Mieterin zahlt jeden Monat 20 Euro Miete zu wenig!

Dieses Thema im Forum "Zahlungsmoral der Mieter/Vermieter" wurde erstellt von maleho, 06.03.2014.

  1. maleho

    maleho Neuer Benutzer

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    Hallöchen!
    Wir haben eine Mieterin, mit der wir immer wieder mal Probleme habe. Bis jetzt konnten wir immer alles noch so Regeln. Sie hat im Oktober eine Mieterhöhung von 20 Euro im Monat von uns bekommen. (Ist auch alles mit ihr abgesprochen worden). Jedoch, hat sie bis dato nur einmal die Mieterhöhung gezahlt. Kann ich ihr nun eine Frist setzen, bis wann sie mir die 120 € fehlende Miete erstattet? Darf ich das und wie lange muss so eine Frist sein.
    Das blöde ist nur, es ist uns gerade erst wirklich aufgefallen, weil sie es sich auch noch in diesem Monat erlaubt hat 100 € (+20€ Mieterhöhung), also 120 € einzubehalten, da ihr das Amt wohl in diesem Monat mehr Geld abgebucht hat. Wir haben sie natürlich darauf angesprochen und bekamen als Antwort :" Tja, ich hatte die Wahl, entweder was zum Fressen im Schrank oder halt Ärger mit euch!
    Pizzabestellen, klappt trotzdem noch sehr gut.
    Wir haben jetzt mit ihrem Sachbearbeiter vom Amt gesprochen und ihn darum gebeten, dass er uns die Miete ab nächsten Monat immer direkt überweist. Angeblich will er das machen.
    Aber wie komme ich nun an die fehlenden insgesamt 220€???
    Wäre für jede Antwort sehr dankbar
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Kannst du. Sinnvoller wäre eine Abmahnung und bei jedem weiteren derartigen Vorfall eine weitere. Das ist die Vorbereitung für eine spätere Kündigung.

    Du schreibst irgendwas von "Amt" - was hat es damit auf sich? Bezieht die Mieterin Sozialleistungen? Wenn ja, welche? In diesem Fall wäre mit Mahnbescheiden kaum etwas zu holen. Mieter mit schlechter Zahlungsmoral sollte man versuchen loszuwerden.


    Das hat jetzt nichts mit dem speziellen Fall zu tun: Das darf nicht passieren. Wenn du deine privaten Kontoauszüge alle paar Wochen mal grob durchblätterst, ob das alles so ungefähr stimmt, ist das deine Sache. Für einen Vermieter ist das zu wenig.


    Großes Entgegenkommen hätte die Dame von mir nicht mehr zu erwarten.

    Glaube ich erst, wenn ich es mit eigenen Augen sehe.


    Schwer bis gar nicht, wenn bei der Mieterin nichts zu holen ist. Bei drohender Wohnungslosigkeit zahlt das Amt vielleicht auch mal Mietschulden - aber bis dahin ist es ein weiter Weg.
     
  4. maleho

    maleho Neuer Benutzer

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    Danke für die vielen zahlreichen Antworten.
    Sie bezieht Hartz4. Sie hat diese Show schon im letzten Jahr mit uns abgezogen. Da bin ich richtig mit ihr aneinander geraten.
    Also, wenn ich es richtig verstanden habe, kann ich sie einfach abmahnen. Wie genau sieht so eine Abmahnung aus? Kann ich ihr eine Frist setzen! Ich denke, dass ich das Geld eh nicht mehr Wiedersehen werden. Aber, dass nehme ich gerne in Kauf.
    Als wir im letzten Jahr so einen Ärger mit ihr hatten ( hat auch einfach Miete eingehalten, damit sie essen hat), hat sie mir gesagt, dass sie sich einen Anwalt nehmen darf und sie müsste nicht mal einen Cent dafür zahlen, da habe ich mich fast selbst vergessen.
    Naja, nochmals vielen lieben Dank !
    Ach und vielleicht kann mir ja noch jemand helfen mit der Abmahnung
     
  5. #4 Pharao, 09.03.2014
    Zuletzt bearbeitet: 09.03.2014
    Pharao

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    Hi,

    das die Miete vom Amt einfach für was anderes benutzt wurde als für die Miete, das interessiert das Amt auch immer .... :91: Zumal das auch ggf. eine Begründung seinen kann, warum das Amt direkt an dich überweisen könnte, da der Mieter nicht ordungsgemäß die Gelder weiterleitet.

    Ansonsten ist diese Info "für 0 Cent" nicht ganz korrekt, 10€ wird sie schon für den Beratungsschein hinlegen müssen. Aber wenn sie im unrecht ist, nützt ihr der beste Anwalt auch nix bzw dieser wird dann auch nicht übernommen ;) Prozesskostenhilfe gibt es nur, wenn auch eine aussicht auf Erfolg besteht.

    Ein Brief wo groß und fett als Betreff drauf steht: Abmahnung
    Dann schreibst du noch was dazu, warum du abmahnst, ggf. verlangst du eine Gebühr (siehe MV) und kannst natürliche auch eine Frist setzen bis wann sie dies zu begleichen hat.

    Kann natürlich passieren, aber erstmal ist es wichtig, das man alles schriftlich festhältst. Ggf. rechtfertigt das nämlich irgendwann mal eine Kündigung.
     
  6. Andres

    Andres
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    Vorlagen gibt es im Netz. Wichtig ist, dass das Fehlverhalten (hier Zahlungsverzug) klar benannt wird, dass der Mieter aufgefordert wird, dieses Verhalten zu unterlassen und dass für den Fall der Fortsetzung dieses Verhaltens die Kündigung angedroht wird.

    Das ganze unter deinen Briefkopf, Unterschrift, Zustellung an den Mieter - fertig.


    Pharao hat es schon erwähnt: Diese Maßnahme ist die Vorbereitung einer Kündigung. Wenn ihr nicht bereit seid, die Mieterin zu kündigen (mit allem, was daran hängt ...), dann könnt ihr euch das Theater mit der Abmahnung auch sparen.
     
  7. Berny

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    ... und da wundert Ihr Euch...?:smile037:
     
  8. maleho

    maleho Neuer Benutzer

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    Berny, was meinst du mit " da wundert ihr euch"? Meinst du das 20€ nicht angebracht sind?
    Habe ihr jetzt die Abmahnung gegeben und so wie es aussieht, wird die Miete jetzt vom Amt überwiesen.
     
  9. Verwet

    Verwet Neuer Benutzer

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    Hallo Maleoh,

    Ich bin erstaunt dass die ARGE mit Dir überhaupt *so viel* gesprochen hat und auf deinen Anruf oder das Gespräch hin die miete jetzt direkt an Dich überweisen will (das würde och allerdings erst glauben wenn es auch wirklich so ist und am 01. regelmässig auf dem Konto bei mir ist)

    ich habe leider bisher die Erfahrungen gemacht dass das Amt nur die Miete an den VM direkt zahlt wenn der Mieter dem Amt das in Auftrag gibt.

    Als VM habe ich bisher kaum Gespräche mit ARGE Mitarbeitern wegen Mietern führen können wegen Datenschutz etc. Und ich habe nun mal mit dem Mieter einen MV und nicht mit der ARGE ...sprich ich muss mich, egal was ist an den Mieter wenden und wenn der trotz allem nicht zahlt habe ich ein Problem bzw. Muss zusehen dass ich ihn notfalls so schnell wie möglich aus der Wohnung bekomme (habe gerade wieder einen fall der seit Einzug im Januar nicht 1 Cent bezahlt hat ..... Fristlose Kündigung ist raus am Dienstag müsste er eigentlich raus sein, hier werde ich allerdings das Kündigungsschreiben auch durchschriftlich noch an die ARGE schicken (inklusive der kreativen Ausreden des Mietes warum er bisher nicht zahlen konnte angeblich bis Mitte März kein Geld von der ARGE bekommen, habe sogar einen RA beauftragt der sich mit der ARGE auseinandersetzen würde, dieser RA habe ihn bereits 500 Euro gekostet (im Leben nicht, keinen Fuchs auf der Tasche aber dem Rechtsanwalt für seine Tätigkeit 500 Eus bezahlt haben wollen (wo vermutlich jeder Anwalt wenn kein Geld da ist wohl Beratungshilfe etc. dem Mandanten empfiehlt der zu ohm kommt weil angeblich der ARGE Mitarbeiter ihn ärgern will usw.)

    Kurzum, ich ärger mich mit keinem Mieter mehr rum der anfängt mir kreative Geschichten zu erzählen, ich habe mir angewöhnt immer misstrauisch zu sein, sehr gut hinzuhören was mir jmd. Erzählt und auch beobachten (Geld für andere Dinge sind meist da, Pizza bestellen z.B., Auto etc. Etc ;-))) aber angeblich kein Geld vom Amt

    ich bin gespannt was das Amt sagen wird wenn es die fristlose Kündigung des Mietes bekommt wo die kreativen Ausreden drin stehen (diese habe ich lt. Gesprächsverlauf etc. Mit dem Mieter darein geschrieben, gnadenlos eben auch mit dem Hintergrund dass eben auch deswegen eine weiterführung des MV unzumutbar für mich ist

    Kurze Rede langer sinn ....hat die ARGE denn jetzt am 01. die Miete tatsächlich an Dich gezahlt.

    liegen die 20 Euro erhöhung auch noch im Rahmen der kaltmiete von der ARGE für die Wohnung ? Wenn nicht dann muss der Mieter die 20 Euro bzw. Den Anteil davon der die zulässige Miete die das Amt quasi in seinen Richtlinien hat selbst zahlen (hier kann es dann evtl. Sein dass der mieter dass dann gffls. Von der Hilfe zum lebensunterhalt bereits eingehalten bekommt vom Amt und entsprechend weniger ausgezahlt wird)

    ich habe bisher eigentlich nur gute erfahrungen mit Mietern gemacht die leistungen von der ARGE erhalten und habe auch seit Jahren schon feste mieter die bei der ARGE sind, bisher bis auf einen wirklich absolut keine Probleme, mit dem letzten jetzt allerdings um
    So mehr.

    Aber ich schau mir solche Spielchen letzendlich nicht mehr lange an weil es mein Geld kostet und weil es sich Monat zuMonat summiert.

    Mit der zeit wird man da härter , ist zwar nicht so mein Ding aber glauben tu och schon lange nicht mehr alles was man mir erzählt ...fakten zählen mehr nicht ,

    LG
    Verwet
     
  10. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Der Chef vom hiesigen HuG hatte uns mal gesagt, dass Mieter lügen "dürfen" dass sich die Balken biegen.
    Evtl. könnte auch helfen, zu drohen, Anzeige wegen Verdacht auf Sozialmissbrauch zu erstatten.
     
  11. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    wenn berechtigte Gründe dem JobCenter (die Arge gibt es seit langem nicht mehr !) vorliegen, dann kann natürlich das JC auch ohne Auftrag vom Kunden die Miete direkt an den Vermieter überweisen. Hierzu muss man nur mal ins Gesetzbuch gucken .... :91:

    So wie du das schreibst, stimmt das nicht !

    Erstmal wird auch eine zu teure Wohnung übernommen. Das das natürlich nicht ewig seinen wird, das dürfte klar sein. Ob der Kunde dann die Kosten senkt durch Untervermietung, durch Umzug oder durch selber bezahlen aus der Regelleistung, das muss der Mieter selber entscheiden.
     
  12. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    ... ob Du mir mal beim Gucken nachhilfst?
     
  13. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,


    §22 SGBII Abs7:

    "Soweit Arbeitslosengeld II für den Bedarf für Unterkunft und Heizung geleistet wird, ist es auf Antrag der leistungsberechtigten Person an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte zu zahlen. Es soll an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte gezahlt werden, wenn die zweckentsprechende Verwendung durch die leistungsberechtigte Person nicht sichergestellt ist. Das ist insbesondere der Fall, wenn
    1. Mietrückstände bestehen, die zu einer außerordentlichen Kündigung des Mietverhältnisses berechtigen,
    2. Energiekostenrückstände bestehen, die zu einer Unterbrechung der Energieversorgung berechtigen,
    3. konkrete Anhaltspunkte für ein krankheits- oder suchtbedingtes Unvermögen der leistungsberechtigten Person bestehen, die Mittel zweckentsprechend zu verwenden, oder
    4. konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die im Schuldnerverzeichnis eingetragene leistungsberechtigte Person die Mittel nicht zweckentsprechend verwendet.
    Der kommunale Träger hat die leistungsberechtigte Person über eine Zahlung der Leistungen für die Unterkunft und Heizung an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte schriftlich zu unterrichten
    "
     
  14. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Danke Dir!
     
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