Mieterselbstauskunft, was muss rein

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Sven Werner, 26.01.2014.

  1. #1 Sven Werner, 26.01.2014
    Sven Werner

    Sven Werner Benutzer

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    Hallo,

    für die ersten Besichtigungen möchte ich den Interessente ein Mieterselbstauskunft-Formular in die Hand drücken. Nun habe ich schon einige Beispiele gesehen, frage mich bei einigen aber ob die nicht zu weit gehen bzw. vielleicht einige abschrecken könnten.

    Was haltet ihr z.B. hier von diesem Beispiel: http://picture.immobilienscout24.de/files/video001/N/168/756/49/168756049-0.pdf?2284158098

    oder dieses Beispiel hier: http://www.peter-immobilien.com/wp-content/uploads/selbstauskunft_mieter.pdf

    Oder kennt jemand noch ein besseres Formular?
    Wie sollte man das generell handhaben? Bei Besichtigung in die Hand drücken oder sollen die das vor Ort gleich ausfüllen?

    Über ein paar Tipps wäre ich sehr dankbar.

    Grüße
    sven
     
  2. AdMan

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  3. #2 joebeuel, 26.01.2014
    joebeuel

    joebeuel Benutzer

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    warum nicht?

    Ich kann nur empfehlen, ein Formular zur Selbstauskunft den Interessenten zu geben, die Interesse an der Wohnung haben, und die auf dich einen guten Eindruck gemacht haben.
    Wer das Formular gleich vor Ort ausfüllt, soll es ruhig tun. Wer es zunächst mitnehmen möchte, ist deswegen kein 'schlechter Bewerber'.

    Wichtig für dich ist, das von dir keine Zusage gemacht wird, bevor nicht die Selbstauskunft komplett ausgefüllt und von dir in Ruhe ausgewertet wurde.
     
  4. #3 Sven Werner, 26.01.2014
    Sven Werner

    Sven Werner Benutzer

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    die Frage wäre noch ob Fragen wie diese eher abschrecken:


    Ist die Frage ob jemand Raucher ist erlaubt? Wäre für mich sehr wichtig.
     
  5. Duncan

    Duncan
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    Fragen kannst du alles, es gibt nur Fragen auf die eine bewusste Falschantwort für den (zukünftigen) Mieter unschädlich ist. Klassiker: Religion, sexuelle Präferenzen...

    Beim Rauchen streiten sich momentan die Gelehrten. Für die einen individuelle Lebensführung, grundgesetzlich geschützt, für die anderen Sachbeschädigung in Verbindung mit Körperverletzung, wenn nicht gar versuchter Mord - um es mal als Extrempositionen ins Absurde zu treiben.
    Guck dir mal verschiedene veröffentlichte Urteile der letzten Zeit an, eventl. ist was aus deinem Gerichtssprengel dabei. Aber immer dran denken: ambitionslose Amtsrichter sind die freisten Menschen dieses Landes.
    Ich frage das einfach mitten im Gespräch mit ab, da ich selbst meist mit der Pfeife im Mundwinkel zu den Terminen komme, sind die meisten Mieter da sehr unbefangen und ich denke das ich meist wahrheitsgemäße Aussagen bekomme, kleine Schönungen muss man einkalkulieren.

    Fragen über die Vermögensverhältnisse mögen den einen oder anderen abschrecken, andererseits wie sollst du sonst die Zahlungsfähigkeit und die bisherige Zahlungsmoral deiner zukünftigen Mieter einschätzen können?

    Eine Mieterin hat mich da mal etwas überfahren, die drückte mir gleich zu Beginn der Besichtigung eine Bewerbungsmappe in die Hand mit sämtlichen zu wünschenden Unterlagen; Schufaselbstauskunft, Einkommensbelege, Kind und Kegel, Zahlungsverpflichtungen mit plausiblen Erklärungen und Referenzadresse, Bescheinigung vom Vorvermieter...
     
  6. Andres

    Andres
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    Fragen kann man alles. Ich habe schon Fragebögen gesehen, in denen davon ... ähem ... umfangreich Gebrauch gemacht wurde. :sauer031:

    Die kritischen Punkte wurden ja schon weitgehend genannt:
    • Der Interessent darf in solchen Bögen schonungslos lügen, ohne dass es irgendwelche rechtlichen Folgen hätte. Davon ausgenommen sind nur Fragen, die die Zahlungsfähigkeit des Mieters betreffen - und auch das nur hinsichtlich der Miete.
    • Welche Fragen man stellen kann, hängt vom örtlichen Wohnungsmarkt ab. In begehrten Wohnungen wird der Mieter so ziemlich jede Frage beantworten. In einem starken Mietermarkt sind Mieter bei zu sensiblen Themen dann ganz schnell wieder weg.
    • Vor diesem Hintergrund sollte man überlegen, welche Aussagekraft bestimmte Fragen - vor allem die sensiblen - haben. Was bringt mir die Aufschlüsselung der monatlichen Zahlungsverpflichtungen? Letztendlich ist das verfügbare Einkommen interessant.
    • Die Frage nach dem Raucher ist auch so eine Nummer: Selbst wenn der Mieter zum Zeitpunkt der Auskunft wahrheitsgemäß angibt, Nichtraucher zu sein, kann er das jederzeit ändern.

    Die beiden verlinkten Vorlagen sind ja weitgehend identisch. Beide enthalten übrigens diese unsinnige EV-Formulierung. Es gibt auch harmlose EV, die mich nicht die Bohne interessieren, z.B. über den Verlust von Ausweisdokumenten. Die H&G-Vorlage finde ich besser, da die andere Vorlage zwei weitere unsinnige Punkte enthält:
    • Die "telefonischen Referenzfragen" muss ich mir nicht von Interessenten absegnen lassen. Wozu ich die Angaben oben bei "bisheriger Vermieter" nutze, kann sich jeder denken. Und telefonieren darf ich, mit wem ich will.
    • Die Schufa-Selbstuauskunft gibt es nicht bei der Bank, sondern bei der - Überraschung! - Schufa. Bei der Bank gibt es eine Bankauskunft. In der Selbstauskunft hat beides nichts zu suchen. Wenn ich das eine oder das andere haben will, sage ich das dem Mieter.
     
  7. Pharao

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    Hi Sven Werner,

    ich glaube Andres Beitrag ist nichts mehr hinzu zufügen.
     
  8. #7 Papabär, 28.01.2014
    Papabär

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    Ich habe grad´ mal verglichen: Unsere Selbstauskünfte entsprechen eher der H&G-Vorlage - sind aber ebenfalls doppelseitig.

    Zum Einen, weil wir mit einem Abschnitt beginnen, auf dem ein Mietinteressent seine Präferenzen für eine (bis dahin ggf.) unbestimmte Wohnung eintragen kann - zum Anderen, weil wir am Ende schon angedruckt haben, welche weiteren Unterlagen eingereicht werden sollen.
     
  9. #8 Immo-Hansi, 31.01.2014
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    Es wird nirgendwo so viel gelogen wie bei der Selbstauskunft und der eidestattlichen Versicherung. Egal welchen Vordruck du hast - glaub nur dem Arbeitsvertrag und den letzten drei Gehaltsabrechnungen und em Kontauszug.
     
  10. #9 Pharao, 31.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 31.01.2014
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    Hi,

    also Falschangaben bei der EDV ist nun wirklich nicht ratsam, denn immerhin ist das ein Straftatbestand im StGB. Und bei der Selbstauskunft: solange die Mieter "Geld" haben, mach ich keine großen sorgen, denn dann ist alles nur eine Frage der Zeit.

    Mal ganz abgesehen davon, es steht jedem Vermieter auch frei, alle gemachten Angaben vom Mietinteressent zu überprüfen .....

    Auch das ist kein 100% Schutz !

    Mal abgesehen davon, was sagen schon die letzten 3 Gehaltsabrechnungen oder der Arbeitsvertrag aus ? Ob der Mietinteressent in 2-3 Monaten kündigen will oder gekündigt wird, geht da genauso wenig hervor wie, ob der Mieter x Kredite oder andere Verbindlichkeiten noch bezahlen muss von seinem Gehalt. Und über die Zahlungsmoral der Mietinteressenten sagt das auch nix aus oder ob der Mieter 5 Bankkonten hat oder ob das ein angenehmer bzw. unangenehmer Mieter seinen wird, ect.
     
  11. #10 Aktionär, 31.01.2014
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    Aus dem Arbeitsvertrag kann ich maximal den aktuellen Arbeitgeber herauslesen (der am nächsten 01. schon Geschichte sein kann) und vielleicht noch ob es sich um ein unbefristetes Verhältnis handelt. Das war es aber auch schon.

    Gehaltsnachweise: historische Dokumente ohne Aussagekraft für die Zukunft
     
  12. #11 Sven Werner, 31.01.2014
    Sven Werner

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    ok, was schlagt ihr dann vor?
     
  13. #12 Immo-Hansi, 31.01.2014
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    Ihr könnt gegen alles Einwendungen machen. 100 % Sicherheit gibt es nie.

    Ist doch wichtig oder nicht?

    Allgemein gilt:

    Selbstauskunft, SCHUFA, Gehaltsabrechnungen, Kontoauszüge, Arbeitsvertrag u.a. sind Mittel, mehr über den Interssenten zu erfahren. Wenn er nicht bereit ist, darauf einzugehen, lass die Finger weg. Wer nichts zu verbergen hat, hat damit keine Probleme. Anrufe beim Vormieter oder Arbeitgeber helfen nicht weiter.

    Und dann bleibt noch das Bauchgefühl und zu allerletzt die die volle Kaution von 3 Monatsmieten, erste Rate bei Vetragsabschluß. Und ganz zum Schluß nach Abschluß des Mietvertrages bei Zahlungsverzug (auch Kautionsrate) sofort reagieren und nicht schön reden lassen (Abmahnung, fristlose Kündigung).

    Auf alles mußt du dich einstellen. Wenn du das nicht willst, lass die Finger von der Vermietung.
     
  14. #13 Aktionär, 31.01.2014
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    In meinen Augen schon. Wenn ich nicht weiss, ob mein potenzieller Mieter nach z.B. 5 Monaten Restlaufzeit seines befristeten Vertrages einen Anschlussvertrag findet, ist das ein Risiko, das ich ausschalten kann. Kein Allheilmittel, aber ein Baustein von vielen.
     
  15. Pharao

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    Sorry, das ist der dümmste Satz den es gibt !
     
  16. #15 fragnach, 03.03.2014
    fragnach

    fragnach Neuer Benutzer

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    Guten Abend ,

    möchte mich mal einklinken zu diesem interessanten Thema wie man als Vermieter seine neuen Mieter aussucht und wie schwierig es ist eine Entscheidung zu treffen.

    Ich denke es ist für beide Seiten schwer. Zum einen möchte ja der Vermieter zuverlässige Mieter . Aber den Mietern gehts ja auch nicht anders was den Vermieter betrifft.

    Habe morgen ein Maklertermin einen Ort weiter, ländliche Lage ,Top Wohnung

    Ich selbst sitze als potenzieller neuer Mieter da und mache mir seit Tagen Gedanken.
    Wie überzeuge ich Vermieter und Makler von mir?
    Wie bringe ich alles zur Sprache um sehr gute Chancen zu haben diese Wohnung zu bekommen. Meine Freundin muss morgen mit, da mein Mann schaffen muss und so kurz nicht frei bekommen konnte.

    Habe als Unterlagen nur Lohnbescheinigungen , Foto von unseren Tieren, und was ich nachreichen kann wie Führungszeugnis, Vermieterauskunft kann ich halt erst säter machen. hoffe nicht das man noch die Sparbücher shen will , weil das klingt ja schon recht heftig was da alles verlangt wird. Worüber sich ein Vermieter alles Gedanken macht.
    Kann es natürlich auch verstehen.
    lg
     
  17. Pharao

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    Hi Fragnach,

    um so höher die Nachfrage nach dieser Wohnung ist, um so mehr kann i.d.R. der Vermieter auch dann von seinem Mietinteressenten fordern. I.d.R. ist die Nachfrage auf dem Land geringer als zB in München, Hamburg, ect.

    Was genau er fordert bzw. welche Vorstellungen er von seinem Mietinteressenten hat, das wird dir keiner sagen können, da jeder Vermieter andere Kriterien hat.
     
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