Mietminderung wegen Hochwasser?

Dieses Thema im Forum "Mietminderung" wurde erstellt von Berny, 11.06.2013.

  1. Berny

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  3. Pitty

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    Jeder Vermieter, der dort ein Haus hat könnte es mit entsprechenden Hochwasserschotts schützen. Jeder Mieter weiß in dieser Region, dass Hochwasser kommen kann. Von daher nie im EG einziehen.
     
  4. #3 Pharao, 11.06.2013
    Zuletzt bearbeitet: 11.06.2013
    Pharao

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    Hi,

    warum soll das keine höhere Gewalt sein ? Versteh ich nicht.

    Ich mein, wir reden hier ja nicht vom normalen Hochwasser, was in einigen Gegenden ggf. jedes Jahr üblich ist, sondern schon wieder von einem Jahrhunderthochwasser. Sorry, aber das finde ich durchaus als höhere Gewalt, genauso wenn ein Deich bricht, ect und wenn ich das richtig verstehe, wäre das kein Grund zur Mietminderung.

    Wenn natürlich jetzt alle paar Jahre ein Jahrhunderthochwasser auftritt, sollten sich die Experten mal eher überlegen, ob der Begriff "Jahrhundert" hier passend gewählt ist ...... ;)
     
  5. #4 Papabär, 12.06.2013
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    Da werden gleich mehrere Aussagen getroffen ... einige teile ich - andere finde ich einfach nur behämmert.

    Klar, wenn die Mietsache teilweise oder komplett nicht nutzbar ist, kann der Mieter eben bis zu 100% mindern. Ein Vermieter, der in einer Hochwasserregion einen Keller mitvermietet ist m. E. ohnehin selber schuld.

    Das mit den Schadenersatzklagen will mir aber nicht in den Kopf ... das ein Vermieter Schutzvorrichtungen schaffen müsse ist mir neu und ich kenne (derzeit betroffene) Häuser, da ginge das auch nur mit einer massiven Verbarrikadierung der Hauseingangstür.

    Wenn man diesen Faden weiterspinnt, müsste der Vermieter, der Minderungsansprüche vermeiden will, demzufolge darauf achten, dass seine Mieter tunlichst zu Hause sind, wenn er die Haustür zumauert ... denn ansonsten wären sie ja an der Benutzung der Mietsache gehindert.

    Hiermit wird doch das zuvor erwähnte eigentlich fast schon wieder obsolet. Wie wollen die Parteien (egal ob Mieter oder Vermieter) argumentieren? ..."also vor zwei Monaten führte das Flussbett noch nicht durch unseren Ort - den muss jemand heimlich umgelenkt haben" ... oder "Nee, das gab´s ja noch nie ... die Elbe/Mulde/Oder/Weichsel/... führt Hochwasser - das konnte ja niemand ahnen" :wand:


    Das die Kosten für die Aufräumarbeiten und die Beseitigung des Hochwassers zu den Instandhaltungskosten gehören, dürfte nun für die meisten hier nicht ganz so überraschend sein (hierzu zählen übrigens auch die Kosten des Betriebsstroms der Pumpen ... und wenn Mieter auch sonst manchmal nicht viel wissen - DAS wissen sie).
     
  6. Berny

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    Da habe ich doch einige pöhse pöhse Gedanken: Kann jemand sowas schreiben um (letzten Endes) Auftäge zu bekommen?
    In einer bekannten Verbraucherzeitung aus Deiner Stadt wurde Mietinteressenten empfohlen, beim MV_Neuabschuss auf Ratenzahlung der Kaution "zu pochen"...:sauer016:
     
  7. #6 Papabär, 13.06.2013
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    Ich kann Denen Gedanken jetzt grad irgendwie nicht folgen ... wenn Du den Artikel meinst - den hat ein "Online-Redakteur" geschrieben und der macht damit schon wegen der Rechtschreibfehler keine Werbung für sich.

    Das Thema ist halt grad´ "in" ... da geht´s nicht um Aufklärung - da geht´s um Auflage.



    Na und? Ist doch ohnehin gesetzlich geregelt - und in Berlin ham´wa meiner Kenntnis nach noch nicht solche Verhältnisse wie in München oder Hamburg, wo so eine Aufforderung vermutlich eher lächerlich wäre.

    Abgesehen von einigen exklusiven Wohnlagen findet man hier durchaus noch Wohnungen. Mag sein, das wir auf Hamburger Verhältnisse zusteuern - aber noch stehen in meiner Nachbarschaft einige Wohnungen leer (ich hatte hier letztens 4 Besichtigungen für eine Wohnung ... am gleichen Tag :erschreckt011:).
     
  8. Pharao

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    Hi Papabär,

    falls es dir entgangen ist, das Wasser stand in vielen Gegenden etwas höher. Soll man deswegen also jetzt alle EG-Wohnungen leer stehen lassen ?

    Und sorry, aber eine Hochwasserregion betrifft meiner Meinung nur die Gegend, wo regelmässig mit normalen Überschwemmung zu rechnen ist. Ein Jahrhunderthochwasser ist aber m.E. keine normale Überschwemmung, genauso wenn ein Deich bricht.
     
  9. #8 Kitzblitz, 14.06.2013
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    Was meint wikipedia dazu ?

    "Unter Jahrhundert-Hochwasser oder Jahrhundertflut (auch 100-jährlicher Abfluss, kurz HQ100 genannt) versteht man die Pegelhöhe oder Abflussmenge eines Gewässers, die im statistischen Mittel einmal alle 100 Jahre erreicht oder überschritten wird."

    Der Begriff stellt also einen statistischen Wert dar. Mit dem Jahrhundert, in dem wir gerade leben hat das von der Sache her nichts zu tun. Tatsache ist aber, dass die Witterungsereignisse/Hochwässer immer extremer werden.

    Das sogenannte 100-jährige Ereignis wird immer wieder neu definiert.


    Gebiete, in denen es regelmäßig zu Überschwemmungen kommt, werden als sogenannte Überschwemmungsgebiete ausgewiesen. Versicherungsschutz für Überschwemmungsschäden ist in solchen Gebieten nicht zu erlangen, da es sich um eine normale Gefahr handelt, mit der zu rechnen ist. D.h. - hier müssen technische Vorkehrungen getroffen werden.

    Neubauten sind in Überschwemmungsgebieten nur mit Auflagen möglich.

    Bestandsbauten "genießen" Bestandsschutz. Deren Nutzung dürfte im Laufe der Jahre den Hochwasserverhältnissen angepasst sein. Schön beobachten kann man das an den Häusern an Rhein und Mosel, die fast jährlich auch Wasser im Kellergeschoss haben. Hier werden die Wände gekachelt und die Möblierung schnell demontierbar gemacht und auch Abschottungen der Gebäudeöffnungen vorgesehen. In Hamburg Hafencity kann man auch sehr gut sehen, wie die Gebäude den Hochwasserverhältnissen angepasst sind (Hafencity ist nicht hochwassergeschützt).

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  10. #9 Papabär, 14.06.2013
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    Nur, wenn man EG-Wohnungen in Keller einbaut. Und wer das - noch dazu in einem ausgewiesenen Hochwassergebiet - macht, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.

    Ich habe noch einige Altbestandsmieter, die regelmäßig die Miete mindern, weil der Keller unter Wasser steht ... und das obwohl die eigentlichen Wohnungen davon nicht betroffen sind. Auf Anraten unseres Anwaltes vermieten wir die Keller nicht mit - zumindest steht in den neueren Mietverträgen gut sichtbar drin, das zu der Wohnung kein Keller gehört. Wenn die Mieter dann einen Kellerverschlag belegen, ist mir das egal ... zumindest solange, bis sie wegen Hochwassers die Miete mindern wollen.



    Auch wenn ein Deich bricht, fließt das Wasser ja nur selten bis in die Alpen. Anders ausgedrückt - wenn ein Gebiet ohne Deich überschwemmt werden würde, dann wird es auch mit Deich als Hochwasserregion ausgewiesen.

    "Mein" Objekt steht auch hinter´m Deich und gehört trotzdem zur Hochwasserregion.
     
Thema: Mietminderung wegen Hochwasser?
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