändern können? und wie sollte man dadurch noch mehr energie sparen können? es geht doch bei diesen dingern darum dass die raumtemperatur gemessen wird und der zufluss entsprechend geregelt wird.

    instandhaltung/instandsetzung ist nun mal keine modernisierung und kann auch nicht per modernisierungsmieterhöhung umgelegt werden.
    und selbst wenn die neuen thermostate effizienter wären (was ich nicht glaube), dann müsste der wert der alten erstmal abgezogen werden, und dann können da nie im leben 20 euro monatlich rauskommen. das halte ich schon dann für zweifelhaft wenn's tatsächlich in voller höhe eine modernisierung wäre. das hätte nicht mal bei mir hingehauen und da mussten sonderanfertigungen gemacht werden...
     
  8. #7 Papabär, 27.05.2013
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Als erstes bin ich schon über
    gestolpert.
    Die Thermostatköpfe alleine werden in wenigen Sekunden ausgewechselt ... für das Wechseln der Ventile hätte m. E. aber das Wasser abgelassen werden müssen - eine Arbeit, die bei 1 Heizkörper sonst schon gut ´ne halbe Stunde dauert (also incl. Wechsel, Befüllung & entlüften)

    Beim Wechsel von einem mechanischen Thermostat auf ein ebensolches, wird auch meiner Meinung nach kein bischen Energie eingespart (das die Hersteller gerne etwas anderes behaupten ist klar ...), allerdings gibt es mittlerweile digital programmierbare Thermostate ... sowie Energiesysteme, bei denen die Thermostateinstellungen aller Geräte per Funk an die Heizungssteuerung gemeldet werden und dort die Vorlauftemperatur regulieren (Heizer hatte m. E. hier mal davon berichtet). Bei solchen Systemen kann ich mir sowohl die Energieeinsparung - als auch die ModKosten vorstellen.

    Weiterhin ist hier evtl. auch der (neue) §555c BGB - insbesondere die Absätze 3 & 4 zu beachten (s. unten). ABER ...

    ... sollte es sich tatsächlich um eine Moderhöhung handeln, sehe ich einen schwerwiegende Formfehler: Die kurze Vorlauffrist. §559b (2) BGB sagt hierzu




    Ganz nebenbei könnte ich mir aber auch vorstellen, dass es sich um eine Mieterhöhung gem. §§ 558ff BGB (alt?) handelt. So ist z.B. in Berlin der Mietspiegel derart detailliert, dass mal mit solch kleinen Maßnahmen bereits in eine andere Spanneneinordnung rutschen kann. Aber auch dann hätte es einen entsprechenden Hinweis im Erhöhungsverlangen geben müssen.


    Eine Abwehr der Mieterhöhung ohne mit dem Vermieter aneinanderzurasseln, wird wohl regelmäßig nicht möglich sein.
     
  9. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Hat der Monteur eine Ventilschleuse für diese Ventile, muss man das Wasser der Heizungsanlage nicht ablassen. Aber unter 15 Minuten ist das aber pro Ventil nicht zu schaffen. Von daher nehme ich an, dass nur die Thermostatköpfe getauscht wurden.:verrueckt009:
     
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