Mietkautionskonto - bei welcher Bank?

Diskutiere Mietkautionskonto - bei welcher Bank? im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Ich habe die letzten Tage nochmal überlegt und war eigentlich schon kurz davor, das Konto bei der DKB-Bank zu eröffnen. Allerdings sehe ich die...

Triple-J

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Du bekommst dort ein solches Konto. Ob du es nutzt, bleibt dir überlassen.

Ich habe die letzten Tage nochmal überlegt und war eigentlich schon kurz davor, das Konto bei der DKB-Bank zu eröffnen. Allerdings sehe ich die Gefahr, dass die DKB in nicht allzu ferner Zukunft für ihr Girokonto auch Gebühren einführen wird, wie viele andere Banken es bereits getan haben. Fraglich ist daher, ob sich der Aufwand lohnt, mit allen Mietkautionskonten nun den Wechselzirkus durchzuziehen. Echt blöd, das man das Girokonto unbedingt dazu nehmen muss, auch wenn man es nicht braucht.

Leider ist die Anzahl an Mietkautionskontoangeboten sehr begrenzt, insbesondere, wenn es - im Gegensatz zur Hausbank München - online laufen soll.

Hat irgendjemand Erfahrungen mit den Mietkautionskonten von https://kautionsverwaltung.aareal-bank.com/ und https://www.mietwise.com/ ?
 
Katharmo

Katharmo

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Warum muss es eigentlich unbedingt online sein? Man eröffnet das Konto in der Filiale und dann ist doch erstmal nichts weiter damit zu tun.

Wir haben das bei der Hamburger Sparkasse gemacht und zahlen pro Eröffnung 10 Euro.
 

Melanie123

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Dass Banken ihre Konditionen erhöhen, kann Dir bei jeder Bank passieren.
Ich habe dieses Jahr bei der DKB ein Vermieterkonto eröffnet.
Sofern Deine Frage ist, was deren Geschäftsmodell ist (die hatte ich mir gestellt) hier der Versuch einer Antwort:
-die Basis-Version des Girokonto ist, wenn man es nicht nutzt, kostenlos. Gewisse Transaktionen werden dann halt berechnet.
-die Bank möchte Dich zu einem monatlichen Geldeingang (so ganz aus dem Kopf 800€) veranlassen, damit sind mehr Transaktionen inclusive.
-die kostenlose VISA-Karte wurde mir direkt mitgeliefert, ohne dass ich sie haben wollte. Ein Freund meinte, dass sie alleine darüber eine Provision von VISA bekämen.
-der Dispo ist aktuell bei 6,9% (da ich grundsätzlich keinen Dispo in Anspruch nehme, weiss ich nicht, ob das günstig ist)

Alles zusammen ist für Menschen, die nicht ökonomisch denken und sich mit Banken-Usancen nicht auskennen, eine gute Möglichkeit, über das Girokonto mit der verführerischen VISA-Karte eben doch noch Geld loszuwerden.

Ich sehe für mich (und für Dich) eher die Gefahr, dass die ganz kostenlose Variante ohne Geldeingang wegfallen könnte und würde in einem solchen Fall halt sichere Mieteingänge darüber laufen lassen. Ansonsten bin ich relativ entspannt.
Ein neu gekauftes Haus mit 5 Kautionen läuft bei mir darüber sowie zukünftige neue Mietverträge. Für mich ist das praktisch.
Alte Kautionssparbücher umzuziehen steht hingegen auf meiner Prioritätsliste aktuell nicht sehr weit oben.
 

Triple-J

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Warum muss es eigentlich unbedingt online sein? Man eröffnet das Konto in der Filiale und dann ist doch erstmal nichts weiter damit zu tun. Wir haben das bei der Hamburger Sparkasse gemacht und zahlen pro Eröffnung 10 Euro.

Naja, aber jedes Mal zur Filiale laufen (und ggfls. Termin hierfür machen müssen?) und jedes Mal 10€ zahlen? Ich vermiete mehrere 1-Zimmer-Wohnungen, da kann es schon Mal häufiger zu Mieterwechseln kommen. Zumal die Anzahl der Banken, die das überhaupt anbieten, ohnehin überschaubar ist. Bei der Hausbank München (ich komme aus Aachen) lief sehr vieles postalisch ab, was ich in der heutigen Zeit schon sehr altbacken finde. Da die jetzt 20€ bzw. 15€ pro Jahr und pro Mietkautionskonto haben wollen (in meinem Fall wären das derzeit 210€ im Jahr zuzüglich der Auflösungsgebühren bei jedem Mieterwechsel), überlege ich eben nun, zu wechseln.

Ich sehe für mich (und für Dich) eher die Gefahr, dass die ganz kostenlose Variante ohne Geldeingang wegfallen könnte und würde in einem solchen Fall halt sichere Mieteingänge darüber laufen lassen. Ansonsten bin ich relativ entspannt.

Ich war mit meinem Vermieter-Konto bis 2017 bei der Netbank, solange es dort kostenlos war. Dann haben die Gebühren eingeführt in zwei unterschiedlichen Höhen. Bei Gehaltseingang von mindestens 400€ war es nur 1,00€ monatlich und ohne Gehaltseingang 3,50€. Meine Mieteingänge wurden allerdings nicht als Gehaltseingänge akzeptiert, weshalb ich die höheren Gebühren hätte zahlen müssen.

Aufgrund dieser Erfahrung bin ich skeptisch, ob die von Dir angedachte Variante der Bringer wäre. Zumal man ja froh ist, wenn die Mieter zahlen und will diese daher nicht mit häufigen Kontowechseln nerven. Ich bin dann damals zur Santander gewechselt, bei der ich nicht nur keine Gebühren zahlen musste, sondern stattdessen monatliche Bonuszahlungen von 3€ erhalten habe! Erst Ende 2019 wurden die Bonuszahlungen halbiert auf 1,50€, welche ich bis heute erhalte.

So und so, bei der DKB hängt leider dieses Girokonto dran, welches ich nicht brauche, und die Wahrscheinlichkeit, dass dort in naher Zukunft Gebühren anfallen werden, ist leider recht hoch.

Daher auch die Frage, ob jemand zu den Alternativen Aareal-Bank und Mietwise schon Erfahrungen hat.
 
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Triple-J

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Daher auch die Frage, ob jemand zu den Alternativen Aareal-Bank und Mietwise schon Erfahrungen hat.

Zur Info:
- Die Aareal-Bank ist eine reine Firmenbank, als Privatvermieter bin ich dort abgeblitzt.
- Das Bankhaus J. Faisst OHG bietet die Mietkautionskonten nur für Mitglieder von Haus&Grund im badischen Raum Deutschlands an. Als Aachener Mitglied bin ich dort abgeblitzt.
- Mit Mietwise habe ich mich nicht weiter beschäftigt.

Ich habe mich stattdessen nun doch für die DKB-Bank entschieden. Was mich überrascht hat, ist, dass man dort zu jedem Mieter das Geburtsdatum und den Geburtsort angeben muss. Wie man mir auf telefonische Nachfrage erklärte, sei dies aufgrund von gesetzlichen Regelungen erforderlich. Die Hausbank München hingegen wollte diese Angaben jedoch nie haben.

Bei den Mietern, die ich selbst ausgesucht habe, ist das kein Problem, die Daten habe ich immer abgefragt und in den Mietvertrag übernommen. Allerdings habe ich auch noch ein paar Mieter, die ich von den Vorvermietern übernommen habe und die Vorvermieter haben solche Angaben allesamt nicht in den MV eingefügt. Diese Mieter werden sich nun wundern, wenn ich nach Jahren plötzlich Ihr Geburtsdatum und Geburtsort wissen will. ;)
 
Andres

Andres

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Was mich überrascht hat, ist, dass man dort zu jedem Mieter das Geburtsdatum und den Geburtsort angeben muss. Wie man mir auf telefonische Nachfrage erklärte, sei dies aufgrund von gesetzlichen Regelungen erforderlich.

Das ist korrekt. Die Mieter sind die wirtschaftlich Berechtigten des Guthabens. Damit sind die Daten nach § 11 Abs. 4 GwG zu erheben. Wie diese Daten erhoben werden müssen (also z.B. ob ein Ausweis vorgelegt werden muss oder ob eine einfache Auskunft genügt), regelt das GwG nicht in allen Details. Grundsätzlich ist die Erhebung in der Form, wie du sie bei der DKB siehst (Vermieter soll Daten angeben - woher er sie auch haben mag), zulässig.


Die Hausbank München hingegen wollte diese Angaben jedoch nie haben.

Auch das überrascht mich nicht und ich habe das selbst schon mehrfach erlebt. Die Banken haben bei so etwas einen notorischen Sturkopf und unfassbar träge Prozesse. Das geht übrigens in beide Richtungen, nicht nur wenn es um die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben geht: Ich kann mich lebhaft an die Diskussion mit einer Volksbank erinnern, die für die Einrichtung einer Vollmacht die Angabe der Steuer-ID des Bevollmächtigten verlangt hat. Das sei "gesetzliche Pflicht", obwohl in dieser ganzen schwachsinnigen Debatte selbst die eingeschaltete Rechtsabteilung keine Vorschrift, kein Urteil oder auch nur gewagte Sekundärliteratur benennen konnte, auf die sich diese angebliche Pflicht stützt.
 

Melanie123

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Bei den Mietern, die ich selbst ausgesucht habe, ist das kein Problem, die Daten habe ich immer abgefragt und in den Mietvertrag übernommen. Allerdings habe ich auch noch ein paar Mieter, die ich von den Vorvermietern übernommen habe und die Vorvermieter haben solche Angaben allesamt nicht in den MV eingefügt. Diese Mieter werden sich nun wundern, wenn ich nach Jahren plötzlich Ihr Geburtsdatum und Geburtsort wissen will. ;)

Ebenfalls seit Jahreswechsel (=MF-Hauskauf) DKB, gleiche telefonische Auskunft, nachgefragt hatte ich jedoch nur, weil die Verkäufer und jetzige Mieter völlig auf stur stellen. Da hatte ich nach der vierten Anfrage ("kann man auch freundlicher stellen") dann auch die Daten. Von den anderen Mietern nach der ersten Anfrage. Verbunden mit einer Vorstellung meinerseits und dem Wunsch, für jeden Mieter ein "Übersichtsblatt" zu haben und der Bitte, ein Formular auszufüllen, was (gewünschte) Kommunikationsmöglichkeiten, die IBAN bei Rückerstattung von NK und eben auch (aufgrund gesetzlicher Änderungen) Geburtsdatum und -ort.

Bis auf die Verkäufer und jetzigen Mieter, wo vermutlich mehr als ein Prozess anstehen wird, habe ich auf meine Anfrage keine Probleme gehabt.
Freundlich nachfragen sehe ich da schon als Alternative.
 

Triple-J

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@Melanie123:
Ich habe alle drei betroffenen Mieter angerufen und alle drei haben mir recht problemlos die erforderlichen Daten genannt.

Einzig allein meine "Quasselstrippe" unter den Mietern hat meinen Anruf genutzt und mich wieder für 35 Minuten am Telefon gebunden. ;)

Bin froh, dass das so problemlos geklappt hat. Wenn jetzt nur einer "geht Dich nix an" gesagt hätte, hätte ich gucken können, wie ich an die Daten kommen würde, um die Kaution ordnungsgemäß anlegen zu können.

Interessant fand ich schon immer, dass sämtliche Vorvermieter (darunter Hausverwaltungen), von denen ich Mieter übernommen habe, dass Geburtsdatum nie in den Mietvertrag eingetragen haben. Ich mache das grundsätzlich, aber der MV von Haus&Grund verlangt dies ja auch.
 

thomas82-wohnen

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Ich bin relativ neu dabei was das ganze Vermieter-Thema angeht, allerdings habe ich auch noch kurzer Recherche mich für das DKB Vermieterpaket entschieden, da bei der DKB Konten für die Mietkaution aktuell komplett kostenfrei sind und Konten für Mieteinnahmen oder Instandsrücklagen nur einen Euro im Monat kosten.

Klar kann sich das jederzeit ändern, aber ich denke nicht, dass sich bei der DKB die Konditionen in naher Zukunft erheblich ändern werden, zumal die DKB im Vergleich zu anderen Banken eigentlich die einzige mit einem attraktiven Angebot für Vermieter ist und ich denke das möchten sie auch erstmal bleiben.
Grundsätzlich kann halt jede Bank ihre Konditionen kurzfristig ändern, die DKB hat halt aktuell mit Abstand eigentlich das beste Komplettpaket.
Meine Infos und genauere Voraussetzungen hab ich von Finanzportal-Link entfernt. D. Mod.
 
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