Mieterin hat Schlüssel für Steckdosen verloren.

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Arvid

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Hallo liebe Community,

wir, mein Partner und ich, haben für unsere beiden Mietwohnungen im Keller getrennte Steckdosen installieren lassen, die zudem abschließbar sind. Jeder Mieter hat die entsprechenden Schlüssel bei Mietbeginn ausgehändigt bekommen.

Nun hat eine Mieterin ihre Schlüssel verloren und ihre Steckdosen sind abgeschlossen. Somit kann sie diese nicht nutzen. Um Ihre Waschmaschine nutzen zu können, hat sie diese an die Steckdosen der anderen Wohnung, die unverschlossen waren, angeschlossen.
Da die andere Wohnung zur Zeit unbewohnt ist und von uns renoviert wird, wir aber nicht so regelmäßig vor Ort sind und dann auch nicht immer in den Keller gehen, ist dies zunächst gar nicht aufgefallen.
Als ich es bemerkt habe, dass sie die „falschen“ Steckdosen benutzt, habe ich sie darum gebeten, dass sie ihre Waschmaschine an ihre Steckdosen anschließt. Dabei ist dann raus gekommen, dass die Mieterin ihre Schlüssel verloren hat.

Von den Steckdosen haben wir jeweils einen Schlüssel behalten – zur Sicherheit.
Da man als Vermieter ja eigentlich alle Schlüssel an den Mieter übergeben muss, sind wir uns nun unsicher, ob wir so ohne Weiteres die verlorenen Schlüssel nachmachen lassen können, ohne uns ins Unrecht zu setzen?

Die teurere Alternative wäre natürlich die Steckdosen auf Kosten der Mieterin komplett erneuern zu lassen.

Eigentlich würden wir das Ganze unbürokratisch handhaben, auch im Interesse der Mieterin. Doch sie hat einen "Berater", dem wir einiges zutrauen. Eben auch, uns einen Strick daraus zu drehen, sollten wir "widerrechtlich" die Schlüssel behalten haben.

Vielleicht kann uns ja jemand einen Tipp geben, wie wir am besten damit umgehen.

Vielen Dank schon mal im Voraus.
 
Andres

Andres

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Von den Steckdosen haben wir jeweils einen Schlüssel behalten – zur Sicherheit.
Und jetzt merkt ihr, was diese "Sicherheit" ist: Das genaue Gegenteil, nämlich ziemliche Unsicherheit. Wenn im Zusammenhang mit der Steckdose etwas seltsam ist, seid ihr immer die ersten Verdächtigen.

Da man als Vermieter ja eigentlich alle Schlüssel an den Mieter übergeben muss, sind wir uns nun unsicher, ob wir so ohne Weiteres die verlorenen Schlüssel nachmachen lassen können, ohne uns ins Unrecht zu setzen?
Ihr sitzt bereits im Unrecht, aber darüber würde ich mir keine großen Sorgen machen. Im Gegensatz zu Wohnungsschlüsseln ist hier nicht mit spektakulären Rückforderungen zu rechnen. Das viel größere Thema ist, dass durch euren Schlüssel ja gar nicht mehr so sicher ist, von wem der Verbrauch eigentlich stammt.

Eigentlich würden wir das Ganze unbürokratisch handhaben, auch im Interesse der Mieterin. Doch sie hat einen "Berater", dem wir einiges zutrauen.
Dann ist die Sache für mich erledigt: Neue Steckdose. Die Mieterin zahlt sowieso.

Vielleicht kann uns ja jemand einen Tipp geben, wie wir am besten damit umgehen.
Nutzt das als Gelegenheit, um die Sache mit den Schlüsseln still und ohne Ärger auszuräumen. Es ist eine furchtbare Unsitte. Wenn überhaupt, macht man das mit ausdrücklicher Zustimmung des Mieters, aber ich persönlich will überhaupt keine Schlüssel zur Mietsache.
 

Arvid

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Und jetzt merkt ihr, was diese "Sicherheit" ist: Das genaue Gegenteil, nämlich ziemliche Unsicherheit. Wenn im Zusammenhang mit der Steckdose etwas seltsam ist, seid ihr immer die ersten Verdächtigen.
Stimmt genau. Das war uns beim Behalten der Schlüssel nicht klar.
 
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Wenn man schon als Vermieter einen "Reserve"-Schlüssel behält, macht man das gefälligst so, dass NIEMAND davon erfährt.

Auch nicht das Durchsuchungskommando der Polizei, welches nach dem Einbruch in der vermieteten Wohnung (und der Aussage des Mieters, dass er nicht ausschließen kann, dass der Vermieter auch einen Schlüssel hat) die Wohnung des Vermieters durchsucht.

Wenn die deinen Reserveschlüssel gefunden haben, denken die vielleicht noch, dass du der Einbrecher warst ...

Letztendlich führt das dazu, dass man den Schlüssel quasi NIE einsetzten kann/darf/sollte - weil immer einer davon erfährt.

Wenn es brennt, wartet die Feuerwehr nicht vor der verschlossenen Tür, bis du den Reserveschlüssel herbeigeschafft hast.
Wenn der Mieter in der Wohnung vor sich hin verwest, könnte man ja auf die Idee kommen, den Reserverschlüssel zu benutzen. Die Polizei glaubt einem dann natürlich direkt, dass man vor 2 Wochen (als der Mieter abgemurkst wurde) den Schlüssel natürlich NICHT benutzt hat.

Andres hat es schon angedeutet: Der Mieter fordert jetzt drölfhunderttausend Euro von dir, weil du immer nachts heimlich die Steckdose aufgeschlossen, ganz viel Strom verbraucht hast, und - kurz, bevor der Mieter in den Keller gegangen ist - schnell wieder ausgesteckt und abgeschlossen hast.

Und jetzt beweise du erst mal das Gegenteil. (Ja, ich weiß, wer das beweisen müsste, aber den Ärger und den Aufwand hat man unabhängig von der Beweispflicht).
 

Hutchinson Hatch

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Käme hier nicht auch eine Abmahnung für Stromdiebstahl in Betracht?
 
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Käme hier nicht auch eine Abmahnung für Stromdiebstahl in Betracht?
Natürlich!
Wer hat denn wem Strom geklaut?
Und: Ist das eine Vermutung, ein Bauchgefühl, oder kann man das wirklich nach- oder be-weisen?
Dass der Stecker der WaMa in der falschen Dose steckt, heißt ja nicht zwangsläufig, dass auch Strom fließt.
 
Andres

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Käme hier nicht auch eine Abmahnung für Stromdiebstahl in Betracht?
Nein. Die Entziehung elektrischer Energie (§ 248c StGB) erfordert, dass man die Energie "mittels eines Leiters entzieht, der zur ordnungsmäßigen Entnahme von Energie aus der Anlage oder Einrichtung nicht bestimmt ist", also z.B. aus einer Verteilung etwas abzuzweigen oder ein Kabel anzuzapfen. Eine (noch dazu frei zugängliche) Steckdose zu benutzen, erfüllt dieses Merkmal nicht und genau deshalb erfüllt man diesen Tatbestand auch dann nicht, wenn man z.B. im Wartezimmer beim Arzt oder in der Hotellobby sein Handy auflädt.

Man könnte über einen allgemeinen Betrug nachdenken, wobei die dafür erforderliche Täuschung (hier wohl meistens die "Unterdrückung wahrer Tatsachen", also eine Art von Heimlichkeit beim Anschluss) auch nicht so einfach zu konstruieren ist. Es handelt sich eben um eine originär zivilrechtliche Angelegenheit, bei der der Staat die Erwartung hat, dass das die Bürger untereinander klären, ggf. mit Hilfe der Gerichte, aber eben ohne die Staatsanwaltschaft und deren Ermittlungspersonen. Wenn man es aus dieser Perspektive betrachtet, wird oft ganz schnell klar, warum bestimmte Dinge nicht strafbar sind, obwohl sie ganz eindeutig nicht "in Ordnung" sind.
 

Arvid

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Und jetzt beweise du erst mal das Gegenteil. (Ja, ich weiß, wer das beweisen müsste, aber den Ärger und den Aufwand hat man unabhängig von der Beweispflicht).
Da hast du vollkommen Recht. Wir haben halt damals gedacht, dass es im Falle eines Verlustes gut ist, wenn man nicht die kompletten Steckdosen erneuern muss - gerade für den Mieter. Falsch gedacht.

Wir haben vor vier Jahren Steckdosen von einer "Markenfirma" vom Elektriker verbauen lassen. Haben wir jetzt das Recht, die gleichen Dosen wieder installieren zu lassen?
 

Arvid

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Käme hier nicht auch eine Abmahnung für Stromdiebstahl in Betracht?
Also ich habe dazu folgendes im Internet gefunden:

"Zapft ein Mieter Stromleitungen oder Steckdosen an, die nicht für ihn oder – wie etwa Steckdosen im Hausflur – nicht für „private“ Zwecke der Mieter zu dienen bestimmt sind, bereichert er sich bewusst auf Kosten anderer."

Eine Abmahnung kommt nach § 543 Abs.3 BGB aufgrund von unbefugter Stromentnahme in Betracht oder ist sogar erforderlich, bei einer Stromentnahme in einem geringen Umfang ( es entsteht kein erheblicher Schaden).

Die Gerichtsurteile, die einen Stromdiebstahl als Kündigungsgrund zulassen, begründen dies damit, dass dem Vermieter / der Hausgemeinschaft durch diesen Stromdiebstahl ein beträchtlicher Schaden entstanden ist.
 
Andres

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Sorry, ich habe die Frage nicht richtig gelesen bzw. falsch geschaltet. "Diebstahl" hat da irgendwie die falsche Synapse ausgelöst, aber eine Abmahnung halte ich hier für problemlos möglich. Ist nur die Frage, was man sich davon verspricht. Um die Stromentnahme auf den falschen Zähler ersetzt zu bekommen, ist die Abmahnung weder notwendig noch sinnvoll. Sofern das Mietverhältnis ohnehin gekündigt werden soll, kann man diese Abmahnung als weiteren Sargnagel mitnehmen, ansonsten genügt für meinen Geschmack der deutliche Hinweis an die Mieterin, dieses Verhalten in Zukunft zu unterlassen.

Nur strafbar ist dieses Verhalten eben nicht ...

Die Gerichtsurteile, die einen Stromdiebstahl als Kündigungsgrund zulassen, begründen dies damit, dass dem Vermieter / der Hausgemeinschaft durch diesen Stromdiebstahl ein beträchtlicher Schaden entstanden ist.
Das ist einer der Gründe, weshalb ich nicht glaube, dass es am Ende zu einer Kündigung reicht.

Wir haben vor vier Jahren Steckdosen von einer "Markenfirma" vom Elektriker verbauen lassen. Haben wir jetzt das Recht, die gleichen Dosen wieder installieren zu lassen?
Einen Abzug "neu für alt" werdet ihr hinnehmen müssen.

Ich halte übrigens nichts von diesen AP-Steckdosen mit dem abschließbaren Deckel und bevorzuge solche, in denen man den Stecker mit einschließen kann, vorzugsweise mit einem kleinen Vorhängeschloss. Wirklich "einbruchssicher" sind die alle nicht, aber wenigstens manipulationssicher und trotzdem noch praktisch benutzbar. Offiziell werden die "für den Außenbereich" beworben, aber es ist im Kern das gleiche Problem: Wer nicht davor zurückschreckt, etwas kaputt zu machen, findet einfachere Wege, um Strom zu entnehmen, aber wenigstens schützt das vor unbemerkter Manipulation (Witzbold zieht Stecker, ggf. um selbst etwas anzuschließen) und bei Schlüsselverlust sind die kleinen Vorhängeschlösser leichte Beute für den Trennschleifer.

In einem Objekt habe ich kleine Drahtkäfige über den Anschlüssen der Waschmaschine. Das ist auch nicht die ultimative Sicherheit, aber in der Praxis völlig ausreichend.
 

Arvid

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Nur strafbar ist dieses Verhalten eben nicht ...
Das wollten wir auch nicht weiter "verfolgen". Es ist vielleicht sinnvoll, die Mieterin schriftlich darauf hinzuweisen - zusammen mit der Mitteilung, dass die Steckdosen auf ihre Kosten erneuert werden müssen -, dass so etwas nicht korrekt und somit zu unterlassen ist. Wir würden das zudem gerne im Hinterkopf behalten, denn man weiß ja nie, wofür das mal gut sein kann.
Ich halte übrigens nichts von diesen AP-Steckdosen mit dem abschließbaren Deckel und bevorzuge solche, in denen man den Stecker mit einschließen kann, vorzugsweise mit einem kleinen Vorhängeschloss.
Danke für den Tipp. Diese Steckdosen kannten wir bislang noch gar nicht. Werden uns aber mal schlau machen.
 

Hutchinson Hatch

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Zumindest wißt ihr jetzt, woran er bei dieser Mieterin seid... "vertrauen" könnt ihr dieser Person kein bißchen mehr. Habt Ihr vielleicht Daten vom Stromzähler vom letzten Auszug des Vormieters, die ihr ggf. mit dem aktuellen Zählerstand vergleichen könnt, nur um mal zu kontrollieren, wie hoch der Verbrauch inzwischen war?
 

Arvid

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Zumindest wißt ihr jetzt, woran er bei dieser Mieterin seid... "vertrauen" könnt ihr dieser Person kein bißchen mehr. Habt Ihr vielleicht Daten vom Stromzähler vom letzten Auszug des Vormieters, die ihr ggf. mit dem aktuellen Zählerstand vergleichen könnt, nur um mal zu kontrollieren, wie hoch der Verbrauch inzwischen war?
Den Zählerstand haben wir. Da wir aber gleichzeitig in der Wohnung renovieren, lässt sich nicht nachvollziehen, wie viel Strom sie entnommen hat.
Wir gehen davon aus, dass sie das auch nicht bösartig gemacht hat. Sie hat halt ihre Schlüssel verloren und dann eben, ohne groß drüber nachzudenken, die Steckdosen benutzt, die verfügbar waren.
 
dabescht

dabescht

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Also ich hab von allen meinem Mietern einen Ersatzschlüssel und das wissen die auch. Und ich halte das auch für völlig problemlos. Ich bekomme auch jedes Mal die Genehmigung (per whattApp) die Wohnung in deren Abwesenheit für den Kaminkehrer bzw. die Pelletofenheizungswartung zu öffnen. Da sind die sehr dankbar, dass die keinen Urlaubstag opfern müssen. Auch für den ein oder andere Mal aussperren war das schon gut.

Diese ganzen "was die Polizei glaubt" und wer von mir "so und soviel tausend Euro" fordern könnte, allein weil ich die Möglichkeit habe in die Wohnung zu gelangen, lässt mich völlig kalt.

Strafrechtl. und zivilrechtl. müsste mir die Straftat bzw. der Anspruch auf Schadensersatz nachgewiesen werden. Da ich aber nichts dergleichen tue sprengt das meine Vorstellungskraft.
 

kreien

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Ein bisschen mehr Gelassenheit wäre schon schön, das ist doch alles Problem. Diese Schlüssel für Steckdosen haben nur wenig Nummernkreise, sind nix besonderes, sondern Katalogware, die problemlos nachbestellt werden kann. Die Sicherheitsstufe der Steckdosenschlösser dürfte denen von Möbelschlössern entsprechen - also läacherlich. Bestelle deiner Mieterin auf Basis des vorhandenen Schlüssels einfach zwei Ersatzschlüssel, schenk ihr die Digner und vergiss das Ganze einfach.
 
dots

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Also ich hab von allen meinem Mietern einen Ersatzschlüssel und das wissen die auch. Und ich halte das auch für völlig problemlos.
Ich halte das nicht für problemlos.
Wenn der Mieter nach dem Einbruch (ohne Spuren) beiläufig der Polizei gegenüber erwähnt, dass der Vermieter einen Schlüssel hat, muss der Vermieter sich ziemlich sicher mindestens unangenehme Fragen durch die Polizei anhören.

Etwas weniger schlimm ist es, wenn dein Mieter irgendwann daran zweifelt, dass du wirklich jedes mal nachfragst. Wenn erst mal das Gerücht die Runde macht, dass der Vermieter mit seinem Schlüssel jede zweite Nacht heimlich kontrolliert, ob der Mieter auch wirklich brav im Bett liegt und schläft ...

Strafrechtl. und zivilrechtl. müsste mir die Straftat bzw. der Anspruch auf Schadensersatz nachgewiesen werden.
Es muss ja nicht mal der Vorwurf einer Straftat im Raum stehen, es reicht ja, wenn dein Mieter sich nicht sicher ist, ob du nicht vielleicht doch nachts plötzlich neben seinem Bett stehen KÖNNTEST ...
Dann bist du (ohne Straftat und ohne, dass man dir das sagt) das Arschloch oder derjenige, dem man besser nicht über den Weg traut oder der, von dem man (ohne Beweise) glaubt, dass er beim letzten Schorni-Termin das Geld aus der Schublade genommen hat.

Und das dann alles nur, damit der Mieter keinen Tag Urlaub nehmen muss?
 
dabescht

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ich kann da noch immer kein problem erkennen. vielleicht bin auch nur ein vertrauenserweckender mensch...
wenn ein mieter diese gedanken hätte, dann könnte er einfach sein eigenes schloss einbauen.
achso, als meinem mieter das wasser aus der decke tropfte waren alle beteiligten froh, dass ich einen schlüssel für die whg. drüber hatte...
 
dots

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wenn ein mieter diese gedanken hätte, dann könnte er einfach sein eigenes schloss einbauen.
Den Gedanken hat er ja erst, nachdem er das (selbst verlegte) Geldscheinbündel vermisst. Dann ist es zu spät, ein eigenes Schloss (Zylinder) einzubauen.
Das Geld ist weg und du hast es bestimmt entwendet.
 

RP63VWÜ

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Ich wähle einen Mittelweg zwischen @dabescht und @dots :
Beim Unterzeichnen des Mietvertrags biete ich an, einen Ersatzschlüssel in den Tresor zu packen.
Wenn der Mieter (nach Unterzeichnung des MVs) einverstanden ist, dann
  • kommt der Ersatzschlüssel in einen Briefumschlag, der mit der (kryptischen) Wohnungsnummer beschriftet ist, die nur der Mieter und der Vermieter kennt.
  • wird der Umschlag verschlossen (verklebt), von beiden auf der Klebefalz unterschrieben und dies mit Tesafilm zusätzlich gesichert.
Der Mieter kann sich auf Antrag jederzeit von der Unversehrtheit des Umschlags überzeugen.

Spielen wir mal das Beispiel von @dots durch:
Einbruch ohne Spuren beim Mieter, die Polizei klingelt bei mir.
Die Polizei geht mit dem unversehrten Umschlag zum Mieter und lässt sich bei ihm die Echtheit seiner Unterschrift unter dem Siegel bestätigen.
Thema durch! ;)

Ich besitze von ca. 80 % der Mieter Ersatzschlüssel und sie haben ihnen bereits mehrfach unnötige Kosten eines Schlüsseldienstes erspart.

Bei einigen Mietern wird der Schlüssel auch für den Zugang der ISTA benutzt.
Danach wird halt das obige Prozedere wiederholt.
 
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Ich besitze von ca. 80 % der Mieter Ersatzschlüssel und sie haben ihnen bereits mehrfach unnötige Kosten eines Schlüsseldienstes erspart.

Bei einigen Mietern wird der Schlüssel auch für den Zugang der ISTA benutzt.
Danach wird halt das obige Prozedere wiederholt.
Das wäre mir persönlich viel zu viel Aufwand.
Ich weiß ja nicht, wie viel 80% deiner Mieter in absoluten Zahlen ist, aber wenn ich vielleicht sogar mehrmals im Jahr - vorzugsweise nachts, am Wochenende - den Schlüssel des Mieters raussuchen muss, weil er sich ausgesperrt hat, wäre mir das zu blöd (auch wenn ich von anderen als hilfsbereit beschrieben werde).

Der Mieter spart die Schlüsseldienst, um den Preis, dass du einspringen musst. Wo ist der Vorteil für dich? Ich sehe keinen.
 
Thema:

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