Mieterhöhung zur ortsüblichen Vergleichsmiete (Kriterien für Vergleichswohnungen)

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von ukrappel@online.de, 17.09.2013.

  1. #1 ukrappel@online.de, 17.09.2013
    Zuletzt bearbeitet: 17.09.2013
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    Hallo, wer weis,welche Kriterien eine Vergleichswohnung zur Mieterhöhung erfüllen muss, damit dies rechtlich korrekt ist?
    Können die Vergleichswohnungen aus dem Wohnungsmarkt (zb. Immoscout) stammen?
    Kann ich Erdgeschosswohnungen mit Etragenwohnungen vergleichen?
    Wäre schön, wenn mir jemand eine Antwort geben kann.
    Danke im vorraus für eine Antwort
    uk
     
  2. AdMan

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  3. Berny

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  4. #3 ukrappel@online.de, 18.09.2013
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    Danke Berny,für deine Hilfe,
    leider hab ich auch dort noch keine genaue Antwort gefunden.
    Ganz schön schwammig die Geschichte mit den Vergleichswohnungen,
    ist wohl auch Auslegungssache.
    Gruß uk
     
  5. GJH27

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    Es müssen auf jeden Fall bestehende Mietverhältnisse sein, da ja belegt werden soll, was derzeit tatsächlich gezahlt wird. Inserate dagegen zeigen nur, was der Vermieter gern hätte - jedoch nicht, ob tatsächlich in dieser Höhe ein Vertrag geschlossen wird...

    Meiner Meinung nach geht das, sofern die Wohnungen ansonsten (Größe, Zimmerzahl, Ausstattungsstandard, Balkon / Terrasse etc) vergleichbar (also relativ ähnlich) sind.
     
  6. Andres

    Andres
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    Als Ergänzung zu den bisherigen Antworten:

    Grundsätzlich ja, Ausnahmen wird man immer finden. Ganz in meiner Nähe gibt es z.B. eine EG-Wohnung in einem MFH, die für so einen Vergleich ungeeignet wäre: Eine Hauswand ist gleichzeitig die vordere Grundstücksgrenze, d.h. der Gehweg schließt sich direkt ans Haus an. Aufgrund einer architektonischen Meisterleistung ist damit für alle Passanten praktisch die ganze Wohnung einsehbar. Abgerundet wird das durch eine Terasse mit null Privatsphäre - neben dem Haus ist ein weiterer öffentlicher Weg. Der Leerstand in dieser Wohnung ist beeindruckend ...

    So eine Wohnung taugt für einen Vergleich nicht. Eine "normale" EG-Wohnung dürfte aber schon vergleichbar sein.


    Ja, leider.
     
  7. #6 ukrappel@online.de, 19.09.2013
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    Danke für eure Antworten,
    ich möcht`s halt nicht auf einen Versuch ankommen lassen.
    Soll schon rechtlich ok sein, sollte nachgehakt werden.
    Ist es richtig, dass der Mieter die Erhöhung links liegen lassen kann, und der Vermieter dann nur die Möglichkeit hat, vor Gericht zu ziehen?
    Oder gibt´s da noch eine Abmahnung vorher?
    Gruß
    uk
     
  8. Pitty

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    Ich habe eine Frage. Es heißt überall, dass die Vergleichsmiete nicht älter als 4 Jahre sein dürfen.

    Ich habe Vergleichswohnungen, jedoch wurden die Mietverträge teilweise 2006 abgeschlossen. Von daher dürften die älter als 4 Jahre sein oder interpretiere ich das jetzt falsch? Die Vergleichsmieter zahlen immer noch so viel wie damals abgeschlossen. Habe ich jetzt einen Denkfehler? :verrueckt009:
     
  9. Berny

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    Wenn der Mieter die Zustimmung verweigert, bleibt dem VM nur noch der Klageweg. Natürlich würde ich vorher nochmals das Gespräch suchen, vielleicht lässt sich auch ein Kompromiss finden nach dem Motto "Macht Dich nicht arm und mich nicht reich".
     
  10. Berny

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    Nöö, wieso? Dann würde das doch eher noch dem Mieter entgegenkommen.
     
  11. #10 Papabär, 08.10.2013
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    Na, nicht überall ... aber in §558 (2) BGB

    Wobei die Vergleichsmiete nur in den letzten 4 Jahren vereinbart sein muss ... der eigentliche Mietvertrag darf hingegen schon älter sein.
     
  12. #11 ukrappel@online.de, 08.10.2013
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    Mietverträge nicht älter als 4 Jahre

    Hallo, in meinem schlauen Buch (Das Vermieter Praxishandbuch)
    7. Auflage ganz neu von Haufe steht nichts von der Jahresgrenze.
    Es bestehen doch die meisten Mietverhältnisse länger,
    deshalb kann ich mir das auch nicht vorstellen, dass eine 4 Jahresfrist für Vergleichsmieten relevant ist.Zudem würde es wie Berny sagt, dem Mieter entgegenkommen.
    LG uk
     
  13. #12 ukrappel@online.de, 08.10.2013
    Zuletzt bearbeitet: 08.10.2013
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    Hallo Papabär, wie ist denn das zu verstehen?
    Wenn die letzten 4 Jahre nichts verändert wurde, ist dann diese Miete nicht als Vergleichsmiete relevant?

    LG uk
     
  14. #13 Papabär, 08.10.2013
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    Der Verweis auf die gesetzliche Grundlage ist quasi ein Straight Flush ... der Verweis auf Dein Praxishandbuch zählt maximal als Full House (Wobei ich den genannten Verlag ja eher als "Three of a kind" einstufen würde).



    Wenn ich also eine Miete zum 01.10.2013 erhöht habe (d.h. wenn ich die vom Mieter unterschriebene Zustimmungserklärung zurückerhalten habe), dann kann ich diese Miete wiederum als Vergleichsmiete heranziehen ... vorausgesetzt die Wohnungen sind vergleichbar.
     
  15. #14 Papabär, 08.10.2013
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    Möglicherweise ist das ja der Grund, warum der Gesetzgeber diese Stolperfalle eingebaut hat.
     
  16. #15 Papabär, 08.10.2013
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    Und um die Verwirrung komplett zu machen:
    Das kommt darauf an.

    Letztendlich wird das ein Richter (oder eine Richterin) zu entscheiden haben. Nach meiner Erfahrung wirst Du eine EG-Wohnung kaum mit einer Wohnung im 21. OG vergleichen können ... auch wenn Größe, Schnitt und Ausstattung ansonsten übereinstimmen.

    Mir wurde bereits mal der Vergleich einer Wohnung im 4. OG mit einer EG-Whg. abgesprochen (was mich aber nicht weiter tangiert hatte, da ich regelmäßig weit mehr als 3 Vergleichswohnungen angebe).

    Andersherum ist´s möglicherweise sogar noch schwieriger. Für eine EG-Wohnung, die direkt neben der Hauseingangstür liegt und an der jeder Besucher (auf dem Weg zum Aufzug) vorbei muss, habe selbst ich Probleme, ausreichend passende Vergleichswohnungen zu finden.
     
  17. #16 ukrappel@online.de, 08.10.2013
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    Vergleichswohnung

    Dachte eher an erste Etage und EG - Wohnung.
    LG uk
     
  18. Berny

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    Weshalb nicht 1.OG und EG?
     
  19. Pitty

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    Die Mietverträge aus meinen beabsichtigten Vergleichswohnungen sind von 2006 und danach wurde nichts mehr erhöht. Von daher könnte ich sie als Vergleichsmiete eigentlich nicht mehr heranziehen oder gibt es einen Praragrafen, wo die Vereinbarung älter sein kann?
    Und warum steht überall die 4 Jahresfrist? Was hat es damit auf sich?
     
  20. Berny

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    Ich halte das für ein Missverständnis. Natürlich kannste die Mieten dieser vergleichbaren Wohnungen heranziehen in Deinem Begehren.
     
  21. Pitty

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    Danke für die Info. Dann werde ich das ganz schnell machen.:o
     
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