Mieterwechsel, Heizungsablesung vergessen

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von thommy69, 31.05.2012.

  1. #1 thommy69, 31.05.2012
    thommy69

    thommy69 Neuer Benutzer

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    Liebes Forum,

    ich habe folgendes Problem, welches ich bei der Suche so leider nicht gefunden habe. Falls ich es übersehen habe, bitte ich um Nachsicht.

    Ich hatte zum 31.10.2011 einen Mieterwechsel. Dabei ist eine Ablesung des Heizkostenverbrauchs nicht erfolgt. Es handelt sich um eine alte Heizungsanlage, die noch mit den sog. Röhrchen arbeitet.

    Ich habe nun meinem neuen Mieter für die Monate November und Dezember eine Nebenkostenabrechnung erstellt. Die Heizkosten sind nach der Gradtagstabelle berechnet worden. Der Mieter stellt sich auf den Standpunkt, dass er nicht geheizt hätte und will die Heizkosten nicht zahlen.

    Nach meinem Verständnis kann er die Zahlung bei den verbrauchsunabhängigen Kosten (Grundkosten) keinesfalls verweigern.

    Fraglich ist, jedoch wie man mit den Verbrauchskosten umgeht. § 9b Abs. 1 HeizkostenV verlangt, dass der Gebäudeeigentümer eine Ablesung vornehmen muss. § 9b Abs. 3 HeizkostenV macht davon eine Ausnahme für die Fälle, dass eine Zwischenablesung nicht möglich ist oder sie wegen des Zeitpunktes des Nutzerwechsels aus technischen Gründen keine hinreichend genaue Ermittlung der Verbrauchsanteile zulässt.

    Ich denke, dass diese beiden Ausnahmen auf meinen Fall nicht zutrefffen, oder? Wie gesagt, es ist bei mir mehr oder weniger vergessen worden.

    Was hat das jetzt zur Konsequenz? Bleibe ich auf den Verbrauchskosten vollständig sitzen?

    Vielen Dank im Voraus für alle Antworten
     
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  3. #2 Christian, 31.05.2012
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    Das soll er mal dem Schorni erklären - ob der Schorni dann wohl nicht vorbeischaut (und keine Rechnung schickt)?

    Der mieter hat jederzeit die Möglichkeit gehabt, durch einen kleinen Dreh am Thermostatventil die Bude warm zu bekommen. Es wurde (auch) für ihn ständig warmes Heizungswasser bereitgehalten. Das kostet!

    Außerdem: Wenn Thermostatventile verbaut sind, öffnen die u.U., auch wenn sie auf "Aus" oder "0" stehen - wenns näcmlich so kalt wird, daß was einfrieren könnte.

    Das Abrechnungsunternehmen, das für mich die Verdunstungsröhrchen abliest und die Heizkostenabrechnung erstellt, hat auch schon mal so argumentiert, daß eine Messung von nur 2 Monaten (wegen Mieterwechsel Ende Okt./Anfang Sept.) mit den Röhrchen technisch nicht möglich ist - und ersatzweise nach Gradtagen abgerechnet.

    Gruß,
    Christian
     
  4. Pharao

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    Hi Thommy69,

    ich kann dir leider bei deinem eigentlichen Problem nicht weiter helfen.

    Aber überlege dir mal, ob du nicht lieber auf digitale Messinstrumente umrüstest. Es gibt hier zwei Möglichkeiten, einmal selber kaufen oder nur anmieten. Letzteres kannst du meines Wissens dem Mieter auch noch in Rechnung stellen. Weitere Vorteil: jeden Monat wird ziehmlich genau gespreichert, was der einzelne Heizkörper verbraucht hat.
     
  5. #4 Christian, 31.05.2012
    Christian

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    Und diese Vorteile gibt es bei Verdunstungsröhrchen nicht?
    Was mache ich falsch? ;-)
     
  6. #5 Papabär, 31.05.2012
    Zuletzt bearbeitet: 31.05.2012
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Das ist m. E. ab 2014 ohnehin Pflicht.


    Dabei spielt aber die Art der HKV´s keine Rolle. Auch Verdunster können umlagefähig angemietet werden.


    Nicht zwingend - d.h. je nach Geräteausstattung. Es gibt auch digitale Geräte, die weiterhin abgelesen werden müssen und die auch nur den Stand per voreingestelltem Stichtag speichern.


    Allerdings gibt es bei digitalen HKV´s keinen Kaltverdunstungsanteil (in den Ampullen als Überfüllung zu erkennen) ... und genau da würde ich argumentativ beim Mieter ansetzen.

    Zunächst mal sollte der Mieter lt. Mietvertrag zur Beheizung seiner Wohnung verpflichtet sein. In den meisten Standartmietverträgen ist das m. E. bereits so vorformuliert.

    Durch den Kaltverdunstungsanteil wäre er - dem Vormieter ggü. dann vermutlich sogar im Vorteil, weil dieser bei einer rechnerischen Aufteilung eben auch einen Teil dieses Kaltverdunstungsanteiles abgeben würde.
    Soweit mir bekannt entspricht dieser Kaltverdunstungsanteil einem Verbrauch von 120 Tagen bei 20°C, ist also eine durchaus nennenswerte Größe.

    Zugegeben, dieses Argument ist nicht 100%ig wasserdicht ... aber meistens wird ein Widerspruch nicht weiter verfolgt, wenn der Mieter sich plötzlich übervorteilt fühlt.
     
  7. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Wollte ja nur damit sagen, das deswegen keine größeren Kosten auf den Eigentümer/Vermieter zukommen, nur weil er umstellt.

    Tja, dann ist man wohl selber schuld, wenn man am falschen Ende spart ..... Sorry, aber das ist eigentlich vom technischen her kein Problem und ob die Preisunterschiede für`s Mieten soviel anders sind (die ja letztlich eh der Mieter zahlt) ?
     
  8. #7 Soontir, 31.05.2012
    Soontir

    Soontir Erfahrener Benutzer

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    Huhu Papa,

    hast Du dafür eine Quelle?
     
  9. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Der Mieter kann, wenn überhaupt, 15% der verbrauchsabhängigen Anteils einbehalten, weil nicht nach HKVO verbrauchsabhängig abgerechnet wurde.

    In Deinem Fall läßt aber eine Zwischenablesung von Verdunstern keine hinreichend genaue Abgrenzung zu. Selbst wenn abgelesen worden wäre, hatte eine Schätzung nach Gradtagen erfolgen müssen.

    Daher gibt es nichtmal das Kürzungsrecht.

    Dass Der Mieter im November/Dezember nicht geheizt hätte wird er keinem Richter plausiebel machen können. Außer er hat in der Zeit nicht in der Wohnung gewohnt. Dann kämen aber ggf. Schadenersatzforderungen Deinerseits in Frage wegen Schädigung der Bausubstanz wegen fehlender Beheizung.
     
Thema: Mieterwechsel, Heizungsablesung vergessen
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