Mieterhöhung

Dieses Thema im Forum "Modernisierung und Sanierung" wurde erstellt von Bianca, 15.06.2010.

  1. Bianca

    Bianca Neuer Benutzer

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    Hallo!
    Bin ganz neu hier und war mir nicht sicher, in welche Rubrik meine Anfrage passt.
    Ich leg einfach mal los:

    Wir wohnen hier auf dem Land in einen alten Fachwerkhaus mit Schieferplattendach.
    Die Außenwände sind nicht wirklich gedämmt und die Zimmerdecken (worüber sich dann der Dachboden befindet und dann das unisolierte Dach) besteht nur aus Stroh-Lehm und Tapete.
    Oben auf der Zimmerdecke liegt nix, was die Wärme halten könnte.

    Als Heizung haben wir Flüssiggas mit Tank im Garten. Die Heizkörper/Heizungsanlange wurde vor - keine Ahnung - 30 Jahren mal eingebaut. Außen haben wir - da wo die Heizkörper sitzen, Öffnungen, wo ein Teil der Wärme (lt. Vermieter ca. 20 - 30%), die eigentlich drin sein sollte, nach draußen gepustet wird.
    Es wurde früher damit argumentiert, daß die Flamme Sauerstoff braucht, damit sie brennt.

    Ich weiß nicht, ob diese Art von Heizung noch jemand kennt.

    Nun ist folgendes: Unser Vermieter hat in den ganzen Jahren, seit wir hier wohnen (mittlerweile über 11 Jahre), keine Mieterhöhung gemacht. Auch an Reperaturarbeiten fiel nicht viel an, außer einmal ein Bodenaustausch im Flur (Holzboden, der total marode war - unterm Boden ca. eine 1- 1,5 m Ausschachtung ... d.h. kein Fundament unterm ganzen Haus).

    Wir zahlen hier an Kaltmiete knapp 282 Euro. Nun haben wir die Gasabrechnung bekommen, wo wir monatlich bereits 200 Euro Abschlag berappen.
    Wir müssen 500 Euro nachzahlen. Der Abschlag wird erhöht auf 235 Euro. Ergo zahlen wir hier an Gas im Monat schon fast eine zweite Miete.

    Nun soll/will unser Vermieter eine andere Heizungsanlage einbauen. Mit Ferngas, so daß die anderen Heizkörper rauskommen.
    Er meinte, daß die neue Heizung auch 15 - 20% Wärme nach außen über den Schornstein abgibt. Ist das richtig?

    Außerdem meint er, daß er dann eine Mieterhöhung machen will, weil er in den ganzen 11 Jahren keine Mieterhöhung gemacht hat und außerdem ja modernisiert.
    Die alte Haustür, die noch Einfachverglasung hat und aus Holz ist, wird erst in ein paar Jahren ausgetauscht. Im Winter frieren die Scheiben von innen ein! Die Fenster sind jedoch schon doppelverglast. Wurde gemacht, als unsere Vormieter hier noch wohnten.

    Auf die Zimmerdecken wird von oben Steinwolle gelegt. Er will aber keine mind. 10 cm dicke Steinwolle nehmen, sondern eine, die dünner ist. O-Ton Vermieter: "Reicht ja!"

    Während des Umbaus der Heizung wohnen wir hier weiter. Wo auch sonst?

    Wir haben zwei Kinder - leben hier also zu viert und bekommen keine Unterstützung vom Amt - auch kein Wohngeld oder Heizkostenzuschlag.

    Darf der Vermieter die Miete erst an die Vergleichsmiete anpassen und gleichzeitig für die Modernisierung nochmal aufschlagen?
    Ich weiß nicht, in welchem Bereich die Vergleichsmiete liegt. Unsere Wohnung ist ca. 75 m² groß, hat 5 Zimmer (zwei davon klein - 5 - 6 m² - und ohne Heizung, wo man von dem einen Zimmer aus reingehen muß)

    Wieviel darf er maximal erhöhen?

    Ich glaube, das wars erstmal. Wäre schön, wenn jemand von euch auf meinen Text eingehen könnte und mir helfen kann.
    Fragen werde ich versuchen zu beantworten. Bitte möglichst keine Fachbegriffe verwenden, da ich mich damit nicht auskenne.

    Vielen lieben Dank - falls mir noch was einfällt, melde ich mich.

    LG Bianca
     
  2. AdMan

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  3. #2 Michael_62, 15.06.2010
    Michael_62

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    Hallo

    Also erst einmal ist es so, dass du auf einen Erhalt des angemieteten Zustandes hast.

    Nicht mehr, nicht weniger.

    Wenn der Vermieter die Miete seit 11 Jahren nicht angehoben hat, ist es wahrscheinlich, dass er zunächst die Miete um 20% anheben wird (höchstwahrscheinlich gibt der Mietspiegel das her), dann die Modernisierungsumlage iHv 11% der Investitionskosten umlegt.


    Ersteres muss er mit Mietspiegel oder Vergleichswohnung belegen, zweiteres 3 Monate vor Änderung der Berechung ankündigen, damit ihr euch überlegen könnt, ob ihr zustimmt oder auszieht.

    Mieten sind heute zwischen 5€ und (oben offen) je nach Gegend und Zustand üblich. In manchen ländlichen Gegenden im Altbau werden auch noch 2,30 bis 3€ berechnet, aber in Neuvermietungen selbst das nicht mehr.

    Eine Übersicht zu deiner Gegend findest du auf immobilienscout24.de

    Jede Heizung hat einen Wärmeverlust. Das geht nicht anders.
    Brennwertheizungen mit Gas haben heute einen ganz guten Wirkungsgrad.
    :wink
     
  4. #3 Thomas76, 15.06.2010
    Thomas76

    Thomas76 Erfahrener Benutzer

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    Kann ich mir nicht vorstellen.Wenn man heute eine aktuelle Heizanlage mit Gasbrenner kauft, hat die extrem niedrige Energieverluste.Selbst die Abwärme im Schornstein (der dann meist auch erneuert werden muß) wird noch genutzt, so das die Teile rechnerisch einen wirkungsgrad von über 100% erreichen.Einige wenige Prozent dürften da das Maximum an Verlust sein.

    Und warum will er das ? Hat er die dünneren Dämmplatten noch irgendwo rumliegen ? Denn wenn er das Dämmmaterial eh' kaufen muß, ist der Preisunterschied wg. der Dicke normalerweise so minimal, das Sparen an dieser Stelle keinen sinn macht.
     
  5. Bianca

    Bianca Neuer Benutzer

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    Hallo!
    Erstmal vielen Dank für die Antworten.

    Er möchte aber, BEVOR er mit dem Heizungsneubau und der Isolierung der Zimmerdecken beginnt mit uns absprechen, wie hoch die Miete dann ausfällt.

    Da hab ich geguckt, aber zum Mietspiegel ist hier im Ort leider keine Angabe eingetragen.

    Er scheint zu meinen, daß er dann was einspart.

    Ich hab mal zwei Bilder rausgesucht, wo man die Heizung sehen kann, die wir momentan noch haben.

    Das ist das Teil, was draußen an der Wand sitzt ... überall da, wo ein Heizkörper ist (5 Stück): Hängt nun leider der Schlauch vorm Bild ... ich hoffe, man kanns trotzdem erkennen:

    [​IMG]

    Und das sind 3 der 5 Heizkörper vom Aussehen her. Zwei sehen anders aus, haben aber dasselbe Prinzip (logisch, oder?)

    [​IMG]

    Wenn er uns jetzt querschießt - bringt es was, einen Gutachter einzuschalten (oder einen Anwalt), weil uns beim Einzug und auch in den Jahren danach nie gesagt wurde, daß die Heizung soviel an Energie nach draußen verpulvert und hier ja auch nichts gedämmt ist und ne neue Haustür verspricht er uns auch schon seit Jahren, an manchen Ecken zieht es durch (vorallem merkt man es, wenns stürmisch ist).

    Wie ist das mit Mietminderung, wenn wir hier auf einer Baustelle leben?

    LG Bianca

    Edit: Noch eine Frage:
    Ich hab grad in eurem Forum hier diesen Thread gelesen:
    http://www.vermieter-forum.com/thread,threadid-7961_Gastherme-teilen.html

    In unserer Nachbarwohnung (ein Haus, zwei Wohnungen) steht bereits eine Therme. Auch gar nicht so weit weg von den Mauern unserer Seite.
    Was wäre für den Vermieter denn günstiger? Da ran zu gehen und uns darüber mit zu versorgen (ob das mit der Therme möglich ist, weiß ich nicht, weil ich da keine Ahnung von habe) oder uns eine neue Therme einzubauen?
    Nur mal so rein theoretisch :D
    Warmwasser haben WIR übrigens über Boiler (3 Stück - davon 2x Waschbecken in Küche und Bad und Dusche) - weiß nicht, ob die Warmwasserversorgung drüben von der Therme kommt.
     
  6. #5 Michael_62, 15.06.2010
    Michael_62

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    Liebe Bianca.

    Nach 11 Jahren möchte dein Vermieter das Anwesen modernisieren.

    Wo ist dein Problem?

    Du kannst mitspielen oder ausziehen.

    Er hat ein Gespräch angeboten, so halte ich es mit meinen Mietern auch immer. Menschen reden miteinander und schauen sich in die Augen.

    Wenn du eine "zweite Miete" an Heizkosten zahlst, kann sich Dämmung positiv auswirken. Ich lasse auch gerade eines der Häuser in 140er Styro 0,32 einpacken.
    Nur muss man sehen, dass diese Dämmung etwa 85€/m² Fläche kostet, d.h. für eine Etagenwohnung ca. 11000,- €.
    Die Mieter müssen also nach Abschluss 1000,-€ pro Jahr für diese Modernisierung zahlen.

    Die Ersparnis einer 140er Dämmung liegt nur etwa 25% über der einer 60er Dämmung. Aber die EnEV gibt vor, dass so gedämmt werden muss. Also ist der Beschwerdeadressat der Gesetzgeber.

    Dein Vermieter geht sinnig, und nicht nach Gesetz vor. Du solltest also ein ernsthaftes Gespräch mit ihm suchen, bevor du es auf Streit anlegst.
    Versuche dochmal seine Motivation zu verstehen.
    :wink
     
  7. Bianca

    Bianca Neuer Benutzer

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    Seine Motivation ist seine Geldbörse ... er wußte die ganzen langen Jahre von der Heizung - quasi seit sie eingebaut wurde (hat seine Mutter damals machen lassen, ohne ihm da was von zu sagen - die lebte damals hier).
    Seine Mutter starb, kein Heizungsumbau (warum auch? War ja noch nicht so alt) ... Mieter sind rein ... haben sich nicht beschwert (waren ruhige Zeitgenossen und damals wars auch noch bezahlbar) ... dann stand die Wohnung monatelang leer - nichts passierte ... wir sind eingezogen ... kein Ton über die Heizung ...

    Wir haben in den 11 Jahren, seit wir hier wohnen, nur zwei kleine Reparaturen gehabt (zweimal Boden - beide marode und brüchig, beide wieder mit Holz gelegt).
    Ansonsten nichts. Beim Boden waren nichtmal Handwerker da - haben wir alles (!) selbstgemacht. Also sogar Kosteneinsparung für den VM.
    Wir haben unsere Duschkabine (bestimmt schon 20 Jahre alt) 5x repariert - mittlerweile gehts nicht mehr. Er (VM) repariert es nicht. O-Ton: "Später mal ... "

    Unsere Haustür - da redet er auch schon seit wir hier wohnen von, daß sie neu soll ... und was passiert? Nichts!
    Spricht man ihn drauf an, kommt zur Antwort "Später mal! Alles auf einmal geht nicht!" Äh .. hallo? 11 Jahre sind "alles auf einmal"?

    Dämmung der Zimmerdecken? Warum denn? Stroh-Lehmdecken halten doch die Wärme wunderbar ... was besseres gibts doch gar nicht ... *ironie aus*
    Außenwände abdämmen? Sowas kommt ja mal gar nicht in die Tüte ... es hat sich ja vorher nie einer beschwert.

    Mit ihm sprechen? Ja, sprechen kannst Du mit ihm ... gut sogar ... solange Du nicht an seinen Geldbeutel willst.
    Hast Du schonmal versucht, einem 80-jährigen Bauern, der auf seinem Geld sitzt, 3 Häuser alleine hier im Ort hat, etwas aus den Rippen zu leiern? Etwas, was DRINGEND notwendig ist? Nein? Aha!

    Ausziehen ... leicht gesagt ... wir fühlen uns hier pudelwohl, wollen nicht weg ... es hängt nur an der Heizung und der Dämmung. Macht er nichts, gehen wir eh. Ich sehe es nämlich langsam nicht mehr ein, 3000 Euro und mehr/Jahr alleine nur an Gas zu zahlen, nur weil der VM nicht gewillt ist, hier was zu machen.

    Ach übrigens - wenns nach der EnEV geht (hab da auch schon ein bißchen drüber gelesen), dann würde er mit sämtlichen seiner Häuser hier gnadenlos durchfallen ... schon allein der Dämmung wegen ... wir sind von den 3 Häusern hier die einzigen, die noch mit Flüssiggas heizen ... der Tank steht - soweit ich das im Kopf habe - seit 1977/78 hier ... also müsste es doch sowieso ausgetauscht werden ... so oder so!
    Da das in dem Moment ja eigentlich keine Modernisierung ist (von Gas auf Gas), dürfte doch nur die Dämmung umgelegt werden ... oder? Die Dämmung legen wir auch selber - er hat also nur das Material zu zahlen.
    Auch beim Heizungsbau könnten wir diverse Sachen selber machen.

    Ich geh jetzt erstmal ins Bett - um 6 ist die Nacht vorbei.
    Schaue morgen wieder rein und falls mir noch was einfällt, editiere ich meinen Beitrag oer antworte auf euren ... je nachdem :D

    Danke und gute N8
    Bianca
     
  8. #7 lostcontrol, 17.06.2010
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    was gibt's denn für ein problem mit der heizung?
    solange die funktioniert muss der vermieter da garnichts machen, da habt ihr garkeine ansprüche.
    30 jahre sind eigentlich kein alter für eine heizung - meine hat deutlich länger gehalten und ich hab sie auch nur ausgetauscht, weil ich von öl auf gas umsteigen wollte. gemusst hätte ich nicht (selbst der schorni war begeistert über die eigentlich sehr guten werte).

    habt ihr den boden mitgemietet?
    falls nicht, ist das nicht das problem des vermieters sondern eures.
    in einigen regionen deutschlands ist es durchaus üblich wohnunge ohne bodenbeläge zu vermieten.

    wie beim boden: ist die duschkabine mitgemietet?
    ansonsten: wenn die duschkabine nicht mehr funktionsfähig ist, könnt ihr die miete mindern.

    solange die haustüre funktioniert gibt es keinen grund sie auszutauschen - da gilt "gemietet wie gesehen". ihr habt da also auch keinen anspruch auf austausch.

    er hat garnicht so unrecht - stroh-lehm-dämmung ist nach wie vor mit die beste dämmung, nicht nur vom tatsächlichen dämmwert her sondern auch von der ökobilanz her.
    im übrigen gilt auch hier: "gemietet wie gesehen" - ihr könnt da also eigentlich keine ansprüche stellen, solange die decke funktioniert.

    selbst wenn sich jemand beschwert: der vermieter ist nicht verpflichtet eine wärmedämmung anzubringen. auch hier gilt: "gemietet wie gesehen".
    zudem habt ihr ja ganz offensichtlich eine klinkerfassade - da läuft das mit der wärmedämmung ohnehin nicht ganz so einfach und die optik des hauses wird nachhaltig verändert.
    auch hier könnt ihr keine ansprüche stellen.

    was habt ihr auch an seinem geldbeutel verloren?

    was dringend notwendig ist, ist das, was nicht mehr funktioniert.
    alles andere liegt rein im ermessen des eigentümers.
    sprich: solange alles funktioniert gibt's keine notwendigkeit.

    dann würde ich euch dringend empfehlen euch eine andere wohnung bzw. einen anderen vermieter zu suchen bzw. euch selbst etwas zu kaufen.
    es steht dem eigentümer nun mal frei wieviel er in seine immos investiert und wann (solange keine echte notwendigkeit besteht - und die liegt ja hier nicht vor).

    was meinst du mit "durchfallen"?
    dass er einen schlechten energiepass bekommen würde? ja. vermutlich.
    aber das zwingt ihn noch lange nicht dazu, etwas zu ändern.
    wenn er wirklich so drauf ist wie du erzählst, wird er sich wohl erst gezwungen sehen, wenn er merkt dass er die bude so nicht mehr vermietet bekommt.

    nein, wieso?
    solange der tank in ordnung ist (und 30 jahre hält so ein tank locker aus) muss er nicht ausgetauscht werden.

    die modernisierung liegt nicht im wechsel des energieträgers, sondern im wechsel der heizungsanlage. selbst wenn er beim flüssigtank bleiben wollte, wärs (zumindest in teilen) 'ne modernisierung, wenn er eine funktionierende heizung gegen eine modernere austauscht.

    und ihr übernehmt dann auch die gewährleistung und sämtliche haftung?
    ihr müsst wahnsinnig sein, wenn ihr euch das antun wollt - zumal ihr ja höchstwahrscheinlich keine fachleute seid.
    da kann man irre viel falsch machen, das ist euch hoffentlich klar?
    was macht ihr denn, wenn der eigentümer in 10, 15 jahren auf euch zukommt, damit ihr für die schimmelschäden aufkommt, weil ihr beim dämmen bei der dampfsperre was falsch gemacht habt oder so ähnlich?
    vom versicherungsschutz will ich garnicht erst anfangen - der ist sowieso hinüber wenn nicht-fachleute an der heizung rumgurken.
     
  9. Bianca

    Bianca Neuer Benutzer

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    Also - ich gehe davon aus, daß der Fußboden in der Wohnung (einmal Flur, einmal wars ein kleines Zimmer) mit zur Wohnung gehört und somit mitgemietet wurde.
    Es geht hierbei nicht um die Fußbodenbeläge (Teppich, LAminat, Fliesen oder dergleichen), sondern um den Boden ansich.
    Der Boden (der bei vielen aus Beton besteht) ist hier aus Holz und war verrottet. In den Ecken und an manchen anderen Stellen (im Flur der Laufweg) sowie in dem Zimmer komplett hätte man - wäre nicht Teppich draufgewesen - durchtreten können.

    Was glaubst Du, was das nach Schimmel gestunken hat, als wir den Boden da neu gemacht haben (Vermieter hat Material bezahlt und geliefert, wir den Boden neu gemacht).
    Unter dem Fußboden geht es 1-1,5 m in die Tiefe ... und dann kommt Sand.
    Wo kommt denn die Feuchtigkeit her, wenn nicht von unten oder von schlecht gedämmten Wänden?
    Schimmel an den Außenwänden - am falschen heizen kanns nicht liegen, weil die Räume beheizt oder zumindestens mitgeheizt werden (2 Räume haben keine Heizung). Und ich lüfte auch regelmäßig. Im Sommer sind die Fenster immer auf, im Winter mach ich täglich stoßlüften.

    Außer daß sie teuer ist, keins.

    Aber witzigerweise macht unser Vermieter alles - und damit mein ich ALLES (Haustür, Duschkabine, Heizung, Dämmung, etc), wenn die Wohnung leer wäre, bevor er sie neu vermieten würde. Also, wenn wir jetzt zum Herbst hin ausziehen würden, würde er loslegen und alles fertig machen, damit er sie spätestens nächstes Jahr teuer weitervermieten kann. Und solange wir drin sind jammert er rum, es wäre zu teuer, zu kompliziert, alles auf einmal geht nicht ... ha ha! Selten so gut gelacht!

    Hätte er uns übrigens vor 11 Jahren schon gesagt, daß 20-30% an Wärme nach draußen gepustet werden, hätten wir uns überlegen können, ob wir hier einziehen wollen oder nicht. So haben wir gedacht - weil die Abgase, die sonst über den Schornstein weggehen, dort rausgehen. Hab aber nie gewußt, daß soviel an Wärme, die DRINNE hätte sein müssen, nach draußen geht. Unser Vermieter wußte es!!!

    Gehe davon aus, weil sie zum Bad gehört. Da wir sie nicht selbst eingebaut haben, ist es Vermietersache. Und er weiß schon länger davon, macht aber nix.
    Die eine Tür der Duschkabine (ist ein Eck-Einstieg) hängt nur noch auf einer Rolle. Wenn meine Kinder da mal fester dran ziehen, weil sie sich mal wieder verkantet hat, kann es auch sein, daß sie rausfällt aus der Schiene.
    Unten ist sie gar nicht mehr befestigt.
    Miete mindern? Um wieviel? Man bekommt sie ja zu und kann duschen ... ab wann ist denn überhaupt gegeben, daß wir Anspruch darauf hätten?

    Altes Fachwerk ... mehr nicht. Hier und da mal was ausgebessert (Tür weg, Fenster rein, Rest zugemauert - oder Tür weg ... zugemauert).
    Ich dachte auch eigentlich mehr an eine Wärmedämmung von innen. Da sitzen zwar Styroporplatten dran, die aber ja nicht korrekt verlegt sein können, wenn sich da trotzdem Schimmel bildet.

    Und was hat es dann hiermit auf sich?
    http://www.schornsteinfeger-network.de/EnEv Heizungen.htm

    Frist bis 31.12.2008 nach EnEV
    Außerbetriebnahme dieser Anlagen (die dann mindestens 30 Jahre alt sind) .

    Nein, aber er dann wohl, wenn er zu uns sagt "Das müsst ihr aber dann machen - ICH krabbel da mit meinen 80 Jahren nicht mehr drauf ... das kann ich nicht!"
    Und wegen Heizung ... was ich mit "helfen" meine, ist Rohrschachtungen machen, Boden vorbereiten, event. Leerrohre legen.
    Das andere machen die Heizungsleute ... logisch!

    Da wir darüber nichs schriftliches machen, kann er uns gar nicht belangen.

    Wir haben jetzt eine andere Möglichkeit gefunden, wie es für unseren Vermieter - und damit auch für uns - günstiger werden könnte. Das Okay dafür muß nun noch der Vermieter und die Heizungsfirma geben.

    Wir werdn sehen ... danke erstmal für euer durchlesen :D

    Gruß Bianca
     
  10. #9 lostcontrol, 17.06.2010
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    dann würde ich auch davon ausgehen dass der boden mitgemietet wurde.
    allerdings würde ich es bei einem fachwerkhaus auch für normal halten, dass da keine betondecken drin sind - das wäre schon außergewöhnlich (es sei denn das haus wurde zwischendurch mal kernsaniert - danach hört sich's aber wirklich nicht an). normalerweise bestehen böden bzw. decken aber auch in fachwerkhäusern aus mehreren schichten und nicht nur aus holzbrettern.
    dielenböden in alten häusern sind übrigens im seltensten fall tatsächlich als bodenbelag gedacht gewesen - fast immer kam da noch der eigentliche bodenbelag drüber.

    tja, woher die feuchtigkeit kommt wäre erstmal zu klären.
    anscheinend lüftest du ja richtig - daran sollte es eher nicht liegen. dass 2 räume keine heizung haben und nur durch die anliegenden zimmer mitgeheizt werden ist natürlich ein bisschen grenzwertig (mit der warmen luft aus den nachbarzimmern dringt dann dort auch feuchtigkeit ein, die dort an der wand kondensieren wird), dieses problem hättet ihr aber auch bei einem modernen haus, weshalb ja auch immer empfohlen wird jedes zimmer für sich zu heizen und zu lüften.
    wenn die fassade natürlich kaputt ist und wasser eindringen kann, dann muss da was passieren. das bedeutet aber nicht zwingend einen vollwärmeschutz, manchmal reicht da auch völlig evtl. vorhandene risse zu flicken und die fassade neu zu verputzen damit kein wasser mehr eindringen kann.
    sprich: vollwärmeschutzisolierung könnt ihr trotzdem nicht verlangen.

    ich kann ja verstehen dass euch das stinkt, aber dafür habt ihr ja 'ne ziemlich niedrige miete. bei uns hier in der region ist es auch so, dass es doch 'ne menge leute gibt die lieber im altbau eine niedrige kaltmiete zahlen und dafür ein bisschen mehr für heizkosten, als sich im teuren niedrigenergiehaus einzumieten.
    beides hat natürlich vor- und nachteile (vom ökologischen aspekt garnicht zu reden), aber ihr wusstet ja dass ihr altbau mietet.
    solange die heizung funktioniert muss der vermieter/eigentümer sie nicht austauschen, auch wenn's euch lieber wäre.
    wenn er's trotzdem von sich aus machen möchte, dann würde ich mal vermuten dass er sehr genau weiss, dass er den austausch einer funktionierenden alten heizung gegen eine moderne heizung per modernisierungs-erhöhung zumindest teilweise umlegen kann, wenn er wartet bis die alte heizung den geist aufgibt und er gezwungen ist sie zu ersetzen ist das deutlich schwieriger.

    wenn dem so wäre, warum hat er's dann nicht gemacht bevor ihr eingezogen seid?
    ich würde das mal so nicht glauben...

    aber das ist doch total verständlich?
    die handwerker können doch viel besser arbeiten, wenn die wohnung leer ist.
    und dass danach teurer weitervermietet wird ist doch auch völlig klar. immerhin stellt so 'ne sanierung ja auch eine deutliche wertsteigerung dar.

    so lustig finde ich das ehrlich gesagt nicht.
    nicht jeder hat mal eben 'ne 6-stellige summe parat um so ein häuschen auf die schnelle komplett zu sanieren. und allein der vollwärmeschutz kann das schon kosten!
    die komplexität hängt natürlich ganz davon ab wie der zustand überhaupt ist.
    eigentlich sollte man erst den vollwärmeschutz, die neuen fenster usw. anbringen, bevor man die neue heizung einbaut - sonst ist die nachher zu gross ausgelegt und man verbrät unnötig energie. das mal nur so als beispiel dass es gewisse reihenfolgen einzuhalten gilt, wenn man sowas richtig machen möchte.
    alles auf einmal geht nicht - dafür hab ich grosses verständnis. ich renoviere am privathaus auch peu à peu, weils eben auch nicht anders geht. und wenn ich dann auch noch bedenke wie's mit der absetzbarkeit aussieht, ist eine solche vorgehensweise auch durchaus sinnvoll (hängt aber immer vom einzelfall ab).

    du hast geschrieben der vermieter/eigentümer hätte mehrere alte häuser - da das bei uns auch der fall ist kann ich dir sagen, dass da für instandhaltung jahr für jahr unsummen draufgehen, es ist durchaus möglich dass die kompletten mieteinnahmen sofort wieder im haus verschwinden. viele mieter glauben ja als vermieter wäre man automatisch reich, weil man ja jedem monat tausende von euros zu verprassen hätte, das ist aber gerade bei altbau eher selten so, vor allem dann, wenn die mieten niedrig sind, denn den großteil der einnahmen muss man ja direkt wieder reinstecken.

    ein gewisser wärmeverlust ist eigentlich schon normal, den kannst du eigentlich nur durch modernste technik (wärmepumpe etc.) umgehen. sowas ist aber im altbau eigentlich garnicht möglich (bzw. dann kannst du finanziell gesehen auch gleich abreissen und neubauen).
    aber ihr hättet doch merken müssen dass eure heizkosten relativ gesehen unverhältnismässig hoch sind, oder nicht? das merkt man doch schon im ersten jahr und nicht erst nach 11 jahren?

    aber auf dem bild sieht man doch klinker? oder verwechsel ich da jetzt was?

    ja und nein. der grosse nachteil der wärmedämmung von innen ist ja gerade der, dass die schimmelgefahr dabei so gross ist. das hat was mit dem taupunkt zu tun, der bei einer wärmedämmung von innen sich innerhalb der mauer verschiebt, was zu feuchtigkeit im mauerwerk führen kann und somit zu schimmel.
    ich für meinen teil halte von wärmedämmung von innen garnichts, weil ich persönlich eigentlich keinen einzigen fall kenne, bei dem das nicht zu schimmel geführt hätte. mag sein das geht auch ohne schimmel, aber ich würde das risiko garnicht erst eingehen wollen.
    eine wärmedämmung von aussen ist in jedem falle effizienter.
    zumal man ja auch nicht vergessen darf, dass eine wärmedämmung von innen immer gewisse bauteile vernachlässigt, nämlich alle die, wo eine innenwand auf die außenwand trifft.

    das kann ich nicht beurteilen, da mir dazu zuviele angaben bezüglich eures häuschens fehlen. nicht zu übersehen ist aber, dass all das nicht für einfamilienhäuser gilt, und wenn ich's recht verstanden habe bewohnt ihr ja ein solches.

    du kannst sicher sein, der schorni hätte die anlage schon längst stillgelegt, wenn das für eure anlage zutreffen würde.
    und wie gesagt: ich habe bis vor nicht allzu langer zeit auch noch eine heizung betrieben, die über 30 jahre alt war - und das im zweifamilienhaus (genauer gesagt einfamilienhaus mit einliegerwohnung, auch wenn dieser begriff rechtlich wohl nicht ganz korrekt ist). will heissen: man muss da schon genau hingucken welcher fall bei euch genau vorliegt, es ist jedenfalls nicht so, dass alles was älter wäre als 30 jahre stillgelegt werden muss.

    wenn ihr pech habt schon - gerade weil ihr nichts schriftliches macht. er könnte z.b. den rückbau verlangen...

    erzähl mal, das interessiert mich!
    ist immer gut wenn man weiss wie's auch günstiger gehen könnte - für beide seiten.
     
  11. #10 nobrett, 17.06.2010
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    Da sind Gaseinzelöfen mit Entlüftung über die Aussenwand verbaut. Da gibt es für den Vermieter eigentlich keinen Anlass, die auszutauschen, Gasöfen kann man auch noch neu einbauen und technisch hat sich da nix getan.

    Eine modernere Heizung spart natürlich Energie und die Abgaswärmeverluste sind geringer. Aber da hat kein Mieter einen Anspruch drauf. Und natürlich ist dann eine Modernisierungsmieterhöhung fällig. Und fair.

    Ich denke auch: Wenn Dir die Bude nicht genehm ist, dann zieh halt aus. Oder rede freundlich mit dem Vermieter, ob man da irgendwie eine Lösung findet mit der beide Seiten zurecht kommen. Aber bitte nicht fordernd und garniert mit Halbwissen, so wie Deine Beiträge hier geschrieben sind, sonst würde ich als Vermieter auch auf Durchzug schalten. Und nochmal: Machen MUSS er imho garnix.
     
  12. #11 lostcontrol, 17.06.2010
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    naja, nicht ganz.
    wenn die wände feucht sind und schimmeln, muss er sich schon kümmern (aber es ist sein gutes recht erstmal 'nen gutachter danach sehen zu lassen, und ganz sicher wird auch der verdacht dass nicht richtig gelüftet wurde auf den tisch kommen und entsprechenden streit auslösen).
    wenn die duschkabine kaputt ist (d.h. wenn die kiddies sie mal falsch anhauchen schon aus der führung fällt) wird er sie ersetzen müssen.
    will heissen: er ist zur instandhaltung bzw. -setzung verpflichtet. nicht mehr und nicht weniger. eine neue heizung gehört da aber nicht mit rein, solange die alte noch funktioniert. ebensowenig eine dämmung (gleich welcher art) wenn's vorher keine gab.

    wenn der schorni die heizung nicht mehr abnimmt, dann wird der vermieter sich ebenfalls kümmern müssen und eine neue einbauen lassen müssen (bzw. die alte so herrichten müssen, dass der schorni sie wieder abnimmt). das geht dann aber ebenfalls auf seine kosten und wird nur mit viel gutem willen in teilen als modernisierung auf die miete umgelegt werden können.

    das mit dem fordern ist tatsächlich so 'ne sache für sich.
    die meisten vermieter reagieren SEHR allergisch darauf, wenn mieter meinen der vermieter MÜSSE von gesetzes wegen irgendwas machen (beispiel EnEV) ohne die tatsächliche sachlage zu kennen.
    sowas wie das hier:

    gehört zu genau dem halbwissen, das nobrett hier meint.
    von gesetzes wegen kannst du auch eine komplett unisolierte scheune mit löchrigem dach, plumpsklo und heizlüftern vermieten. EnEV hin oder her.
    aber man fällt damit gnadenlos durch, das ist klar. nur nicht vorm gesetz, sondern vor den mietern, die sowas als wohnung heutzutage garantiert nicht mehr akzeptieren werden.
    der vermieter wird nicht von der EnEV gezwungen zu sanieren, sondern vom markt - eine wohnung mit einem miserablen energiepass bekommt man nicht so leicht vermietet, nicht einmal dann, wenn die kaltmiete niedrig liegt.

    das ist wie mit dem viktoria-barsch, analog-käse und schinken-ersatz: wenn der kunde diese ware nicht möchte, verschwindet sie irgendwann vom markt. aber solange es kunden gibt, die einfach gerne billig, billig, billig wollen und sich keine gedanken über ökologische oder gesundheitliche aspekte machen und die produkte trotzdem kaufen, werden wir das zeuchs in unseren läden angeboten bekommen.
    das ist mit wohnungen letztendlich auch nicht anders.

    bianca, an eurer stelle würde ich mir 'ne andere wohnung suchen, die eher dem entspricht was ihr euch so vorstellt, sprich: eine moderne heizung besitzt, vernünftig wärmegedämmt ist (ich empfehle natürlich außendämmung) und eine vernünftige haustüre vorweisen kann. wegen der duschkabine könnt ihr wie gesagt verlangen dass das repariert wird und falls nichts passiert die miete mindern (achtung: nicht rückwirkend!).

    auf dauer werdet ihr mit diesem vermieter ohnehin nicht glücklich. und wer weiss was passiert wenn der alte herr das zeitliche segnet? was die erben dann machen, dürfte ja vermutlich aktuell noch offen sein. schon deshalb würde ich an eurer stelle keine eigenarbeit in das häuschen stecken - ihr wisst nicht wie die erben darauf reagieren, und wenn's nichts schriftliches gibt ist es gut möglich, dass ihr dann rückbauen müsst.
     
  13. #12 nobrett, 17.06.2010
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    Ich habe mehrfach die gegenteilige Erfahrung gemacht: Gleiche Wohnung, gleicher Schnitt, nur anderes Stockwerk. Eine topsaniert mit allem neu und Brennwertetagenheizung, die andere mit allem alt und mit Gasöfen. Die Sanierte ist natürlich von der Kaltmiete her teurer als die unsanierte. Rechnet man die Heiz- und Nebenkosten drauf, dann kosten beide unter dem Strich genau das gleiche im Monat warm. Aber die Leute checken das nicht, weil sie die Heiz-, d.h. Gaskosten direkt ans Gaswerk bezahlen. Die sehen nur Miete und Nebenkosten die sie an mich abdrücken und nicht was noch dazukommt.

    Ergebnis: während ich mich bei der unsanierten und daher kalt billigeren vor Nachfrage nicht retten kann, finden die Leute die sanierte wegen der höheren Kaltmiete zu teuer. Obwohl sie den höheren Wohnwert bietet und unterm Strich nicht mehr kostet ist. :stupid

    Und das ist immer dasselbe. Ich habe das selten anders erlebt. :heul
     
  14. #13 lostcontrol, 17.06.2010
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    oh - ich hab mich vielleicht falsch ausgedrückt, meine erfahrungen sind doch auch die, dass die niedrigere kaltmiete eher zieht. bei uns in der kleinstadt stehen 'ne menge neubauwohnungen leer, niedrigenergie-bauweise, wärmepumpe, brennwertheizung usw. - aber halt hohe kaltmiete. unterm strich, also mit nebenkosten nicht unbedingt zwingend teurer als vergleichbare altbauwohnungen (wobei ich vielleicht dazu sagen sollte dass bei diesen wohnungen leider bei den nebenkosten noch viel luxus-schnickschnack dazu kommt, als da wären: aufzug, tiefgaragen, stapelparker, hausmeisterservice, putzfrau usw., das geht natürlich mächtig ins geld und will bezahlt werden, da sind die heizkosten dann prozentual gesehen ein recht kleiner anteil an den betriebskosten, wenn sowas dazu kommt).

    jepp, genau das kenn ich auch. wobei wie gesagt luxus-nebenkoten wie die oben genannten ein zusatz-thema sind, das man aus dem vergleich rauslassen muss.

    ich komm da auch nicht so recht mit. dabei sollte doch mittlerweile allgemein bekannt sein, dass die energiepreise steigen und steigen und steigen und das entsprechend effiziente heizungsanlagen, wärmedämmung, isolierglasfenster und ähnliches die beste kostenbremse überhaupt sind. klar kostet diese "kostenbremse" auch erstmal was, aber was zählt ist doch was unterm strich rauskommt.
    in der schlecht isolierten bude mit alten fenstern bin ich den steigerungen des energiepreises ziemlich hilflos ausgeliefert, unabhängig davon was ich an kaltmiete bezahle. in der gut isolierten bude mit modernen isolierglasfenstern verbrauche ich definitiv weniger heizenergie, egal was die kostet.
    ich behaupte: das weiss man auch als mieter!
    entsprechend schaue ich doch wenn ich eine wohnung anmiete nach genau diesen sachen, nämlich wie's mit der isolierung anschaut, was ich für fenster habe, frage nach der heizung usw.
    macht bei mir aber auch kein mensch.

    hat dich schon jemals einer nach einem energiepass gefragt?
     
  15. #14 nobrett, 17.06.2010
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    Du bist auch ein aufgewecktes Mädchen. Offenbar sind den meisten Wohnungsinteressenten andere Sachen wichtiger. Oder sie können schlichtweg nicht rechnen und mit Geld umgehen.

    Ich bin noch NIE nach dem Energiepass gefragt worden. Nicht ein Mal.
     
  16. #15 lostcontrol, 18.06.2010
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    danke danke - aber ganz ehrlich: als ich das erste mal selbst 'ne wohnung angemietet hab, hab ich darauf auch nicht geachtet. und später entsprechend geblutet.
    aber da war mir's auch wichtiger zentral zu wohnen (studentenstadt), da hab ich auch was gemietet das schon recht nah an der "bruchbude" war...

    jetzt seh ich's halt aus vermieter-perspektive, bzw. aus betriebskostenperspektive, d.h. da ich die zahlen ja regelmässig vorliegen habe, kann ich's einigermassen einschätzen und hab vergleiche.

    und ich wedel immer rasend gern mit dingern rum, weil ich so stolz drauf bin dass ich welche hab - aber kein mensch interessiert sich dafür...
     
  17. #16 Blackdax, 26.07.2010
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    Also Leute!
    Ruhig Brauner.
    Was hier an Halbwissen verbreitet wird ...... mir sträuben sich die Federn.
    1. Heizung Hier handelt es sich um Außenwandgeräte die keinen Kamin benötigen.
    der Wärmeverlust bei diesen ( Vorkriegsmodellen) beträgt PRO Stück ca: 30 - 35 %.Das ist ne ganze masse.
    2. Der Schimmel kommt durch Baupysikalische mängel. Wegen der Dämmung auf der Innenwand. :zaunpfahl: Was für ne Depp macht sowas. :zaunpfahl:
    Ist doch klasse den Taupunkt in den Innenbereich verlegen, dat muß schimmeln.
    Besser alles Styro abreißen, dann auch keine probleme mit dem weißen Pferd.
    Ich weiß ich kann alles besser. :stupid Aber hatte es änlich.
    Mein vorschlag zur Güte: Hohlt euch Angebote von Heizungsfirmen, über eine ZENTRALHEIZUNG, sprcht mit Eurem Vermieter, daß ihr ev. die Kosten übernehmen würdet für eine Mietgarantie für X Jahre und gut is das. Flüssiggas liegt an, der Schornie oger Ihr müsstet mal nach dem TÜV für den Tank sehen,sollte er abgelaufen sein,muß er neu geprüft werden.
    Mir geht die Zeit aus.
    Gruß Black GAs - Wasser- Insallateur und Spenglermeister.
     
  18. #17 lostcontrol, 26.07.2010
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    tja, das hättest du den mietern mal vor augen führen müssen BEVOR sie den vertrag unterschrieben haben. jetzt isses zu spät.
    an vorkriegsmodelle glaub ich da übrigens nicht. eher so 50er-jahre. lässt sich aber anhand der modellnummer rausfinden.

    ich halte zwar auch nichts von innen-dämmung, aber es KANN funktionieren, wenn's professionell gemacht ist.
     
  19. #18 nobrett, 26.07.2010
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    Blckdax, ich stimme Dir ja prinzipiell zu. Nur:

    1. Vorkriegsmodelle? *lach* Unterhaltung letztens zwischen Installateur und Schorni anlässlich einer anstehenden Sanierung und dem geplanten Umabu der Heizung. Inst.: "Gasofen mit Aussenwandentlüftung darf man ja wohl nicht mehr."
    Schorni: "Naja, wenns nicht anders geht."
    Das zu dem Thema. Und wenns der Schonsteinfeger abnickt ist ja wohl alles klar.
    Soviel zum Thema "Vorkrieg" im Jahre 2010. Von welchem Krieg reden wir? Vor WW2 waren doch wohl Kohleöfen Stand der Technik.
    Ich würde sagen Nachkrieg, 60er und 70er Jahre. Aber dass heute bessere Lösungen vorhanden und vorzuziehen sind, darüber sind wir einig.

    2. Zustimmung. Unprofessionell ausgeführt ohne luftdichte Dampfbremse an der richtigen Stelleist das echter Schwachsinn. @Lost...: Klar, macht man es richtig, dann geht das und das braucht man z.B. um schöne Fassaden im Original erhalten zu können. Nur Do-it-yourself Pfusch ohne Fachkenntnis kann nur schiefgehen.

    3. Alle Mieter, die eine Wohnung in FFM suchen und bereit sind, auf Ihre Kosten eine Heizung einbauen zu lassen möchten sich bitte bei mir auf die Warteliste setzen lassen! Ich spendiere freiwillig wahlweise ein LCD-TV oder eine Playstation nach Einbau der Heizung. [/Zyn]
    Welcher Mieter bezahlt schon eine Heizung? Modernisierung und Modernisierungsmieterhöhung sind eine denkbare Variante, aber Mieter die auf ihre Kosten eine Heizung einbauen lassen gibt es doch gar nicht mehr.
    OK, früher war so was möglich, aber heute?
     
  20. #19 Thomas76, 26.07.2010
    Thomas76

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    Mal nebenbei gefragt : wie macht man das denn professionell ? Bei der Dachdämmung nimmt man ja auch Dämmmaterial, luftdichte Folie und dann die Wandverkleidung.Würde man das bei einer Innendämmung anders machen ?
     
  21. #20 lostcontrol, 26.07.2010
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    richtig, kann ich nur zustimmen.
    aber sowas sollte man halt auch nicht von mietern machen lassen sondern nur von profis. ich persönlich würd's nicht mal von profis machen lassen, ich halte da wie erwähnt garnichts von. allerdings halte ich in vielen fällen (altbausanierung) auch nichts von vollwärmeschutz, kommt aber ganz stark auf die jeweilige substanz an (bsp.: 30er-jahre: niemals! 50er-jahre: je nachdem, eher ja.)

    ich würd sowas nicht von mietern machen lassen.
    das fängt bei garantien und gewährleistungen an und hört bei der planung nach MEINEN wünschen auf. das ist so 'ne wichtige entscheidung, da will ich ganz genau wissen was passiert, und ich für meinen teil würde da ganz sicher auch so einiges mit einplanen, an das mieters vermutlich garnicht denken.

    theoretisch so ähnlich.
    aber das hängt ganz stark von der substanz ab.
    bei einer beton-mauer verfährt man logischerweise anders als bei ständerbauweise, bei reiner ziegelmauer anders als bei fachwerk.
    wichtig ist es immer darauf zu achten wo der taupunkt landet, das hat blackdax schon ganz richtig betont.

    eines der grössten probleme bei innendämmung ist, dass es aufgrund der innenliegenden wände garnicht möglich ist, eine durchgängige dämmung aufzubauen, da diese ja logischerweise immer wieder unterbrochen wird. entsprechend gibt's an diesen stellen dann immer kälte- bzw. wärmebrücken und die damit verbundene verschiebung des taupunkts mit der folge feuchtigkeit und schimmel.
     
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