Mieterhöhung rückwirkend möglich?

Dieses Thema im Forum "Mieterhöhung" wurde erstellt von oklahoma, 16.01.2010.

  1. #1 oklahoma, 16.01.2010
    oklahoma

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    Hallo Ihr,

    habe als Hausbesitzer und Vermieter im Mai eine ca. 50 m² große Wohnung (Altbau in Einfamilienhaus) an eine Bekannte vermietet. Diese hat ebenfalls im Mai ALG2 beantragt. Nun, nach 8 Monaten der Antragsbearbeitung (!!!) fällt denen ein, daß sie die Nebenkostenpauschale von 72,- €/Monat nicht zahlen können/wollen. Ich hatte die 72,- € einfach pauschal festgelegt, da sie mir als ausreichend erschienen und der Mieterin unnötige Belastungen ersparen wollte. Über die Nebenkosten wird nicht abgerechnet. Es wird also weder eine Nachforderung noch eine Rückzahlung geben. Die Kaltmiete beträgt 240,- €. Ich tendiere nun dahin, den Mietvertrag rückwirkend im Einvernehmen mit der Mieterin dahingehend zu ändern, daß die Kaltmiete 275,- € beträgt und Nebenkosten nicht verlangt werden. Dann erspare ich mir die ganze Abrechnungsgeschichte und bleibe trotzdem noch locker innerhalb der ortsüblichen Miete.
    Geht das so einfach oder wie sollte man das handhaben?
    Danke

    P.S. Die Wohnung wird mit zentral versorgten Ölöfen beheizt. Warmwasser über el. Durchlauferhitzer. Die Mieterin muß weder Strom noch Müllabfuhr zahlen. Daß so eine Wohnung im Jahresschnitt kaum mit 72,- € im Monat zu beheizen ist, scheint dem Amt nicht klar zu sein. Die wollen unbedingt die tatsächlichen Kosten tragen. Wie dumm ist das denn?
     
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  3. #2 armeFrau, 16.01.2010
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    Ich könnte mir vorstellen, dass das nicht rechtmäßig ist.
    Vertrag ist Vertrag.
    Und wie will die Mieterin das jetzt auf einmal dem Amt verkaufen?
     
  4. #3 Kitzblitz, 16.01.2010
    Kitzblitz

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    Ich würde die Finger von Mietvertragsmanipulationen lassen !

    Der tatsächliche Mietvertrag liegt sicher schon beim Amt vor - und das gibt Ärger, der die Zahlung des Wohngeldes verzögern wird. Wer zahlt dann die Miete ? - Dein Mieter ganz sicher nicht !

    Noch bedenklicher finde ich den Gedankenansatz, dass du einen Mieter mit in einen Betrug einbindest, der zwar primär zu Gunsten des Mieters ist - aber Betrug ist Betrug. Du machst dich durch ein solches Handeln direkt erpressbar !!! - Stellen wir uns mal vor, ihr zieht "das Ding" durch und verstreitet euch später - ruck zuck liegen beide Verträge auf dem Tisch und du musst vor dem Mieter klein beigeben. Ich will's nicht weiter austappen ...
     
  5. #4 Thomas76, 16.01.2010
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    Wieso Betrug ? Hier soll ja nichts heimlich gemacht werden, sondern alles ganz offen, schriftlich und im Einvernehmen zwischen den Vertragspartnern.Und schriftliche Vertragsänderungen sind ja erst mal völlig legal.
    Die Frage ist eher, ob es rechtlich möglich ist, einen Mietvertrag derart rückwirkend zu ändern, denn darüber wird sich das Amt ganz sicher seine Gedanken machen.
     
  6. #5 Kitzblitz, 16.01.2010
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    @Thomas76: "Betrug" war vielleicht die falsche Bezeichnung. Nennen wir es Manipulation.

    Egal wie das Kind nun heißt - ich würde einem Mieter kein Druckmittel gegen mich frei Haus liefern.
     
  7. #6 Thomas76, 16.01.2010
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    Es wäre weder das eine noch das andere.Nachträgliche Vertragsänderungen bzw. Ergänzungen sind ja nichts ungewöhnliches oder rechtlich bedenkliches.Wie sollte der Mieter denn damit Druck ausüben können ?

    Anders wäre es, wenn man den ursprünglichen Vertrag unter den Tisch fallen lassen wollte.Obwohl ich selbst da nicht wüßte, ob zumindest der Vermieter irgendwie rechtlich zu belangen wäre : Mieter und Vermieter zerreissen in Gegenseitigen Einvernehmen einen Vertrag, und erklären sämtliche daraus resultierende Rechte&Pflichten für nichtig.Das ist ja erst mal keine illegale Handlung.

    Lediglich der Mieter könnte ein Problem mit der ARGE bekommen, wo er ja finanzielle Unterstützung aufgrund eben diesen Vertrages gefordert hatte.

    Problematisch würde es darüber hinaus höchstens, wenn später einer der Beiden das besprochene nachweisen will, weil es zum Streit kommt.
     
  8. Larina

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    Hallo....

    du hast seit 9 Monaten deine Wohnung laut gültigem Mietvertrag für 240, - Euro Kaltmiete vermietet!
    NK-Pauschale 72,- Euro!
    Die KM wurde anerkannt!
    Vertrag ist Vertrag.....
    diesen im nachhinein jetzt zu ändern, weil du/ihr vom Amt, was die NK nicht tragen möchte, einfach mehr KM rausholen wollt, ist m.E. nicht rechtens!
    Nichts anderes sehe ich darin!
    So nach dem Motto.... KM muss der Staat bezahlen, da erhöhen wir einfach mal die KM..... und das soll das Amt auch noch rückwirkend bezahlen!?

    Sorry, auch wenn es eine Bekannte von dir ist!
    Warum sollte der Staat für deine "Hilfsbereitschaft" bezahlen?
    Entweder sie bezahlt es oder du legst es unter Lehrgeld ab!
    Unser "Sozialsystem" wird schon genug gebeutelt.

    Meine persönliche Meinung!
     
  9. #8 Kitzblitz, 17.01.2010
    Kitzblitz

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    Genau da liegen die Probleme aus meiner Sicht.

    Probleme, die der Mieter mit der ARGE hat, schlagen direkt auf den Vermieter durch - dann kriegt er auch kein Geld, denn der Mieter hat ja nichts übrig.

    Der Beweis für die getroffene Handlung zum Nachteil der ARGE ist schnell in Form einer Kopie auf dem Tisch ... keine Kummeleien mit Mietern zum Nachteil von Dritten kann da nur die Marschrichtung sein. Ich bin noch nicht lange Vermieter, aber eine Geradliniegkeit im Verhalten und in der persönlichen Einstellung halte ich auch in diesem Geschäftsbereich für die längerfristig gute Lösung.
     
  10. #9 Michael_62, 17.01.2010
    Michael_62

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    Du wählst doch nur den falschen Ansatz.

    Das Amt hat dir doch schon die Lösung präsentiert.

    Du machst eine ordentliche Nebenkostenabrechung und reichst diese ein.

    Mangels Erfassung gehtst du halt nach quadratmeter vor.

    So ist das auch in der BetrKV geregelt und auch zulässig, wenn eine Erfassung aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht machbar ist.

    Warum willst du betrügen wenn du dein Geld auch auf normalem Wege bekommen kannst?

    :bier
     
  11. Larina

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    Ich noch mal......

    da muss ich Michael_62 Recht geben!
    Die NK abrechnen und schon hast du ganz legitim gehandelt!
    Oder würdest du etwas bezahlen, wovon du keine (Ab)Rechnung hast?

    Doch noch etwas....
    deine Bekannte hat ALG2 vor 9 Monaten beantragt, das heisst sie war vorher schon länger arbeitslos.
    Okay, kann passieren!
    Doch wenn du als Vermieter ins Spiel kommst, dann musst du auch mit (Geld)-Problemen rechnen.
    Also bitte nicht im Nachhinein schreien!

    Ich bin der Meinung wie Kitzblitz
    ..... "eine Geradliniegkeit im Verhalten und in der persönlichen Einstellung halte ich auch in diesem Geschäftsbereich für die längerfristig gute Lösung."

    Meine persönliche Meinung!
     
  12. #11 oklahoma, 17.01.2010
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    Es geht nicht darum, bei irgendwem Geld abzuzocken!
    Es geht darum, daß ich mit der Mieterin nur die Zahlung von 72,- Heizkostenpauschale vereinbart hatte, um ihr einfach ein einfaches Wohnen ohne Angst vor späteren Nachzahlungen zu ermöglichen. Da wußten wir beide, daß die 72,- € alles andere als deckend sind. Bei den betriebenen Ölöfen kann man von einem Verbrauch von mind. 0,3l Öl/h ausgehen. Macht am Tag bei Dauerbetrieb (denn so werden sie betrieben) 21,6l Heizöl am Tag. Bei sehr optimistischen 50 ct/l komme ich dann auf 10,80 €/Tag und ca. 325,- € im Monat. Reine Ölkosten! Wenn ich das jetzt auf die Monate, in denen geheizt werden muß hochrechne... wir nehmen mal nur 5 Heizmonate an... komme ich auf 1625,- €. Selbst wenn ich diese Summe nun, warum auch immer... halbiere... komme ich auf über 800,- €. Kann ja wirklich sein, daß die Mieterin 2,5 Monate verreist oder die Öfen immer nur einen halben Tag betreibt (was unrealistisch ist).
    Es geht doch nicht darum, die ARGE oder die Mieterin zu bescheißen! Es geht darum, wie man es nun machen kann, damit die ARGE Nebenkosten zahlen kann, mit denen sie leben können. Eine Pauschale DÜRFEN sie laut Gesetz nicht zahlen. Sie wollen unbedingt die tatsächlichen Kosten zahlen. Die natürlich höher sein werden als die Pauschale. Aber wenn sie unbedingt wollen. Steuergeld geht einem scheinbar leichter durch die Hand als selbstverdientes Geld!
    Die ARGE fragte nach einer anderen Aufteilung oder Aufschlüsselung der Pauschale, da sie mit der Pauschale in der Momentanen Art nix anfangen könnten. Ich will nun aber um die aufwendige und unnötige Abrechnung herumkommen. Daß ich der Draufzahler bin, steht ja wohl fest. Damit kann ich grundsätzlich leben. Wenn das Amt die Mieterin aber bittet, sie soll mich fragen, ob man das mit der Pauschale nicht anders machen könne, dann sehe ich mich hier nur sehr ungern als Betrüger hingestellt! Im Zweifelsfall soll die ARGE eben keine Heizkosten übernehmen. Aber ich befürchte, dann berechnen sie der Mieterin die "geschenkten Heizkosten" als geldwerten Vorteil.
    Ich wäre jetzt also dankbar, wenn sich Leute die Beiträge richtig durchlesen oder nochmal nachfragen, ehe sie hier Unsinn schreiben und mir u.U. Gewinnsucht unterstellen.

    ALG2 beantragen bedeutet nicht zwingend, daß man schon lange arbeitslos gewesen sein muß. Das zum Einen.
    Daß sie ihre Miete seit Mai nun nicht zahlen kann.... damit kann und muß ich momentan leben. Ich habe deswegen nicht geschrien!

    Ich hätte mir nicht gedacht, daß man sich dem Vorwurf des Betrugs aussetzen muß, weil man in guter Absicht auf die Geltendmachung sämtlicher umlegbarer Neben- und Betriebskosten verzichtet und einem Mieter nur einen Teil der reinen Heizölkosten berechnet.
    Wenn das Amt natürlich die tatsächlichen Kosten übernehmen will, dann krame ich mal die Ölrechnungen seit Mai raus. Dann wissen wir genau, wieviel Öl die Mieterin verbraucht hat, denn sonst heizt niemand weiter im Haus. Daß das dann für die ARGE teurer wird... nun ja, damit werde ich dann leben müssen... und Ihr Steuerzahler auch.

    "Tue niemandem etwas Gutes und es widerfährt Dir nix Schlechtes!"
     
  13. #12 Kitzblitz, 17.01.2010
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    Wenn du dein Problem etwas ausführlicher geschildert hättest, wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dass es sich hier vielleicht um Betrug handeln könnte - von diesem Begriff habe ich innerhalb der anschließenden Diskussion auch Abstand genommen.

    Wow ! - Mit den Heizkosten, die du da benennst, heize ich unser Haus mit 187 qm Wohnfläche ein Jahr lang ebenfalls mit Heizöl. Deine Mieterin heizt damit eine 50 qm-Wohnung ! Stimmen deine Ansätze ?
     
  14. #13 oklahoma, 17.01.2010
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    Okay, ich hätte noch mehr ins Detail gehen können. Um die Frage beantworten zu können, ob ich einen Vetrag nachträglich und im Einvernehmen mit dem Mieter in der Art abändern kann... sollten die Infos eigentlich gereicht haben. Wie auch immer. Nun scheint es so, als sei die Frage verstanden worden.

    Die Heizkosten in Form des Ölverbrauchs brauche ich nur an meinen Öltanks abzulesen. Daß die Kosten in den Monaten, in denen nicht geheizt wird naturgegeben gleich Null sind... ist wohl verständlich. Der so oft im Netz zu findende Durchschnittswert für den Ölverbrauch pro m² gilt wohl eher für Häuser mit einer Ölheizung und vielleicht einem Mindestmaß an Dämmung. Daß Ölöfen durch fehlende Speicherkapazität einen großen Teil der Wärme unmittelbar in den Schornstein blasen... sie an den Wirkungsgrad einer geregelten Ölheizung nie herankommen werden, sollte auch einem Laien klar sein.
    Ich gehe bei den Öltanks also nicht von einem Leck oder einer Bypassleitung zum Nachbarn aus. Ich brauche mir auch nur die Datenblätter der Öfen durchzulesen. Wenn ich den Ölverbrauch auf die Laufzeit der Öfen rechne, dann ist auch der Ölpegel im Tank plausibel.
     
  15. Larina

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    Hallo,

    selbst wenn du alle Ölrechnungen seit letzten Mai rauskramst, wird das Amt nicht so ohne weiteres alles bezahlen.
    Die (Ab)-Rechnung muss ja noch glaubwürdig sein!

    Trotz und gerade durch nochmaliges Durchlesen.....
    finde ich das hier alles etwas seltsam.

    z.B:
    Warmwasser wird über el. Durchlauferhitzer erzeugt!
    Die Mieterin muß weder Strom noch Müllabfuhr zahlen!!!
    Und das bei diesen Strompreisen.... Donnerwetter, bist du kulant

    Ja, natürlich kann man einen Vertrag ändern oder ihn als nichtig erklären, wenn beide Vertragsparteien zustimmen!
    Aber nicht in diesem Fall, dazu noch rückwirkend, da ein am Vertrag völlig unbeteiligter Dritter, nämlich der Staat, als Geldgeber herangezogen werden soll.

    Ich möchte ein Mieter sehen, der einer solchen Abänderung rückwirkend zustimmt, wenn er selbst die höhere Miete nachzahlen soll!

    Meine persönliche Meinung!
     
  16. #15 lostcontrol, 17.01.2010
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    also ich find den ölverbrauch auch absolut gigantisch!
    da stimmt doch irgendwas nicht.
    mir geht's da wie kitzblitz - ich habe über 'ne halbe ewigkeit her mit weniger öl ein komplettes einfamilienhaus (mit ca. 250qm wohnfläche) beheizt. wohlgemerkt altbau! (allerdings wurden nicht alle räume durchgehend beheizt.)

    kann so sein, muss aber nicht so sein. gibt ja 'ne menge leute die ganjährig ihr warmwasser über die ölheizung erzeugen.

    nö, mir ist das nicht klar.
    wir betreiben nach wie vor immerhin noch 9 einzel-ölkachelöfen in mietwohnungen und haben auch dort einen deutlich niedrigeren ölverbrauch.
    nur ein vergleichsbeispiel: 55qm, 2 zimmer, ölverbrauch seit ewigkeiten im schnitt 350 liter jährlich. baujahr 1960 (ohne vollwärmeschutz, aber natürlich mit modernen isolierglasfenstern).

    entweder stimmt mit deiner ölstands-ablesung was nicht oder mit dem ofen.
    so ein hoher verbrauch ist in meinen augen völlig unrealistisch, das solltest du unbedingt prüfen!

    was die ARGE angeht:
    die haben (zumindest hier bei uns) festgelegte werte wieviel heizkosten pro quadratmeter sie maximal bezahlen, ich hab mich da neulich erst kundig gemacht.
    wenn du natürlich so irrwitzige heizkosten hast, werden sie das sicher nicht übernehmen. die ARGE bei uns zahlt auch für singles nur für 45qm heizkosten (wie das bei grösseren wohnungen funktionieren soll ist mir nicht ganz klar - vermutlich rechnen sie dann damit, dass einzelne räume nicht durchgängig beheizt werden).
    allerdings ist die ölmenge, die da angesetzt wird, in meinen augen wirklich hoch - jedenfalls deutlich höher als das, was in unseren wohnungen tatsächlich verbraucht wird.

    was meinst du mit "die mieterin ist die einzige die in diesem haus heizt"? steht der rest leer? und du riskierst eine kaputte bausubstanz, rohrbrüche etc. dadurch dass da nicht geheizt wird? oder wohnt die mieterin in einem 50qm-häuschen?
     
  17. #16 oklahoma, 17.01.2010
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    @Larina

    Trotz und gerade durch nochmaliges Durchlesen.....
    finde ich das hier alles etwas seltsam.

    z.B:
    Warmwasser wird über el. Durchlauferhitzer erzeugt!
    Die Mieterin muß weder Strom noch Müllabfuhr zahlen!!!
    Und das bei diesen Strompreisen.... Donnerwetter, bist du kulant


    Das kannst Du ja seltsam finden. Aber so ist es nun einmal. Ich muß mit der Wohnung keine Gewinne erzielen, die über das hinausgehen, was ich an Ausgaben habe.
    Die Mieterin zahlt tatsächlich keinen Strom. Die Verbrauchswerte waren bekannt und sind in die Kalkulation eingeflossen. Und Müllgebühren fallen für sie nicht an, weil sie die auf mich angemeldete Tonne nutzen kann. Ich werde da alle 2 Wochen mal einen nicht aufgegessenen Döner rein.
    Tja, für die Strompreise kann ich nichts. Der Durchlauferhitzer ist aber am Tag im Schnitt 30 Minuten am Laufen. macht bei ca. 20kW und 20ct/kWh also 2,- € am Tag. Sind 60,- € im Monat. Vielleicht noch 40,- € für den restlichen verbrauchten Strom... sind 100,- €. Müllgebühr ist nicht so viel. Kann es nicht mal beziffern. Wohl so 8,- € im Monat. Bei einer Miete von 240,- € liege ich da immer noch im grünen Bereich.
     
  18. #17 Thomas76, 17.01.2010
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    Unabhängig davon, wie hoch nun die Nebenkosten sind und ob diese Werte unplausibel erscheinen, ist wohl das einfachste, der ARGE eine entsprechende Nebenkostenaufstellung fertig zu machen.Ob die dann alles oder nur einen Teil davon bezahlt, wird man dann sehen.

    Ich weiß nicht, ob die ARGE-Sätze und Regelungen Bundesweit einheitlich sind, bei uns gibt's z.B. Maximalsätze für Nebenkosten, und wenn die tatsächlichen Nebenkosten höher sind, kann bzw. muß die Mieterin diese tragen.

    Wenn die Mieterin auch der ARGE gegenüber "nett" ist, erklärt diese ihr vermutlich auch noch mal ganz genau, was für eine Aufstellung sie gerne hätten, und danach richtest du dich dann halt.
     
  19. #18 oklahoma, 17.01.2010
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    Wenn es die einfachste Lösung wäre, würde ich sie sicher wählen. Ich mag mit der ARGE nicht feilschen. Da wahre ich lieber mein Gesicht und verzichte gänzlich auf Zahlung von Nebenkosten durch die Mieterin. Freies Land!
    Ich weiß soviel, daß die ARGE zuerst einmal die tatsächlichen Nebenkosten übernehmen muß, denn sie gehören zu den Wohnkosten. Das ist auch gar nicht strittig.

    Nach 9 Monaten Hinhaltetaktik durch die ARGE... sind eigentlich alle Vorräte an Nettigkeiten aufgebraucht. Ich habe von dieser Verhaltensweise ja auch erst vor ein paar Tagen erfahren, als ich die Mieterin mal zu einem ARGE-Termin begleitet habe. Ich dachte bislang, sie wolle mich nur mit der Miete hinhalten oder hätte sonstige Gründe.
    Nun denn, die Wohnung ist bewohnt, die Wasserleitungen frieren nicht ein und kein Einbrecher betrachtet das Haus als perfektes Objekt. Dafür würde ich sogar Geld bezahlen :-D
     
  20. #19 Thomas76, 17.01.2010
    Thomas76

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    Als feilschen würde ich das auch nicht bezeichnen.Die ARGE will gewisse Angaben, und die würde ich einfach liefern, nicht mehr und nicht weniger.Aber wenn du kein Problem damit hast, auf die Nebenkosten gänzlich zu verzichten, ist das natürlich eine noch einfachere Lösung.

    Naja, dann ist es doch eigentlich das naheliegenste, ihnen die tatsächlichen Nebenkosten in der Form vorzulegen, die sie gerne hätten.

    Allerdings muß die ARGE nicht jede Wohnung, jede Kaltmiete und jede Höhe von Nebenkosten übernehme, wie ich schon schrieb gibt es da gewisse Grenzsätze.Wenn sich nun heraustellen sollte, das die tatsächlichen Nebenkosten zu hoch sind, wirst du vermutlich auf einen Teil davon verzichten müssen.Aber da du ja angeblich auch kein Problem darin siehst, im Notfall ganz auf die Nebenkosten zu Verzichten sollte das ja kein Problem darstellen.

    Wenn das deine einzigen Ansprüche an's Vermieten sind, wirst du sicherlich nie Probleme haben, einen passendes Mieter zu finden ;)
     
  21. #20 pfandleihe, 27.02.2010
    pfandleihe

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    Ich würde sagen das AA zahlt die neue KM eh nicht, bin der Meinung die KM darf höchstens 235 Euro betragen. Das würde bedeuten dein Mieter müßte laut Amt eine neue Wohnung beziehen :motzki
     
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