Mieterin zieht ins Pflegeheim

Diskutiere Mieterin zieht ins Pflegeheim im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Werte Foristas, ich habe eine langjährige Mieterin die Grundsicherung im Alter bezieht – das Amt zahlt ihr (bzw. mir) bisher die Miete. Sie ist...

  1. laser

    laser Benutzer

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    Werte Foristas,

    ich habe eine langjährige Mieterin die Grundsicherung im Alter bezieht – das Amt zahlt ihr (bzw. mir) bisher die Miete. Sie ist gerade aus Altersgründen in ein Pflegeheim gezogen. Ihr Sohn -ein ganz feiner Mensch übrigens mit dem ich mich sehr gut verstehe - hat mich kontaktiert und darum gebeten dass wir uns demnächst treffen damit er mir im Auftrag seiner Mutter die Kündigung überreicht und wir u.a. darüber reden wie der Um-/Auszug, die Räumung der Wohnung etc. von statten gehen soll.

    Jetzt weiß ich nicht so recht wie dass mit den Mietzahlungen weiter gehen soll. Es besteht ja für das Mietverhältnis eine dreimonatige Kündigungsfrist für die die Miete (vom Amt) eigentlich weitergezahlt werden muss. Andererseits lag die Miete deutlich unter der ortsüblichen und zudem ist die Wohnung gut und schnell wieder vermietbar. Jetzt ist eben indirekt die Gelegenheit da für eine angemessene Mieterhöhung - also bei Neuvermietung. Wäre es denn nicht besser nicht auf die dreimonatige Kündigungsfrist zu bestehen und statt dessen per Mietaufhebungsvertrag der Sache ein Ende zu geben? Die Wohnung befindet sich in recht gutem Zustand und sogar unrenoviert wäre in den nächsten paar Wochen bestimmt schon ein neuer Mieter drin.

    Somit wären alle beteiligten Parteien zufrieden:
    Das Amt kann die Mietzahlungen einstellen und kann sich auf die Zahlungen ans Pflegeheim konzentrieren.
    Der Sohn hat seine Ruhe, hat weniger Behördengänge etc. und kann sich um die Räumung der Wohnung kümmern -von der ich übrigens auch bereit wäre einige Möbel zu übernehmen.
    Der Vermieter (Ich) hat bald endlich wieder vernünftige Mieteinnahmen.
    Der neue Mieter hat -in einem angespannten Wohnungsmarkt- endlich eine Bleibe.


    Gibt es evtl. etwas was ich hierbei beachten muss? Entgeht mir etwas?
     
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  3. #2 Easy841, 20.05.2019
    Easy841

    Easy841 Erfahrener Benutzer

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    Hallo laser,

    ich hatte zwar einen solchen Fall noch nicht, aber vom menschlichen Gedanken her würde ich das auch so regeln, wie du es andenkst.

    Ich wage auch zu bezweifeln, dass das Amt Wohnung UND Pflegeheim finanziert. Und wenn du zügig und sogar teurer wieder gut vermieten kannst, dann haben ja beide Parteien keinen Verlust.

    Liebe Grüße und viel Erfolg!
     
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  4. #3 immobiliensammler, 20.05.2019
    immobiliensammler

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    Bist Du da sicher? Mit Grundsicherung habe ich nicht wirklich Erfahrung, aber mit H4, soweit ich weiß sind die Regelungen jedoch ähnlich. Ich glaube nicht, dass der Kostenträger hier drei Monate lang doppelt bezahlt, einmal die Miete und andererseits (teilweise) die Pflegeheimkosten. Ob der Hilfeempfänger irgendwo vertragliche Pflichten nicht erfüllen kann ist dem Sozialhilfeträger relativ egal! Ich würde glaube ich einen Aufhebungsvertrag machen und die Neuvermietung mit höherer Miete angehen.
     
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  5. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Streiche "vom Amt".
    Du hast einen Vertrag mit der Mieterin, sie muss während der Kündigungsfrist (weiter-)zahlen.
    Ob sie Geld vom Amt bekommt? Keine Ahnung. Hat jedenfalls mit dem Vertrag zwischen dir und ihr nichts zu tun.
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 20.05.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Die Mietzahlungen vom Amt werden eingestellt sobald die Mieterin im Pflegeheim wohnt.

    Wenn du auf die 3monatige Kündigungsfrist bestehen magst, muss die Mieterin für die Zeit mit 2 "Wohnungen" eine Wohnungsmiete komplett aus eigener Tasche finanzieren.

    Besser ist auf die Kündigungsfrist verzichten und eine möglichst zeitnahe Wohnungsrückgabe zu erreichen.
    Du kannst dann auch schneller wieder vermieten, voraussichtlich zu einer höheren Miete.
    Wenn deine Einschätzung was die erforderlichen Renovierungen betrifft stimmt, ist ein Abschied mit Vertragsaufhebung eine Win-Win-Situation.
     
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  7. laser

    laser Benutzer

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    Danke für eure Antworten!
    Klar habe ich einen Vertrag mit der Mieterin.
    Aber es handelt sich hier um eine mittellose, gebrechliche 95-jährige in ihren letzten Tagen.
    Da sollte man Realist auch Mensch sein.
    Außer man will unbedingt auf die Titelseite der B*LD:
    "Skupelloser Immobilienhai lässt gegen kranke Ur-Oma vollstrecken"
     
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  8. #7 ehrenwertes Haus, 20.05.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Genau deswegen sagt der realistische und pragmatische Mensch:
    Pfeiff' auf irgendwelche Kündigungsfristen. Mietaufhebungsvereinbarung ist das Mittel der Wahl.
    Oma geht ins Heim. Aufstocker heißt da ist nix zu holen.

    Wenn du auf die Einhaltung der Frist bestehst, machst du es für dich nur unnötig teuer.
    Verzichte lieber noch auf eine (Teil)Miete. Mit früherer Neuvermietung tust du beiden Parteien einen Gefallen.
     
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