Mietminderung! Kaltes Wasser zu Warm???

Dieses Thema im Forum "Mietminderung" wurde erstellt von Anita & Peter, 25.10.2010.

  1. #1 Anita & Peter, 25.10.2010
    Anita & Peter

    Anita & Peter Neuer Benutzer

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    Hallo erstmal

    bin ganz neu hier und habe schon ein paar Fragen:
    Das Haus: 11 Stockwerke, 55 Wohnungen BJ 1972

    Unser Mieter hat die Miete um 10% gemindert, weil das kalte Wasser nicht kalt genug ist! Er hat eigene Bemessungen durchgeführt, das Wasser hat zwischen 18°C und 22°C.
    Wir haben eine Firma beauftragt die Sache zu prüfen, alles in Ordnung. Zudem haben wir die Hausverwaltung befragt, bis jetzt hat sich kein anderer Mieter beklagt. Der Mieter hat nun einen Anwalt eingeschaltet. Dieser behauptet das kalte Wasser müsse 13°C haben und die Mietminderung wäre rechtens! Gibt es irgend ein Gesetz das die Temperatur von kaltem Wasser regelt? In der Trinkwasserverordnung stand einmal eine Höchsttemperatur von 25°C. Diese Regelung wurde in der aktuell gültigen Trinkwasserverordnung von 2003 nicht mehr übernommen sondern Ersatzlos gestrichen!

    Zudem behauptet er, die Heizung wäre zu unterdimensioniert, die Wohnung wäre nicht auf 20°C zu beheizen und droht mit einer weiteren Mietminderung von 15%.
    Auch hier haben wir einen Handwerker beauftragt die Sache zu prüfen, alles in Ordnung, einzig die Thermostate könnten bei Gelegenheit ausgetauscht werden.

    Wie sollen wir weiter vorgehen?
    Danke schonmal für eure Mühe!
    Gruß
    Peter
     
  2. AdMan

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  3. malloy

    malloy Erfahrener Benutzer

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    Anwälte behaupten gerne viel, sind aber eben zum Glück nicht die Gerichtsbarkeit. Ich würde die Mietminderung anmahnen und den Mieter in Verzug setzen. Beweispflichtig in einem Verfahren ist hier der Mieteranwalt, dass ein Mangel vorliegt, nciht ihr, dass KIENER vorliegt. Eben, da dieser die Behauptung einer Abweichung von der Norm aufstellt und etwas "will" (=Mietminderung), nicht ihr. Das heißt auch, dass er sich die Mühe machen muß, um die rechtsverbindliche Stelle (und nicht irgendeine "Meinung" irgendwo) herauszusuchen, um sich darauf zu beiziehen hat, wenn er die Behauptung aufstellt, und damit seine Forderung und insbesondere den Anspruch nach kälterem Wasser begründet.

    Abgesehen davon sind "Eigenmessungen" (vielleicht gar mit dem eigenen Fieberthermometer?) ohnehin keinen Pfifferling wert, selbst wenn er daraus eine Abhandlung in Form einer Doktorarbeit formulieren und einreichen würde...

    [edit] Das mit dem in Verzug setzen ist eigentlich Blödsinn von mir, denn falls die Mietminderung ungerechtfertigt ist (wovon wir jetzt einfach mal ausgehen), ist er ja schon automatisch in Verzug, da die vollständige Mietzahlung ja idR zum 3ten Werktag am Monatsanfang fällig wäre und somit automatisch ein Verzug entsteht, ohne eine Nachfrist setzen zu müssen...
     
  4. kathi

    kathi Gesperrt

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    Das is ja mal lustig. Habich noch nie gehört. Auf was für Ideen die Leute kommen......
    Wo liegen denn bei euch die Wasserrohre? Die Wassertemperatur müsste doch ungefähr die Temperatur des Erdreichs haben, weil die Rohre ja tief unter der Erde verbuddelt sind. Wenn der Mieter im 11ten Stock wohnt, dann ist das durchaus möglich, dass sich da ein Teil des Wassers schon erwärmt hat, nämlich der in den Rohren des Hauses, aber das wäre völlig normal. Der Teil des Wassers, der dann quasi direkt aus der Erde kommt, sollte dann die ganz normale Temperatur der Erdumgebung haben.
    Die Behauptung, Wasser MÜSSE 13 Grad haben, halte ich für völlig blödsinnig. Die Zuleitungsrohre liegen nunmal unter der Erde und je tiefer man da buddelt, desto konstanter sind die Temperaturen, aber meines Wissens nach liegen Wasserrohre in einer Tiefe, in der das Wasser nicht mehr gefrieren kann, aber nicht in einer Tiefe, die keinerlei Temperaturschwankungen mehr zulässt.

    Aber so wie sich das für mich anhört, könntet ihr fast froh sein, wenn der Mieter auch noch 15% für eine angeblich unterdimensionierte Heizung mindert, die gar nicht unterdimensioniert ist. Das gibt euch nämlich in nur wenigen Monaten einen Kündigungsgrund. Und wenn man solche Mieter hat, dann ist das nicht das Verkehrteste.
     
  5. #4 nobrett, 27.10.2010
    nobrett

    nobrett Erfahrener Benutzer

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    Das Prob gibt es oft in alten Hoch- und Mehrfamilienhäusern. Da wurden die Rohre für Kalt-, Warmwasser und Heizung oft parallel nach oben gelegt und zur Isolierung eingeschäumt. Im Laufe der Jahre löst sich die Isolierung auf und die warmen Rohre wärmen das Kaltwasserrohr und dessen Inhalt an.

    Theoretische Abhilfen: Kaltwasser lange genug laufen lassen bis das erwärmte Wasser durch ist, das wird aber viel sein - ökologischer und ökonomischer Schwachsinn. Oder die Rohrisolierung des Gebäudes sanieren - aufwendig. Oder damit leben - das ist der Normalfall und es spricht ja auch wenig dagegen.
    Man könnte ja mal die Badewanne mit kaltem Wasser füllen und dann schaun wie warm das ist. Ich nehme an, ziemlich kalt.

    Wenn gesichert ist, das die Heizung ausreicht - und es wäre ja schon denkbar, dass wegen der verschlechterten Isolierung einfach nicht mehr genug Wärme nach oben kommt, dann müsste man z.B. mit der Vorlauftemperatur hochgehen - würde ich dem Mieter klar machen, das er entweder mit seinen Minderungen und -Androhungen aufhört oder über kurz oder lang fliegt.
     
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