Mieterhöhung wg. Modernisierung plus normale Mieterhöhung

Dieses Thema im Forum "Mieterhöhung" wurde erstellt von Waldoblau, 21.10.2012.

  1. #1 Waldoblau, 21.10.2012
    Waldoblau

    Waldoblau Neuer Benutzer

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    Ausgangslage:

    1994: Nettomiete 365 €, Beginn einer Modernisierung (Terrasse zu Wohnraum umgebaut), die der Mieter selbst gewünscht hat. Umlage erfolgte über 25 € monatlich.

    Die 10 Jahre sind im Frühjahr 2014 vorbei. Der Mieter meint nun, er müsse die 25 € nicht mehr bezahlen. Das ist nach den gesetzlichen Bestimmungen nicht richtig.

    Meine Frage ist eine andere:

    Die Miete wurde seit 1994 mit Ausnahme dieser Modernisierung nicht mehr erhöht. Es gibt doch diese 3-Jahresfrist - kann ich nun die Miete im Jahr 2013 mit Hilfe des Mieetspiegels erhöhen oder nicht?

    Zusatzfrage:

    Die Basis, von der ich rechne, ist das die Nettomiete von 1094 (365 €) oder die bereits angepasste nach der Modernisierung, also 390€?

    Zweite Zusatzfrage:(nicht so wichtig)

    Die ursprüngliche Wohnung hatte 75 qm, nun ist sie 75 + 16 qm (Terrasse) groß. Die Terrasse geht mit 50 % mit ein, also hätte die Wohnung nun 83 qm.

    Wenn ich nun einen neuen Quadratmeterpreis errechnen will (Mietspiegelvergleich!),nehme ich dann die 75 qm oder die 83 qm?

    Und noch etwas Dummes:

    Über die Moderniserungsmaßnahme gibt es keine schriftlichen Unterlagen. (alter Vermieter liegt im Sterben, ich bin Erbe des MV).

    Kann ich da Probleme bekommen?

    Vielen Dank für Hinweise!
     
  2. AdMan

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  3. kathi

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    Lies bitte deinen Beitrag nochmal durch. Da fehlen ein paar Sinnzusammenhänge.
    z.B. hier:
    "1994: Nettomiete 365 €, Beginn einer Modernisierung (Terrasse zu Wohnraum umgebaut), die der Mieter selbst gewünscht hat. Umlage erfolgte über 25 € monatlich.

    Die 10 Jahre sind im Frühjahr 2014 vorbei."
    Welche 10 Jahre?

    Und warum unbedingt Modernisierungserhöhung? Der Mieter hat zusätzlichen Wohnraum bekommen und dafür zahlt er 25€ mehr Miete. Passt doch.

    Sonst, ausgehend von dem was ich vermute:
    Du kannst die Miete auch jetzt schon erhöhen.

    Die 390€

    ????? Wenn die komplette Terrasse zu Wohnraum umgebaut wurde, dann ist die neue Fläche doch jetzt 91m² gross oder steh ich auf dem Schlauch? Warum sollte Wohnraum, nur weil er früher mal ne Terrasse war, nur zur Hälfte zählen?

    Was für Probleme erwartest du? Die Terrasse wurde auf Wunsch des Mieters in Wohnraum umgewandelt. Dafür hat er 25€ mehr Miete gezahlt. Und das nachweislich über 10 (?) Jahre. Wo ist das Problem?
     
  4. #3 Waldoblau, 21.10.2012
    Waldoblau

    Waldoblau Neuer Benutzer

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    Ups, stimmt: Der Umbau begann natürlich 2004 und endet 2014.

    Mein Vater nannte es eben Moderniserung, die er als Modernisierungsmaßnahme umlegen wollte. Wenn es tatsächlich aber die Schaffung von Wohnraum ist, und das dann noch einfacher zu handhaben ist, umso besser.

    Du hast vermutlich recht. Ich las eben vor kurzem etwas von einer Terrasse, die man mit 50 % in die Wohnfläche einberechnen könne - aber da ist eben eine echte Terrasse gemeint, und nicht eine Terrasse, die nun keine mehr ist, sondern Wohnraum.

    Vermutlich gibt es keine Probleme! Ich machte bisher nur schlechte Erfahrungen mit gegnerischen Rechtsanwälten, so dass ich sehr misstrauisch geworden bin.

    Herzlichsten Dank für deine sehr ausführliche Antwort!

    Viele Grüße
    Waldoblau
     
  5. #4 Hulk Holger, 21.10.2012
    Hulk Holger

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    Was ist den das für ein Umbau, dass ihr dafür 10 Jahre braucht? Denke du meinst mit den 10 Jahren etwas anderes...
     
  6. #5 Waldoblau, 22.10.2012
    Waldoblau

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    Klar, ich sollte so spät nachts nichts mehr schreiben: Der Umbau selbst endete freilich früher, die umgelegten Kosten des Umbaus wurden auf die folgenden zehn Jahre verteilt. Deswegen meint nun auch die Mieterin irrtümlicherweise, dass sie ab Frühjahr 2014 wieder 25 € weniger Miete zahlen muss.

    Aber:

    Ein Wintergarten wird doch auch nicht zu 100 % in die Wohnfläche eingerechnet, wieso sollte dann die eingeglaste und verbretterte Terrasse zu 100 % einberechnet werden? Ich tendiere da eher zu 50 %.

    Mir tut der Unterschied nicht weh und ich laufe nicht Gefahr, schon wieder mit dem Mieter-RA Probleme zu kriegen.

    Was meint ihr?

    50 % oder 100 % ?

    Viele Grüße
    Waldoblau
     
  7. #6 lostcontrol, 22.10.2012
    lostcontrol

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    also ich finde das war eh schon ziemlich grosszügig...
    wir rechnen ja schon 'ne EBK auf 10 jahre mit (je nach küche) zwischen 20 und 30 euro aufschlag auf die kaltmiete...
    aus 'ner terrasse wohnraum zu machen dürfte denn doch um einiges teurer sein als 'ne EBK...
    an eurer stelle würde ich jetzt 'ne ganz normale mieterhöhung machen und fertig.
     
  8. kathi

    kathi Gesperrt

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    Du musst dich mal entscheiden, was es denn ist. Im Eingangsbeitrag steht sie wurde zu Wohnraum umgebaut. Ein paar Bretter und ein paar Scheiben machen aus einer Terrasse keinen Wohnraum.
     
  9. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo Waldoblau


    Also Modernisierungsmieterhöhungen nach BGB §559 ff enden
    (nach aktueller Gesetzeslage)
    nicht nach dem Ablauf von 10 Jahren.
    Ob dies früher anders war entzieht sich meiner Kenntnis.
    Allerdings könnte es eine MV-Vereinbarung geben,
    wo nach tatsächlich nach 10 Jahren wieder die ursprüngliche Miete,
    bzw. 25,- € weniger Miete zu Zahlen ist.

    Dieses ganze ändert allerdings nichts an deinem Recht die Miete nach 557 / 558 zu erhöhen.


    Eine eingeglaste und verbretterte Terrasse ist eine eingeglaste und verbretterte Terrasse und kein Wohnraum ...


    VG Syker
     
  10. #9 Papabär, 23.10.2012
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Bretter ist gut ... bei einer Umbauzeit von 10 Jahren dürften das wohl eher Streichhölzer gewesen sein.

    Wenn ich das bisher Gelesene richtig interpretiere, dann handelt es sich jetzt wohl um eine Art Wintergarten. Ist dieser beheizt?

    Lt. §4 (3) der WoFlV wären für einen unbeheizten Wintergarten 50% der Fläche korrekt. Und sofern die Miethöhe in den letzten 15 Monaten vor der Erhöhung unverändert war, kann die Miete jetzt entsprechend der §§ 557 bzw. 558ff. BGB ... ach, das hat Syker ja bereits geschrieben.
     
  11. kathi

    kathi Gesperrt

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    Wenn du schon ruminterpretierst dann solltest du auch soweit ruminterpretieren können, dass der Umbau eben keine 10 Jahre gedauert hat.
     
  12. Bina

    Bina Gast

    versierte Forumsnutzer bzw. versierte Vermieter

    Hallo

    Bin sonst in Computer-Foren aktiv, da kann der Ton auch schon mal rau sein.
    Aber so viele pampige Antworten wie hier habe ich selten gelesen. Da kriegt man ja Angst, sich anzumelden.

    Können sich die versierten Vermieter oder versierten Forumsnutzer eigentlich nicht (mehr?) vorstellen wie es ist, wenn man erstmalig den Weg des Vermieters beschreiten (muss)?

    Von allen Seiten wird gepredigt, sich nicht mehr auf die staatliche Rente zu verlassen bzw. die eigene Rente auf verschiedene Füße zu stellen. Manch einer mag auch eine Immobilie geerbt haben, ohne deshalb sogleich dem Bild des bösen Vermieters zu entsprechen.

    Was aber kaum bis gar nicht angesprochen wird ist, dass man heute als privater Vermieter praktisch ein Jura-studium braucht zuzüglich einer Ausbildung als Immobilienkaufmann, um die ganzen Fallstricke, die selbst bei stinknormalen Angelegenheiten blühen, ohne uferlose Kosten zu überstehen.

    Auch in Computerforen werden die selben Fragen zum 100 Mal gestellt (wenns langt).
    Wenn ich an einem solchen Tag überlaunig bin, antworte ich eben einfach nicht.
    Wenn ich halb-übellaunig bin, setze ich einen Link zum entsprechenden Thema.
    Und wenn ich gut Laune habe, dann antworte ich auch zum 100 Mal freundlich auf die selbe Frage.
    In dieser Art würde ich mir das auch hier im Forum wünschen
     
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