Mietkaution nach Auszug wann auszahlen ??

Diskutiere Mietkaution nach Auszug wann auszahlen ?? im Sicherheitsleistung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; hallo, bei uns ist nun jemand ausgezogen zum 28.2.09.. jetzt hab ich aber vor allem im Januar und Februar eine Menge an Nebenkosten für extra...

  1. #1 Bachelor, 28.02.2009
    Bachelor

    Bachelor Neuer Benutzer

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    hallo, bei uns ist nun jemand ausgezogen zum 28.2.09.. jetzt hab ich aber vor allem im Januar und Februar eine Menge an Nebenkosten für extra Müllsäcke und ähnliches bezahlt. Die Gesamt Nebenkostenabrechnung für alle Mieter erfolgt erst ende des Jahres .. nun ist mein Frage wie lange kann ich die Kaution der ehemaligen Mieterin maximal einbehalten ... ??
     
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  3. kummer

    kummer Erfahrener Benutzer

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    Maximal 6 Monate.
     
  4. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Die Rechtsprechung stellt das dem Vermieter relativ frei. Zwischen sofort und 12 Monaten sehen die Richter alles im akzeptablen Rahmen. Die meisten Richter favorisieren 6 monate mit einem Abzug der geschätzten NK-Nachzahlung im Bereich von 100-200€.
    Unter 6 Monate würde ich nicht gehen, weil eine Rücküberweisung der letzten Miete 3 Monate lang möglich sein soll.
     
  5. #4 Vermieterheini1, 12.03.2009
    Vermieterheini1

    Vermieterheini1 Erfahrener Benutzer

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    Hallo Capo,

    "Die Rechtsprechung stellt das dem Vermieter relativ frei. Zwischen sofort und 12 Monaten sehen die Richter alles im akzeptablen Rahmen."

    Das ist nicht so!
    Im Gegenteil - die Mietkaution muss grundsätzlich so schnell wie möglich zurückgezahlt werden!

    Zunächst einmal muss der Vermieter seine "aktuellen" Forderungen aus dem beendeten Mietverhältnis beziffern.
    - Mietschulden
    - Schadenersatzforderungen
    - nicht gemachter rechtsgültig vereinbarter Rückbau
    - nicht gemachte rechtsgültig vereinbarte Demontagen (z. B. SAT-Antenne, Schilder)
    - nicht vollständige Räumung, Schrott-/Sondermüllentsorgung, Ungezieferbekämpfung, Entseuchung, Desinfektion, usw.
    - rechtsgültig vereinbarte, aber nicht durchgeführte Schönheitsreparaturen NACH Fristablauf der Nachfrist
    und darüber dem Ex-Mieter eine nachvollziehbare Abrechnung/Aufrechnung der Miekaution zustellen.

    Dafür steht dem Vermieter eine angemessene Zeit zu, im Regelfall MAXIMAL 6 Monate nach Wohnungsrückgabe.
    Achtung: Manche Richter betrachten das "angeblich Schlüssel in den Briefkasten des Vermieters geworfen" als ordnungsgmäße Wohnungsrückgabe!
    Mehr als 6 Monate - dafür müsste ein VERmieter schon ganz außergewöhnliche Gründe haben. (Einem Mieter würde man dafür leicht 10 Jahre zugestehen.)

    NACH der ordungsgemäßen Abrechnung/Aufrechnung der Miekaution hat der Vermieter das Recht einen ANGEMESSENEN Betrag für zu erwartende Nachzahlungen aus der Betriebs- und Nebenkostenabrechnung zurückzubehalten.
    Schon alleine was "angemessen" ist, ist reine Auslegungssache.
    Zu dem was (üblicherweise sehr mieterfreundliche) Richter als ANGEMESSEN betrachten gibt es mehrere Urteile, die auch die Voraussetzungen für Berechnungen beinhalten.

    Da die gestiegenen Energiepreise, Grundsteuereröhungen ja öffentlich bekannt sind, kann ein fähiger Vermieter für sich selber eine vorläufige Mieterabrechnung mit den bei Wohnungsrückgabe vorliegenden Verbräuchen machen und sehr genau ausrechnen, wie hoch die Nachzahlung/Rückerstattung für den Ex-Mieter aus der zukünftigen Betriebs- und Nebenkostenabrechnung ausfallen wird.
    Auch die erhöhten Versicherungsprämien, WEG-Verwaltergebühren, Wartungskosten, Hausmeisterkosten, usw. sollten dem Vermieter bekannt sein. Wenn nicht kann man nachfragen.

    Grundsätzlich sollten bei einem vollen Abrechnungszeitraum keine Nachzahlungen für den Mieter fällig werden, da der Vermieter die zukünftigen Preissteigerungen bei der Kalkulation der Vorauszahlungen einberechnet hat.

    Ganz anders sieht die Sache bei einem Auszug innerhalb der Abrechnungsperiode aus. Die gleichbleibenden Vorauszahlungen für die Betriebs- und Nebenkosten sind so berechnet, dass sie nur in der Summe von 12 Monaten die voraussichtlichen Kosten decken. In Wintermonaten zahlt der Mieter VIEL ZU WENIG Heizkosten, die den größten Teil der Betriebs- und Nebenkosten ausmachen, was nur durch die "warmen" Monate ausgeglichen wird.
    Zieht ein Mieter also vor den "warmen" Monaten aus, so sind auch bei bestmöglicher Berechnung der Vorauszahlungen für die Betriebs- und Nebenkosten erhebliche Nachzahlungen für den Mieter zu erwarten.
     
  6. joker

    joker Benutzer

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    Es gibt nur die Möglichkeit vom eigenen Konto eingezogene Beträge (Stichwort Einzugsermächtigung) zurück zu holen.
    Was man selbst überwiesen hat oder per Dauerauftrag überwiesen hat ist weg und bleibt weg. Ist auch gut so, sonst könnte man sich nie sicher sein ob man das Geld nun hat oder nicht ;)
     
  7. mOno

    mOno Neuer Benutzer

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    In der ständigen Rechtssprechung der Gerichte wird die Zeit für die Einbehaltung der Kaution i.d.R. mit 6 Monaten bemessen. Darüber hinaus ist es laut Rspr. möglich, das Dreifache der monatlichen BK-Vorauszahlungen für eine eventuell aus der nächsten BK-Abrechnung resultierenden Nachzahlung einzubehalten.
     
  8. #7 lostcontrol, 18.10.2009
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    nur zwecks verständnis:

    kann man denn auch außerhalb der abrechnungsperiode ausziehen?
    also bei mir hört die abrechnungsperiode am 31.12. um 24:00 uhr auf und die nächste beginnt am 01.01. um 0:00 uhr.
    außerhalb der abrechnungsperiode kann's also garnicht geben...
     
Thema: Mietkaution nach Auszug wann auszahlen ??
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